Corona-Newsblog - Seehasenfest, Schützenfest, Rutenfest und Ipfmesse sind neuen Beschlüssen zufolge verboten

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Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

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Aktuelle Zahlen für Deutschland und die Region:

  • Infizierte Deutschland: 127.584 (¹), 133.154 (³)
  • Genesen Deutschland: 72.600 (¹)
  • Todesfälle Deutschland: 3254 (¹), 3592 (³)
  • Bestätigte Infizierte Baden-Württemberg: 26.050 (⁴)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 820 (⁴)
  • Bestätigte Genesene Baden-Württemberg: 12.834 (⁴)

Quellen: RKI¹, Johns-Hopkins-University², Worldometer³, Ministerium für Soziales und Integration Baden Württemberg⁴, WHO

Die Lage im Überblick:

Das war's für heute, Mittwoch, 15. April.

22.29 Uhr - Es hilft nur nüchterne Analyse

Chefredakteur Hendrik Groth kommentiert die Beschlüsse, auf die sich Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten geeinigt haben.

 21.25 Uhr - Biberacher Schützenfest und Laupheimer Heimatfest fallen wohl aus, vermutlich auch Seehasenfest und Kulturufer in Friedrichshafen, ebenso das Rutenfest

Noch fehlt zwar der offizielle Beschluss der Plenarversammlung der Schützendirektion, aber nach den politischen Entscheidungen in Berlin und Stuttgart scheint seit Mittwochabend klar: ein Biberacher Schützenfest 2020 in seiner gewohnten Form wird es im Juli 2020 nicht geben - erstmals seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Auch das Laupheimer Kinder- und Heimatfest wird nicht stattfinden.

Nach der Konferenz der Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel einigten sich die Teilnehmer nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf das prinzipielle Verbot von Großveranstaltungen, Konzerten, Schützenfesten und ähnlichen Veranstaltungen bis zum 31. August

Das würde auch das Häfler Seehasenfest und das Kulturufer betreffen.

Das Ravensburger Rutenfest, das vom 24. bis 28. Juli stattfinden sollte, kann der neuen Beschlüsse zufolge ebenfalls nicht stattfinden.

Und die Ipfmesse in Bopfingen, die ist ebenso betroffen. Dazu lesen Sie alles weitere hier.

20.31 Uhr - Round Table Sigmaringen startet Corona-Serviceprojekt

„Jetzt doppelt Gutes tun!“ – so heißt das im April ins Leben gerufene Projekt des Sigmaringer Serviceclubs Round Table 162, das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Ziel des Projektes ist es, bestimmten Geschäften im Landkreis Sigmaringen finanziell unter die Arme zu greifen, die aufgrund der aktuellen Corona-Krise mit erheblichen Einbußen zu kämpfen haben oder gar um ihre Existenz fürchten müssen.

Der schöne Nebeneffekt: Mit den umgesetzten Geldspenden wird darüber hinaus ein Beitrag zur alljährlich stattfindenden Aktion Weihnachtspäckchenkonvoi geleistet.Interessiertem, die das Serviceprojekt unterstützen möchten, spenden einen Geldbetrag ihrer Wahl auf das Konto des Vereins Bürger helfen Bürgern per Paypal oder Überweisung. Mit den erhaltenen Geldspenden erwirbt der Serviceclub bei familien- oder inhabergeführten Geschäften im gesamten Landkreis Gutscheine, sodass sofort Geld an die betroffenen Einzelhändler fließen kann. Die Gutscheine werden im Laufe des Jahres für Waren, die für den Weihnachtspäckchenkonvoi benötigt werden, eingelöst.

Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

20.12 Uhr - Bewohner der LEA-Sigmaringen sind aktuell nicht an Covid-19 erkrankt

Hinsichtlich Coronavirus ist die Situation in der Landeserstaufnahmeeinrichtung Sigmaringen aktuell ruhig. Das teilt das Regierungspräsidium Tübingen mit. Aktuell gebe es keinen positiv auf Covid-19 getesteten Bewohner auf dem Gelände der LEA, heißt es weiter. Das Regierungspräsidium Tübingen arbeite gemeinsam mit alle beteiligten Dienstleistern der Einrichtung an einem mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmten Konzept. Sämtliche Neuzugänge oder Bewohner mit entsprechender Symptomatik würden separiert untergebracht und einem Corona-Test unterzogen.

20.02 Uhr - 26.050 Corona-Infektionen im Südwesten — 820 Tote 

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten in Baden-Württemberg ist auf mindestens 26.050 gestiegen. Das waren 761 mehr als am Vortag, wie das Gesundheitsministerium in Stuttgart am Mittwochabend mitteilte (Stand: 16.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus stieg auf 820. Mindestens 12.834 Menschen seien wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen, hieß es.

