Eine Dose für alle Notfälle

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Schwäbische Zeitung

Immer mehr Menschen haben zu Hause einen Notfall- und Impfpass, Medikamentenplan oder eine Patientenverfügung. Für Rettungskräfte sei es im Ernstfall aber meist unmöglich herauszufinden, wo diese Notfalldaten aufbewahrt werden, schreibt die Katholische Seelsorgeeinheit Ravensburg Mitte in einer Pressemitteilung. Die kirchliche Stiftung „Solidarität am Ort“ aus Ravensburg stattet nun in einer Aktion alle Krankenpflegevereine sowie die ökumenische Sozialstation mit Notfalldosen für ihre Mitglieder und Patienten aus.

Die Notfalldaten kommen in die Notfalldose und werden standardmäßig in die Kühlschranktür gestellt. Sehen Rettungskräfte auf der Innenseite der Wohnungstür und dem Kühlschrank dann den Aufkleber „Notfalldose“, so kann diese leicht gefunden werden und es sind sofort wichtige und notfallrelevante Informationen verfügbar. In den Dosen befinden sich Informationen zu Erkrankungen, Medikamenten, Hausarzt, Kontaktdaten von Angehörigen oder auch, wo Haustiere untergebracht werden können.

Nun hat die im Herbst 2016 gegründete Stiftung Solidarität am Ort (SaO) insgesamt 3000 Notfalldosen angeschafft. Stiftungsmitglieder sind die 13 katholischen Kirchengemeinden, die Caritas Bodensee-Oberschwaben, die katholischen Krankenpflegevereine Obereschach, Ravensburg und Weißenau sowie die katholische Fördergemeinschaft Taldorf.

Die Übergabe an diese sowie von 600 Notfalldosen an die Sozialstation fand im Mai in der Kirchlichen Sozialstation in Bavendorf statt. Alle Mitglieder der vier Krankenpflegevereine bekommen eine Dose geschenkt. Die Nachbarschaftshilfen der katholischen Kirchengemeinden der Gesamtkirche Ravensburg können die Dosen an ihre Klienten kostenlos verteilen. Außerdem können die Dosen in den Pfarrbüros für 2,50 Euro erworben werden.

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