Der Winter 19/20 war vor allem eins: zu warm

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 Relativ wenig zu tun hatte der Ravensburger Winterdienst in dieser Saison. Der Grund: zu wenig Schnee.
Relativ wenig zu tun hatte der Ravensburger Winterdienst in dieser Saison. Der Grund: zu wenig Schnee. (Foto: Archiv: Felix Kästle)
Nora Kneer

Der Winter 2019/20 war der zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnung in 1881. Es gab weniger als zwei komplette Eistage in Deutschland und kaum Schneefall. Der städtische Betriebshof in Ravensburg war deutlich seltener im Einsatz als in Vorjahren. Die Schwäbische Zeitung zieht eine erste Winterbilanz.

Sandra Wirthensohn leitet die Geschäftsstelle des Gemeinderates Ravensburg. Es habe dieses Jahr keinen schweren Einsatz mit allen Räumfahrzeugen gegeben, sagt sie. Aber wegen dem feuchten Wetter und den niedrigen Temperaturen habe ständig die Gefahr einer überfrierenden Nässe bestanden. Dadurch würde eine gefährliche Glätte entstehen. Um diese zu verhindern, habe der städtische Betriebshof besonders viele mittlere und kleine Einsätze gehabt. Insgesamt seien es 18 kleine und elf mittelgroße Einsätze gewesen. Im Vergleich zum letzten Jahr seien das sehr wenige.

„Oftmals werden auch nur die sehr kritischen Bereiche der Stadt angefahren“, sagt Wirthensohn. Damit seien vor allem Brücken gemeint. „Durch den Wind unter den Brücken kühlen diese aus, so dass die Oberfläche schneller gefriert“, erklärt sie. In dieser Saison seien insgesamt 274 t Streusalz und 40.000 l Sole verbraucht worden. Letzten Winter waren es die doppelte Menge Sole und sogar das Vierfache an Streusalz.

Vorbereitungen für den Frühling habe die Stadt bereits getroffen. Die Stadtgärtnerei hat mit der Aufzucht der ersten Blumen begonnen. Diese werden in wenigen Wochen die öffentliche Grünflächen schmücken. Sobald keine Frostgefahr mehr bestünde, würden die Brunnen wieder in Betrieb genommen. In der Regel sei das um die Osterzeit, so Wirthensohn.

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