Ein Jahr Haft auf Bewährung für JVA-Schmuggler

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 Ein Jahr Haft auf Bewährung bekam der Beamtenanwärter, der Drogen in die JVA Hinzistobel geschmuggelt hatte.
Ein Jahr Haft auf Bewährung bekam der Beamtenanwärter, der Drogen in die JVA Hinzistobel geschmuggelt hatte. (Foto: Symbol: Felix Kästle/dpa)

Ohne öffentlichen Prozess ist das Verfahren gegen einen ehemaligen Mitarbeiter der JVA Hinzistobel abgeschlossen worden, der vor etwa anderthalb Jahren Drogen, Handys und andere verbotene Gegenstände ins Gefängnis geschmuggelt hatte. Der 30-Jährige akzeptierte den Strafbefehl von einem Jahr Gefängnis auf Bewährung wegen Bestechlichkeit und der „fahrlässigen unerlaubten Abgabe von Betäubungsmitteln“. Laut Christine Weiss von der Pressestelle der Ravensburger Staatsanwaltschaft habe dem Mann nicht nachgewiesen werden können, dass er von dem Haschisch und Marihuana in den geschmuggelten Päckchen wusste, daher die eher milde Strafe. Zudem muss der damalige Beamtenanwärter, der seine Arbeitsstelle wegen der Vorfälle verloren hat, 400 Euro an die Staatskasse zahlen, die er nachweislich von den Insassen beziehungsweise ihren Angehörigen für seine Schmuggeldienste bekommen hat. Hinzu kommt eine Geldauflage von 3000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung.

Der Fall hatte vor einem Jahr für einige Furore gesorgt und sogar den baden-württembergischen Landtag beschäftigt, weil die Anstaltsleitung der JVA erst zwei Wochen, nachdem ein Häftling sie über die krummen Geschäfte des Mannes informiert hatte, die Polizei verständigte.

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