Eine Partnerschaft für das Erinnern

 Einige der Auszubildenden des Ravensburger BBW durften ihr Teilnahmezertifikat am Projekt „Arbeit für den Frieden“ persönlich e
Einige der Auszubildenden des Ravensburger BBW durften ihr Teilnahmezertifikat am Projekt „Arbeit für den Frieden“ persönlich entgegennehmen. (Foto: Stiftung Liebenau)
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Seit sieben Jahren engagieren sich Auszubildende des Berufsbildungswerks Adolf Aich (BBW) der Stiftung Liebenau für den Erhalt und die Instandsetzung von Weltkriegsgräbern in Frankreich und Deutschland. Das Projekt „Arbeit für den Frieden“ wurde mit einer Bildungspartnerschaft mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge vertraglich besiegelt. Anlass genug, einen Blick auf die Erfolge der Vergangenheit und die Wünsche für die Zukunft zu werfen.

Im letzten Sommer staunten die Besucher des Ravensburger Hauptfriedhofes nicht schlecht: Eine Gruppe Jugendlicher befreite verwitterte Grabsteine von Efeu und Moos und gab den Blick auf die Inschriften der Kriegsdenkmäler wieder frei. Nicht nur Soldaten der beiden Weltkriege haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden, auch Zwangsarbeiter und deren Kinder sind hier bestattet worden. Für Oliver Wasem, Landesgeschäftsführer des Volksbundes in Baden-Württemberg, ist das kein Widerspruch: „Kriegsgräber sind Lernorte der Geschichte, an denen wir, sowohl der Opfer als auch der Täter, gedenken. Sie müssen aber auch wahrgenommen werden und deshalb sind wir stolz, dass mit dem BBW eine Bildungspartnerschaft zustande gekommen ist, die für uns ein absolutes Leuchtturmprojekt darstellt.“ Die „Erinnerungsarbeit“ in Ravensburg war in diesem Jahr ein pandemiegeschuldeter Plan B. Normalerweise zieht es die Projektgruppen aus den verschiedenen Ausbildungsbereichen ins Elsass. Gefördert werden die mehrtägigen Aufenthalte, die stets in direkter Nähe zu französischen Weltkriegsfriedhöfen stattfinden, von der „Stiftung Gedenken und Frieden“. „Das Projekt ist für uns ein wesentlicher Beitrag zur politischen Bildung unserer Auszubildenden, die wir ermutigen möchten, aus der Vergangenheit zu lernen. Die Bildungspartnerschaft mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sehen wir als Ansporn, immer wieder junge Menschen zu motivieren, sich dieser guten Idee anzunehmen“, sagt Christian Braun, Geschäftsführer der Liebenau Berufsbildungswerk.

Welchen Stellenwert „Arbeit für den Frieden“ inzwischen hat, verdeutlicht Monika Kordula, die das Projekt seit den Anfängen begleitet. „Unsere Azubis geben uns nicht nur positive Rückmeldungen, wir nehmen auch in der täglichen Arbeit wahr, dass sie an solchen Projekten wachsen, selbstbewusster werden und sich noch mehr mit dem BBW identifizieren“, so Kordula.

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