Der Fluch des Vielspielers

Lesedauer: 6 Min
Ravensburgs Stürmer Daniel Pfaffengut.
Ravensburgs Stürmer Daniel Pfaffengut. (Foto: Felix Kaestle)
Crossmedia-Volontärin

Das Spiel gegen die Heilbronner Falken beginnt am Freitag um 20 Uhr in der Ravensburger Eissporthalle. Am Sonntag spielen die Towerstars um 18.30 Uhr in Bad Nauheim.

Für Daniel Pfaffengut, Stürmer der Ravensburg Towerstars, bleibt in dieser Woche wenig Zeit zum Durchatmen. Vergangenen Freitag spielte er für die Towerstars in der DEL2 gegen Crimmitschau, am Sonntag dann zu Hause gegen Bayreuth. Am Dienstag stand er für die Schwenninger Wild Wings in der DEL in Straubing auf dem Eis. Nur einen Tag später stürmte er wieder für die Towerstars in Kassel.

„Daniel ist jung, der steckt das locker weg“, sagt Rainer Schan, der Geschäftsführer der Ravensburg Towerstars. Ein Kooperationsvertrag ermöglicht, dass der 22-jährige Pfaffengut nicht nur für Ravensburg, sondern auch für Schwenningen in der ersten Liga spielt. Ziel der Vereinbarung ist es, jungen Spielern möglichst viel Eiszeit zu ermöglichen. „Und natürlich ist es auch eine Bestätigung für gute Leistungen“, sagt Schan.

Für Pfaffengut war das Spiel am Dienstag bereits der zweite Einsatz in der DEL in dieser Saison. Im September debütierte er bei den Wild Wings gegen Wolfsburg. Rund 14 Minuten hat er damit bisher insgesamt auf Erstligaeis verbracht. Ein Tor schoss er dabei nicht. Aber das Toreschießen fällt den Schwenningern in dieser Saison ohnehin nicht leicht. Gerade einmal sechs sind ihnen bisher gelungen. Die Bilanz nach sieben Spieltagen: Tabellenletzter. Die von Personalsorgen geplagten Schwenninger können die Unterstützung aus Ravensburg also gut gebrauchen.

Kleiner Schönheitsfehler: Während Pfaffenguts Teamkollegen in dieser Saison das Gefühl des Verlierens noch unbekannt ist, kennt es Pfaffengut von seinen Ausflügen in die DEL. Aber natürlich profitiert Pfaffengut von den Einsätzen, sagt Schan. „Da kann er wertvolle Erstligaerfahrung sammeln.“ Klar sei aber: „Daniel Pfaffengut ist und bleibt unser Spieler. Wir wollen mit ihm unserere Serie ausbauen.“

Sechs Tore pro Spiel im Schnitt

Nach sechs Siegen in sechs Spielen befinden sich die Ravensburger vor dem Heimspiel am Freitag gegen Heilbronn (20 Uhr, sprade.tv) auf Platz zwei. Sechs Tore schossen die Ravensburger pro Spiel im Schnitt. 36 sind es insgesamt. Immerhin zwei Tore und zwei Assists gehen auf das Konto von Daniel Pfaffengut. Und – auch wenn es ihm nicht wirklich anzuhören ist – bei Trainer Jiri Ehrenberger ist die Laune prächtig: „Die Jungs sind einfach extrem gut drauf.“ Und im Gegensatz zu Schwenningen ist der Kader in Ravensburg voll. „Wir können die Belastung auf alle Schultern verteilen, das hilft natürlich enorm“, sagt Ehrenberger.

Nur ein Ravensburger Stürmer hat bislang noch wenig Glück im Abschluss: Neuzugang Olivier Hinse gelang bisher kein Treffer und auch keine Vorlage. Für Ehrenberger kein Grund zur Sorge: „Olivier spielt hervorragend, bei ihm muss einfach noch der Knoten platzen.“ Wichtig sei, wie die Reihe spielt und die spiele sehr gut. „Die wichtigste Statistik ist der Tabellenplatz. Und für den arbeitet die ganze Mannschaft“, sagt Ehrenberger.

Auch Ravensburgs nächste Gegner, die Heilbronner Falken, sind gut in die Saison gestartet, besiegten unter anderem Crimmitschau, Dresden, Bayreuth und Tölz. Niederlagen mussten die Falken bei den Auswärtsspielen in Kaufbeuren und zuletzt in Frankfurt hinnehmen. Damit belegen sie derzeit den sechsten Tabellenplatz in der DEL2. Jiri Ehrenberger: „Die spielen sehr aggressiv. Es ist kein Zufall, dass Heilbronn in der Tabelle so weit vorn steht.“ Ein weiterer Vorteil für die Heilbronner: Sie kommen ausgeruht nach Ravensburg. Ihr letztes Spiel hat bereits am Sonntag stattgefunden.

Ravensburg dagegen hat wegen des Nachholspiels am Mittwoch in Kassel nur einen Tag Pause. Ehrenberger sieht das jedoch gelassen: „Unser Programm ist vielleicht ein bisschen voller, aber wenn unsere Personalsituation so bleibt, können wir locker fünf bis sechs Spiele in zwei Wochen verkraften.“ Auch Stürmer Daniel Pfaffengut lässt sich das hohe Pensum bislang nicht anmerken. Am Mittwoch – nur einen Tag nach seinem Erstligaeinsatz in Straubing – traf er für Ravensburg in Unterzahl gegen die Kassel Huskies.

Das Spiel gegen die Heilbronner Falken beginnt am Freitag um 20 Uhr in der Ravensburger Eissporthalle. Am Sonntag spielen die Towerstars um 18.30 Uhr in Bad Nauheim.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen