Corona-Newsblog: Wirtschaftsminister wollen Gastronomie ab 9. Mai wieder öffnen

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Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

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Aktuelle Zahlen des RKI¹

  • Aktuell Infizierte Baden-Württemberg: ca. 5.435 (32.545 Gesamt - ca. 25.628 Genesene - 1.482 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 1.482
  • Aktuell Infizierte Deutschland: ca. 21.929 (163.860 Gesamt - ca. 135.100 Genesene - 6.831 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 6.831
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Das Wichtigste des Tages:

  • Gastronomie und Hotellerie soll bundesweit zwischen 9. und 22. Mai öffnen dürfen (21.15 Uhr)
  • Die Unterschiede bei den Lockerungen in den Bundesländern im Überblick (18.35 Uhr)
  • Kretschmann und Söder äußern sich über Lockerungen (12.05 Uhr / 12.07 Uhr)
  • So will Baden-Württemberg die Zahl der Corona-Tests verdoppeln (09.32 Uhr)
  • Branche fordert bei „Autogipfel“ neue Kaufprämien  (6.25 Uhr)

Das war's für heute. Wir wünschen Ihnen eine gute Nacht und sind morgen Früh auf Schwäbische.de wieder mit einem neuen Corona-Newsblog für Sie da.

22.07 Uhr - Landräte aus dem Grenzgebiet fordern Seehofer zur Grenzöffnung auf

Die Landräte der Landkreise Lindau, Lörrach, Waldshut, Schwarzwald-Baar, Bodenseekreis und Konstanz haben sich am Dienstag an Innenminister Horst Seehofer gewandt. Sie sehen sich durch die geschlossenen Grenze zur Schweiz und zu Österreich vor vielfältige Probleme gestellt.

Ihnen geht es nicht nur um den Alltag der Menschen, die auf der anderen Seite der Grenzen zu Österreich und der Schweiz Familie haben, zur Schule gehen oder arbeiten, sondern auch um wirtschaftliche Faktoren. 

Sie zweifeln zudem die Rechtmäßigkeit der Grenzkontrollen und Schließungen an. Mehr lesen Sie hier. 

21.13 Uhr - Gastgewerbe soll ab 9. Mai wieder öffnen dürfen

Die Wirtschaftsminister der Länder streben unter Auflagen in einem Korridor vom 9. bis 22. Mai eine bundesweite kontrollierte Öffnung des Gastgewerbes an. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstagabend nach einer Videokonferenz der Länderminister mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) aus Teilnehmerkreisen. Für touristische Beherbergungen wird eine Öffnung bis Ende Mai angepeilt.

Die Empfehlung soll die Grundlage bilden für Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch. Zur Öffnung gehören die Einhaltung von Hygienevorschriften und Abstandsregelungen sowie Pläne zum Schutz von Beschäftigten. Die kontrollierte Öffnung soll laut den Empfehlungen auch für Restaurants, Außengastronomie, Cafés, Gaststuben und Kneipen sowie Imbisse gelten, wie aus der Vorlage hervorging.

Das Gastgewerbe gehört zu den Branchen, die in der Krise am schwersten betroffen ist. In einer Beschlussvorlage für die Konferenz der Wirtschaftsminister der Länder war als Datum für eine Öffnung der Gastronomie noch der 18. Mai genannt worden. Dies war dem Vernehmen nach bei vielen Ländern aber auf Ablehnung gestoßen.

20.37 Uhr -  Praxen im Südwesten nehmen Betrieb wieder auf

Aufgrund der Corona-Pandemie sind auch in Baden-Württemberg in niedergelassenen Arztpraxen und Krankenhäusern sogenannte nicht dringliche Behandlungen aufgeschoben worden. Nun kehren die Ärzte und die Kliniken im Land schrittweise wieder zur Regelversorgung zurück. Dadurch sind auch wieder Behandlungen möglich, die zwar medizinisch notwendig, aber keine akuten Notfälle sind. 

Das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg, die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg, die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft, die Universitätskliniken, die Landesärztekammer Baden-Württemberg, die Landesverbände der Krankenkassen sowie der Verband der Ersatzkassen haben sich auf folgende Eckpunkte zur schrittweisen Wiederaufnahme des Regelbetriebs in Krankenhäusern sowie Arzt- und Psychotherapeutenpraxen verständigt:

