Den Rutenfestzug sieht der Hallenmeister nie

Lesedauer: 6 Min

Ein Herz fürs Rutenfest: Seit 17 Jahren ist Christian Härtle in der Rutenfestkommission aktiv, seit zehn Jahren der „Hausmeiste
Ein Herz fürs Rutenfest: Seit 17 Jahren ist Christian Härtle in der Rutenfestkommission aktiv, seit zehn Jahren der „Hausmeister“ des Rutenfesthauses. (Foto: Rosa Laner)
Rosa Laner

Alle Berichte zum Rutenfest finden Sie auf unserer Homepage unter

www.schwäbische.de/rutenfest

Christian Härtle ist seit zehn Jahren ehrenamtlicher Hallenmeister im Rutenfesthaus. Warum dieses Engagement? Härtle: „Es macht Spaß, der Umgang mit den Leuten ist schön, die Vorfreude aufs Fest ist einfach da. Und dass wir einen gewissen Teil zum Rutenfest beitragen können. Ich hoffe, dass mein Sohn Leon mal in meine Fußstapfen tritt. Aber das dauert noch 18 Jahre.“

Christian Härtle ist seit 17 Jahren in der Rutenfestkommission aktiv. „Als Hallenmeister ist man quasi ein Hausmeister und für alles Mögliche zuständig“, sagt er. Unterm Jahr summierten sich die Einsätze auf ein paar Wochen, aber während der Rutenfestzeit sei man fast im Dauereinsatz. Für das Verständnis seines Arbeitgebers, der Firma Waeschle, wo er als Kundendiensttechniker für Sanitär und Heizung arbeitet, ist Härtle froh.

Die Rutenfesthalle ist in Eigenbesitz der Kommission. Rund 250 Leute kommen über das Rutenfest hierher. Im Haus sind die Requisitenhalle, die Näherei für die Rutentheaterkostüme, Büros und ein Aufenthaltsraum. Ein Raum ist untervermietet an den Kreisfischereiverein.

Etwa 14 Tage vor dem Rutenfest geht für Christian Härtle die Arbeit so richtig los. Da sind wir fast täglich hier. Am Rutenmontag haben wir zum Glück separate Helfer, die extra Urlaub nehmen, damit sie uns helfen können“, freut sich Christian Härtle. Denn unterm Jahr sei es schwierig, Leute zu gewinnen, die das Hallenteam unterstützen: „Das wäre schon toll, wenn sich noch ein paar melden würden.“

In den Wochen vor dem Rutenfest kommen die Kommissionsmitglieder, um die Wagen für den Festzug zu richten. Was repariert werden muss, macht Martin Pfau. Der Glückshafen wird auf einem geliehenen Radlader auf seinen Standplatz transportiert, wo das Technische Hilfswerk ihn aufbaut. Auf den Platz der Familie transportieren die Ehrenamtlichen die Wurfhalle, den Kletterbaum, den Kaffee-und Kuchenstand und die Hüpfburg. Nach dem Rutenfest wird vom Hallenteam alles wieder zurück transportiert.

Am Donnerstag vor dem Rutenfest wird die Empore in der Halle geleert, alles wandert in den hinteren Hallenanbau. Da werden die Gruppen eingewiesen, Hebebühnen werden bedient und die Empore wird gereinigt. Hauptsächlich die Zuständigen der Gruppen des Handelszuges schauen in dieser Zeit nach ihren Wagen und Requisiten. Da gehe es schon mal drunter und drüber, berichtet Härtle.

Um 3 Uhr fangen die Helfer an, die Wagen herzurichten

Ein Höhepunkt des Rutenfests ist der Historische Festzug am Rutenmontag. Für das Hallenteam bedeutet er aber auch die meiste Arbeit. Montagnacht um 3 Uhr werden die Wagen in der Halle gerichtet, Sicherheitsgitter werden auf dem Vorplatz aufgestellt. Ab fünf Uhr dürfen die Wagen nach draußen gezogen werden. Bis sieben Uhr sind alle Festgefährte draußen.

Den Festzug bekommt Hallenmeister Christian Härtle nicht zu sehen. Denn während dieser Zeit werden die Plattformwagen zur Oberschwabenhalle gestellt für die Requisiten, die nach dem Festzug zurückgebracht werden. Früher hätten sie dann die Halle gereinigt, heute erledige dies die Stadtreinigung, was eine große Erleichterung sei. Gegen 14 Uhr kommen die Festzugswagen wieder zurück in die Halle. „Dann sind wir fertig.“

Nach getaner Arbeit das Feuerwerk genießen

Fertig für Montag, denn am Dienstagmorgen um 8 Uhr räumen die Gruppenzuständigen die Kostüme und Requisiten auf. Abends kommen die Feuerwerker und das Technische Hilfswerk, da wird abgesperrt und das Hallenteam hilft, den Platz abzusichern. Dann wird das Feuerwerk gemeinsam genossen.

Am Mittwochmorgen geht es wieder auf den Platz der Familie. Wenn alles abgebaut ist, wird es zurück in die Halle zum Winterschlaf transportiert. „Mit dem Rutenvergraben ist die Arbeit für uns beendet, da können alle Verantwortlichen der Gruppen noch ein letztes Mal in ihre Wagen schauen“, erklärt Christian Härtle. Ab Herbst ist Martin Pfau wieder im Einsatz und renoviert die Festwagen. Das Rutenfestrad dreht sich dann von Neuem.

Alle Berichte zum Rutenfest finden Sie auf unserer Homepage unter

www.schwäbische.de/rutenfest

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen