Corona-Newsblog: SPD fordert früheren Schulstart in Baden-Württemberg

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Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

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Aktuelle Zahlen:

  • Aktuell Infizierte Baden-Württemberg: 13.433 (27.328 Gesamt ⁴ - 14.464 Genesene ⁴)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 922 
  • Aktuell Infizierte Deutschland: 52.030 (133.830 Gesamt ¹ - 81.800 Genesene ¹)
  • Todesfälle Deutschland: 3868 ¹
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Das Wichtigste im Überblick:

  • 17.45 Uhr: Mehrheit in Baden-Württemberg für Maskenpflicht
  • 13.23 Uhr: Für Atemwegs-Krankschreibungen ab Montag wieder Arztbesuch nötig
  • 10.20 Uhr: Gesundheitsminister Spahn äußert sich vorsichtig optimistisch
  • 07.03 Uhr: Mehr Genesene als aktuell Infizierte in Baden-Württemberg
  • 07.40 Uhr: Reproduktionswert unter 1,0

22.30 Uhr - Das war der Newsblog für heute

Ab Samstagvormittag sind wir wieder mit den aktuellen Entwicklungen für Sie da.

22.04 Uhr - 313 Coronakranke: Stadt Ellwangen verlängert Ausgangssperre in der LEA

Weil inzwischen 313 Bewohnerinnen und Bewohner der LEA positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden sind, hat die Stadt die am 5. April verhängte Ausgangs- und Kontaktsperre verlängert – zunächst bis 3. Mai. Inzwischen sind auch 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus einer am Freitag vom Landratsamt verschickten Pressemitteilung hervor.

Anlass für die erste Ausgangssperre waren sieben Infizierte innerhalb weniger Tage. Im Nachgang wurden alle rund 200 Beschäftigten sowie alle 587 Bewohnerinnen und Bewohner mittels eines Abstrichs getestet. Am Osterwochenende waren es bereits 244 bestätigte Fälle. Nach der erneuten Testung in dieser Woche ist die Zahl der Infizierten auf 313 gestiegen. Hinzu kommen die 30 positiven Tests der Mitarbeiter.

Wegen der hohen Fallzahlen und zur Eindämmung der Erkrankungen hat die Stadt in Abstimmung mit dem Landratsamt die weitere Ausgangs- und Kontaktsperre angeordnet. Sie gilt ab 20. April. Die Polizei wird die Einhaltung weiterhin im Dreischichtbetrieb überwachen. Hier lesen Sie mehr.

 Im Dreischichtbetrieb wacht die Polizei darüber, dass die Bewohner der Ellwanger LEA sich an die Ausgangssperre halten. Einige
Im Dreischichtbetrieb wacht die Polizei darüber, dass die Bewohner der Ellwanger LEA sich an die Ausgangssperre halten. Einige wenige sind dennoch entwischt. (Foto: Peter Schlipf)

21.30 Uhr - Kommentar: Schäubles Vorschlag für kürzere Ferien ist bedenkenswert

Experten warnen, der Schulausfall beeinflusse die Leistungsfähigkeit der Schüler in ganz unterschiedlichem Maße. Vor diesem Hintergrund ist dem Vorstoß von Wolfgang Schäuble für kürzere Sommerferien durchaus etwas abzugewinnen, kommentiert Chefredakteur Hendrik Groth

20.32 Uhr - Minister Lucha rät zu Masken im Nahverkehr und beim Einkauf 

Gesundheitsminister Manne Lucha hat auf den Nutzen von Schutzmasken in der Corona-Krise hingewiesen und eine Maskenpflicht im Südwesten zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausgeschlossen.

Der Grünen-Politiker appellierte im „SWR“-Radio an alle Bürger, freiwillig eine solche Maske zu tragen: „Ich bin ein großer Befürworter dieser Mund- und Nasenschutzmasken, wenn man sich im öffentlichen Nahverkehr bewegt oder wenn man in den Kaufladen geht und manchmal in der Kontaktnähe den Mindestabstand von anderthalb Meter nicht einhalten kann.“

Lucha schloss nicht aus, dass die Landesregierung zu einem späteren Zeitpunkt ihre derzeitige Haltung überdenken werde. Als möglichen Zeitpunkt nannte er den Monat Mai, wenn die ersten 200.000 Jungen und Mädchen wieder zur Schule gehen. Dann könnte eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit erneut auf die Tagesordnung kommen.