  • Die Partner appellieren an die Patientinnen und Patienten, bei akuten und chronischen Erkrankungen sowie in Notfällen unbedingt medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen und dies nicht aus Sorge vor einer Infektion zu unterlassen und dadurch schwere Gesundheitsschäden zu riskieren.
  • Die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten sorgen durch ein Terminmanagement dafür, dass die Zahl der Patienten in den Praxen so gestaltet wird, dass Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden können.
  • Die niedergelassenen Praxen verfügen schon bisher auch über ein eigenes staatlich überwachtes Hygienemanagement für die Patientinnen und Patienten
  • Durch ein hausindividuelles infektiologisches Management etablieren die Krankenhäuser unter anderem ein Screening- und Testkonzept für Personal sowie für die Patientinnen und Patienten, besonders für die gefährdeten.
  • Die neu geschaffenen zusätzlichen Intensivbehandlungskapazitäten ebenso wie die ambulanten Fieberambulanzen und Corona-Schwerpunktpraxen sollen im Stand-by und aktiven Modus auch in den kommenden Monaten (bis zum 30. September 2020) zur Verfügung stehen und der begonnene Ausbau der Beatmungskapazitäten fortgesetzt werden.
  • Für die Behandlung intensivpflichtiger COVID-19-Patientinnen und Patienten steht ein Anteil in Höhe von 30 bis 35 Prozent der Intensiv- und Beatmungskapazitäten zur Verfügung.

19.45 Uhr - Landtagsmitglieder erhöhen ihre Bezüge nicht

Die Fraktionen von Grünen, CDU, SPD und FDP/DVP im Landtag haben sich gemeinsam darauf verständigt, wegen der Corona-Krise auf die anstehende Diätenerhöhung zu verzichten. Ein entsprechender gemeinsamer Gesetzentwurf soll nun in den Landtag eingebracht werden. Der Vorschlag kam von der SPD-Landtagsfraktion.

Deren Vorsitzender Andreas Stoch: „Für viele Menschen in Baden-Württemberg bedeutet die derzeitige Corona-Krise nicht nur eine erhebliche Einschränkung ihrer persönlichen Freiheit und des gesellschaftlichen Lebens, sondern ist auch mit erheblichen wirtschaftlichen Nachteilen verbunden. Mit der jetzt beschlossenen Aussetzung der Erhöhung möchten wir unser Zeichen der Solidarität setzen.“ Stoch hatte schon vor einigen Wochen den Vorschlag dazu gemacht und viel Zustimmung erhalten, unter anderem von Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne).

Eigentlich würden sich die Diäten zum 1. Juli 2020 analog zur allgemeinen Einkommensentwicklung des Vorjahres erhöhen. Derzeit bekommen die Abgeordneten sozialversicherungsfrei eine Grundentschädigung von monatlich 8210 Euro. Dazu kommen monatlich eine steuerfreie Kostenpauschale in Höhe von 2252 Euro sowie ein Betrag von 1805 Euro für die Altersvorsorge.

19.01 Uhr - Alpenverein: Wanderungen unter erhöhter Vorsicht

Kein Bussi auf dem Gipfel, Mundschutz und Desinfektion im Rucksack dabei: Der Deutsche Alpenverein (DAV) hat seine Empfehlungen in der Corona-Krise angepasst und sieht Wanderungen wieder als vertretbar an. Allerdings seien Regeln zu beachten, teilte der DAV am Dienstag in München mit. Vor allem gelte: Abstand halten und Zurückhaltung bei der Tourenplanung, um Unfälle und damit auch eine zusätzliche Belastung der Krankenhäuser zu vermeiden. Auf gewohnte Rituale wie Händeschütteln oder Umarmungen am Gipfel sollten Wanderer verzichten. Vorsorglich sollten sie Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel mitnehmen. Bislang hatte der DAV an die Bergsportler appelliert, auf Bergtouren ganz zu verzichten.

Zu der Neubewertung hätten neben sinkenden Infektionszahlen zwei Faktoren beigetragen: Zum einen sei die befürchtete Überlastung der Bergrettung und der Krankenhäuser ausgeblieben. Zum anderen hätten die Bergsportler mit ihrem weitgehenden Verzicht auf Touren bewiesen, dass es keine Verbote brauche, um solidarisch und vernünftig zu handeln.

Der DAV mahnt aber weiter, stark besuchte Gegenden und Touren zu meiden. Zudem dürften die Landesgrenzen nicht überschritten werden. Bei Fahrgemeinschaften und Gruppengrößen müssten die Regeln der Behörden eingehalten werden — und die Maske ausgepackt werden, wenn bei Aktivitäten der Abstand von zwei Metern unterschritten werde. Ihre Brotzeit müssen Wanderer vorerst selbst mitbringen. Die allermeisten Hütten sind geschlossen. 

Wie jedes Jahr erinnerte der DAV Wanderer, die Gefahr durch Altschnee in größeren Höhen nicht zu unterschätzen. Immer wieder geschehen im Frühjahr Unfälle, weil Wanderer abrutschen.

