Corona-Newsblog: Mehr als 60.000 Fälle in Baden-Württemberg nachgewiesen

Lesedauer: 22 Min
Digital-Redakteur
Deutsche Presse-Agentur
Agence France-Presse

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesen Infizierte Baden-Württemberg: ca. 8.725 (59.353 Gesamt - ca. 48.700 Genesene - 1.928 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 1.928
  • Aktuell nachgewiesen Infizierte Deutschland: ca. 60.297 (361.974 Gesamt - ca. 291.900 Genesene - 9.777 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 9.777
Durch Meldeverzug und die aufwändige Datenverarbeitung kann es Abweichungen zwischen den hier gemeldeten Zahlen und Meldungen von einzelnen Landkreisen geben.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Mehr als 60.000 Fälle in Baden-Württemberg nachgewiesen (20.25 Uhr)
  • Landkreis Reutlingen wird zum Risikogebiet (15.52 Uhr)
  • Mehr als 200.000 Corona-Todesfälle im Europäischen Wirtschaftsraum (14.31 Uhr)
  • Polizeigewerkschaften zu Corona-Regeln: Stimmung wird aggressiver (10.14 Uhr)
  • Negatives erstes Corona-Testergebnis Steinmeiers bestätigt

++ Negatives erstes Corona-Testergebnis Steinmeiers bestätigt

(21.47 Uhr) Nach der Corona-Infektion eines Personenschützers von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist das erste negative Testergebnis des Staatsoberhaupts mit einem zweiten Verfahren bestätigt worden.

Das gab eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes bekannt. Bereits am Samstag hatte sie mitgeteilt, dass Steinmeier negativ auf das Coronavirus getestet worden sei. Dieses Ergebnis eines Schnelltests wurde dann durch einen sogenannten PCR-Test validiert - heute lag nach Angaben der Sprecherin auch hier ein negatives Ergebnis vor. PCR-Tests sind genauer als Schnelltests.

Steinmeier bleibe in Selbstquarantäne, sagte die Sprecherin. In den kommenden Tagen soll er erneut getestet werden. Der Bundespräsident hatte sich am Samstag in Quarantäne begeben, nachdem ein Personenschützer positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

++ Mehr als 60.000 Fälle in Baden-Württemberg nachgewiesen

(20.25 Uhr) Seit Samstag sind 674 neue Corona-Infektionen in Baden-Württemberg gemeldet worden. Damit steigt die Zahl der bestätigten Fälle im Land auf 60.039, wie das Landesgesundheitsamt am Sonntag mitteilte. Der Warnwert stieg den Angaben zufolge von 42,9 auf 46,3 Infektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen erhöhte sich um 4 auf 1932. Als genesen gelten geschätzt 48.544 Menschen - 308 mehr als am Vortag.

++ Auf der gesamten Lindauer Insel gilt jetzt die Maskenpflicht

(18.10 Uhr) Der Landkreis Lindau hat am Sonntag die Schwelle von 35 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Der Kreis ergreift daher zunächst für die nächsten fünf Tage – bis Freitag, 24 Uhr – Maßnahmen, um das Infektionsgeschehen möglichst wieder einzudämmen. Dies hat unter anderem Auswirkungen auf die bei Touristen beliebte Lindauer Insel.

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Auf der Lindauer Insel gilt jetzt die Maskenpflicht.
Auf der Lindauer Insel gilt jetzt die Maskenpflicht. (Foto: Christian Flemming)

++ Landkreis Reutlingen wird zum Risikogebiet

(15.52 Uhr) Im Landkreis Reutlingen hat die Sieben-Tage-Inzidenz den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner überschritten. Das hat das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg mitgeteilt.

Konkret liegt der Wert bei 51,2. Damit werden im Landkreis weitere Maßnahmen und Einschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus in Kraft treten.

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++ Mehr als 200.000 Corona-Todesfälle im Europäischen Wirtschaftsraum

(14.31 Uhr) In der EU und ihren wichtigsten europäischen Partnerstaaten sind mittlerweile mehr als 200.000 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Wie am Sonntag aus den täglich aktualisierten Zahlen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hervorging, gab es im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) einschließlich Großbritannien bei nunmehr knapp 4,8 Millionen bestätigten Corona-Infektionen bislang 200.587 gemeldete Todesfälle.

Die meisten der Toten wurden im Vereinigten Königreich (43 579), in Italien (36 474), Spanien (33 775), Frankreich (33 392), Belgien (10 392) und Deutschland (9777) registriert.