18.50 Uhr - Südwest-SPD fordert früheren Schulstart

Die SPD dringt in Baden-Württemberg auf einen Start des Unterrichts für Schüler der Abschlussklassen noch im April. „Die Antworten der grün-schwarzen Landesregierung in Sachen Bildung und stufenweiser Einstieg in den Schulbesuch sind völlig unbefriedigend“, sagte SPD-Fraktions- und Landeschef Andreas Stoch am Freitag der dpa. „So ist die Entscheidung nicht nachvollziehbar, dass die Abschlussklassen erst am 4. Mai wieder in den Präsenzunterricht an den Schulen einsteigen.“

Andere Bundesländer wie Rheinland-Pfalz starteten bereits am 27. April. „Für die Schülerinnen und Schüler in den Abschlussklassen zählt jeder Tag.“

Das Kultusministerium wies die Kritik zurück. Unterrichtsorganisation und Personalplanung seien in dieser Ausnahmesituation alles andere als trivial. „Auch die Vorbereitung und die Umsetzung der geltenden Hygienebestimmungen sind aufwändig. Der SPD scheint offenbar nicht bewusst zu sein, dass die Schulleitungen dafür ausreichend Zeit benötigen“, sagte Ministerin Susanne Eisenmann (CDU).

Der Schulbetrieb im Südwesten soll ab 4. Mai stark eingeschränkt und schrittweise wieder aufgenommen werden. Begonnen werden soll mit Schülern, bei denen in diesem oder im nächsten Jahr die Abschlussprüfungen anstehen. Stoch forderte, die Landesregierung müsse umgehend einen Stufenplan vorzulegen, der aufzeige, wann die weiteren Klassenstufen wieder in die Schulen gehen können. Dann könne auch geprüft werden, ob in dieser außergewöhnlichen Situation die Sommerferien in vollem Umfang stattfinden sollen.

17.50 Uhr - Mehrheit in BaWü wünscht sich Maskenpflicht

Bund und Länder haben sich in der Corona-Krise gegen eine deutschlandweit geltende Maskenpflicht im Einzelhandel und im Nahverkehr entschieden.

Nahezu die Hälfte der Baden-Württemberger findet diesen Beschluss falsch. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Schwäbische.de in Zusammenarbeit mit dem Online-Meinungsforschungsinstitut Civey. Hier lesen Sie mehr.

17.05 Uhr - Vermummt hinter dem Steuer: Kein Problem für Blitzer

Verhüllt auf der Autobahn? Die Polizei sieht kein Problem beim Tragen von Atemschutzmasken am Steuer.

Die Polizeidienststellen seien darauf hingewiesen worden, dass das Tragen von Masken während der Gültigkeit der Corona-Verordnung grundsätzlich nicht gegen die Straßenverkehrsordnung verstoße, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag in Stuttgart.

Das gelte insbesondere für den gewerblichen Personenverkehr etwa mit Taxis oder Bussen. Laut der allgemeinen Vorschrift darf ein Fahrer sein Gesicht nicht so verhüllen, dass er nicht mehr erkennbar ist. Die Rechtsauffassung sei mit dem Verkehrsministerium abgestimmt.

Zunächst hatten die „Stuttgarter Nachrichten“ über das Thema berichtet. „Man muss am Steuer den Atemschutz so tragen, dass die Augen und Stirn erkennbar sind“, sagte der Sprecher des Ministeriums dem Blatt. Fahrer könnten trotz Maske auf den hochauflösenden Blitzerfotos identifiziert werden.

Die Anwohner freut’s, die Raser ärgern sich: Zu den Geschwindigkeitskontrollen in VS gibt es unterschiedliche Meinungen.  Archiv
Blitzer kommen bei der Fahrer-Identifikation mit Mundschutz zurecht. (Foto: Patrick Seeger / dpa)

16.25 Uhr - Darlehensstundung bei Corona-Engpass ist zulässig

Beschäftigte, die wegen der Corona-Pandemie in Kurzarbeit sind, können bei einer Kontoüberziehung eine Darlehensstundung bekommen. Das Amtsgericht Frankfurt am Main entschied in einem Eilverfahren, dass ein Bankkunde in dieser Situation eine längere Rückzahlungsfrist für einen Überziehungskredit verlangen kann. 

Die Bank hatte dem Arbeitnehmer die Geschäftsbeziehung gekündigt und ihn zur Rückzahlung seiner Kontoüberziehung bis zum 8. April 2020 aufgefordert. Im Zuge der Coronavirus-Pandemie ist der Kunde aber von Kurzarbeit betroffen und hat deshalb aktuell geringere Einnahmen. Nachdem die Bank seine Bitte um Gewährung einer verlängerten Rückzahlungsfrist abgelehnt hatte, wandte er sich mit einem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung an das Gericht.

Mit Erfolg: Die Richter gaben dem Antrag weitgehend statt. Sie begründeten die Entscheidung mit dem kürzlich in Kraft getretenen Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie. Der Beschluss ist nicht rechtskräftig.

16.10 Uhr - Extremisten nutzen die Corona-Krise aus

In anarchistischen Kreisen würden die staatlichen Maßnahmen, die für den Schutz vor dem Virus eingeleitet wurden, zum Teil massiv kritisiert, sagte der Präsident des Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz, Burkhard Körner, am Freitag in München. In Szene-Zeitschriften werde dazu aufgefordert, Plünderungen vorzunehmen und gegen den nach ihrer Ansicht "repressiven Staat" vorzugehen.

Auch durch Verschwörungstheorien machen Extremisten Stimmung. Vor allem sogenannte Tag-X-Szenarien, wonach System und Gesellschaft bald schon zusammenbrechen sollen, hätten aktuell Hochkonjunktur, sagte Herrmann. Aber auch Theorien, wonach Asylbewerber und Migranten, teils auch Juden für die Verbreitung des Virus mitverantwortlich gemacht werden.

Vor allem Mitglieder der rechtsextremen Partei Der Dritte Weg würden sich als Helfer inszenieren. Hier lesen Sie mehr darüber.

15.56 Uhr - Sechs Seniorenheim-Bewohner in Wangen infiziert

Sechs Bewohner des städtischen Pflegeheims Hospital zum Heiligen Geist sind mit dem Coronavirus infiziert. Entsprechende Informationen der „Schwäbischen Zeitung“ bestätigte das Ravensburger Landratsamt am Freitag. Ein Betroffener wird derzeit im Krankenhaus behandelt. Hier lesen Sie mehr.

15.27 Uhr - In der Union wird Grundrente wegen Corona wieder offen in Frage gestellt

In der Union steht die geplante Grundrente jetzt wieder in Frage. „Wir sollten uns ehrlich machen: Die Grundrente wird bis auf Weiteres nicht kommen“, sagte Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann dem „Spiegel“. „Frühestens nach Ende der Corona-Krise sollten wir darüber wieder diskutieren.“

„Die Corona-Krise zwingt uns dazu, alle Gesetzesvorhaben auf den Prüfstand zu stellen“, sagte CDU-Arbeitsexperte Kay Whittaker dem Magazin. Steuern- und Beitragseinnahmen brächen weg, die Mitarbeiter der Rentenversicherung seien durch Homeoffice und Mehrarbeit belastet. „Ich sehe nicht, wie man zeitgleich ein verwaltungsintensives Projekt wie die Grundrente vorbereiten will“, sagte Whittaker. Bleibe es bei dem bisherigen Konzept, sei es klüger, die Einführung um ein Jahr auf den 1. Januar 2022 zu verschieben

Damit steht die Koalition vor einer erneuten Belastungsprobe. Die SPD hatte zuletzt mehrfach betont, dass die Grundrente trotz aller Widrigkeiten planmäßig starten solle. Eine für kommende Woche ins Auge gefasste Bundestagsbefassung ist allerdings noch offen.

14.57 Uhr - Sachsen führt Maskenpflicht für Nahverkehr und Einzelhandel ein

Sachsen hat als erstes Bundesland für den öffentlichen Nahverkehr sowie für den Einzelhandel eine Maskenpflicht beschlossen. Die Regelung gelte von Montag an, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Freitag nach einer Sitzung des Landeskabinetts in Dresden. Zur Abdeckung von Nase und Mund müsse es keine teure FFP2-Maske sein, es reiche auch ein einfaches Tuch oder ein Schal, betonte der Regierungschef.

Wenn man in so vielen Bereichen zusätzliche Kontakte von Menschen zulasse, sei eine Maskenpflicht „die richtige Antwort“, so Kretschmer. Es sei ein „zumutbares Instrument“ für die größeren Bewegungsmöglichkeiten, die die Menschen in Sachsen nun hätten. Einen solchen Schutz gebe es mittlerweile in vielfältiger Weise, man könne ihn selbst nähen oder kaufen. „Ich denke wir sind an einem Punkt, wo wir das verpflichtend vorgeben können“, sagte Kretschmer.

14.15 Uhr - Eisdielen sollen in BaWü nun doch öffnen dürfen

Zusammen mit vielen Geschäften sollen am Montag in Baden-Württemberg nun auch die Eisdielen wieder öffnen dürfen.

Neben dem ohnehin erlaubten Abhol- und Lieferdienst soll auch der direkte Verkauf an der Theke wieder möglich sein, teilte das Wirtschaftsministerium am Freitag mit.

Voraussetzung sei, dass sämtliche Hygienevorschriften eingehalten würden. Das Ministerium hatte sich nach eigenen Angaben seit längerer Zeit für eine Öffnung eingesetzt.

Der endgültige Beschluss der Landesregierung dazu fehlt noch. Die Corona-Verordnung des Landes und auch die Auslegungshinweise dazu würden aber noch am Wochenende entsprechend überarbeitet, hieß es.

Grundsätzlich bleibe es allerdings dabei, dass Kommunen eigenständig auch schärfere Regeln erlassen dürfen.