18.45 Uhr - Das sind die aktuellen Zahlen in Baden-Württemberg

Insgesamt 88 neue bestätigte Infektionen hat das Landesgesundheitsamt dem Gesundheitsministerium gemeldet (Stand: 16 Uhr). Damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 32.545 an. Davon sind ungefähr 25.628 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Die Anzahl der neu übermittelten Fälle ist rückläufig.

Damit ist die Zahl der Genesenen weiterhin höher als jene der noch Erkrankten. Die Verdopplungszeit beträgt momentan 66 Tage. 

Die Reproduktionszahl wird vom Robert-Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,74 angegeben. Sie ist die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden.

Das Durchschnittsalter der Infizierten beträgt 51 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 106 Jahren. Unter den nach dem Infektionsschutzgesetz übermittelten COVID-19-Fällen war für 1.924 Personen angegeben, dass sie in medizinischen Einrichtungen tätig sind.

Insgesamt 29 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus wurden gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt  an. Unter den Verstorbenen waren 856 Männer und 626 Frauen.

18.35 Uhr - Unterschiede bei den Lockerungen in Bayern und Baden-Württemberg im Überblick

Auf dem Weg aus dem Corona-Lockdown gehen Bayern und Baden-Württemberg nun weitere Schritte. Möglich machen dies weiter sinkende Infektionszahlen.

Allerdings legte sich die Regierung im Freistaat am Dienstag bereits auf Daten fest, während im Südwesten vor allem Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) damit noch warten will. „Es darf nicht der Eindruck entstehen, wir seien über den Berg. Wenn wir unbedacht vorgehen, können wir alles aufs Spiel setzen“, so seine Begründung. Großveranstaltungen bleiben aber überall bis mindestens Ende Augst verboten. Was nun wo gilt und wie es weiter geht.

18.20 Uhr - Mehrheit der Baden-Württemberger hat kein Verständnis für Unterrichtsverweigerer

Seit Montag läuft in Baden-Württemberg der Schulbetrieb wieder - zumindest für Schüler, die kurz vor ihren Abschlussprüfungen stehen. Doch nicht jeder hält Präsenzunterricht in Zeiten von Corona für eine gute Idee. Geltende Hygienevorschriften und Abstandsregeln sind schwer einzuhalten. Aber deswegen gleich dem Unterricht fernbleiben? Das stößt bei den Baden-Württembergern größtenteils auf Unverständnis. 

Mit 55,6 Prozent hätte eine knappe Mehrheit kein oder eher kein Verständnis dafür, wenn Schüler nach den Schulöffnungen dem Unterricht aufgrund der Corona-Pandemie fernblieben. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Schwäbische.de und dem Online-Meinungsforschungsinstitut Civey. Mehr lesen Sie hier.

17 Uhr - Bundesliga hofft auf grünes Licht für Spielbetrieb

Tausende Kinder müssen zu Hause bleiben, Kitas bleiben geschlossen, Familien tragen Belastungen - aber die Fußball-Bundesligisten hoffen auf grünes Licht für die Fortsetzung des Spielbetriebs. Ihre Lobby scheint stark genug zu sein - sagt unser Sportredakteur Thorsten Kern. Lesen Sie hier, woran der Sportexperte die Bundesliga jetzt messen will - und warum er Zweifel am Verantwortungsbewusstsein der Liga hat.

16.12 Uhr - Lichtblicke in Zeiten der Krise 

Schwäbische.de fasst an dieser Stelle schöne und positive Nachrichten aus der Welt und Region zusammen, um Abwechslung zwischen all der Corona-Nachrichten zu bieten.

Heute: Geschmacksrichtung Banane: Polizei befreit Igel aus tückischer Falle. Hier geht es zum Artikel.

(Foto: David Weinert / SZ/dpa)

15.56 Uhr - EU-Kommission erwartet startet drastisch steigende Arbeitslosigkeit 

Die EU-Kommission erwartet wegen der Corona-Krise eine drastische Zunahme der Arbeitslosigkeit in Europa. Die konkreten Zahlen würden am Mittwoch mit der Frühjahrsprognose zur Konjunktur veröffentlicht, sagte Sozialkommissar Nicolas Schmit nach Beratungen der EU-Sozialminister.

„Die Situation ist, wie erwartet, mit Blick auf die gesamtwirtschaftliche Lage, den Arbeitsmarkt und die Lage Tausender Unternehmen vor allem im Mittelstand ziemlich ernst.“

Nun gehe es darum, die Lockerung der Pandemie-Beschränkungen und die wirtschaftlichen Erholung vorzubereiten. „Wir sind ein einer Notsituation, es herrscht Dringlichkeit, deshalb ist es sehr wichtig, die Arbeit daran zu beschleunigen“, sagte Schmit.

