Defensivkraft mit Hang zum Passspiel

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Felix Hörger kennt den FV aus einigen Spielen in der Vergangenheit, als er mit Ulm gegen Ravensburg (Sebastian Reiner) spielte.
Felix Hörger kennt den FV aus einigen Spielen in der Vergangenheit, als er mit Ulm gegen Ravensburg (Sebastian Reiner) spielte. (Foto: Derek Schuh)

Der FV Ravensburg hat für die neue Saison bisher fünf externe Neuzugänge verpflichtet. Dazu kommen einige Spieler aus der eigenen Jugend beziehungsweise der U 23. Für mehr Stabilität in der Defensive soll künftig der 26-jährige Felix Hörger sorgen, der vom SSV Ulm aus der Regionalliga Südwest nach Ravensburg wechselte.

Hörger kommt aus der Ulmer Fußball-Schule, wo er seit der B-Jugend spielte und anschließend ein Jahr bei den Aktiven war. Schon damals hatte FV-Trainer Wolfram Eitel ein Auge auf ihn geworfen und holte ihn zur zweiten Mannschaft des FC Heidenheim, die er damals coachte. Nachdem dieses Team aufgelöst wurde, verschlug es Hörger für ein Jahr zum FV Illertissen, es folgten noch mal zwei Jahre beim SSV Ulm. Hörger hatte immer wieder Einsätze in der Regionalliga, 14 waren es in der abgelaufenen Saison, zwei Tore machte er dabei. Zur Stammkraft reichte es aber nicht. „Ich bevorzuge es, wenn man den Ball hat und ihn laufen lässt“, sagt Hörger zu seinem Spiel. Er sieht seine Stärken mehr im Passspiel. Seine Lieblingsposition ist das zentrale Mittelfeld, er kann aber genauso gut in der Innenverteidigung spielen. „Man muss auch mal hinlangen, wenn es sein muss“, sagt er, scheut also auch den Zweikampf nicht. Hörger kommt mit wenigen Gelben Karten aus, er flog noch nie bei einem Pflichtspiel vom Platz.

Hörger glaubt an gute Runde

Den FV Ravensburg kennt er aus zahlreichen Begegnungen mit dem SSV Ulm, „das waren immer unangenehme Gegner“, sagt Hörger, „die hatten immer eine starke Truppe.“ Gespräche mit dem Sportlichen Leiter Peter Mörth und FV-Trainer Eitel hätten ihn schnell davon überzeugt, „dass in Ravensburg etwas aufgebaut werden soll“. Hörger glaubt, dass der FV eine ordentliche Runde spielen wird.

Für Eitel und die FV-Trainer ist das Ziel in den nächsten Wochen, eine Mannschaft zu formen, die weniger Tore kassiert als in der abgelaufenen Saison. „Ich hoffe, dass ich dabei helfen kann“, sagt Felix Hörger, der sich jetzt erst mal im Training gegen seine Konkurrenten durchsetzen will. Im defensiven Mittelfeld ist Ravensburg mit Daniel Hörtkorn, Sebastian Reiner, Moritz Jeggle oder Maschkour Gbadamassi schon sehr gut aufgestellt. Auch die Jungen Simon Kraft und Marcel Fetscher können hier spielen. „Wer sich durchsetzt, wird spielen, ich werde in jedem Training Gas geben“, sagt Hörger.

„Hartes Stück Arbeit“

Mit Ulm schaffte Hörger vorletzte Saison den Aufstieg von der Oberliga in die Regionalliga. Ein Ziel, das bekanntlich auch sein neuer Club verfolgt. „Das ist echt schwierig“, sagt Hörger dazu, vor allem wenn man die Konkurrenz in der Liga betrachte. Es bleibe abzuwarten, wie sich die Topteams präsentieren. „Es ist auf jeden Fall ein richtig hartes Stück Arbeit.“ Auch eine gute Portion Glück gehöre dazu. Mit dem oft zitierten dreckigen 1:0-Sieg.

Hörger wohnt weiterhin in Ulm, wo er eine Ausbildung zum Physiotherapeuten absolviert. Er bekommt derzeit Training und Arbeit gut unter einen Hut. Mit 26 Jahren ist Hörger im besten Fußballer-Alter. Er will jetzt in Ravensburg noch mal richtig Gas geben. „Da kann man noch einiges erreichen.“

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