ARCHIV - ILLUSTRATION - Eine Frau leckt am 15.04.2013 in der Innenstadt von Mainz (Rheinland-Pfalz) ein Eis. Foto: Fredrik von E
Kinder werden sich über geöffnete Eisdielen besonders freuen. (Foto: Fredrik Von Erichsen / dpa)

13.50 Uhr - Verband schlägt Alarm: Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern abgehängt

Leistungsschwache Schüler leiden aus Sicht des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) besonders unter den Schulschließungen in der Corona-Krise.

Es gebe schwache Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern, die erreichten die Schulen kaum, sagte der VBE-Landesvorsitzende Gerhard Brand am Freitag in einer Videokonferenz mit Journalisten.

Wir kriegen die nicht, wenn die Eltern nicht ans Telefon gehen und E-Mails nicht beantworten.

VBE-Landesvorsitzende Gerhard Brand

Er stellt deshalb zur Diskussion, die Notbetreuung zu nutzen, um benachteiligte Kinder an den Schulen zu unterrichten, bevor sie weiter abgehängt werden.

Leistungsschwächere Kinder täten sich mit der digitalen Lernumgebung deutlich schwerer. Aus der Distanz könnten die Lehrer ihnen nur schwer helfen. „Wir kriegen die nicht, wenn die Eltern nicht ans Telefon gehen und E-Mails nicht beantworten.“

Der Verband rechnet auch für das nächste Schuljahr nicht mit einer Rückkehr zum normalem Unterricht. „Corona wird uns über dieses Schuljahr hinaus auch ins nächste Schuljahr begleiten“, sagte Brand. Bislang dürfen Eltern mit Berufen in Schlüsselbereichen wie Medizin oder Polizei ihre Kinder bis zur sechsten Klasse in eine Notfallbetreuung geben. Bund und Länder hatten sich am Mittwoch auf eine Ausweitung der Notbetreuung verständigt.

13.23 Uhr - Für Atemwegs-Krankschreibungen ab Montag wieder Arztbesuch nötig

Für Krankschreibungen bei leichten Atemwegsbeschwerden müssen Arbeitnehmer ab kommender Woche wieder zum Arzt gehen. Die Ausnahmeregelung, dass dies auch nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt ging, wird nicht verlängert. Das beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen am Freitag. Für die Beurteilung, ob ein Versicherter arbeitsunfähig ist und eine Krankschreibung erhält, ist demnach ab diesem Montag wieder eine körperliche Untersuchung nötig.

Der G-BA Vorsitzende Josef Hecken erläuterte, die befristete Ausnahme diente angesichts der dynamischen Corona-Entwicklungen dazu, Praxen zu entlasten und die Virus-Ausbreitung zu verringern. Diese Dynamik habe zwischenzeitlich aber durch strikte Abstands- und Hygieneregeln, die ebenfalls in Praxen beachtet werden, deutlich verlangsamt werden können. 

13.01 Uhr - Kinder-Notbetreuung wird bis zum 3. Mai neu geregelt

In der Corona-Krise bekommen mehr Eltern einen Anspruch auf Notbetreuung für jüngere Kinder — es wird aber vorerst keine bundesweit einheitliche Regelung geben. „Bis mindestens zum 3. Mai 2020 regeln und erweitern die Bundesländer die Notbetreuung im Rahmen ihrer landesspezifischen Notwendigkeiten und Gegebenheiten“, heißt es in den Ergebnissen einer Telefonschalte, zu der Familienministerin Franziska Giffey ihre Länderkollegen eingeladen hatte. Die SPD-Ministerin hatte für bundesweite Regelungen geworben, die insbesondere auch Alleinerziehende berücksichtigen sollten.

Die Notbetreuung gibt es in der Regel für Kinder ab dem Kita-Alter bis zur sechsten Klasse für die Kinder von Eltern, die dringend an ihrem Arbeitsplatz gebraucht werden — etwa in der Pflege, in Krankenhäusern aber auch in der Produktion bestimmter Güter oder bei der Polizei. Details sind in den Bundesländern unterschiedlich geregelt.

Auf die Ausweitung hatten Bund und Länder sich bereits am Mittwoch im Grundsatz verständigt. Viele Landesregierungen haben seitdem etwa angekündigt, weitere Berufsgruppen und Alleinerziehende einzubeziehen oder die Regeln so zu lockern, dass es reicht, wenn ein Elternteil in einem sogenannten systemrelevanten Beruf arbeitet.

Für die Zeit nach dem 3. Mai soll von Montag an gemeinsam mit Experten ein Konzept erarbeitet werden, das Leitlinien und Empfehlungen zur schrittweisen Wiedereröffnung der Kindertagesbetreuung formuliert.„ Wann und wie diese umgesetzt werden können, hängt vom Verlauf des Infektionsgeschehens ab“, hieß es dazu.

