Newsblog: Durch Corona weniger Krebserkrankungen entdeckt

Crossmedia Volontär
Agence France-Presse
Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹: 

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: 20.300 (547.719 Gesamt – ca. 516.900 Genesene - 10.548 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 10.548
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 90,9
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: 155.000 (4.089.476 Gesamt – ca. 3.841.800 Genesene - 92.686 Todesfälle)
  • Todesfälle: 92.686
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 81,1

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Lucha: Impfzentren schließen planmäßig zum 30. September (15.05 Uhr)
  • 2G-Regel für weitere Bereiche in Niedersachsen (11.35 Uhr)
  • Bayern will Corona-Lollitests in Kitas einführen (08.47 Uhr)
  • Strengere Corona-Regeln im Südwesten wohl ab Donnerstag (13.30 Uhr)

Das war der Corona-Newsblog für heute. Die wichtigsten Nachrichten des Tages finden Sie hier:

++ Durch Corona weniger Krebserkrankungen in Bayern entdeckt

(19.39 Uhr) Im Corona-Jahr 2020 ist in Bayern sowohl die Zahl der neu entdeckten Krebserkrankungen als auch die Zahl der Krebstherapien zurückgegangen.

Experten zufolge hätten viele Menschen in der Pandemie die Vorsorge vernachlässigt und seien nicht zu Untersuchungen gegangen, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag in München. „Das kann gefährlich sein.“

„Zwischen Januar und September 2020 ist die Zahl der diagnostizierten Krebsneuerkrankungen um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. Zudem wurden vier Prozent weniger Therapien vorgenommen“, erläuterte der Minister. „Schaut man auf die einzelnen Monate, zeigt sich ein alarmierendes Bild. Im April 2020 ging die Zahl der registrierten Neuerkrankungen um 18 Prozent, im Mai um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück.“

Der Rückgang betraf vor allem Neuerkrankungen und Operationen in einem frühen Stadium, bei dem die Heilungschancen besonders hoch sind. Holetschek appellierte deshalb eindringlich, Vorsorgen zu Brust-, Darm-, Gebärmutterhals-, Haut- und Prostatakrebs wahrzunehmen.

++ Zahl der Covid-Kranken im Klinikum Friedrichshafen hat sich verdreifacht

(19.14 Uhr) Binnen einer Woche hat sich die Zahl der Covid-Erkrankten im Klinikum Friedrichshafen verdreifacht. Die Kapazitäten auf der Intensivstation werden knapp.

Stationär versorgt werden nach Auskunft des Klinikums „hauptsächlich Ungeimpfte“. Mehr zum Thema erfahren Sie hier. 

++ In Ravensburg steigen die Infektionen zum Schuljahresbeginn

(19.01 Uhr) Im Landkreis Ravensburg sind die Neuinfektionen mit dem Coronavirus nach Schuljahresbeginn noch einmal angestiegen: 92 positive Tests meldete das Landesgesundheitsamt am Dienstag (17.30 Uhr).

Zum Vergleich: Am Montag hatte die Statistik noch zwölf neue Fälle ausgewiesen. Der Kreis Ravensburg gehört damit inzwischen wieder zu den Hotspots im Land. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

++ Verkehrsministerium will zusätzliche Schulbusse weiter fördern

(18.21 Uhr) Das Verkehrsministerium des Landes Baden-Württemberg plant, Zusatzfahrten bei der Schülerbeförderung weiterhin zu fördern. Dadurch sollen Infektionen in überfüllten Bussen vermieden werden.

Das geht aus einer Kabinettsvorlage hervor, die der Schwäbischen Zeitung vorliegt. Mehr dazu lesen Sie hier. 

++ Lucha: Impfzentren schließen planmäßig zum 30. September

(15.05 Uhr) Die derzeit noch 45 Impfzentren in Baden-Württemberg schließen wie geplant am 30. September 2021. Das teilte der Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) mit.