19.45 Uhr - 3-Millionen-Spende: Liqui Moly spendet noch mehr Produkte an Rettungskräfte

Liqui Moly hat am Gründonnerstag eigene Produkte im Wert von einer Million Euro als Spende zur Verfügung gestellt. Krankenhäusern, Rettungsdiensten und Feuerwehren sollte damit geholfen werden, einsatzbereit zu bleiben.„Eine gute Sache, die auch in einem unglaublichen Umfang angenommen wird. Bis jetzt haben wir schon fast 1500 Sendungen zu verschicken“, schreibt Geschäftsführer Ernst Prost in einer E-Mail an die Beschäftigten.

Schon nach ein paar Tagen habe er festgestellt, „was für eine gigantische Lawine“ er mit der Ankündigung losgetreten habe. Deswegen packe Liqui Moly noch einmal zwei Million Euro an kostenloser Ware für diejenigen, die sich um Gesundheit und Leben kümmern, oben drauf.

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19.23 Uhr - Bürgerheim: Neun Tuttlinger Bewohner mit Coronavirus infiziert

Die Ausbreitung des Coronavirus im Tuttlinger Altenzentrum Bürgerheim der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn ist größer als bisher angenommen. Seit Bekanntwerden der Erkrankung eines ersten Bewohners (wir haben berichtet) ist die Lungenkrankheit bei acht weiteren Menschen durch einen Test festgestellt worden. Dies bestätigt das Gesundheitsamt des Landkreises auf Nachfrage unserer Zeitung.Am 8. April hatte unsere Zeitung über den ersten Corona-Fall in dem Seniorenzentrum berichtet.

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18.35 Uhr: Kretschmann äußert sich zu Lockerungen

So äußert sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zu den geplanten Lockerungen. Zum Video

  • "Wir fahren auf Sicht, weil es eine solche Pandemie noch nie gab."
  • "Wenn wir alles auf einmal geöffnet hätten, wäre der Sog in die Innenstädte zu groß."
  • "Werden uns langsam vortasten und immer wieder prüfen, wie hat der letzte Schritt funktioniert" 
  • "Das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben kann sich am besten entfalten, wenn Sie uns Vertrauen entgegenbringen."
  • Zu Öffnungen von Grundschulen und Kitas: "Ich bin hier eher zurückhaltend, weil ich der Meinung bin, dass es nur schwer gelingen kann, hygienische Vorschriften sicherzustellen."
  • "Wir haben uns entschlossen, die Notbetreuung auf weitere Berufsgruppen auszuweiten."
  • "Wir haben uns darauf verständigt, die Gesundheitsämter vor Ort zu verstärken"
  • "Die Öffnung kann nur dann gelingen, wenn Sie sich weiterhin so diszipliniert verhalten."
  • "Wenn wir leichtsinnig werden und uns verhalten, wie vor der Krise, wird diese Öffnung scheitern. Dann gefährden wir alles, was wir in den letzten Wochen mühsam aufgebaut haben." 
  • "Eine Bedeckung von Mund und Nase kann helfen, die Verbreitung des Virus zu bremsen. Bitte bedecken Sie immer dann Mund und Nase mit solch einem Schutz, wenn das Abstandsgebot nicht durchgehend eingehalten werden kann."
  • "Großveranstaltungen bis Ende August werden mit Sicherheit nicht möglich sein. Dann müssen wir neu entscheiden."
  • "Wir können heute nicht sagen, wann wir zur Normalität zurückkehren können."
  • "Wir können lernen, mit dieser Epidemie umzugehen."
Ministerpräsident Winfried Kretschmann am 15. April in einem Videostream. (Foto: SHY / SZ)

18.20 Uhr: Bisher nur ein Zwischenerfolg im Kampf gegen Corona 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bürger erneut aufgerufen, sich weiterhin an die Beschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu halten. Man habe zwar etwas erreicht, was nicht von vorneherein absehbar gewesen sei, die Krankenhäuser, die Ärzte und die Pflegekräfte seien nicht überlastet worden, sagte Merkel am Mittwoch nach einer Schaltkonferenz mit den Regierungschefs der Länder.

Aber das sei nur ein Zwischenerfolg, „ein zerbrechlicher Zwischenerfolg“, warnte Merkel. Es gebe noch nicht viel Spielraum für Änderungen oder ein Vorpreschen, auch wenn eine gute Absicht dahinter stecke. Es gebe noch keinen Impfstoff. Man müsse „äußerste Vorsicht“ walten lassen. Zugleich bedankte sich die Kanzlerin bei den Bürgerinnen und Bürgern, dass sie sich weitgehend an die Beschränkungen gehalten hätten.