12.42 Uhr - Der Fakenews-Check: Warum Sars-Cov-2 keine Biowaffe aus China ist

Heute im Check: Eine Behauptung, die sich seit Wochen hartnäckig hält: Das Virus stamme angeblich aus einem Labor in China und sei mit Absicht in die Welt gebracht worden - das sagt der Faktencheck dazu.

12.01 Uhr - Ravensburger Flappachbad bleibt vorerst geschlossen

Die Temperaturen sind schon im April frühsommerlich, und trotzdem bleibt das Ravensburger Naturfreibad Flappach vorerst geschlossen. Der geplante Eröffnungstermin für diese Saison am 9. Mai wird wegen Corona verschoben, sagt Stadtwerkechef Andreas Thiel-Böhm auf Anfrage der „Schwäbischen Zeitung“.

Noch steht nicht fest, ob das Bad in diesem Jahr überhaupt geöffnet werden kann – oder unter welchen Sicherheitsvorkehrungen.

Das Flappachbad startet am Samstag in die Saison.archivFoto: Felix Kästle
Das Flappachbad bleibt vorerst geschlossen. (Foto: Felix Kästle)

Die Vorbereitungsarbeiten im Freibad laufen trotzdem. „Es wird alles gerichtet, damit wir auf Knopfdruck öffnen können“, so Thiel-Böhm. Er hofft, dass zumindest „im Laufe des Sommers“ Schwimmer und erholungssuchende Familien wieder ins Bad können, das bei den Ravensburgern so beliebt ist. Mehr lesen Sie hier.

11.53 Uhr - Betrugsmasche: Vorsicht vor falschen DHL-Mails und SMS

Kriminelle machen sich das gestiegene Paketaufkommen in der Corona-Krise zunutze: Die Verbraucherzentrale Hamburg verwies am Freitag auf eine „Betrugswelle“ mit vermeintlichen E-Mails oder SMS-Nachrichten des Dienstleisters DHL und einer gefälschten Website für die Verfolgung von Paketsendungen. 

„Wer auf den Link in SMS oder E-Mail klickt, gelangt auf eine Internetseite, die wie die offizielle Seite des Paketdienstleisters DHL daherkommt“, erklärten die Verbraucherschützer. Dort werde der Nutzer über den Status einer angeblichen Lieferung informiert. „Deren Zustellung wurde angeblich gestoppt, weil ein Betrag von zwei Euro aussteht.“ Die Verbraucher werden demnach aufgefordert, den Betrag zu bezahlen und persönliche Daten wie Name, Anschrift und E-Mail sowie in manchen Fällen Kreditkartendaten anzugeben.

Hinzu kommt der Abschluss eines dubiosen Abos: Demnach ist in den Nutzungsbedingungen der Bezug eines unbekannten Dienstes für den Betrag von 69,95 Euro vermerkt.

11.32 Uhr - Buchstäblicher Lichtblick in den Bergen

"Licht ist Hoffnung!", heißt es auf der Homepage des berühmten Schweizer Wintersportortes Zermatt. Und aus diesem Grund macht man dort nun das Matterhorn zum Symbol der Hoffnung in schweren Zeiten.

11.15 Uhr - Es gibt keine guten Selbsttests für zuhause

Derzeit gibt es noch keine empfehlenswerten Selbsttests für eine Corona-Infektion, den die Bürger selbstständig zuhause vornehmen können. Das betonte der Präsident des Bundesinstituts für Arzneimittel Medizinprodukte Prof. Dr. Karl Broich bei einer Pressekonferenz am Freitag. Das Institut habe keine Tests zugelassen oder gar mitentwickelt. 

10.57 Uhr - Wieler: Wir haben das Ziel noch nicht erreicht

"Wir haben unser Ziel noch nicht erreicht", sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Der Reproduktionswert, der jetzt unter 1 liege, sei lediglich ein Zwischenwert, der mit großen Anstrengungen erreicht worden sei. Ziel sei es, langfristig unter 1 zu bleiben.  

10.41 Uhr - Mund-Nase-Schutz nur als Gebot, aber nicht als Pflicht

Eine Maskenpflicht für die Bevölkerung wie in Jena sieht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn als nicht wahrscheinlich. Gebote bringen aus seiner Sicht erfahrungsgemäß mehr als Vorschriften, die dann mit weiteren Folgen verbunden seien.

10.28 Uhr - Robert-Koch-Institut sieht positive Tendenzen 

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts Prof. Lothar Wieler hat die Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn unterstützt: "Stand heute zeigt sich, dass die Strategie in Deutschland Erfolge zeigt." Die drei Punkte - Eindämmung der Infektion, Schutz der vulnerablen Gruppen und Steigerung der Versorgung - hätten zu einer "Menge positiver Tendenzen" geführt.