Danach sollen die Impfungen vor allem von niedergelassenen Ärzten und Ärztinnen sowie in den Betrieben durchgeführt werden. Zusätzlich soll es vom 1. Oktober bis Ende Dezember 30 mobile Impfteams für Impfaktionen oder Auffrischimpfungen beispielsweise in Seniorenheimen geben.  

Die Impfteams seien an zwölf ausgewählte Krankenhausstandorte angebunden, darunter Ravensburg, Konstanz, Schwäbisch Hall, Villingen-Schwenningen und Ulm. Ihnen sind angrenzende Landkreise zugeordnet. Jedes Impfteam könne rechnerisch rund 70 Impfungen pro Tag durchführen. 

++ Zwei Drittel der Bevölkerung mindestens einmal gegen Corona geimpft

(13.45 Uhr) Zwei Drittel aller Menschen in Deutschland sind nach offiziellen Angaben jetzt mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Zumindest eine erste Spritze bekommen haben inzwischen 55,4 Millionen Menschen oder 66,6 Prozent der Gesamtbevölkerung, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstag hervorgeht. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind demnach 51,8 Millionen Menschen oder 62,3 Prozent aller Einwohner.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rief auch mit Blick auf eine noch bis diesen Sonntag laufende bundesweite Aktionswoche dazu auf, viele einfach zu nutzende Impfgelegenheiten anzunehmen. „Jede Impfung mehr macht einen Unterschied für Herbst und Winter“, schrieb der CDU-Politiker bei Twitter. Eine zusätzliche Auffrischungsimpfung haben laut RKI mittlerweile rund 207 000 Menschen bekommen.

++ Strengere Corona-Regeln im Südwesten wohl ab Donnerstag

(13.30 Uhr) Ab Donnerstag sollen strengere Corona-Maßnahmen in Baden-Württemberg in Kraft treten. Das kündigte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Dienstag in Stuttgart an. Die überarbeitete Corona-Verordnung sei bereits in den Ressorts abgestimmt. Er denke, dass sie bereits ab Donnerstag in Kraft treten könne, sagte Lucha. Damit bekommt das Land ein mehrstufiges Warnsystem, dass sich nach der Belegung der Intensivbetten richtet. Eine erste sogenannte Warnstufe soll landesweit gelten, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik eingeliefert worden sind. Dann hätten etwa Ungeimpfte nur noch mit einem negativen PCR-Test Zugang zu bestimmten öffentlichen Bereichen.

In einem zweiten Schritt gilt künftig landesweit die 2G-Regel (Geimpfte und Genesene), sobald 390 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt werden oder die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz bei 12 liegt. Dann hätten Ungeimpfte unter anderem keinen Zutritt mehr zu Restaurants, Kultur- und Sportveranstaltungen.

Es handle sich nicht um eine Strafaktion, sondern habe epidemiologische Gründe, betonte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Ungeimpfte seien die Träger der Pandemie. Er wolle sich in einem Podcast diese Woche speziell an Impfgegner wenden.

++ Umfrage: Mehrheit hält eigene Firma in Pandemie für gut aufgestellt

(12.02 Uhr) Rund 83 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland sehen einer Umfrage zufolge ihr Unternehmen bei der Corona-Krisenbewältigung als gut aufgestellt an. 77 Prozent beurteilen zudem ihre Führungskräfte als geeignet dafür, das Unternehmen durch die Corona-Krise zu steuern. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die Teil des am Dienstag präsentierten AOK-Fehlzeitenreport ist. Rund 74 Prozent stimmten dem Satz zu: „In meinem Unternehmen wurden wichtige Entscheidungen notfalls auch sehr schnell getroffen.“ Fast 78 Prozent der Beschäftigten sagen, dass ihr Unternehmen hinter den Mitarbeitern steht.