17.51 Uhr: Beschwerde gegen Corona-Versammlungs-Verbot abgewiesen 

Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Mannheim hat eine Beschwerde gegen ein Versammlungs-Verbot während der Corona-Pandemie zurückgewiesen. Wie das Gericht am Mittwoch mitteilte, hatte der Antragssteller zwei Versammlungen in Stuttgart organisieren wollen.

Die Stadt hatte jedoch mit Verweis auf die Corona-Verordnung der Landesregierung die Veranstaltungen für nicht zulässig erklärt und erteilte keine Ausnahmegenehmigung. Die dagegen gerichtete Beschwerde wies der 1. Senat des VGH nun zurück.

17.22 Uhr: Unis im Südwesten erkennen Corona-Engagement als Studienleistung an 

Die Universitäten in Tübingen und Freiburg erkennen soziales Engagement in der Corona-Krise neuerdings als Studienleistung an. So können sich Freiburger Studenten nun sogenannte ECTS-Punkte anrechnen lassen, wenn sie etwa für den städtischen Krisenstab beim Telefondienst mitarbeiten oder bei der ambulanten Hospizgruppe aushelfen.

„In der aktuellen Situation erwarten wir von den Studierenden sehr viel Flexibilität, diese möchten wir ihnen im Gegenzug auch bieten“, kommentiert Anette Bender von der Uni Freiburg am Mittwoch die Initiative.

Ähnlich verfährt die Universität Tübingen. Dort gilt etwa auch die Mithilfe bei der Ernte als soziales Engagement in der Corona-Krise, das sich die Studenten mit Leistungspunkten vergüten lassen können.

An beiden Unis ist die Idee nicht grundsätzlich neu: Schon länger bieten sie spezielle Kurse an, in denen Studenten in ihrem jeweiligen sozialen Engagement wissenschaftlich begleitet werden. Diese werden nun auf coronabezogene Hilfsdienste ausgeweitet.

16.49 Uhr: Schulstart in Deutschland schrittweise ab 4. Mai geplant

Der Schulbetrieb in Deutschland soll am 4. Mai beginnend mit den Abschlussklassen, den Klassen, die im kommenden Jahr Prüfungen ablegen und den obersten Grundschulklassen wieder aufgenommen werden.

"Wir werden am 4. Mai schrittweise und stark eingeschränkt den Schulbetrieb in Baden-Württemberg wiederaufnehmen. Wir beginnen dabei mit den Schülerinnen und Schülern aller allgemein bildenden Schulen, bei denen in diesem oder im nächsten Jahr die Abschlussprüfungen anstehen, sowie den Abschlussklassen der beruflichen Schulen", sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU).

In einem nächsten Schritt sollen die Viertklässler an die Grundschulen zurückkehren, damit der Übergang auf die weiterführenden Schulen möglichst geordnet gestaltet werden kann, so die Ministerin. "Die Schulen haben durch diese Entscheidung nun ausreichend Zeit, um sich organisatorisch wie auch für die unabdingbaren Hygiene- und Abstandsregelungen vorzubereiten“, so die Kultusministerin.

Susanne Eisenmann (CDU)
Susanne Eisenmann (CDU), Ministerin für Kultus, Jugend und Sport von Baden-Württemberg. (Foto: Sebastian Gollnow / DPA)

Der angekündigte schrittweise Schulstart Anfang kommt nach Ansicht der baden-württembergischen Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zu früh. Er sei außerdem in der von Bund und Ländern beschlossenen Form zu umfangreich, zu riskant und organisatorisch kaum umzusetzen, kritisierte die Vorsitzende Doro Moritz.

„Ich sehe ein, dass das für die Prüfungsklassen auch eine emotionale Beruhigung sein kann“, sagte sie. Für die obersten Grundschulklassen sei es hingegen unnötig, zu diesem Zeitpunkt den Unterricht bereits wieder aufzunehmen. „Das klingt, als gebe es eine Art Grundschulabitur“, sagte Moritz.

Kultusministerin Eisenmann betont: „Für unsere Lehrkräfte, die aufgrund ihres Alters, einer Vorerkrankung oder einer Schwangerschaft zur Risikogruppe gehören, wird es Ausnahmen geben. Sie werden bis auf Weiteres nicht an den Schulen unterrichten. Gleiches gilt für Schülerinnen und Schüler, die vorerkrankt sind, oder Schüler, deren Eltern zur Risikogruppe gehören. Gesundheitsschutz geht vor."

16.45 Uhr: Großveranstaltungen bis 31. August grundsätzlich untersagt

Großveranstaltungen sollen wegen der Corona-Pandemie bis zum 31. August grundsätzlich untersagt werden — auch Fußballspiele sind davon betroffen. Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch bei einer Schaltkonferenz auf dieses prinzipielle Verbot.

Konkrete Regelungen, etwa zur Größe der Veranstaltungen, sollen durch die Länder getroffen werden. Welche Auswirkungen diese Entscheidung zum Beispiel auf die Heimat-, Kinder- und Schützenfeste in der Region haben wird, ist derzeit noch nicht bekannt. 

16.09 Uhr - Kreise: Bund und Länder wollen Masken in Handel und ÖPNV empfehlen

Im Kampf gegen das Coronavirus wollen Bund und Länder das Tragen von Alltagsmasken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel "dringend" empfehlen.

Eine generelle bundesweite Maskenpflicht soll es demnach aber nicht geben, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin erfuhr.

15.18 Uhr: Bund will Öffnung von Geschäften bis 800 Quadratmeter ermöglichen 

Der Bund will die Öffnung von Geschäften bis zu einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern wieder ermöglichen. Das sieht eine Beschlussvorlage des Corona-Kabinetts für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

Danach könnten die Länder solchen Geschäften unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen womöglich schon am kommenden Montag wieder die Öffnung erlauben. Die seit Wochen geltenden harten Kontaktbeschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus sollen grundsätzlich bis 3. Mai verlängert werden.

Merkel beriet am Mittwochnachmittag (seit 14 Uhr) mit den Ministerpräsident in einer Schaltkonferenz über die Details. Nicht ausgeschlossen war, dass es etwa bei den Regelungen zur Wiederöffnung der Schulen harte Auseinandersetzungen mit einzelnen Ländern geben könnte. Alle Seiten waren aber bemüht, auch hier eine weitgehend einheitliche Regelung zu finden.

Nach der Beschlussvorlage des Bundes sollen unabhängig von der Verkaufsfläche Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen wieder öffnen dürfen. Unter gleichen Auflagen soll das auch für Kultureinrichtungen wie Bibliotheken und Archive sowie zoologische und botanische Gärten gelten.

Unter jenen Dienstleistungsbetrieben, bei denen körperliche Nähe unabdingbar sei, „sollen sich zunächst Friseurbetriebe darauf vorbereiten“, unter bestimmten Auflagen sowie „unter Nutzung von persönlicher Schutzausrüstung den Betrieb am 4. Mai wieder aufzunehmen“. Restaurants, Bars und Kneipen sollen wie bisher grundsätzlich geschlossen bleiben.

Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen und Synagogen sowie religiöse Feierlichkeiten und Veranstaltungen sowie Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften sollen nach den Vorstellungen des Bundes untersagt bleiben. Hotels sollten auch weiterhin „nur für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung“ stehen.

14.37 Uhr: Rund jeder dritte Betrieb schickt Mitarbeiter in Kurzarbeit

Was keine Finanzkrise und kein Staatsschuldenproblem jemals schaffte, hat das Coronavirus erreicht: Rund ein Drittel aller dazu berechtigten Unternehmen haben für ihre Mitarbeiter oder einen Teil davon Kurzarbeit angemeldet.

Die Zahl der anzeigenden Betriebe sei gemessen an der Vorwoche um zwölf Prozent auf 725.000 gestiegen, teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit. Ende 2019 waren insgesamt knapp 2,2 Millionen Betriebe in Deutschland registriert, die mindestens einen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben und damit zur Kurzarbeit berechtigt sind. Hier geht es zur Meldung.

14.12 Uhr: Seehofer verlängert Grenzkontrollen um 20 Tage

Die seit März wegen der Corona-Pandemie geltenden Kontrollen an den deutschen Grenzen werden bis Anfang Mai verlängert. Die Maßnahme, die den Reiseverkehr von und nach Österreich, Frankreich, Luxemburg, Dänemark und der Schweiz betrifft, gilt für weitere 20 Tage bis zum 4. Mai, wie ein Sprecher von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Mittwoch in Berlin sagte. Über die Details will Seehofer nun mit seinen Länderkollegen beraten.

Betroffen sind nicht alle Außengrenzen Deutschlands. Kontrolliert werde dort, wo es besondere Erfordernisse gebe und die betroffenen Bundesländer diese Maßnahmen unterstützen, sagte der Sprecher. Das gilt etwa dann, wenn es in einem der Nachbarländer Corona-Risikogebiete gibt.

In Lindau hat es zuletzt Verwirrung darüber gegeben, unter welchen Umständen getrennte Paare an der deutsch-österreichischen Grenze zusammenkommen dürfen (plus)

Coronavirus – Deutschland verlängert Grenzkontrollen
Am deutsch-französischen Grenzübergang in Kehl: Die in der Corona-Krise eingeführten Kontrollen sollen für weitere 20 Tage gelten. (Foto: Uli Deck / DPA)

13.52 Uhr: Lucha: „Luftbrücke für Schutzausrüstung aus China eingerichtet“ 

Die Landesregierung will die Einfuhr von Corona-Schutzausrüstung aus China beschleunigen. „Seit dem 9. April besteht eine Luftbrücke, die wir gemeinsam für Baden-Württemberg und Sachsen eingerichtet haben“, teilte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Mittwoch in Stuttgart mit.

„Nahezu täglich kommen im Zwischenlager in Stuttgart Masken, Brillen und Schutzanzüge an.“

Den Angaben zufolge sind in dem Zwischenlager via Frankfurt und München eine halbe Million OP-Masken, 130.000 Schutzbrillen, 85.000 FFP2-Masken sowie 60.000 Schutzanzüge angekommen. Weitere Ware sei im Lager in Shanghai.

Allein in dieser Woche starten demnach mindestens sechs Flugzeuge in Shanghai. „Wir werden die Schutzausrüstung umgehend über unseren Spediteur im Land verteilen und an unsere Partner im Gesundheitswesen ausliefern lassen“, kündigte Lucha an.

13.16 Uhr: Knapp jeder zweite Beatmungsplatz im Südwesten ist derzeit frei

Obwohl in diesen Tagen der Höhepunkt der Corona-Krise erwartet wurde, ist knapp die Hälfte der Beatmungsplätze auf Intensivstationen in Baden-Württemberg derzeit nicht belegt. Das Land verfügt aktuell über 3140 solcher Beatmungsplätze; davon sind 1495 frei. Dies teilte das Gesundheitsministerium in Stuttgart am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Außerhalb von Intensivstationen seien 788 weitere Beatmungsplätze vorhanden, wie zum Beispiel Beatmungsgeräte in OPs. Von diesen sind sogar noch 684 frei, um etwa Patienten mit weniger schweren Verläufen zu behandeln.

„Es ist gut, dass wir derzeit - von vereinzelten lokalen Engpässen abgesehen - noch ausreichend freie Beatmungskapazitäten in den Intensivstationen haben“ sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne), der für Ostern mit einem „gewissen Peak an Behandlungen“ gerechnet hatte. „Das ist mit Sicherheit ganz wesentlich ein Erfolg der eingeleiteten gravierenden Maßnahmen.“ Allerdings dürfe weiterhin keinesfalls Entwarnung gegeben werden.

 Sozialminister Manfred Lucha (Grüne)
Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) (Foto: Andrea Pauly)

12.10 Uhr: Bundespressekonferenz: Aktuelle Fragen zur Corona-Krise

Derzeit läuft die Bundespressekonferenz, in der Pressevertreter aus ganz Deutschland Fragen an den Regierungssprecher und Vertreter der Ministerien stellen. Hier fassen wir die Fragen und Antworten zusammen:

Frage: Wie ist der aktuelle Stand bei der Aufnahme der 50 Kinder, die aus Griechenland aufgenommen werden sollen?

Björn Grünewälder, Pressesprecher im Bundesministerium des Innern: 58 Kinder werden Ende der Woche nach Niedersachsen gebracht, dort bleiben sie in 14-tägige Quarantäne. Von dort werden sie auf die Bundesländer verteilt. Es gebe eine hohe Bereitschaft zur Aufnahme. Die Verteilung werde erst entschieden, wenn die Kinder hier sind.  Die 58 Kinder seien erst der Anfang, die Bundesregierung habe bereits Anfang März erklärt, "im Rahmen einer europäischen Lösung" 350 Kinder aufnehmen zu wollen. "Wir erwarten von den übrigen europäischen Staaten, dass sie ihren Beitrag leisten". Die Kinder seien unbegleitet, unter 14 Jahre alt und vermutlich vor allem aus dem Lager Moria auf Lesbos.

Frage: Wie werden die Förderprogramme der KfW angenommen? 

Korbinian Wagner, Pressereferent im Wirtschaftsministerium: Derzeit sind 9000 Bewilligungen über 4,6 Milliarden Euro für die KfW-Förderung ausgesprochen worden. Im Sofortprogramm für Einmalzahlungen für drei Monate von bis zu 15.000 Euro sei eine Million Anträge bewilligt worden, das Volumen liege bei rund 8 Milliarden Euro. 

Frage: Gibt es aktuelle Zahlen zu Rückholaktionen für deutsche Urlauber? 

Maria Adebahr, Sprecherin des Auswärtigen Amts: Stand heute Mittag seien insgesamt 230.000 Deutsche aus dem Ausland nach Hause geflogen worden aus 62 Ländern, zuletzt aus sechs karibischen Inselstaaten. Außerdem wurden 5000 EU-Bürger  und 2000 Drittstaatler an Bord genommen, darunter aus den USA oder aus Israel.

Frage: Werden die Einschränkungen an den deutschen Grenzen weitergeführt?