So sei der Anstieg der Fallzahlen deutlich geringer als letzte Woche, wenn es auch starke regionale Unterschiede gebe. Das Gleiche gelte für die Reproduktionszahl, die aktuell bei 0,7 liegt. Diese Zahl beschriebt, wie viele andere Menschen jeder Infizierte ansteckt.

Negativ sei, dass sich die Zahl der Menschen, die in medizinischen Einrichtungen erkranken, um sechs Prozent erhöht habe. Und: "Die Zahl der Todesfälle steigt an. Wir hatten den bisher größten Anstieg gestern mit 315 Fällen", sagte Wieler am Freitag.  

10.20 Uhr - Spahn sieht Erfolge der Maßnahmen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich in einer Pressekonferenz vorsichtig positiv geäußert: Die bisherigen Maßnahmen seien erfolgreich gewesen: "Die Infektionszahlen sind deutlich gesunken, der Ausbruch ist - Stand heute - beherrschbarer geworden".  

Seit dem 12. April seien täglich mehr Menschen genesen als Neuinfizierte gemeldet worden. Von den 130.000 gemeldeten Infizierten seien 80.000 wieder gesund. "Unser Gesundheitssystem war zu keiner Zeit überfordert", sagte Spahn.  

Das gute Abschneiden auch im internationalen Vergleich "macht uns demütig, aber nicht übermütig". Deshalb begrüße er die vorsichtigen und schrittweisen Lockerungen.

Zur Forderung, andere Operationen wieder aufzunehmen - etwa Tumor-Operationen - müsse man darüber reden, "wie wir es schaffen können, zu einer neuen Normalität im Krankenhaus-Betrieb zu kommen." Das könne nur schrittweise und mit der nötigen Vorsicht geschehen. Spahn fragte auch, wie es sein könne, dass weniger Patienten mit Herzinfarkten und Schlaganfällen eingeliefert und behandelt wurden. "Wo sind diese Patienten?"

09.00 Uhr - Facebook weist Nutzer direkt auf Fake-News hin

Um die Verbreitung von Fakenews im Zusammenhang mit dem Corona-Virus und Covid-19 einzudämmen, geht Facebook neue Wege: Neben dem Ausbau von Partner-Agenturen, die Informationen einem Faktencheck unterziehen, will der Konzern zweifelhafte Inhalte kennzeichnen und Nutzer direkt darauf hinweisen, dass sie mit Fakenews agiert haben. 

"Sobald ein Beitrag von den Faktenprüfern angezweifelt und als falsch markiert wird, verringern wir dessen Verbreitung und zeigen Warnhinweise sowie weiterführende Informationen an", teilt Guy Rosen, VP Integrity bei Facebook, mit. Allein im März seien Warnungen zu rund 40 Millionen Beiträgen angezeigt worden, die auf etwa 4000 Bewertungen der unabhängigen Faktenprüfer basierten. Aufgrund der Warnhinweise hätten sich Nutzer in etwa 95 Prozent der Fälle den ursprünglich ausgewählten Inhalt letztlich nicht anzeigen lassen.

Facebook kontaktiert erstmals direkt Nutzer, die mit Fakenews zu tun hatten, die zum Beispiel mit einem "Gefällt mir" oder einem Kommentar auf eine schädliche Fehlinformation reagiert haben. Facebook zeigt ihnen im Newsfeed einen Hinweis darauf. Diese Meldungen verweisen die Menschen auf Klarstellungen der WHO zu COVID-19-Mythen. "Wir möchten Nutzern, die möglicherweise mit derartigen Inhalten interagiert haben, Fakten von einer vertrauenswürdigen Quelle an die Hand geben, da sie eventuell auch außerhalb von Facebook auf solche Behauptungen stoßen könnten."

08.16 Uhr - Spahn: Noch drei bis vier Wochen bis zur Corona-App

Bis die geplante Handy-App zur Eindämmung des Coronavirus in Deutschland eingesetzt werden kann, dürfte es nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn noch mehrere Wochen dauern. „Das wird entwickelt, mit Hochdruck“, sagte der CDU-Politiker am Freitag im ARD-„Morgenmagazin“. „Aber die Wahrheit ist auch: Damit's wirklich gut ist, braucht es halt eher noch drei bis vier Wochen als noch zwei Wochen.“

Spahn betonte: „Es geht ja darum, dass wir bei der Datensicherheit, beim Datenschutz und auch bei dem dahinterliegenden Konzept natürlich so perfekt wie möglich sein müssen. Das muss den Anforderungen genügen, die wir auch ansonsten an eine solche Technologie stellen.“

Eine solche App ist seit Wochen im Gespräch. Es geht darum, Menschen schnell zu informieren, wenn sie Kontakt zu Infizierten hatten. Die Nutzung soll freiwillig sein.

