Düsseldorf ist Vorbild für Ravensburger Spezialasphalt

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Die Stadt Düsseldorf hat gute Erfahrungen mit lärmoptimiertem Asphalt gemacht.
Die Stadt Düsseldorf hat gute Erfahrungen mit lärmoptimiertem Asphalt gemacht. (Foto: Roland Weihrauch/dpa)

Der spezielle Flüsterasphalt, den die Stadt Ravensburg auf ihren viel befahrenen Durchgangsstraßen verlegen will, um den Lärm einzudämmen, ist nicht für alle Topografien geeignet. Das hat eine Nachfrage der „Schwäbischen Zeitung“ bei der Stadt Düsseldorf ergeben, die den sogenannten lärmoptimierten Asphalt (LOA) im Jahr 2007 zum ersten Mal verwendet hat. Im Großen und Ganzen sei man mit dem Material aber zufrieden, meint Julia Robl vom Amt für Kommunikation.

„Der 2007 erstmals auf der Mecumstraße eingebaute Asphalt befindet sich immer noch in einem verkehrssicheren Zustand. Ein Austausch der Deckschicht ist, trotz leichter Rissbildung, derzeit nicht erforderlich und absehbar“, bestätigt die Düsseldorfer Stadtverwaltung die längere Haltbarkeit des LOA im Gegensatz zu herkömmlichen Flüsterasphalt, der bereits nach fünf bis spätestens zehn Jahren hinüber ist, je nach Verkehrsbelastung.

Die Rezeptur des LOA 5 D, so die genaue Bezeichnung des in Düsseldorf eingesetzten lärmoptimierten Asphalts, sei nach den Erkenntnissen aus dem Einbau und der Beobachtungen unter Verkehrsbelastung immer wieder angepasst worden, so Robl. Die Mehrkosten betrugen im Jahr 2007 rund ein Euro pro Quadratmeter – bei einem Austausch von Deckschicht und Binderschicht, was beides nötig sei.

Allerdings sei der Spezialasphalt nicht überall der optimale Straßenbelag. Von einem Einbau in engen Kurvenradien, im Gleisbereich (Straßenbahn), in starken Gefällen oder Bremsbereichen sei unter dem Gesichtspunkt der Haltbarkeit abzuraten. Robl: „Grundsätzlich sind wir aber zufrieden mit der Haltbarkeit und verwenden den LOA – sofern es technisch machbar und sinnvoll ist – bei anstehenden Fahrbahnerneuerungen.“

Die Ravensburger Stadtverwaltung will sich – wie berichtet – nach den Sommerferien mit dem Regierungspräsidium Tübingen absprechen, um zunächst die Straßenzüge der B 32 (also Wangener Straße, Wilhelmstraße und Schussenstraße) mit dem Lärm reduzierenden Belag zu sanieren. Später soll die Gartenstraße folgen, als letztes die Karlstraße und die Georgstraße. Ursprünglich wollte sie im Rahmen des Lärmaktionsplanes in diesen Bereichen tagsüber Tempo 30 einführen, verwarf diese Idee aber nach starken Protesten aus der Bevölkerung wieder.

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