Björn Grünewälder, Pressesprecher im Bundesministerium des Innern: "Die Grenzkontrollen werden um weitere zwei Wochen an den deutschen Binnengrenzen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich und Luxemburg fortgeführt." Die Einreisebeschränkungen würden noch bis zum 4. Mai an den Grenzen kontrolliert werden.  

Frage: Ist eine Lockerung der Maßnahmen möglich, auch im Hinblick auf den Ramadan?

Björn Grünewälder, Pressesprecher im Bundesministerium des Innern: Im Moment gebe es keinen Anlass, die Maßnahmen zu ändern - auch wenn es schwer falle, wie man zu Ostern gesehen habe.

Frage: Wie weit ist die Tracing-App? Kommt sie in absehbarer Zeit?

Hanno Kautz, Pressesprecher des Bundesgesundheitsministeriums:  Die App werde gerade vom Robert-Koch-Institut getestet, da müssten derzeit aber noch Datensicherheitsaspekte geklärt werden. Bevor das nicht geklärt sei, werde die nicht aktiv sein. "Wir hoffen, so schnell wie möglich." 

Frage: Hat sich durch die Einschätzung der Leopoldina die Haltung der Kanzlerin geändert in der Frage, welche Schüler zuerst wieder zurück in die Schule gehen dürfen?

Regierungssprecher Steffen Seibert: Der Umgang mit Kindergärten und Schulen sei sicher "mit das Schwierigste, was zu entscheiden ist". Die Schulen seien in der Kompetenz der Länder. Er werde einer Entscheidung heute nicht vorgreifen.

Frage: Welche Rolle spielt die Einschätzung der Leopoldina?

Regierungssprecher Steffen Seibert: Sie sei wichtig und gründlich ausgewertet worden, aber die Entscheidungen müssten letztendlich politisch getroffen werden.

Frage: Wie ist der aktuelle Stand bei der Zahl der freien Intensivbetten? Wo liegt die Reproduktionszahl aktuell und welche Rolle spielt sie?

Hanno Kautz, Pressesprecher des Bundesgesundheitsministeriums: Die R-Zahl liegt aktuell bei zwischen 0,8 und 1,2. Es gibt derzeit 10.000 freie Intensivbetten und 10.000 freie Beatmungsplätze, Es gibt nun den vierten Tag in Folge einen Rückgang der Neuinfektionen, das könne aber auch an Meldeverzögerungen liegen. "Wenn wir die absolute Zahl in Deutschland und die hohe Dunkelziffer sehen, müssen wir sagen: 1,5 Prozent der Bevölkerung sind infiziert. Wir stehen immer noch am Anfang der Epidemie."

Frage: Wie wichtig ist es, dass alle Bundesländer gemeinsam handeln?

Regierungssprecher Steffen Seibert: Es kann in Nuancen unterschiedliche Regelungen geben, aber im Grundgerüst des Regelwerks soll man sich ab heute einig sein.

Frage: Kommt das Corona-Kabinett zu dem Schluss, dass die posititven Tendenzen bei den Infektionenszahlen reichen, um gewisse Lockerungen zu ermöglichen?  

Regierungssprecher Steffen Seibert: Das Wichtige heute ist die Besprechung zwischen Bund und Ländern, das Reglement liegt auf den Leitlinien, die Bund und Länder ausgearbeitet haben und konkretisiert haben. Er werde der Entscheidung nicht vorgreifen. Das Endergebnis sei entscheidend, nicht die Position des Bundes. 

Frage: Wie ist der Stand bei der Beschaffung von Schutzmasken für die Bundesrepublik?

Laut Hanno Kautz, Pressesprecher des Bundesgesundheitsministeriums, sind seit vergangener Woche 80 Millionen medizinische Masken angekommen. Er sieht die BRD auf „ganz gutem Weg“ bei der Beschaffung für medizinische Schutzausrüstung.

11.52 Uhr - Landesposaunentag in Ulm auf 2021 verschoben

Eigentlich sollte der Landesposaunentag am Ende Juni in Ulm stattfinden. Doch dann kam die Corona-Pandemie. Jetzt ändert das Evangelische Jugendwerk den Rhythmus komplett. 

Wie die Verantwortlichen des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW) am Mittwoch mitteilen, wird deshalb der geplante Landesposaunentag auf 2021 verschoben und soll am 3. und 4. Juli stattfinden. Die Entscheidung sei zusammen mit dem CVJM Ulm und in Rücksprache mit der Stadt Ulm beschlossen worden, heißt es.

10.41 Uhr - Bund für Verlängerung von Kontaktbeschränkung bis 3. Mai

Der Bund will den Ländern vorschlagen, die bestehenden Kontaktbeschränkungen für die Bürger noch mindestens bis zum 3. Mai aufrecht zu erhalten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch nach einer Schaltkonferenz des Kanzleramts mit den Staatskanzleichefs der Länder vom Dienstag. Ein Eckpunktepapier mit entsprechenden Empfehlungen sollte am Mittwoch (ab 10.30 Uhr) in den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Mitgliedern des Corona-Kabinetts beschlossen werden. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung und die "Süddeutsche Zeitung" über Ergebnisse der Schaltkonferenz berichtet.

Merkel wollte im Corona-Kabinett demnach einen Beschlussvorschlag des Bundes vorbereiten, der am Nachmittag (14 Uhr) bei der Videokonferenz der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten diskutiert und voraussichtlich verändert werde, hieß es weiter. Zugleich wurde aus Bundessicht betont, bei möglichen schrittweisen Öffnungen im Schulbereich sei ein abgestimmtes Vorgehen wichtig.

Krankheiten wie Grippe, Keuchhusten oder Magen-Darm können durch einfache Regeln vermieden werden. Deswegen jetzt: 5 Tipps zum Schutz vor Keimen.

Aus Länderkreisen hieß es, es seien bei der Schalte der Staatskanzleichefs mit Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) dem Grunde nach Wege aufgezeigt worden, wie man stufenweise Lockerungen herbeiführen könne. Bis auf Weiteres solle es aber grundsätzlich bei harten Beschränkungen bleiben, so wie in den meisten Nachbarländern um Deutschland herum. Alles andere sei ein Risiko. Im Gespräch sei auch ein Arbeitsauftrag an die Kultusministerkonferenz gewesen, einen Rahmen für die schrittweise Öffnung von Schulen und Hochschulen zu entwickeln. Hier solle der Sicherheitsgedanke im Vordergrund stehen.

9.47 Uhr - Warum die Organisatoren des Welfenfests entspannter sind als die des Rutenfests

Während die Ravensburger wegen der Corona-Pandemie um ihr diesjähriges Rutenfest bangen, bleiben die Weingartener mit Blick auf das Welfenfest, das im Juli zwei Wochen vor dem Rutenfest stattfindet, gelassen. Selbst eine Absage wäre für die Verantwortlichen kein Weltuntergang. Denn gerade finanziell haben die Weingartener im Vergleich zu den südlichen Nachbarn einen entscheidenden Vorteil: die übersichtliche Größe.

Zwar laufen auch in Weingarten die Vorbereitungen auf das Fest vom 10. bis 14. Juli weitestgehend normal. Doch in beinahe allen Bereichen ist der Aufwand nicht so groß wie beim Rutenfest. „Wir bereiten ganz normal alles vor. Nur da, wo Geld fließt, halten wir uns noch zurück“, sagt der Vorsitzende der Welfenfestkommission, Rolf Steinhauser.

Die Welt isoliert sich selbst: Wie leer Städte und Lebensräume durch die Einschränkungen zum Schutz vor Corona aussehen, haben wir in einer Bildergalerie zusammengestellt: 

8.28 Uhr - Lehrerpräsident: Schulstart nächste Woche „definitiv nicht“ sinnvoll

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, hat sich erneut gegen einen flächendeckenden Schulstart direkt nach den Osterferien ausgesprochen. „Nein, definitiv nicht“, sagte Meidinger am Mittwoch im ARD-„Morgenmagazin“ auf die Frage, ob er es für verantwortungsvoll hielte, wenn Schülerinnen und Schüler am Montag in ihre Klassenzimmer zurückkehren würden. Man müsse den Schulen Zeit geben, um etwa Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln vorzubereiten und um Klassenräume dementsprechend anders zu möblieren, betonte er. „Da brauchen wir schon 'ne Woche, bis wir das alles hinkriegen.“

Wenn es zu einer Lockerung des Lockdowns komme, müsse überlegt werden, wie Schulen „sinnvoll schrittweise“ wieder öffnen könnten, sagte Meidinger mit Blick auf die Beratungen zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten am Nachmittag. „Das kann sicher nur für einzelne Jahrgangsstufen geschehen, weil wir ja kleinere Gruppengrößen bilden müssen.“

8.09 Uhr - So erlebt ein Senior im Allgäu den neuen Alltag

In der Corona-Krise gelten Alte und Vorerkrankte als Risikogruppe. Vor allem in Pflegeheimen werden sie nun besonders isoliert und dürfen nur in Ausnahmesituationen raus. Doch was macht das mit den Menschen? Ein Senior aus Leutkirch erzählt, was sich für ihn geändert hat. 

7.55 Uhr - Kann das Coronavirus Geheilte erneut treffen?

Ein Patient wird nach negativem Virus-Test als geheilt entlassen. Tage später zeigt ein erneuter Test: Das Virus ist da. Wie kann das sein? Die Erklärung ist vermutlich einfach - und Grund zu Besorgnis gibt es nicht.