Er warnte vor wachsender Ungleichheit in Europa und Jugendarbeitslosigkeit. „Das Risiko ist enorm, dass junge Leute wieder das Opfer der Krise werden“, sagte Schmit.

15.30 Uhr - Allgemeinverfügung wird aufgehoben - Kinder dürfen in Friedrichshafen bald wieder auf den Spielplatz

Mit der letzten Aktualisierung der Landesverordnung hat die Landesregierung festgelegt, dass ab Mittwoch, 6. Mai die Kinderspielplätze wieder öffnen können.

Parallel zu dieser Entscheidung und aufgrund der niedrigen Infektionszahlen im Bodenseekreis wird nun die städtische Allgemeinverfügung in Friedrichshafen aufgehoben, die für bestimmte Bereiche im Stadtgebiet ein Aufenthaltsverbot geregelt hat. Das teilt die Stadtverwaltung Friedrichshafen mit. Hier lesen Sie mehr.

Spielplätze öffnen
Frida darf bald wieder auf den Spielplatz. (Foto: Julian Stratenschulte / DPA)

14.26 Uhr - Statistiken: Großbritannien hat die meisten Coronatoten in Europa 

Großbritannien hat nach neuesten offiziellen Statistiken die meisten Corona-Todesopfer in Europa. In England und Wales sind bis 24. April fast 30 000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, wie die Statistikbehörde ONS (Office for National Statistics) am Dienstag mitteilte.

Unter Berücksichtigung der Opfer in Schottland und Nordirland sind es landesweit nach offiziellen Angaben sogar mehr als 32.000 Tote. Todesfälle aus den vergangenen Tagen sind noch nicht in die Statistik eingeflossen. Es wird außerdem mit einer hohen Dunkelziffer bei den Toten gerechnet.

Bislang hatte Italien die meisten Toten während der Pandemie registriert.

Experten warnen allerdings zum Teil vor dem direkten Vergleich dieser Zahlen zwischen Ländern. Zu unterschiedlich seien die Methoden bei der Erhebung, die Bevölkerungszahl, die Altersstruktur und andere Faktoren.

13.52 Uhr - Gewaltambulanz verzeichnet deutlich mehr Kindesmisshandlungen

Schläge, Tritte, Würgen — die Heidelberger Gewaltambulanz verzeichnet während der Corona-Krise deutlich mehr Kindesmisshandlungen. „Wir gehen von einer vorübergehenden Verdreifachung der Fälle aus“, sagte die Leiterin Kathrin Yen, ohne absolute Zahlen zu nennen. Sie fügte hinzu: „Aus rechtsmedizinischer Sicht ist eine baldige Öffnung der Kitas wünschenswert.“ 

Yen betonte, es sei sinnvoll, wenn die Kinder sich wieder in einem größeren Umfeld bewegten, in dem Erzieherinnen, Lehrkräfte, Verwandte oder Nachbarn Verletzungen wahrnehmen könnten. Auch die Zahl der Fälle häuslicher Gewalt vor allem gegen Frauen habe sich in der Corona-Krise deutlich erhöht.

Die Heidelberger Ambulanz ist die einzige ihrer Art im Südwesten: Opfer von Gewalt können sich unmittelbar nach der Tat an die rund um die Uhr besetzte Ambulanz wenden, um ihre Verletzungen dokumentieren zu lassen. 

Gewaltambulanz Heidelberg
Eine Assistenzärztin untersucht in einem Behandlungszimmer der Gewaltambulanz Heidelberg eine Frau. (Foto: Christoph Schmidt)

13.16 Uhr - Umweltminister: Energiepreise könnten steigen

Wegen der Corona-Krise sinkt in Deutschland und auch im Südwesten der Stromverbrauch. Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) sieht diese Entwicklung jedoch nicht nur positiv.

„Es wäre positiv, wenn die niedrigen Handelspreise umgehend an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben werden könnten. Ich befürchte aber, dass das nicht so sein wird“, sagte er am Dienstag in Stuttgart.

Es drohe vielmehr für das Jahr 2021 die paradoxe Situation, dass die Stromrechnung steige.

Die Gründe hierfür seien vielschichtig, erklärte Untersteller. Unter anderem gehe es um die wachsende Differenz zwischen Börsenstrom und der gesetzlich zugesicherten Vergütung für Produzenten erneuerbarer Energien, die ihren Strom ins Netz einspeisten.

Er gehe davon aus, dass deshalb die EEG-Umlage, mit der diese Differenz ausgeglichen wird, stark ansteigen werde und sich der Strompreis für Mittelständler und Haushalte entsprechend erhöhe.

„Das müssen wir unbedingt verhindern“, sagte Untersteller. Auf seine Initiative hin sei von den Energieministern der Länder am Montagabend beschlossen worden, dass die EEG-Umlage spürbar gesenkt werden müsse. Gegenfinanziert werde dies dann mit dem CO2-Preis, der zum 1. Januar 2021 eingeführt werden solle.

