Die Suche nach einem Erfolgserlebnis

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Es läuft nicht mehr beim FV Ravensburg – hier Maschkour Gbadamassi im Spiel gegen Reutlingen.
Es läuft nicht mehr beim FV Ravensburg – hier Maschkour Gbadamassi im Spiel gegen Reutlingen. (Foto: Felix KÄstle)
Sportredakteur

Seit vier Spielen hat der FV Ravensburg in der Fußball-Oberliga nicht mehr gewonnen. Den nächsten Versuch auf den dritten Dreier der Saison unternehmen die Ravensburger am Samstag um 14 Uhr zu Hause gegen den FC Nöttingen. Der Gegner ist ähnlich durchwachsen in die Saison gestartet wie die Oberschwaben.

Nach außen hin die Ruhe bewahren, hart arbeiten und alles versuchen, um die Durststrecke zu beenden. So sieht es derzeit beim FV Ravensburg aus. „Natürlich ist der Frust bei den Spielern da“, sagt Trainer Steffen Wohlfarth angesichts der Serie von sogar fünf Pflichtspielen in Folge ohne Sieg (viermal in der Liga, dazu im Pokal gegen Göppingen). „Aber ich sehe im Training nichts Negatives, die Stimmung ist trotz allem in Ordnung.“

Aber keine Frage, sie wäre wesentlich besser, wenn es mal wieder mit einem Sieg klappen würde. „Normalerweise hatten wir die Durststrecke immer im Oktober“, sagt der Sportliche Leiter Peter Mörth. „Jetzt hatten wir sie schon im September. Wenn die Mannschaft aber so weitermacht wie zuletzt, dann kommt auch der Erfolg zurück.“ Unter Druck setzen will Mörth die Mannschaft nicht. Auch von den übrigen Vorständen und dem Aufsichtsrat werde keine Generalkritik geübt. Zufrieden sind sie beim FV angesichts der jüngsten Resultate natürlich nicht. Dafür ist die Anspruchshaltung zu groß. „Aber wir lassen die Trainer und die Mannschaft in Ruhe arbeiten“, sagt Mörth. „Denn wir sehen ja, dass sie gut arbeiten. Auch die Spiele waren nicht schlecht.“

Aber es gab halt keinen Sieg. „In der Oberliga entscheiden Kleinigkeiten“, meint Wohlfarth und nennt als Beispiel die Partie gegen Reutlingen. „Wir hatten fast 80 Prozent Ballbesitz, aber Reutlingen hat mit deutlich weniger Ballbesitz mehr Chancen und hat dann auch verdient gewonnen.“ Nun gelte es Fehlpässe, Unkonzentriertheiten, Stellungsfehler schnellstmöglich abzustellen. „Wir müssen besser werden“, fordert der Coach.

Auch bei Nöttingen läuft es noch nicht rund. Wie Ravensburg hat auch der FCN, der um den Aufstieg mitspielen möchte, erst sieben Punkte. Zuletzt verlor Nöttingen zu Hause gegen Freiberg mit 2:3. „Es hat nichts mit der Taktik zu tun, wenn man nach zwei Minuten beim Standard ein Tor bekommt und sich dann noch eins selber reinmacht“, sagte Trainer Michael Wittwer der „Pforzheimer Zeitung“ – schon nach zwölf Minuten lag seine Mannschaft gegen Freiberg mit 0:2 zurück.

Leichte Fehler wollen die Ravensburger gegen Nöttingen auf jeden Fall vermeiden. Die Premiere in der Cteam-Arena, wie das FV-Stadion nun heißt (Wohlfarth: „Eine schöne und gute Sache für den Verein“) soll erfolgreich sein. „Die Jungs brennen darauf, gegen Nöttingen den Bock umzustoßen“, glaubt Mörth. Damit das Warten auf einen Sieg zu Ende ist.

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