Das bedeutet das Psychiatrie-Urteil für das ZfP Weißenau

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Eine mit einem Textilband festgebundene Hand eines Patienten
Eine mit einem Textilband festgebundene Hand eines Patienten (Foto: Symbol- dpa/Hans-Jürgen Wiedl)
Lena Müssigmann

Unfreiwillig in der Psychiatrie

In der Regel kommen die Menschen freiwillig in die Psychiatrie, weil sie eine Krankheit haben, die sie behandeln lassen wollen. Die Einlieferung gegen den Willen des Patienten muss ein Gericht beschließen. Dafür kann es drei Gründe geben:

Ein psychisch kranker Mensch hat eine schwere Straftat begangen und kommt statt ins Gefängnis in die forensische Psychiatrie.

Ein Patient mit schwerer Demenz kann in die Psychiatrie eingeliefert werden, wenn ihm der Aufenthalt dort gesundheitlich nützt. Das Amtsgericht muss dafür die sogenannte betreuungsrechtliche Unterbringung beschließen.

Wer sich oder andere Menschen aufgrund einer psychischen Erkrankung akut gefährdet, wird meist von der Polizei in die Psychiatrie gebracht. Das Amtsgericht muss daraufhin die sogenannte öffentlich-rechtliche Unterbringung der Person beschließen. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu Fixierungen bezieht sich nur auf Patienten, die auf diese Weise in die Klinik gekommen sind. Bisher reichte die ärztliche Anordnung aus, um solche Patienten an fünf oder sieben Stellen des Körpers auf einer Liege festzubinden. Künftig muss ein Richter darüber entscheiden. (len)

Das Zentrum für Psychiatrie in Weißenau muss seit kurzem einen Richter hinzurufen, wenn ein aggressiver Patient festgeschnallt werden soll. Doch das birgt Unsicherheiten.

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Unfreiwillig in der Psychiatrie

In der Regel kommen die Menschen freiwillig in die Psychiatrie, weil sie eine Krankheit haben, die sie behandeln lassen wollen. Die Einlieferung gegen den Willen des Patienten muss ein Gericht beschließen. Dafür kann es drei Gründe geben:

Ein psychisch kranker Mensch hat eine schwere Straftat begangen und kommt statt ins Gefängnis in die forensische Psychiatrie.

Ein Patient mit schwerer Demenz kann in die Psychiatrie eingeliefert werden, wenn ihm der Aufenthalt dort gesundheitlich nützt. Das Amtsgericht muss dafür die sogenannte betreuungsrechtliche Unterbringung beschließen.

Wer sich oder andere Menschen aufgrund einer psychischen Erkrankung akut gefährdet, wird meist von der Polizei in die Psychiatrie gebracht. Das Amtsgericht muss daraufhin die sogenannte öffentlich-rechtliche Unterbringung der Person beschließen. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu Fixierungen bezieht sich nur auf Patienten, die auf diese Weise in die Klinik gekommen sind. Bisher reichte die ärztliche Anordnung aus, um solche Patienten an fünf oder sieben Stellen des Körpers auf einer Liege festzubinden. Künftig muss ein Richter darüber entscheiden. (len)

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