Corona-Krise
Ein bedrückendes und jetzt schon historisches Bild: In Bergamo und der Lombardei im Norden Italiens gibt es derart viele Tote, dass die Särge mit Militärfahrzeugen abtransportiert werden müssen. (Foto: Claudio Furlan / DPA)

Unter den 15 Ländern des Raums mit den meisten Gesamtinfektionen hat Deutschland auf die Bevölkerung gemessen in den vergangenen 14 Tagen gemeinsam mit Schweden die mit Abstand niedrigsten Infektionszahlen und Todesraten.

Die Zahlen des ECDC unterscheiden sich zudem von denen der WHO Europa, die zur europäischen Region 53 Länder zählt, darunter auch Russland und die Ukraine. Die WHO hat bis Sonntag rund 7,8 Millionen Infektionen in dieser Region sowie knapp 255 000 damit in Verbindung stehende Todesfälle erfasst.

++ Agrarministerin warnt Verbraucher vorm Hamstern

(13.27 Uhr) Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) appelliert an die Verbraucher, trotz der steigenden Zahl von Corona-Infektionen keine größeren Mengen einzukaufen als sonst.

„Für Hamsterkäufe gibt es keinen Grund“, sagte sie der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Die Lieferketten funktionieren — das gilt nach wie vor.“ Zu keiner Zeit in der Pandemie sei die Lebensmittelversorgung in Deutschland gefährdet gewesen. „Wer hortet, handelt nicht nur unlogisch, sondern auch unsolidarisch. Und am Ende landet vieles in der Tonne.“

Hintergrund ist, dass große Supermarktketten wie Aldi und Edeka über eine steigende Nachfrage nach bestimmten Produkten ähnlich wie im Frühjahr berichten. In sozialen Netzwerken machen zudem Fotos von sich leerenden Regalen mit Toilettenpapier die Runde.

Am Freitag hatte schon Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) gesagt, die Verbraucher müssten „sich keine Sorgen machen“, was die Versorgung des Einzelhandels betreffe.

++ Ruhige Nacht in Stuttgart trotz strengerer Corona-Regeln 

(12.43 Uhr) In der Innenstadt von Stuttgart hat es am Wochenende nur wenige Verstöße gegen die strengeren Corona-Regeln gegeben. Es sei bei den Kontrollen im wesentlichen bei Ermahnungen geblieben, sagte ein Polizeisprecher in der Nacht zu Sonntag.

Bußgelder seien nicht verhängt worden. In der Landeshauptstadt galten in den Fußgängerzonen sowie auf einigen öffentlichen Plätzen eine Maskenpflicht und von 23 Uhr an das Verbot, Alkohol im Freien zu konsumieren. Außerdem durften Geschäfte nach 21 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen.

Die Polizei war ab 22 Uhr mit vielen Einsatzkräften präsent und kontrollierte auch Ausweise. Bekannte Plätze, an denen sich junge Menschen üblicherweise zum Feiern treffen, waren weitgehend verwaist.

Dichtes Gedränge herrschte zum Teil vor und in einigen Bars. In den genehmigten Außenbereichen durfte nach den Auflagen der Stadt weiterhin Alkohol ausgeschenkt werden.

++ Corona-Test bei Innenminister Strobl negativ

(12.10 Uhr) Nach dem Kontakt mit einem infizierten Personenschützer ist Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) negativ auf das Coronavirus getestet worden. Das sagte ein Sprecher am Sonntag.

Strobl bleibe aber vorerst in der Quarantäne. Er sei zu Hause voll arbeitsfähig. Über das weitere Vorgehen, inwieweit weitere Tests und Quarantänemaßnahmen notwendig seien, werde nun mit den Ärzten beraten.

Strobl hatte sich in Quarantäne begeben und alle Termine abgesagt, nachdem ein Personenschützer, der mit ihm zusammen im Auto unterwegs war, positiv getestet worden war.

++ Polizeigewerkschaften zu Corona-Regeln: Stimmung wird aggressiver

(10.14 Uhr) Auseinandersetzungen über die Einhaltung der Corona-Regeln eskalieren nach Angaben der Polizeigewerkschaften immer häufiger. „Nach wie vor gibt es immer noch eine hohe Akzeptanz für die Corona-Regeln, aber wir spüren auch, dass die Stimmung beginnt, aggressiver zu werden — zum Beispiel wenn wir als Polizei die Maßnahmen durchsetzen wollen“, sagte der Vize-Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, der Deutschen Presse-Agentur.