Untersteller besucht Netzbetreiber Transnet BW
Franz Untersteller (Grüne), Umweltminister von Baden-Württemberg, steht auf einer Galerie in der Hauptschaltleitung der TransnetBW, im Hintergrund ist die Warte zu sehen. Die TransnetBW GmbH betreibt das Strom-Übertragungs­netz in Baden-Württemberg. (Foto: Marijan Murat)

12.46 Uhr - Grüne aus drei Staaten fordern Öffnung der Grenzen am Bodensee 

Grüne aus Deutschland, Österreich und der Schweiz verlangen eine baldige Öffnung der Grenzen im Bodenseeraum. Politiker aus den drei Ländern forderten am Dienstag, dass umgehend Verhandlungen über die Öffnung der wegen der Corona-Krise geschlossenen Grenzen aufgenommen werden.

In einem ersten Schritt sollte nach Ansicht der Grünen der gegenseitige Besuch von Lebenspartnern und Familienangehörigen erleichtert und der grenzüberschreitende Rettungsdienst wieder aufgenommen werden.

Später sollten die Grenzen für alle Bewohner der Grenzregion und danach wieder für alle Bürger aus dem Schengenraum geöffnet werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Grünen aus den drei Staaten. 

12.07 Uhr - Kretschmann kündigt Lockerungen an und kritisiert zugleich andere Bundesländer

Regierungspressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage in Baden-Württemberg mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Umweltminister Franz Untersteller und Sozialminister Manne Lucha. Hier lesen Sie mehr.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne):

  • "Auch Spielplätze werden unter Auflagen im Laufe dieser Woche wieder geöffnet."
  • "Kontaktloser Outdoorsport soll ab kommender wieder stattfinden dürfen - zum Beispiel Tennis oder Golf.
  • Weitere Lockerungen wird es nur "Schritt für Schritt" geben, sagt Kretschmann. "Es darf nicht der Eindruck entstehen, wir seien über den Berg." 
  • "Ich bin Anhänger eines bundesweit abgestimmten Vorgehens." 
Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) mit einem Mundschutz
Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) mit einem Mundschutz. (Foto: Sebastian Gollnow / DPA)
  • "Maskenpflicht ist sehr gut angenommen worden." Mit Qualitätsmasken seien noch mehr Annäherungen möglich.
  • Ein Ampelsystem soll Gefahrenpotential für Veranstaltungen oder Einrichtungen darstellen. Golfplätze bekämen demnach zum Beispiel grünes Licht, während Großveranstaltungen eher rot eingestuft würden. So könne man deutlich machen, welche Umsetzbarkeit für den entsprechenden Bereich gelten. 
  • Autobauer und ihre Zulieferer sollen unterstützt werden. Deshalb brauche es eine schnelle und zeitlich begrenzte Prämie für den Autokauf. Neben umweltfreundlichen Autos sollen auch Verbrenner gefördert werden.

Kretschmann sieht das Vorpreschen einiger Bundesländer (siehe Bayern) bei der Lockerung von Corona-Auflagen außerdem kritisch. Er sei für ein bundesweit abgestimmtes Vorgehen, sagte Kretschmann außerhalb der PK, am Dienstag in Stuttgart vor den für Mittwoch geplanten Gesprächen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). „Zusammenbleiben kann man nicht, wenn jeder schon vorher beschlossen hat, was er macht“, kritisierte er.

Kretschmann machte klar, dass er zum Beispiel gegen eine Lockerung des Kontaktverbotes für die Bürger ist. In Sachsen-Anhalt war in der Nacht zum Montag eine neue Verordnung in Kraft getreten, mit der das Land bundesweit bei der Lockerung der Corona-Beschränkungen vorangeht.

Die Menschen dort dürfen statt wie bisher mit einem Menschen abseits des eigenen Haushalts fortan zu fünft zusammen sein. Auch Bayern hat umfassende Lockerungen angekündigt.

12.05 Uhr - Bayerns Regierung kündigt weitreichende Lockerungen an 

Ministerpräsident Markus Söder informiert über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen zum Thema Lockerungen.

