Die drei Absteiger dominierten den ersten Spieltag

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Tabellenführer TSV Heimenkirch (gelbe Trikots) ist im Allgäu-Derby beim FC Isny gefordert.
Tabellenführer TSV Heimenkirch (gelbe Trikots) ist im Allgäu-Derby beim FC Isny gefordert. (Foto: Günter Kram)
Klaus Eichler

Es ist erst der zweite Spieltag in der Fußball-Bezirksliga, aber es ist ein Spieltag, der es in sich hat. Zwei Allgäuderbys stehen auf dem Plan. Der FC Isny fordert den TSV Heimenkirch (Samstag 17 Uhr) und der SV Eglofs erwartet den SV Maierhöfen-Grünenbach (Sonntag 15 Uhr). Im Spiel der Aufsteiger muss der SV Fronhofen am Freitag (18.30 Uhr) beim VfL Brochenzell antreten. Beide haben ihr Auftaktspiel verloren. Einen Fehlstart vermeiden will der SV Kressbronn nach der 1:6-Klatsche gegen den TSV Heimenkirch.

Für den SV Eglofs ist es das erste Bezirksligaspiel in seiner 40-jährigen Vereinsgeschichte, dazu noch ein Derby gegen den Nachbarn SV Maierhöfen-Grünenbach. „Die Vorfreude ist riesengroß“, sagt Trainer Florian Kirchmann, „wir fiebern diesem ersten Spiel entgegen.“ Der Aufstieg, der so nicht geplant war, „der hat so eine Dynamik angenommen“, schwärmt Kirchmann, „jetzt wollen wir uns natürlich mit den großen Namen messen.“ Das ganze Dorf stehe hinter dem SV, „die Neugier, wie wir diese Aufgabe meistern, polarisiert viele Zuschauer“, ist Kirchmann sicher. „Eglofs wird versuchen, die Euphorie des Aufstiegs mitzunehmen“, weiß Maierhöfens Trainer Florian Meffert, der mit seiner Mannschaft auf Sieg spielen will. „Ich habe einen Plan A und B in der Tasche“, verrät Meffert.

„Der Kantersieg in Kressbronn war schon eine Hausnummer“, freut sich Trainer Daniel Feistle vom TSV Heimenkirch, „wir haben die Fehler und Schwächen des Gegners gnadenlos bestraft.“ Feistle ist froh über den gelungenen Saisonstart, der TSV kann mit breiter Brust beim Derby beim FC Isny auflaufen. „Dass wir auswärts punkten können, haben wir schon bewiesen“, sagt Feistle.

Auswärts siegen, das hat der SV Mochenwangen beim SC Unterzeil-Reichenhofen geschafft. Mochenwangen erwartet nun den SV Beu-ren, der zum Auftakt dem TSV Eschach unterlag. „Beuren will diese Niederlage gegen uns wettmachen“, meint Mochenwangens Trainer Patrick Hehn, „da müssen wir von der ersten Minute an hellwach sein.“ In der vergangenen Saison startete Mochenwangen mit zwei Siegen, „das wollen wir in dieser Saison auch“. Zugang Max Gindele, von dem Hehn positiv überrascht ist, muss eine Gelb-Rot-Sperre absitzen, dafür steht Torjäger Andy Spieß nach seiner schweren Verletzung wieder im Training.

Beim SV Kressbronn heißt es Mund abwischen, die nächste schwere Hürde mit dem SV Weingarten wartet schon. Danach warten die drei Aufsteiger SV Fronhofen, FC Lindenberg und VfL Brochenzell. „Unsere Körpersprache war eine ganz andere als noch im Pokalspiel“, sagt Weingartens Trainer Thomas Gadek nach dem gelungenen Auftakt. In der personellen Situation, in der sich Kressbronn zu Saisonbeginn befindet, ist Weingarten natürlich klarer Favorit.

Das Spiel des SV Baindt beim SV Maierhöfen-Grünenbach schien für Baindt verloren, als Maierhöfen in der Nachspielzeit in Führung ging. Aber der SVB zeigte Moral und fuhr doch mit einem Punkt nach Hause. „Es war ein gefühlter Sieg“, sagt Trainer Philipp Meißner, „an diese Leistung wollen wir gegen den SC Unterzeil-Reichenhofen anknüpfen“. Der SC legte gegen Mochenwangen einen Fehlstart hin. „Konstanz war in der vergangenen Saison nicht immer die Stärke des SC“, hat Meißner ausgemacht, „aber der SC hat auch Siege abgeliefert, die aufhorchen ließen.“

Den Einzug ins Achtelfinale des Bezirkpokals hat sich der TSV Meckenbeuren teuer erkauft. Abwehrchef Manuel Müller hat sich ohne gegnerische Einwirkung verletzt, fällt sechs bis acht Wochen aus. „Diese Qualität in der Defensive lässt sich nicht kompensieren“, ist Hans-Peter Müller sicher, der Bernd Filzinger urlaubsbedingt vertritt. Stürmer Kai Zoyke ist zudem angeschlagen und Julian Jehle hat sich unter der Woche krank gemeldet, „ich hoffe das wir die beiden wieder fit bekommen“, sagt Müller. Der TSV muss beim SV Seibranz antreten, der zum Auftakt in Argental gewann.

Das Spiel der Aufsteiger ist auch ein Duell der Verlierer. „Also eine echte erste Standortbestimmung“, sagt Trainer Rolf Weiland vom VfL Brochenzell vor der Heimpremiere gegen den SV Fronhofen. „Es wird eine Begegnung auf Augenhöhe“, ist Weiland sicher, „vieles wird über den Kampf gehen.“

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