„Da kommt es dann zu Widerstand. Das fängt an mit Beleidigungen, dann wird gepöbelt, gespuckt, angehustet. Das alles erleben unsere Kolleginnen und Kollegen in dieser Pandemie.“

Die Einsätze gingen nicht nur von sogenannten Maskenverweigerern aus. Auch Bürger, die geschützt werden wollen, hätten zuletzt ihre Schutzrechte stärker und zum Teil auch aggressiver eingefordert und zum Beispiel Maskenverweigerer auf ihr Fehlverhalten hingewiesen. „Daher kommt es nun insgesamt mehr zu solchen Einsätzen“, sagte Radek - mit Zahlen belegen ließe sich dieser Trend aber nicht.

Wie aus Meldungen der Landespolizeien hervorgeht, kam es zuletzt nahezu täglich zu Auseinandersetzungen wegen Corona-Regeln

++ Bericht: Mehr als halbe Milliarde Euro Soforthilfen zurückgezahlt

(09.38 Uhr) Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmer haben Corona-Soforthilfen in Höhe von mehr als einer halben Milliarde Euro an den Staat zurückgezahlt. Das ergab eine Nachfrage der Zeitung „Welt am Sonntag“ bei den Bundesländern.

Demnach gaben Soforthilfe-Empfänger bis zum 30. September mehr als 560 Millionen Euro ungerechtfertigt gezahlter Zuschüsse zurück. Auf den ersten drei Plätzen liegen Nordrhein-Westfalen mit 170 Millionen Euro, Berlin mit 143 Millionen Euro und Bayern mit 107 Millionen Euro.

Die Angaben beziehen sich sowohl auf das Soforthilfeprogramm des Bundes als auch auf die entsprechenden Programme der Länder. 13 Bundesländer machten Angaben.

Allein in den Topf des Bundes seien bis Ende September 305 Millionen Euro zurückgeflossen, berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Verweis auf Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums. 13,8 Milliarden Euro wurden im Rahmen des Bundesprogramms bislang insgesamt an Antragssteller verteilt. Das Programm ist am 31. Mai ausgelaufen, daher gibt es nur noch geringe Änderungen bei den Antrags- und Bewilligungszahlen.

++ Stationäre Behandlung von Covid-19 kostet im Schnitt mehr als 10.000 Euro

(09.01 Uhr) Die stationäre Behandlung eines Covid-19-Patienten kostet im Schnitt 10.700 Euro. Das ergab eine Auswertung der Daten von 26,5 Millionen Versicherten der Krankenkasse AOK auf Anfrage der „Welt am Sonntag“.

Bei Covid-19-Erkrankten, die beatmet werden müssen, fallen nach Angaben von AOK-Bundesvorstand Martin Litsch im Schnitt 38.500 Euro an. Im Einzelfall könnten die Kosten jedoch stark abweichen.

Ähnliche Zahlen nannte die Barmer Ersatzkasse der Zeitung. Bei ihren Versicherten, die wegen Covid-19 ins Krankenhaus mussten, hätten die durchschnittlichen Kosten etwa 6900 Euro betragen, wenn sie nicht beatmet werden mussten. Mit Beatmung hätten sie bei 31.700 Euro gelegen. Bei der Barmer sind etwa neun Millionen Menschen versichert.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach befürchtet der Zeitung zufolge, dass die langfristigen Belastungen aufgrund schwerer Folgeschäden noch deutlich höher liegen dürften. „Es wird eine Welle chronischer Erkrankungen geben“, warnte Lauterbach. „Erst in zwei bis drei Jahren werden wir sehen, wie gewaltig die langfristigen Kosten für unser Gesundheitssystem sind.“

++ 5587 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

(08.22 Uhr) Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter in Deutschland vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert am frühen Sonntagmorgen mit 5587 an.

An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. Im Vergleich zu den 3483 Infektionen am Sonntag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht.

Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht. Das RKI weist in seinem Lagebericht von Samstagabend darauf hin, dass mittlerweile mehr als die Hälfte aller Landkreise eine erhöhte Verbreitung des Coronavirus von mehr als 25 nachgewiesenen Infektionen pro Woche und 100 000 Einwohner haben.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 1,40 (Vortag: 1,22). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel rund 1,4 weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,37 (Vortag: 1,30). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

++ Innenminister Strobl in Corona-Quarantäne

(07.31 Uhr) — Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) ist in Corona-Quarantäne. Der Minister habe alle Termine für das Wochenende abgesagt, teilte ein Sprecher des Innenministeriums am Samstagabend mit.

Ein Beamter aus seinem Personenschutzkommando habe zuvor ein positives Testergebnis erhalten. Strobl zeige keine Symptome. „Es geht ihm gut und er ist voll arbeitsfähig“, erklärte der Sprecher. Das Ergebnis von Strobls Corona-Test stand zunächst noch aus.

++ 725 Corona-Infektionen in Baden-Württemberg neu nachgewiesen

(06.31 Uhr) — Im Vergleich zu Freitag sind 725 neue Corona-Infektionen in Baden-Württemberg festgestellt worden. Die Zahl der bestätigten Fälle liegt nun bei insgesamt 59.365 (Stand: 16.00 Uhr), wie das Landesgesundheitsamt am Samstag mitteilte.

Damit ist ein wichtiger Warnwert von 42,2 auf 42,9 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gestiegen. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg um einen auf 1.928. Als genesen gelten geschätzt 48.236 Menschen — 418 mehr als am Vortag.

In Heilbronn war der Warnwert mit 82,9 am höchsten. In Stuttgart ging er auf 69,2 zurück. Über der kritischen Schwelle von 50 lagen auch der Alb-Donau-Kreis (63,9) die Landkreise Esslingen (74,9), Göppingen (50,7), Ludwigsburg (72,6), Reutlingen (51,2), Schwäbisch Hall (55,9), Tübingen (65,6) sowie der Schwarzwald-Baar-Kreis (58,8). Auch die Städte Mannheim (58,6) und Baden-Baden (54,4) überschritten den Wert.

Wegen des Anstiegs der Infektionszahlen hat Baden-Württemberg die höchste Corona-Alarmstufe ausgerufen.

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Das waren die letzten Meldungen von Samstag

++ Bundespräsident Steinmeier negativ auf Coronavirus getestet

(17.56 Uhr) Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist negativ auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes in Berlin am Samstag mit, nachdem Steinmeier sich zuvor wegen der Infektion eines Personenschützers in Quarantäne begeben hatte.

Der Bundespräsident bleibe selbstverständlich weiter in Quarantäne, in den kommenden Tagen seien weitere Tests geplant.

++ Norditalienische Region Lombardei verhängt striktere Corona-Maßnahmen

(16.56 Uhr) Wegen steigender Corona-Infektionszahlen haben die Behörden der norditalienischen Region Lombardei eine Sperrstunde für Bars und Restaurants ab Mitternacht eingeführt.

Die neuen Maßnahmen sehen auch ein Verbot für den Verkauf von Speisen zum Mitnehmen und für Alkohol ab 18.00 Uhr vor. Es dürfen keine Amateursport-Events mehr stattfinden. Die Maßnahmen gelten ab Samstag und zunächst bis zum 6. November.

Betreiber von Bars dürfen den Maßnahmen zufolge ab 18.00 Uhr nur noch Kunden bedienen, die an einem Tisch sitzen. Menschen in Altersheimen dürfen von ihren Angehörigen nur noch besucht werden, wenn diese eine Genehmigung der Gesundheitsbehörden vorweisen können. Die neuen Regelungen sollen von der Polizei überwacht werden.

Italien hat am Freitag die Grenze von 10.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden überschritten. Die Lombardei ist die am stärksten betroffene Region des Landes. In der vergangenen Woche hatte die italienische Regierung eine Maskenpflicht im Freien verhängt und den Ausnahmezustand bis zum 31. Januar verlängert.

Italienischen Medienberichten zufolge erwägt Ministerpräsident Giuseppe Conte auch, eine nächtliche Ausgangssperre ähnlich wie in einer Reihe von Städten in Frankreich einzuführen.

++ 20 Städte und Landkreise in Bayern erreichen Corona-Warnwert

(15.39 Uhr) 20 Städte und Landkreise im Freistaat Bayern haben nach den jüngsten Daten vom Samstag inzwischen den kritischen Corona-Warnwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen überschritten.

22 weitere haben den Frühwarnwert von mehr als 35 erreicht, wie aus der Statistik des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hervorgeht. Angeführt wird die Liste vom Landkreis Berchtesgadener Land mit einem Wert von 149,16, gefolgt von der Stadt Weiden in der Oberpfalz mit 105,28.

Insgesamt haben sich den Daten zufolge inzwischen bereits 78.187 Menschen im Freistaat mit dem Coronavirus infiziert; 2.711 sind gestorben. Als genesen gelten 66.310 Menschen.

Wegen der in vielen Regionen stark steigenden Corona-Infektionszahlen gelten in weiten Teilen Bayerns ab diesem Samstag deutlich schärfere Auflagen, etwa eine erweiterte Maskenpflicht.

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