Was die Experten dazu sagen.

7.38 Uhr - Das Rätsel um die hohe Zahl infizierter Flüchtlinge in Ellwangen

Warum infizierten sich in der Landeserstaufnahme in Ellwangen Flüchtlinge in rasantem Tempo mit dem Coronavirus? Die Behörden auf der Ostalb beteuern, dass sie alles getan haben, um genau diese Entwicklung zu verhindern.

Hier lesen Sie mehr.

7:04 Uhr - Fußballclubs setzen auf kreative Spendenaktionen

Das Corona-Virus zwingt den Fußball zu einer Zwangspause. Die Unterbrechung bedeutet auch, dass die Clubs auf TV-Gelder und Zuschauereinnahmen verzichten müssen. Die Krise trifft kleine Vereine in der 3. Liga und der Regionalliga besonders hart.

Einige Clubs versuchen, sich mit kreativen Aktionen über Wasser zu halten.

6:24 Uhr - Mehr als 2200 Tote in den USA in 24 Stunden

In den USA ist innerhalb von 24 Stunden die weltweite Rekordzahl von mehr als 2200 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Laut einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität vom Dienstagabend (Ortszeit) starben seit dem Vortag 2228 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Die Gesamtzahl der Todesopfer durch das Coronavirus in den USA stieg damit auf mehr als 25.700.

Trump
Präsident Donald Trump stoppt US-Beiträge an die WHO. (Foto: Alex Brandon / DPA)

5:11 Uhr - Trump dreht WHO den Geldhahn zu

Mitten in der Coronavirus-Pandemie hat US-Präsident Donald Trump einen Stopp der Beitragszahlungen für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veranlasst. Trump machte die Organisation für die Vielzahl an Toten mitverantwortlich.

Durch das Missmanagement der WHO und deren Vertrauen auf Angaben aus China habe sich die Epidemie dramatisch verschlimmert und rund um die Welt verbreitet, sagte Trump im Rosengarten des Weißen Hauses. Seine Regierung werde in den kommenden 60 bis 90 Tagen prüfen, welche Rolle die WHO bei der „schlechten Handhabung und Vertuschung der Ausbreitung des Coronavirus“ gespielt habe. So lange lägen die Zahlungen auf Eis.

Markus Söder
Markus Söder (CSU) blickt in die Kamera. (Foto: Sven Hoppe / DPA)

Die letzten Meldungen vom Vorabend:

22.20 Uhr - Söder lehnt wegen Corona-Krise zeitnahe Schulöffnungen ab 

Anders als einige Bundesländer lehnt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder eine zeitnahe Öffnung der Schulen nach den Osterferien wegen der Corona-Pandemie ab. „Ich bin sehr zurückhaltend bei Schulen“, sagte der CSU-Chef am Dienstagabend im „heute-journal“ des ZDF. Skeptisch sehe er auch, dass Grundschulen als erstes geöffnet werden sollen. „Da habe ich eine grundlegend andere Auffassung.“

Söder distanziert sich damit von der Ankündigung aus Nordrhein-Westfalen, schon nach dem Ende der Osterferien am 19. April die Schulen schrittweise öffnen zu wollen, und von einer Empfehlung der Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Grundschulen mit als Erstes wieder zu öffnen.

„Man muss über Abschlussklassen reden, ja auch nicht zu schnell. Grundschulen sind meiner Meinung nach erst als Letztes dran, denn die Kleinen können sich nicht so an Hygiene-Konzepte halten“, betonte Söder. Zur Wiederöffnung der Schulen nach der Corona-Zwangspause brauche es ohnehin ein längerfristiges Konzept. „Die Lehrerverbände sind ja sehr zurückhaltend mit vorschnellen Schulöffnungen, weil sie sagen, es muss auch eine Schule organisiert werden“. Als Beispiele nannte er Lehr- und Zeitpläne, die neu definiert und Abstandsregeln, die organisiert werden müsste.

21.20 Uhr - Tour-de-France-Start am 29. August 2020

Die diesjährige Tour de France soll nach einem Medienbericht aus Frankreich am 29. August in Nizza gestartet und am 20. September auf dem Champs-Élysées in Paris beendet werden. Das berichtet die Zeitung „Le Dauphiné“ am Dienstag auf ihrer Internetseite.

Zuvor hatte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron gesagt, dass wegen der Coronavirus-Pandemie „Veranstaltungen mit großem Publikum frühestens Mitte Juli abgehalten werden“ könnten. Das Vorhaben der Veranstalter, die Tour wie geplant vom 27. Juni bis zum großen Finale in Paris am 19. Juli trotz aller Widrigkeiten mit Fans an der Strecke stattfinden zu lassen, war somit hinfällig geworden.

Hier geht es zum Blog vom Dienstag, 14. April.

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