Ministerpräsident Söder
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mit Mundschutz auf dem Weg zu einer Pressekonferenz. (Foto: Sven Hoppe / DPA)

Ministerpräsident Markus Söder (CSU): 

  • Der Schutz der Gesundheit soll in Bayern weiterhin oberstes Gebot bleiben. Deshalb werden nun längerfristig Lockerungen geplant - aber je nach Entwicklung der Infektionslage erneut angepasst, verschoben oder auch zurückgenommen. Söder nennt dies "atmendes Konzept" und "Öffnung mit Umsicht".
  • Ab morgen: Ausgangsbeschränkung wird zu einer Kontaktbeschränkung. Das bedeutet: Man darf wieder nach draußen gehen. Neben der einen Kontaktperson dürfen nun wieder Verwandte in gerade Linie (Eltern, Kinder, Großeltern) besucht werden. Distanzgebote und Abstandsregeln gelten aber weiterhin.
  • Bayern will außerdem Alten- und Pflegeheime und ähnliche Einrichtungen besonders schützen. Es soll verstärkte Schutzmaßnahmen, z.B. für Personal geben - und dennoch sollen ab Samstag und Sonntag Besuche wieder ermöglicht werden. Dafür werden aber Masken, feste Besuchszeiten und weitere Beschränkungen gelten.
  • Ab Mittwoch werden alle Spielplätze in Bayern wieder geöffnet.
  • Kitas: Bis zu 50 Prozent der Kinder sollen vor Pfingsten wieder solche Einrichtungen besuchen können. Vorrangig sollen Kinder mit besonderen Bedürfnissen, Härtefälle und ähnliche wieder in die Kitas gehen. Im Abstand von zwei Wochen sollen dann weitere Gruppen hinzukommen.
  • Schulen: Bis Pfingsten sollen ebenfalls 50 Prozent der Schüler wieder die Schulen besuchen.
  • Es werden Hygienekonzepte für die Schulen gelten. Es wird aber keine Maskenpflicht im Unterricht geben - dafür allerdings im Pausenhof, in Sanitärräumen und ähnlichen Bereichen der Schulen.
  • Der Notenschluss wird möglichst spät gesetzt, damit Schüler die Chance haben, Inhalte nachzuholen und nachzubereiten.
  • Wirtschaft: Die Öffnung des Handels klappt laut Söder seit einer Woche sehr gut - insbesondere die Maskenpflicht. Ab 11. Mai gibt es weitere Lockerungen. Zunächst wird die 800-Quadratmeter-Begrenzung aufgehoben. Das gilt auch für Kaufhäuser und Malls, dort mit strenger Maskenpflicht. Nächste Woche dürfen dann Nagelstudios und Kosmetikbetriebe wieder öffnen.
  • Hotels und Tourismus: Die Branche ist laut Söder besonders stark von Einschränkungen betroffen. Am Pfingstwochenende werden Hotels- und Tourismusbetriebe geöffnet. Einrichtungen wie Saunas, Wellnessbereiche und Ähnliches müssen aber geschlossen bleiben.
  • Gastronomie: Am 25. Mai werden Speiselokale wieder öffnen - mit sehr strengen Hygieneregeln wie begrenzten Gästezahlen, Zonen für Familientische, Regeln für die Reinigung von Geschirr sowie Maskenpflicht für Küche, Kellner und Gäste, während sie das Lokal betreten. Ab 18. Mai darf auch Außengastronomie mit ähnlichen Vorgaben wieder betrieben werden.
  • Kultur/Freizeit: Ab 11. Mai dürfen Museen, Ausstellungen, Tiergärten und ähnliche Einrichtungen wieder unter Auflagen öffnen.
  • Sport: Ab 11. Mai gibt es die Möglichkeit für kontaktlosen Einzelsport im Freien (z.B. Golf, Tennis, Hallenreiten). Über Theater wird vorerst noch keine Entscheidung getroffen.
  • Söder: "Corona bleibt. Wir müssen wachsam bleiben. Aber wir dürfen die Lebensfreude nicht verlieren."

11.23 Uhr -  Eltern fordern vom Kreis ihr Geld zurück, weil die Schülerbeförderung ausfällt

Seit Wochen sind die Schulen wegen der Corona-Pandemie geschlossen, womit sich auch die Schülerbeförderung erübrigt. Erst seit Montag kehren die ersten Schüler zurück.

Trotzdem haben viele Eltern die Schülerabos für Bus und Bahn weitergezahlt, aus Solidarität gegenüber der Verkehrsunternehmen.

Doch jetzt muss es eine andere Lösung geben, fordern drei Elternbeiratsvorsitzende aus dem Kreis Sigmaringen. Sie haben einen offenen Brief an die Landrätin Stefanie Bürkle und die Kreisräte geschickt. 

Hier lesen Sie mehr.

Zwei Schülermonatskarten
Um diese Schülerabos geht es bei der Forderung der Elternbeiratsvorsitzenden. Sie sollen zwar auf Bitte des Landes weitergezahlt werden, doch viele Eltern fühlen sich dadurch im Stich gelassen. (Foto: Ina Schultz)

10.25 Uhr - Täglich 7.000 Masken: Diese Biberacher Firma steigt in die Produktion ein

Es muss doch möglich sein, eine Schutzmaske komplett maschinell zu erstellen – das dachten sich Martin Gerster, Geschäftsführer des Biberacher Textil-Unternehmens Gustav Gerster und Produktionsleiter Markus Janßen. Innerhalb weniger Stunden wurde die Idee in die Tat umgesetzt und nach einer Woche tüfteln kam die erste Maske aus der Maschine.

„Es ist uns nicht gelungen, die gewebten und gewirkten Masken zu 100 Prozent maschinell zu erstellen“, sagt Martin Gerster. „Zu 90 beziehungsweise 95 Prozent haben wir es allerdings geschafft. Der letzte Konfektionsschritt dauert dann nur noch rund 40 Sekunden.“ In diesem letzten Schritt müssen nur etwas Stoff umgeschlagen und zwei kurze Nähte genäht werden.

Hier lesen Sie mehr.

 Martin Gerster, Geschäftsführer der Firma Gustav Gerster, zeigt im Biberacher Werk, wie die Masken maschinell hergestellt werde
Martin Gerster, Geschäftsführer der Firma Gustav Gerster, zeigt im Biberacher Werk, wie die Masken maschinell hergestellt werden. (Foto: Tanja Bosch)

09.32 Uhr - So will Baden-Württemberg die Zahl der Corona-Tests verdoppeln

„Testen, testen, testen“ – so lautet dieser Tage die einfache Formel von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), um ein erneutes starkes Ansteigen der Corona-Infizierten zu vermeiden.

Die Landesregierung will laut Kretschmann die Testkapazitäten deshalb weiter deutlich ausbauen. Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu lesen Sie hier.

Corona-Test im Auto
Im Südwesten soll massiver getestet werden. (Foto: John Macdougall/afp)

09.04 Uhr - Gesundheitsminister Spahn: In Corona-Krise regionaler denken 

In der Debatte um Lockerungen in der Corona-Krise plädiert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dafür, regional angepasst zu agieren. „Was wir entwickeln müssen, sind gar nicht Regelungen an den Landesgrenzen, sondern regionale Unterschiede“, sagte er am Dienstag im Deutschlandfunk. In Landkreisen mit wenig Infizierten könne man anders handeln als in Kommunen mit vielen Krankheitsfällen.

Zusammen mit den Bundesländern und kommunalen Behörden sollten demnach Kriterien entwickelt werden, wie ein Ausbruchsgeschehen beispielsweise in einem Pflegeheim oder nach einer Veranstaltung frühzeitig regional in den Griff zu bekommen sei.

Dort könne man dann sehr schnell mit einschränkenden Maßnahmen lokal vorgehen, um zu verhindern, dass sich das Virus stärker ausbreite. Wenn dies gelinge, dann „wird es immer mal wieder Regionen geben, wo man stärker eingreift, auch beschränkt, aber damit tatsächlich den Rest des Landes auch schützt“, erklärte Spahn.

Jens Spahn bei Roche
Jens Spahn bei seinem Besuch in einem Entwicklungslabor von Roche. (Foto: Peter Kneffel / DPA)

08.35 Uhr - Schulen, Spielplätze, Handel, Gastro: Bayern plant Corona-Lockerungen 

Kurz vor der mit Spannung erwarteten erneuten Schalte von Bund und Ländern zu Lockerungen in der Corona-Krise will auch das bayerische Kabinett seine Strategien voranbringen.

Beim Treffen des Ministerrates am Dienstag in der Staatskanzlei wird es dabei sowohl um die Umsetzung der Beschlüsse der vergangenen Woche als auch um die eigene Position in der bundesweiten Debatte um weitere Exit-Pläne für Schulen, Kindertagesstätten, Handel und Gastronomie gehen.

Einige Bundesländer, darunter Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, haben schon eigene Vorstellungen für Lockerungen bekanntgegeben. Dazu hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärt, dass Bayern seinen vorsichtigen Weg weiter verfolge.

07.12 Uhr - Intim trotz Sicherheitsabstand: Eins-zu-Eins-Konzerte am Flughafen

Ein Künstler, ein Zuhörer: Konzerte, die den Abstands- und Kontaktbeschränkungen der Corona-Zeit gerecht werden, finden am kommenden Wochenende am Stuttgarter Flughafen statt.

Einzelne Musiker des Staatsorchesters Stuttgart, des SWR-Symphonieorchesters und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst spielen dabei zehn Minuten lang für je einen einzigen Zuhörer. Schauplatz dieser „1:1 Concerts“ am Freitag und Sonntag ist das ansonsten menschenleere Terminal 1.