Vorbilder in Asien: Eine von der Regierung mitentwickelte Tracking-App, mit denen die sozialen Kontakte von Smartphone-Nutzern n
Vorbilder in Asien: Eine von der Regierung mitentwickelte Tracking-App, mit denen die sozialen Kontakte von Smartphone-Nutzern nachvollzogen werden können, wurde am 20. März im Stadtstaat Singapur vorgestellt. (Foto: CATHERINE LAI)

08.01 Uhr - Muslime zur Einhaltung der Corona-Maßnahmen auch im Ramadan aufgerufen

Der Zentralrat der Muslime hat an die Gemeinden appelliert, sich auch während des Fastenmonats Ramadan an die wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten Einschränkungen zu halten. „So schwer es uns fällt, unsere Moscheen im Heiligen Monat Ramadan weiter geschlossen zu halten, so ist es unsere religiöse und bürgerliche Verantwortung, in der aktuellen Phase genau das zu tun“, sagte der Verbandsvorsitzende Aiman Mazyek den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgaben).

Gesundheitsschutz und der Schutz von Menschenleben in dieser Pandemie stellten für gläubige Muslime die allerhöchste Priorität dar, erklärte Mazyek.

07.57 Uhr - Wuhan korrigiert Todeszahlen um 50 Prozent nach oben

In der chinesischen Millionenstadt Wuhan, in der Ende Dezember die ersten Covid-19-Fälle aufgetreten waren, sind deutlich mehr Menschen an dem neuartigen Coronavirus gestorben als bisher bekannt: Die Behörden der Stadt teilten am Freitag mit, es seien 1290 weitere Todesfälle verzeichnet worden. Dies entspricht einem Anstieg um 50 Prozent. Damit starben allein in Wuhan 3869 Menschen, in ganz China waren es 4632.

China gerät international wegen seines Umgangs mit der Corona-Krise zunehmend unter Druck. Unter anderem die USA werfen Peking vor, zu spät über den Ausbruch des neuen Erregers informiert zu haben.

Wuhans Behörden nannten mehrere Gründe für die nun erst gemeldeten Todesfälle. Unter anderem sei das medizinische Personal zu Beginn der Pandemie überfordert gewesen und habe deshalb Fälle teilweise erst spät, falsch oder gar nicht gemeldet. Auch mangelnde Test- und Behandlungsmöglichkeiten wurden als Gründe genannt.

07.40 Uhr - RKI schätzt Reproduktionszahl aktuell auf 0,7 

Das Robert-Koch-Institut hat in seinem täglichen Lagebericht vom 16. April die Reproduktionszahl auf 0,7 geschätzt. Dabei handelt es sich um die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einem Fall angesteckt werden. Die Bundesregierung hatte als Ziel erklärt, einen R-Wert unter 1,0 zu erreichen. 

Eine Reproduktionszahl auf R = 0,7 bedeutet laut RKI, dass im Mittel fast jeder mit SARS-CoV-2 Infizierte eine weitere Person ansteckt und somit die Zahl der Neuerkrankungen leicht zurückgeht. 

Der Faktor R lässt sich nicht aus den Meldedaten ablesen, sondern nur durch statistische Verfahren schätzen, wie das RKI betont. Eine Quelle ist das so genannte Nowcasting, die Modellierung der wahrscheinlichen Zahlen durch die bisher vorliegenden Daten. Dazu erläutert das RKI: Das Nowcasting und die R-Schätzung beziehen alle übermittelten Fälle mit Erkrankungsbeginn bis zum 12. April ein. Spätere Fälle fließen nicht ein: Sie seien noch nicht in ausreichender Zahl übermittelt worden, sodass es zu instabilen Schätzungen führen würde.

07.03 Uhr - Mehr Genesene als aktuell Infizierte

Erstmals gibt es in Baden-Württemberg mehr Genesene als aktuell Infizierte. Das meldet das Gesundheitsministerium in Stuttgart. Vor einigen Tagen hatte es diese Meldung wegen eines Rechenfehlers schon einmal gegeben.

Die gesamte Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten in Baden-Württemberg ist auf mindestens 26.630 gestiegen. Das waren 580 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus stieg auf 874.

Allerdings sind laut Ministerium mindestens 13.733 Menschen wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen.  Aktuell infiziert sind damit noch 12.897 Menschen im Südwesten.

06.22 Uhr - Spieleland verschiebt Saisonstart

Das Ravensburger Spieleland verschiebt aufgrund der Corona-Pandemie seinen geplanten Saisonstart und bleibt auch über den 1. Mai hinaus geschlossen.

Am Samstag vor Ostern, am 4. April, wollte das Ravensburger Spieleland in Liebenau eigentlich in seine 23. Saison starten. Doch bereits vor knapp einem Monat fällte die Leitung des Freizeitparks die Entscheidung, den Saisonstart aufgrund der Corona-Pandemie auf Anfang Mai zu verschieben.

