DRK hilft Senioren bei Alltagsproblemen

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 Theresa Adam und Lisa Kathan vom DRK-Kreisverband Ravensburg informieren rundum das Angebot der Servicezeit.
Theresa Adam und Lisa Kathan vom DRK-Kreisverband Ravensburg informieren rundum das Angebot der Servicezeit. (Foto: DRK)
Schwäbische Zeitung

Manche Dinge werden mit zunehmendem Alter oder bei Einschränkungen beschwerlicher, teilt der Kreisverband Ravensburg des Deutschen Roten kreuzes (DRK) mit. Schon einfache Handgriffe durch andere oder der regelmäßige Kontakt zu Menschen würden manchmal genügen, den Alltag angenehmer zu machen. Die DRK-Servicezeit sei da genau das Richtige. Für den Dienst ausgebildete Mitarbeiter kommen zu Senioren oder Menschen mit Einschränkungen nach Hause.

Eine 82-jährige, weitgehend rüstige Dame hätte gerne Unterstützung bei der Grabpflege sowie alle zwei Wochen Begleitung zum Gottesdienst und anschließendem Friedhofsbesuch. Ein Mann im Rollstuhl benötigt Begleitung zu Arztbesuchen und Unterstützung bei der Abholung der Medikamente in der Apotheke und dem Einkauf. Die betagten Großeltern wollen den Kontakt zu den weiter entfernten Enkelkindern aufrechterhalten. Der Versand von Postkarten und Päckchen fällt ihnen inzwischen schwerer. Hilfe würden sie auch für das Kofferpacken für die seltenen Besuche schätzen.

Die Unterstützung durch DRK-Servicezeit-Mitarbeiter komme da gerade recht, heißt es. Sie helfen und unterstützen nicht nur im Haushalt, beim Putzen und Wäsche machen, sondern auch bei Einkäufen und Organisatorischem. Durch regelmäßige Besuche werden sie aber auch zu wichtigen Bezugspersonen und Ansprechpartnern und erkennen weiterführenden Unterstützungsbedarf. In einem Erstgespräch in der Häuslichkeit werden die individuellen hauswirtschaftlichen Wünsche und der Unterstützungsbedarf ermittelt. Pflegerische und medizinische Leistungen werden nicht übernommen, betont die Sachgebietsleiterin Theresa Adam vom DRK-Kreisverband.

Die Leistungen der Servicezeit oder ein Teil davon können über die Pflegeversicherung abgerechnet werden. Der Dienst kann stundenweise vereinbart werden. Die Mitarbeiter werden geschult, den Blick auf die gesamte Lebenssituation und nicht nur auf einzelne Leistungen zu richten, betont Lisa Kathan, die Stellvertreterin von Theresa Adam. Das Ziel des Dienstes sei es, dass Senioren und Menschen mit Einschränkungen möglichst lange selbstständig in ihren eigenen vier Wänden leben können. Für Angehörige könne die Unterstützung wertvolle Entlastung bedeuten.

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