Positiv fällt auch die Einschätzung der individuellen Widerstandsfähigkeit aus. So beschrieben sich die Erwerbstätigen trotz des Arbeitens im Lockdown überwiegend als optimistisch. „Offenbar hat die Erfahrung, dass das eigene Unternehmen die Krise bewältigt hat, das arbeitsbezogene Selbstvertrauen der Erwerbstätigen gestärkt“, sagte der Vize-Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK, Helmut Schröder. Beschäftigte mit niedriger individueller Widerstandsfähigkeit berichten dabei mehr als doppelt so häufig über Zweifel an den eigenen Fähigkeiten wie Beschäftigte mit besonders hoher individueller Resilienz (69 Prozent versus 27 Prozent).

++ 2G-Regel für weitere Bereiche in Niedersachsen

(11.35 Uhr)  Die sogenannte 2G-Regel soll in Niedersachsen künftig in mehr Bereichen angewendet werden können - etwa in der Gastronomie, der Kultur, bei Veranstaltungen oder dem Sport. Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstag im Landtag in Hannover an. Bei Anwendung der 2G-Regel sollen dann die Maskenpflicht und das Abstandhalten entfallen.

Menschen bis 18 Jahren sollen demnach auch ohne Impfung oder Genesung Zutritt bekommen, da sie sich regelmäßig vor dem Schulbesuch testen. Kinder, die jünger als zwölf Jahre sind, können sich noch nicht impfen lassen. Die derzeitige Corona-Landesverordnung gilt noch bis zum 22. September. Die Ausweitung der 2G-Regel wird somit voraussichtlich in der kommenden Woche umgesetzt.

Nach der 2G-Regel wird der Zutritt zu bestimmten Bereichen nur gewährt, wenn Menschen gegen das Coronavirus geimpft oder genesen sind. Ein negativer Corona-Schnelltest reicht dann in der Regel nicht mehr aus. In der derzeitigen Corona-Verordnung für Niedersachsen können Betreiber von Diskotheken, Clubs und Shisha-Bars bereits den Zugang auf Gäste beschränken, die geimpft oder genesen sind. Dann muss zum Beispiel keine Maske mehr getragen werden.

++ Lockerungen für Proben von Laien-Chören und Theatergruppen in Bayern

(09.38 Uhr) Das gemeinsame Musizieren und Theaterspielen soll in Bayern wieder mit weniger Einschränkungen möglich sein. Dank der 3G-Regel gibt es Lockerungen bei den Mindestabständen und dem Tragen von Gesichtsmasken, wie Kunstminister Bernd Sibler (CSU) am Dienstag in München mitteilte. Grundsätzlich alle, die geimpft, genesen oder getestet seien, könnten nun an Proben teilnehmen - auch in geschlossenen Räumen.

Nach dem neuen Rahmenkonzept entfällt unter anderem die Maskenpflicht bei Proben für Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wenn diese sie bei ihrer künstlerischen Arbeit behindert. Das gilt zum Beispiel für Sängerinnen und Sänger oder Musikerinnen und Musiker, die auf Blasinstrumenten spielen.

Der Mindestabstand von 1,5 Metern soll zwar bestehen bleiben, aber nicht mehr zwingend notwendig sein - zum Beispiel, „wenn dies zu einer Beeinträchtigung der künstlerischen Betätigung oder Darbietung führen würde bzw. mit dieser nicht vereinbar ist“, heißt es vom Ministerium.

++ Bayern will Corona-Lollitests in Kitas einführen

(08.47 Uhr) Bayern will die sogenannten Lollitests auch an den bayerischen Kitas einführen. „Wir wollen noch mehr Sicherheit in den Kitas“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) der „Augsburger Allgemeinen“ (Dienstag), „wir werden daher auf Wunsch der Eltern die Lollitests ermöglichen.“ Die Kommunen sollen demnach die Wahl haben, ob sie die Lollitests mit PCR-Standard einführen oder weiter auf freiwillige Selbsttests setzen. „Der Freistaat wird dafür die Kosten übernehmen“, erklärte Söder.

Bei den Lollitests lutscht jedes Kind an zwei Tupfern. Im Labor werden die Proben von allen gesammelt und als Pool untersucht. Diese Pool-PCR-Tests gelten als zuverlässiger als die Schnelltests.