Einen alternativen Eröffnungstermin gibt es noch nicht - hier lesen Sie mehr.

 Wann die Maus und Käpt’n Blaubär wieder Gäste im Spieleland begrüßen können, ist derzeit noch offen.
Wann die Maus und Käpt’n Blaubär wieder Gäste im Spieleland begrüßen können, ist derzeit noch offen. (Foto: Christiane pötsch-Ritter)

Das war am Mittwoch wichtig:

13.45 Uhr - Bayern lockert Ausgangsbeschränkung minimal

Ab kommenden Montag ist im Freien auch der Kontakt zu einer Person außerhalb des eigenen Hausstands erlaubt. Diese Änderung, mit der Bayern auf die bundesweit vorherrschende Linie einschwenkt, gab Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Kabinettssitzung am Donnerstag in München bekannt.

Zudem beschloss die Staatsregierung Stufenpläne zur langsamen Wiedereröffnung der Schulen und von Geschäften.

Nach den coronabedingten Schulschließungen soll der Betrieb dort ganz langsam wieder anlaufen: Ab dem 27. April sollen Abschlussklassen an den Gymnasien, Real- und Mittelschulen als erste wieder zurück an die Schulen dürfen, ebenso Meisterklassen.

Frühestens ab dem 11. Mai sollen an diesen Schulen die Jahrgänge folgen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen, also etwa die derzeitigen Elftklässler an Gymnasien und die jetzigen Neuntklässler an Realschulen.

Die Wiedereröffnung kleinerer Geschäfte erlaubt Bayern, das vom Coronavirus besonders betroffen ist, mit einer Woche Verzögerung gegenüber dem am Mittwoch beschlossenen allgemeinen Bund-Länder-Fahrplan.

Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern dürfen im Freistaat ab dem 27. April wieder öffnen.

In Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr sollen Menschen in Bayern Schutzmasken über Mund und Nase tragen. Sollte das nicht ausreichen, „erwägen wir dann auch eine Maskenpflicht“, sagte Söder.

Coronavirus - Bayern
Der chinesische Turm ragt im menschenleeren Biergarten im Englischen Garten in München in die Höhe. Zumindest leicht will die Staatsregierung die strengen Regeln zur Kontaktbeschränkung lockern. (Foto: Peter Kneffel)

13.10 Uhr - 250.000 Schüler sollen ab 4. Mai wieder zur Schule gehen

Etwa 250.000 Schüler sollen am 4. Mai in Baden-Württemberg wieder zur Schule gehen. Das sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) in Stuttgart nach einer Sondersitzung des Kabinetts.

Die Prüfungen sollen wie bereits angekündigt am 18. Mai beginnen. Das sei eine angemessene Zeit zur Vorbereitung.

Die Schulgebäude sollen so genutzt werden, dass die Schüler während des Unterrichts genug Abstand halten können. Lehrer, die zu Risikogruppen gehören, das seien etwa ein Viertel, sollen nicht am Präsenzunterricht teilnehmen. Genauso könnten Schüler, die ein erhöhtes Risiko haben, vom Unterricht fernbleiben.

In ganz Deutschland lernen Kinder im Moment zu Hause statt in der Schule. Auch in der Region.
In ganz Deutschland lernen Kinder im Moment zu Hause statt in der Schule. Auch in der Region. (Foto: Symbol: Jean-Matthieu Gautier/DPA)

Ein normaler Unterricht, wie ihn die Schüler bisher kannten, sei nicht in Sicht. Der Transport mit Schulbussen müsse überdacht werden, genauso seien versetzte Pausenzeiten denkbar.

Eisenmann kündigte außerdem eine Ausweitung der Notfallbetreuung wegen der Corona-Krise an. Die Betreuung, die bisher für Schüler bis zur sechsten Klasse gilt, soll künftig auch für Siebtklässler zur Verfügung stehen.

Wer durch die Lockerungen wieder arbeiten gehen kann und Präsenzpflicht habe, könne in Zukunft auch seine Kinder in die Betreuung geben. "Aber wir können das leider nicht für alle anbieten. Es gilt immer noch Kontaktsperre. Es steht alles im Fokus der Gesundheitsschutzes", sagte Eisenmann.

Bislang dürfen Eltern mit Berufen in Schlüsselbereichen wie Medizin oder Polizei ihre Kinder in eine Notfallbetreuung geben.

+++ Hier geht es zum Blog vom Freitag, 16. April +++

Ausgewählte Artikel zum Virus und seinen Folgen:

Unsere Daten und Zahlen beziehen wir aus folgenden Quellen:

RKI¹, Johns-Hopkins-University², Worldometer³, Ministerium für Soziales und Integration Baden Württemberg⁴, WHO⁵

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