Der Platz wird knapp im Treff am Schussendamm

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Schwäbische Zeitung
Crossmedia-Volontärin

Der Treff am Schussendamm ist eine beliebte Anlaufstelle für Jugendliche. Bis zu 40 Besucher zählt Michal Ondrejcik, Leiter der Jugendarbeit Süd, während den Öffnungszeiten – an Rekordtagen waren es auch schon 60. Rund ein Drittel der Besucher sind junge Flüchtlinge, aber auch viele Jugendliche aus der Schussensiedlung und der Südstadt kommen regelmäßig. Auch, wenn ein so großer Zulauf an sich erfreulich ist, gehen damit Probleme einher. Vor allem der Platz wird langsam knapp.

Im Café des Treffs können Jugendliche zu günstigen Preisen Snacks und Getränke kaufen. Neben einem Tisch gibt es dort Sofas, verschiedene Brettspiele und einen Fernseher. Im Eingangsbereich steht ein Airhockey-Tisch, im Nebenzimmer kann auch Billard und Tischkicker gespielt werden. Viel Stauraum für Getränke, Snacks und gemeinsame Kochaktionen bietet die geräumige Küche. In den Räumlichkeiten haben auch die Jugendlichen Hand angelegt und bei Renovierungs- und Streicharbeiten geholfen. Im Außenbereich brennt ein kleines Lagerfeuer in einer Feuerschale. Im Sommer kann dort auch Tischtennis gespielt, auf Slacklines balanciert oder gegrillt werden. In einem kleinen Bauwagen befindet sich die Werkstatt – dort haben die Jugendlichen gemeinsam mit dem Team um Michal Ondrejcik zum Beispiel eine Schokokuss-Schleudermaschine gebaut. Neben dem offenen Betrieb gibt es im Treff am Schussendamm auch verschiedene erlebnispädagogische Angebote – zum Beispiel in Kooperation mit der Schulsozialarbeit an der Neuwiesenschule oder im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt.

Das Personal im Treff am Schussendamm wurde im September 2016 aufgestockt, um flexibel auf den Bedarf reagieren zu können, so Jugendreferent Thomas Ritsche. Zwei Vollzeitstellen, eine Teilzeitstelle sowie eine FSJ-Kraft und ein Praktikant sind derzeit dort tätig. „Gerade die Erlebnispädagogik ist am Standort weit entwickelt“, freut sich Ritsche. Das genaue Angebot hängt dabei stark von den Betreuern und deren Interessen ab. „Die Jugendlichen lassen sich von der Begeisterung anstecken“, erzählt Ritsche. „Wir haben sogar schon Jugendliche zum Stricken gebracht.“

Am aktuellen Standort in der Steinbeisstraße sind trotz Platzmangel viele Vorteile gegeben. „Der Standort ist genial“, findet Ondrejcik. „Man kann laut sein und es gibt alles, was man braucht.“ Ein Bolzplatz, ein Spielplatz und die Schussen liegen direkt vor der Tür. Ein weiterer Vorteil: Das Grundstück gehört der Stadt, so Jugendreferent Thomas Ritsche. „Wir haben schöne, kleine Räumlichkeiten, aber die Masse sprengt’s“. sagt Ondrejcik. Denn bei fünf Stunden offenem Betrieb müsse man die Augen überall haben – und je mehr los ist, desto schwieriger ist es auf geringem Raum, Reibereien zu vermeiden. „Im Sommer ist es entspannter. Da gibt es auch draußen viel Platz“, so Ondrejcik. Doch auch während der Wintermonate ist der Treff am Schussendamm ein beliebter Treffpunkt.

Für Thomas Ritsche überwiegen derzeit die Vorteile am aktuellen Standort – dennoch braucht es eine dauerhafte Lösung für das Platzproblem. „Wir müssen überlegen, was in das Gebäude investiert werden kann und was Alternativen kosten“, erklärt der Jugendreferent. Ideen hierfür gebe es bereits, diese seien aber noch nicht konkret. „Wenn darunter auf absehbare Zeit keine Lösung dabei ist, werden die Karten neu gemischt“, so Ritsche.

Der Treff am Schussendamm ist mittwochs von 14 bis 18 Uhr sowie donnerstags bis samstags von 16 bis 21 Uhr geöffnet.

ür den offenen Betrieb geöffnet.

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