Am Dienstag wollte sich das Kabinett mit dem Schulstart in Bayern beschäftigen. Dabei soll es unter anderem um die Fragen gehen, wie Schülerinnen und Schülern ab 12 Jahren in den kommenden Wochen Impfangebote gemacht werden können und wie bei Jüngeren die Infektionsgefahr möglichst gering gehalten werden soll.

++ Bayerische Landesregierung schickt Kasperl zur Coronatest-Aufklärung

(06.58 Uhr) Das bayerische Kultusministerium schickt ein zweites Mal den Kasperl der Augsburger Puppenkiste zur Coronatest-Aufklärung der Grundschüler los. In einem neuen Video der berühmten Marionettenbühne wird der sogenannte Pooltest erklärt, der in den nächsten Tagen die bisherigen Selbsttests der Erst- bis Viertklässler sowie der Kinder an Förderschulen ablösen soll.

Bereits im Frühjahr hatte "Dr. Kasperl" den Schülerinnen und Schülern in einem Film die Anwendung der Schnelltests erläutert. Nun kommt zum Start des neuen Schuljahres am Dienstag die Fortsetzung „Coronatest Episode zwei“. Kasperl tritt dabei als Lehrer einer Erdmännchen-Klasse auf.

So klärt der Puppenkisten-Star auf, warum die Pooltests eben Pooltests heißen. „Weil die Tupfer im Röhrle so beinandhocke wie in 'nem Planschbecke“, sagt der Kasperl zu seinen Schülern auf Schwäbisch.

In der kommenden Woche sollen diese auch Lollitests genannten Tests die bisherigen ablösen. Jedes Kind lutscht dafür dann an zwei Tupfern. Zunächst werden dann im Labor die Proben von allen in einem größeren Röhrchen gesammelt - also als Pool - untersucht.

++ Hausärzte fordern zur Grippe-Impfung auf

(06.24 Uhr) Der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, hat mehr öffentliche Unterstützung für Grippe-Impfungen gefordert. "Das Wichtigste für den zweiten Corona-Herbst wird sein, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen, und das nicht nur gegen das Coronavirus, sondern auch gegen die Grippe", sagte er der "Rheinischen Post". Die Influenza-Impfung dürfe keineswegs vergessen werden, auch sie trage entscheidend zum Schutz der Bevölkerung wie auch zur Entlastung des Gesundheitswesens bei. "Es muss daher alles daran gesetzt werden, dass auch hier den Praxen logistisch wie organisatorisch keine Steine in den Weg gelegt werden."

Es sei wünschenswert, dass die Corona- wie die Influenza-Impfung möglichst zeitgleich verabreicht werden könnten, sagte der Hausärzte-Chef. "Auf regionale Lieferengpässe, wie sie in der Vergangenheit oft der Fall waren, können wir zudem gut und gerne verzichten", so Weigeldt.

++ Dobrindt gegen Impfpflicht - "Kein weiterer Lockdown im Herbst"

(06.19 Uhr) CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat sich trotz stockender Impfbereitschaft klar gegen eine Impfpflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie ausgesprochen. "Ich lehne eine Impfpflicht ab. Wir werben weiter für das Impfen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Frage, ob er angesichts der in den vergangenen Wochen gestiegenen Infektionszahlen neue weitreichende Beschränkungen im Herbst erwarte, verneinte Dobrindt klar: "Es wird keinen weiteren Lockdown geben. Man sieht auch jetzt bereits, dass sich das Infektionsgeschehen durch die Zahl der erreichten Impfungen verlangsamt."

Vor dem Hintergrund der in dieser Woche laufenden bundesweiten Impfaktionswoche der Bundesregierung sagte Dobrindt: "Die Angebote müssen möglichst niedrigschwellig sein. Das heißt, überall da, wo viele Menschen zusammenkommen, zum Beispiel auch vor Clubs oder anderen großen Veranstaltungen, müssen mobile Impfteams zum Einsatz kommen." Der CSU-Politiker betonte: "Jedem muss klar sein: Wenn er sich nicht impfen lässt, ist das Risiko einer Virusinfektion hoch und die Folgen sind nicht vorhersehbar."

