Der Schiedsrichter ist nicht immer „Luft“

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 Amateurfußballer in der Region müssen sich auf einige neue Regeln einstellen.
Amateurfußballer in der Region müssen sich auf einige neue Regeln einstellen. (Foto: colourbox.com)
Maximilian Waibel und Andreas Ruf

Die Vereine in den unteren Fußballligen müssen sich für die kommende Saison wieder auf einige neue Regeln einstellen. Bei den Staffeltagen der Kreisligen A I und B II wurden die Änderungen vorgestellt.

Ralf Hübner, Obmann der Schiedsrichtergruppe Ravensburg, teilte den Vereinen einerseits mit, dass der Württembergische Fußballverband (WFV) in Zukunft dem Schiedsrichterwesen mehr Aufmerksamkeit schenken wolle. Neben einer deutlichen Spesenerhöhung wird deshalb zur neuen Saison die Disziplinarstrafe gegen Teamoffizielle eingeführt. Das bedeutet, dass nun auch Trainer und Betreuer mit Gelben und Roten Karten bestraft und des Feldes verwiesen werden können. Dazu kommt die Erhöhung der Strafen gegen Vereine mit zu wenigen Schiedsrichtern beziehungsweise die Belohnung der Vereine, die mehr Schiedsrichter haben als vorgeschrieben.

Außerdem solle das Spiel schneller gemacht werden. Dazu müssen Spieler bei ihrer Auswechslung das Feld an der nächstmöglichen Stelle verlassen. Zusätzlich ist der Ball beim Abstoß frei, sobald er gespielt wurde und muss nicht zuerst den Strafraum verlassen.

Die Regel „der Schiedsrichter ist Luft“ gilt ebenfalls nur noch bedingt: Berührt der Schiedsrichter den Ball und verursacht somit ein Tor, einen Angriff oder einen Ballbesitzwechsel, so wird das Spiel unterbrochen und mit Schiedsrichterball fortgesetzt. Dankbar zeigten sich die Vereine gegenüber der Überarbeitung der Spielfeldmaße im „Flex-System“: Statt von Strafraum auf die Grundlinie wird dort nun von Fünf-Meter-Raum zu Fünf-Meter-Raum gespielt. Abschließend erklärte Hübner, vermehrt junge Talente einsetzen zu wollen und bat die Vereine dabei um Verständnis und Mithilfe, welche prompt erwidert wurde.

Kein Spielausfall

Staffelleiter Erwin Schgör blickte in seiner Ansprache auf ein Novum in seiner nun 41-jährigen Amtszeit zurück: Kein einziger Spielausfall bedeutete, dass alle Partien der vergangenen Saison stattfanden. Zudem lobte er die Vereine in Sachen Fairness, da sich die Roten Karten im Gegensatz zur Vorsaison deutlich reduzierten. Auch die Vereine zeigten sich hochzufrieden mit Erwin Schgör – so war die einstimmige Entlastung des Staffelleiters nur Formsache.

Freundlich aufgenommen wurde auch der Neuling in den Reihen der anwesenden Vereine – die SG Dietmanns/Hauerz wechselt nach langjähriger Zugehörigkeit in den Kreisligen der Allgäu-Region in die Kreisliga A I. SG-Kapitän Timo Schöllhorn äußerte sich voller Vorfreude: „Wir freuen uns auf viele neue Gegner und Sportanlagen.“ Lange muss sich die SG nicht mehr gedulden, am 24. August startet die neue Saison in den Kreisligen.

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