In der Corona-Pandemie sei vieles nur noch digital möglich, viele Menschen würden aber echten persönlichen Kontakt und direkte musikalische Erlebnisse vermissen, teilten Flughafen und Staatsoper Stuttgart am Montag mit. Die „1:1 Concerts“ böten „musikalische Intimität mit sicherem Abstand“.

Alle Musiker spielen demnach ohne Honorar, mit den Einnahmen können freischaffende Musiker unterstützt werden. Vorbild für das Format mit kleinstmöglichem Publikum ist die Performance „The Artist Is Present“ der Künstlerin Marina Abramovic.

Coronavirus - 1-zu-1-Konzerte im Flughafen Stuttgart
Elena Graf, 1. Konzertmeisterin der Staatsoper Stuttgart, spielt während des Drehs eines Trailers für Eins-zu-Eins-Konzerte der Oper Stuttgart im Terminal 1 des Flughafens Stuttgart für einen Zuhörer auf der Violine. (Foto: Sebastian Gollnow)

06.25 Uhr - Branche fordert bei „Autogipfel“ neue Kaufprämien

Bei einem „Autogipfel“ beraten Bundesregierung und Branche heute über die schwierige Lage der Schlüsselindustrie in der Corona-Krise.

Die Bundesregierung hatte im Vorfeld versucht, Erwartungen zu dämpfen. Neben den Herstellern haben sich auch die „Autoländer“ Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg für finanzielle Anreize stark gemacht, um die schwache Nachfrage anzukurbeln. Die Grünen warnten, pauschale Prämien dürfe es nicht geben. Anreize sollten außerdem flankiert werden durch einen Abbau des Dieselprivilegs und einen Umbau der Kfz-Steuer.

An einer Videokonferenz am Vormittag nehmen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und mehrere Bundesminister teil, dazu Vertreter der großen deutschen Hersteller wie VW, Daimler und BMW, des Autoverbandes VDA sowie der IG Metall.

Das waren die letzten Meldungen vom Sonntag

21.49 Uhr - Seehofer verlängert wegen Covid-19 eingeführte Grenzkontrollen 

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Grenzkontrollen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg, und Dänemark bis zum 15. Mai verlängert. Auch für Flüge aus Spanien und Italien gilt die Verlängerung. So sollen die Infektionsgefahren durch das Coronavirus weiter erfolgreich eingedämmt werden, hieß es in einem Schreiben des Ministeriums am Montagabend.

Die Kontrollen waren Mitte März angeordnet worden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Menschen, die weder Deutsche noch dauerhaft hier ansässig sind, dürfen seither nur noch aus einem „triftigen Reisegrund“ nach Deutschland kommen. Einreisen dürfen etwa EU-Bürger, die durch Deutschland in ihr Heimatland reisen oder Lastwagenfahrer. Die Einreise ist zudem auf bestimmte Grenzübergänge beschränkt.

Nach derzeitigem Stand könnte es mit dem 15. Mai erste Öffnungen geben. So hat sich Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) auf eine schrittweise Öffnung der Grenze zu Dänemark ab Mitte Mai verständigt. „Wir haben heute telefoniert und miteinander verabredet, einen konkreten Fahrplan zu entwickeln, in welchen Schritten ab spätestens 15. Mai eine Öffnung der Grenze zu Dänemark erfolgen kann“, sagte Günther am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

20.51 Uhr - EU sammelt 7,4 Milliarden Euro für weltweiten Kampf gegen Coronavirus ein

Die EU hat bei einer internationalen Geberkonferenz 7,4 Milliarden Euro für den Kampf gegen das neuartige Coronavirus und die Entwicklung eines Impfstoffs eingesammelt. Die von den Teilnehmern am Montag zugesagte Summe könne nur ein Anfang sein, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. In den kommenden Monaten werde noch „viel mehr“ gebraucht. Die USA unterstrichen derweil ihre Absicht, lieber im Alleingang einen Impfstoff zu entwickeln.

Der heutige Sprint war ein großartiger Start für unseren Marathon,

sagte Ursula von der Leyen. Die von der EU organisierte Geberkonferenz verfehlte nur knapp das erklärte Ziel von 7,5 Milliarden Euro. „Das ist eine gewaltige und inspirierende Demonstration globaler Solidarität“, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bezeichnete die Konferenz als „ein Signal der Hoffnung in so schwierigen Stunden für viele Länder“. Die Pandemie sei eine globale Herausforderung, die sich auch nur global überwinden lasse. Für Deutschland kündigte Merkel einen Beitrag von 525 Millionen Euro an.

Ausgewählte Artikel zum Virus und seinen Folgen:

Unsere Daten und Zahlen beziehen wir aus folgenden Quellen:

Dashboard RKI¹, Johns-Hopkins-University², Worldometer³, Ministerium für Soziales und Integration Baden Württemberg⁴, WHO⁵

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