Drei deutsche Meisterinnen der LG Welfen

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Die Teilnehmer an der deutschen Berglauf-Meisterschaft von der LG Welfen: Uschi Bergler (von li.), Irmgard Olma, Mary Heilig-Duv
Die Teilnehmer an der deutschen Berglauf-Meisterschaft von der LG Welfen: Uschi Bergler (von li.), Irmgard Olma, Mary Heilig-Duventäster und Brigitte Hoffmann. (Foto: Verein)
Schwäbische Zeitung

Der nächste Erfolg für die in Baindt geborene, in Berg lebende und für die LG Welfen startende Läuferin Marie-Luise Heilig-Duventäster. Zum elften Mal sicherte sich Marie-Luise Heilig-Duventäster, die amtierende Weltmeisterin, die deusche Meisterschaft (Altersklasse W55) im Berglauf.

Mit Brigitte Hoffmann (W60) und Irmgard Olma (W70) waren zwei weitere Läuferinnen der LG Welfen die Schnellsten ihrer Klasse und durften sich über Meisterehren freuen. Neben den Einzeltiteln verteidigten Heilig-Duventäster, Hoffmann und Bergler mit einem gewaltigen Vorsprung von über 25 Minuten ihren Mannschaftstitel vom vergangenen Jahr.

Zum ersten Mal fand die deutsche Meisterschaft in Sachsen-Anhalt statt, im Rahmen des ältesten Deutschen Berglaufs, dem Brocken-Lauf. Dort fand am 12.Juni 1927 der erste Wettkampf über den höchsten Harzgipfel mit 16 Teilnehmern statt. Damals wurde der Lauf als „selbstmörderisches Unterfangen“ abgetan. Mit 106 Aktiven erlebte der Brockenlauf 1934 dann vorerst seine Rekordbeteiligung.

Durch den zweiten Weltkrieg und die Grenzschließung waren einige Jahre Zwangspause die Folge. Seit 1990 findet der Traditionslauf wieder ununterbrochen statt. Den Startschuss für die deutsche Meisterschaft gab nun Sachsen-Anhalts Innen-und Sportminister Holger Stahlknecht. Er schickte 345 Junioren, Aktive und Masters auf die 11,6 Kilometer lange Strecke. Bis zum Ziel auf dem 1141 Meter hohen Brockengipfel mussten knapp 900 Höhenmeter bewältigt werden.

Während die ersten Kilometer durch die Ortslage Ilsenburg nahezu flach verliefen, ging es dann auf einen rund vier Kilometer langen, mit Steinen und Wurzeln durchsetzten Trail, der nur wenige Höhenmeter aufwies, dafür aber für die Läufer extrem kräftezehrend war. Die letzten drei Kilometer mit den meisten Höhenmetern verliefen auf Betonplatten des ehemaligen Kolonnenweges – der früheren deutsch-deutschen Grenze – bis zum Gipfel am Brocken

Triple für Heilig-Duventäster

Heilig-Duventäster hat in dieser Saison in der W 55 nun die baden-württembergische Meisterschaft, die deutsche Meisterschaft und die Weltmeisterschaft gewonnen. Bei der deutschen Meisterschaft gab die Bergerin mit starken 1:13:01 Stunden der Zweitplatzierten Sabine Fleig (NSV Wernigerode) ein Päckchen von über drei Minuten mit. Das Podest vervollständigte Sieglinde Flexeder in 1:16:43 Stunden.

Die Altersklasse W60 dominierten in dieser Saison wieder einmal Brigitte Hoffmann und Uschi Bergler, ebenfalls von der LG Welfen. War bei den Weltmeisterschaften Bergler als Dritte (Hoffmanns sechste) besser, ging der Sieg bei den Landesmeisterschaften an Hoffmann (Bergler: Zweite). Den deutschen Meistertitel erkämpfte sich in 1:20:28 Stunden die Langstreckenläuferin Hoffmann, auf Platz zwei schob sich Rosi Bayer vom LC Mittenwald in 1:21:13 Stunden. Bergler verpasste um 16 Sekunden die Vizemeisterschaft, freute sich dennoch über Platz drei.

In der Mannschaftswertung 50+ deklassierten die Welfen-Frauen Heilig-Duventäster, Hoffmann und Bergler mit einer Gesamtzeit von 3:54:58 Stunden die Läuferinnen vom Guts-Muths-Rennsteiglaufverein (4:19:01 Stunden) und von der SVG Ruhstorf/Rott ( 4:34:18 Stunden).

Irmgard Olma aus Friedrichshafen stand in den vergangenen Jahren schon viele Male auf dem Podest. Aber noch nie gelang ihr ein Titelgewinn bei einer deutschen Berglaufmeisterschaft. Nun konnte sie ihren Sieg genießen. „Meine Konkurrenz war nicht so stark und deshalb musste ich nicht an meine Grenzen gehen“, freute sie sich nach ihrem Lauf, den sie in 1:45:34 Stunden absolvierte.

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