Der Jazz in den Zeiten der Pandemie

Schwäbische.de

Konzerte und generell kulturelle Veranstaltungen zu planen und vor allem durchzuführen ist nicht leicht seit knapp zwei Jahren. Davon kann auch Jazztime-Ravensburg ein swingendes Lied singen. „Wobei der Swing je nach Wasserstandsmeldungen der Maßnahmen und Möglichkeiten mal in Dur und mal in Moll klingt“, schreibt es der Verein in seiner Ankündigung.

Bisher plant Jazztime noch ein mehr als respektables Frühjahrsprogramm. Als gesichert gelten kann das Auftaktkonzert am Samstag, 22. Januar, in der Zehntscheuer: Der Vorarlberger Toni Eberle ist auch in Oberschwaben ein gern gesehener Gast. Der begnadete Gitarrist changiert zwischen Blues und Jazz, zu seinem Trio gesellt sich der großartige Trompeter Herbert Walser.

Im Februar ist Jazztime erneut in der Zehntscheuer zu Gast. Sechs Dänen schweben zwischen Country-Klängen und Indie-Jazz – ebenso charmant-schräg wie ihr Sound ist auch der Bandname: I Think You Are Awesome! Mit dabei übrigens der Gitarrist Alex Jønsson, der nur ein paar Tage später seine finnische Lebensgefährtin Mirja Klippel bei deren verträumt-sinnlichen Songs in der Linse begleitet. Eine bedauerliche Absage erreichte den Verein erst vor wenigen Tagen: MonoNeon, dieser Paradiesvogel zwischen Funk, HipHop und Jazz, obendrein der letzte Bassist für Prince, hat seine gesamte Europa-Tournee abgesagt. Jazztime-Ravensburg hofft, dass dieses Konzert später stattfinden kann.

Im März präsentiert Jazztime den schwedischen Star-Pianisten Jacob Karlzon. Der war mit Viktoria Tolstoy schon in Ravensburg, nun kommt er mit seinem Trio und sehr griffigen Stücken zwischen Rock, Pop und Jazz in die Werkhalle. Der April wartet gleich mit zwei großen Stars des Jazz auf: Zum einen kommt mit dem Bassisten Arild Andersen einer der ganz großen Norweger – der zweite Star ist sein Saxophonist Marius Neset. Die Gitarristen können sich auf Frank Gambale freuen, einen der Fusions-Olympioniken schlechthin – mit jahrzehntelanger Chick Corea-Erfahrung und einer einzigartigen Gitarrentechnik.

Weitere Termine sind in Planung, aber zum wiederholten Male wissen die Veranstalter, wie sie in ihrer Mitteilung aschreiben, zum jetzigen Zeitpunkt nicht, wie es mit der Pandemie weitergeht, und ob die geplanten Konzerte überhaupt werden stattfinden können. Doch Jazztime bleibt besonnen und optimistisch – „auf Sicht fahren“ lautet die Devise, heißt es weiter. Es versteht sich von selbst, dass sämtliche Konzerte nur unter den jeweils aktuell geltenden Corona Regeln stattfinden. Weitere Infos und aktuelle Entwicklungen sind auf der Homepage: www.jazztime-ravensburg.de zu finden.

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