++ RKI registriert 6325 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 81,1

(06.10 Uhr) Beim Infektionsgeschehen in Deutschland gibt es derzeit kaum Dynamik. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts von Dienstagmorgen bei 81,1. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 81,9 gelegen, vor einer Woche bei 83,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 6325 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 6726 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 68 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 59 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 089 476 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 1,79 an (Freitag: 1,95). Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen einer hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich.

Das waren die Meldungen am Montag:

++ Jetzt endgültig: Ulmer Impfzentrum schließt 

(19.30 Uhr) Die Impfzentren in Baden-Württemberg schließen zum 30. September. Also auch das in Ulm. Das bedeutet, dass vergebene Zweittermine dort nicht stattfinden. Das Impfzentrum verweist an niedergelassene Ärzte und Ärztinnen.

Bis 30. September seien Impfungen ohne vorherige Terminvereinbarung im Impfzentrum Ulm weiter möglich. Dabei spiele es keine Rolle, ob es sich um eine Erst-, eine Zweit- oder um eine Auffrischimpfung handelt; die passenden Impfstoffe seien in ausreichender Menge vorhanden.

++ Mehr zur Schließung des Ulmer Impfzentrums zum 30. September lesen Sie hier ++

++ Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten sinkt leicht

(19.23 Uhr) Die Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten ist im Vergleich zum Vortag leicht gesunken. Der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche fiel am Montag (Stand: 16.00 Uhr) auf 91,0 nach 91,8 am Vortag, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Montag mitteilte. Die Behörde verzeichnete 663 Infektionsfälle mehr als am Sonntag und 14 neue Todesfälle in Verbindung mit dem Virus.

Damit haben sich mittlerweile 547 913 Menschen im Südwesten nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, die Zahl der Todesfälle stieg auf 10 549. Die Infektionen verteilen sich sehr ungleich auf Geimpfte und Ungeimpfte. Bei den Geimpften beträgt die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz 18,9. Bei Menschen ohne Impfung, mit unvollständiger Impfserie oder ohne Angaben zum Impfstatus verzeichnete die Behörde eine Inzidenz von 203,8.

Auf den Intensivstationen im Land werden aktuell 204 Covid-Patienten behandelt. Das sind elf mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der Corona-Infizierten, die innerhalb von einer Woche pro 100 000 Einwohner in eine Klinik eingeliefert wurden, beträgt derzeit 2,2. Ab einem Wert von 8 oder mindestens 250 Covid-Patienten in Intensivbehandlung sollen in Baden-Württemberg nach Plänen der Landesregierung künftig strengere Corona-Maßnahmen vor allem für Ungeimpfte gelten.

Die Impfquote in Baden-Württemberg beträgt inzwischen 63,8 Prozent in Bezug auf Erstimpfungen. Der Anteil der vollständig Geimpften liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 61,0 Prozent.

++ 90 Prozent der Intensivpatienten nicht gegen Covid-19 geimpft

(17.07 Uhr) Auf den Intensivstationen sind nach Angaben der bayerischen Krankenhausgesellschaft mehr als 90 Prozent der Erkrankten nicht gegen Covid-19 geimpft. Sogenannte Impfdurchbrüche gebe es fast nur bei sehr alten Erkrankten mit einem geschwächten Immunsystem, teilte Geschäftsführer Roland Engehausen am Montag in München mit.

Auf den Intensivstationen lägen inzwischen jüngere Patientinnen und Patienten aus jener Gruppe, in der erst knapp zwei Drittel geimpft seien. Das zeige, dass nur die Impfung die Pandemie beherrschbar mache und die Krankenhäuser vor Überlastung schützen könne.

 

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog vom Montag+++

Plus oder kostenlos? Welche Inhalte kostenpflichtig sind – und warum

Unsere Daten und Zahlen beziehen wir aktuell aus dem Dashboard RKI¹

Meist gelesen in der Umgebung

Mehr Inhalte zum Dossier

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen