Das nächste Spitzenspiel für die Towerstars

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Das erste Spiel gegen die Lausitzer Füchse in dieser Saison gewannen die Ravensburg Towerstars mit 9:2.
Das erste Spiel gegen die Lausitzer Füchse in dieser Saison gewannen die Ravensburg Towerstars mit 9:2. (Foto: Felix Kästle)
Sportredakteur

Das Ergebnis eines vorgezogenen Sachsenderbys ist dafür verantwortlich, dass sich am Freitagabend der Tabellenerste und der Tabellenzweite der DEL2 gegenüberstehen. Denn dank des 4:3-Siegs nach Penaltyschießen bei den Dresdner Eislöwen am vergangenen Dienstagabend sind die Lausitzer Füchse an Frankfurt und Kaufbeuren vorbeigezogen – direkt auf die Position hinter Spitzenreiter Ravensburg Towerstars. Unabhängig vom Gegner sagt Towerstars-Trainer Jiri Ehrenberger: „Wir müssen die Konzentration wieder hochfahren.“ Eine extra große Portion an Motivation könnte die Erinnerung an das erste Spiel der Towerstars und der Füchse in dieser Saison geben – Mitte Oktober gewann Ravensburg gegen den damaligen Tabellenführer mit 9:2.

Nach acht Spielen in 17 Tagen habe die Pause gut getan, sagt Ehrenberger. Nicht nur, weil die körperlichen Reserven irgendwann erschöpft wären. Sondern auch die mentalen. „Irgendwann bist du überspielt“, weiß der Coach aus langjähriger Erfahrung. Zwei Tage lang stand bei fast niemandem im Verein das Eishockey im Mittelpunkt. Mal wieder rauskommen war die Devise. Andere Gedanken fassen. Am Dienstagabend gab es für die Torhüter nur eine kleine Einheit, am Mittwoch aber war wieder die ganze Mannschaft zusammen, am Donnerstag ebenso. Es warten schließlich die nächsten großen Aufgaben.

Mit Kornelli in die Lausitz

Die erste heißt Lausitzer Füchse. Dort geht’s am Freitag um 19.30 Uhr mit dem Eröffnungsbully los. Acht Stunden Fahrt werden die Ravensburger da schon in den Beinen haben – die weiteste Auswärtsfahrt der Saison ist eine echte Herausforderung. Mit an Bord sein wird der Schwenninger Julian Kornelli, der mit den Wild Wings bereits am Donnerstagabend im Einsatz war. Die Unterstützung des Förderlizenzspielers hilft den Towerstars auch deshalb, weil Tim Brunnhuber bei der U20-WM weilt. Zudem fehlen die verletzten Stephan Vogt, Jakub Svoboda, Thomas Merl und der noch vier Spiele gesperrte Martin Kokes.

Positives kann Ehrenberger von Svoboda berichten. Nach seinem Trümmerbruch im Mittelfuß in der Vorbereitung hat der tschechische Stürmer zuletzt zwei Eiseinheiten absolviert. Denkbar sei, dass er schon kommende Woche wieder in den Wettkampf eingreift, jedenfalls aber vor Weihnachten, sagt Ehrenberger. „Es ist alles gut verheilt“, freut sich der Coach über das mögliche Ende der Leidenszeit des Leistungsträgers, der schon Anfang des Jahres mit einer schweren Gehirnerschütterung gefehlt hatte. Der Freitag in Weißwasser und der Sonntag gegen die Tölzer Löwen in der Ravensburger Eissporthalle (18.30 Uhr) kommen für Svoboda aber zu früh.

„Die Jungs sind gut drauf“, sagt Ehrenberger. Nach den Heimniederlagen gegen Kassel und Frankfurt sei es wichtig gewesen, in Bietigheim was mitgenommen zu haben. „Das war ein sehr schwieriges Spiel“, blickt Ehrenberger auf den Sonntag zurück. Schwer dürfte es auch in Weißwasser werden, wenn die formstarken Füchse auf die Towerstars warten. „Aktiv“ erwarte er die Lausitzer, sagt der Towerstars-Coach. Weißwasser sei eine Mannschaft, die das Spiel machen will. Die Tölzer Löwen dagegen seien eher defensiv ausgelegt.

Großer Vorsprung

Was auch immer auf die Towerstars zukomme: „Das darf uns nicht aufhalten“, sagt Ehrenberger. Nach fast der Hälfte der Hauptrunde sei die Situation sehr gut. Die direkte Qualifikation für die Play-offs sei realistisch. Doch um dieses Ziel zu erreichen, müsse die Intensität hochgehalten werden. Und die Konzentration. „Momentan läuft’s gut. Wir haben ein bisschen Distanz zu Platz zwei“, sagt Ehrenberger.

Sollte am Freitagabend ein Sieg dazukommen, würde dieser Abstand sogar wieder auf mindestens acht Punkte anwachsen. Zum ersten Platz, der nicht zur direkten Qualifikation für die Play-off-Viertelfinals berechtigt, sind es übrigens 24.

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