Corona-Newsblog: Inzidenz in Baden-Württemberg weiter knapp über 50

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Agence France-Presse
Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 16.600 (304.257 Gesamt - ca. 280.000 Genesene - 7.675 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 7.675
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 53,4
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 155.100 (2.320.093 Gesamt - ca. 2.101.000 Genesene - 64.191 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 63.635
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 62,2

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Corona-Inzidenz in Baden-Württemberg weiter knapp über 50 (19.02 Uhr)
  • Nächste Öffnungsschritte laut Merkel jeweils nach frühestens zwei Wochen (15.49 Uhr)
  • Rufe nach Lockerungen für Einzelhandel werden lauter (13.51 Uhr)
  • Vorerst keine Ausgangssperre im Landkreis Sigmaringen (11.17 Uhr)
  • Steinmeier ruft Bund und Länder zum Miteinander in der Corona-Krise auf (13.14 Uhr)
  • Bund schnürt Maßnahmenpaket für Flughäfen (12.15 Uhr)
  • Spahn will Sanktionen gegen Vordrängler beim Impfen prüfen (11.45 Uhr)
  • 5,7 Millionen Deutsche aufgrund ihres Alters in höchster Impfprioritätsstufe (09.37 Uhr)
  • Pandemie sorgt bei Bergwacht für schwierigere Einsätze (08.46 Uhr)

Aktuelle Ausgangssperren in den Landkreisen von 21 bis 5 Uhr:

Tuttlingen/Schwäbisch Hall/Biberach/Bodenseekreis/Ravensburg

Das war's für heute. Vielen Dank fürs Lesen. Morgen versorgen wir Sie wieder mit den aktuellsten Meldungen zur Corona-Lage.

++ So geht es Wangener Reisebüros in der Krise

(19.16 Uhr) Lockdown, Homeoffice und durchwachsenes Wetter – nachdem der Urlaub für viele pandemiebedingt bereits im vergangenen Jahr ausfallen musste, ist die Sehnsucht nach einer erholsamen Auszeit vom aktuell auf so vielfältige Weise stressigen Alltag im Land des ehemaligen Reiseweltmeisters Deutschland groß. Noch größer scheint trotz verschiedener Buchungsanreize durch die Veranstalter aber die Verunsicherung der Kunden zu sein, ob überhaupt - und wenn ja wo und unter welchen Bedingungen - im Jahr 2021 ein Urlaub möglich sein wird. Bislang lassen die Buchungszahlen jedenfalls kaum auf eine Entspannung der Lage schließen.Trotzdem ist die Hoffnung auf eine Besserung der Situation groß. So schätzen Wangener Reisebüros die Lage für das Jahr 2021 ein. Den vollständigen Artikel lesen Sie hier.

++ Corona-Inzidenz in Baden-Württemberg weiter knapp über 50 

(19.01 Uhr) Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche ist im Südwesten weiter gesunken - bleibt aber oberhalb der 50er-Marke. Am Freitag lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz landesweit bei 51,2. Nach Angaben des Landesgesundheitsamts (Stand: 16.00 Uhr) wurden seit dem Vortag 820 neue Infektionen gemeldet. Damit stieg die Zahl der bestätigten Fälle seit Beginn der Pandemie auf 304 950. 43 weitere Menschen starben an oder im Zusammenhang mit Sars-CoV-2. Die Behörde zählt somit inzwischen 7690 Tote. Als genesen gelten Schätzungen zufolge 278 863 Menschen (plus 1633).

Über der Marke von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen lag weiterhin einzig der Hohenlohekreis mit einem Wert von 139,4. 20 weitere Stadt- und Landkreise liegen noch über der 50er-Marke. Das Sozialministerium hatte Städte und Kreise mit einer Inzidenz jenseits der 50 verpflichtet, Ausgangsbeschränkungen zwischen 21.00 Uhr und 5.00 Uhr zu erlassen. Mindestens 14 hatten das am Freitag bereits getan.

Dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) zufolge lagen am Freitag 290 Covid-19-Patienten in Baden-Württemberg auf Intensivstationen, 165 von ihnen wurden künstlich beatmet — das sind knapp 57 Prozent. Von 2452 zur Verfügung stehenden Intensivbetten waren 2122 belegt.

Mehr als 320 000 Menschen sind inzwischen ein erstes Mal gegen Corona geimpft. Die Zahl derjenigen, die schon eine zweite Impfung erhalten haben, stieg auf mehr als 131 000, wie das Amt mitteilte.

++ Nur zehn Neuinfektionen im Kreis Ravensburg

(18.59 Uhr) Nur zehn weitere nachgewiesene Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Kreis Ravensburg hat das Gesundheitsamt am Freitag gemeldet. Erstmals seit Monaten gab es zudem keinen neuen bekannten positiven Test in der Stadt Ravensburg. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank nach Berechnungen der SZ auf 51,6 und damit den niedrigsten Wert seit Oktober. Das Landratsamt gibt 55,7 (Stand Donnerstag) an. Die Zahl der aktuell Infizierten im Kreis liegt bei 1596 Fällen.

++ Weitere Corona-Tote im Alb-Donau-Kreis und Ulm

(16.22 Uhr) In den Pflegeheimen im Alb-Donau-Kreis gab es weitere Coronafälle und ein Todesopfer. Betroffen ist das Haus Katrin in Ehingen. Auch Mutationen sind nachgewiesen worden. Gute Nachrichten gibt es von den mobilen Impfteams. Bis Mitte März sollen die Impfungen in den Pflegeheimen abgeschlossen sein.

Im Elisabethenhaus in Ulm ist ein weiterer Bewohner an oder mit Corona verstorben. Auch Haus Katrin in Ehingen meldete einen weiteren Todesfall unter den Bewohnern.

Im Pflegeheim Sonnenhof ist eine Arbeitskraft mit Covid-19 infiziert. Das Gesundheitsamt hat umgehend eine Reihentestung veranlasst, um zu überprüfen, ob sich zusätzliche Personen angesteckt haben. Das Seniorenpflegeheim St. Maria in Regglisweiler verzeichnet ebenfalls einen weiteren Corona-Fall in der Belegschaft.

Einen neuen Fall einer Ansteckung mit dem Corona-Virus gibt es auch im Seniorenzentrum Dietenheim. Hier hat sich ein weiterer Bewohner mit Covid-19 infiziert. Lesen Sie den vollständigen Artikel dazu hier.

++ Nächste Öffnungsschritte laut Merkel jeweils nach frühestens zwei Wochen

(15.49 Uhr) Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihren Plan für die weiteren Lockerungsschritte bei den Corona-Eindämmungsmaßnahmen erläutert. Es müsse jeweils ein „Infektionszyklus“ abgewartet werden - liege die Sieben-Tage-Inzidenz nach einem Öffnungsschritt „zwei Wochen lang stabil unter 35, dann können wir den nächsten Schritt ins Auge fassen“, sagte sie am Freitag im ZDF.

Sie sehe „drei Stränge“ bei den noch stark eingeschränkten Bereichen, sagte Merkel: Zum einen höhere Klassen der Schulen, Berufsschulen und Universitäten, zum anderen die privaten Kontakte und als Drittes die Bereiche Kultur, „Gruppensport“ sowie Restaurants und Hotels. „Wir müssen politisch entscheiden, welche Öffnungsschritte aus welchem Strang wollen wir jetzt als nächste“, sagte Merkel. Dies werde auch bei den nächsten Bund-Länder-Beratungen am 3. März besprochen.

Ich glaube, dass wir die Inzidenz schon am 1. März erreichen können.

Bundeskanzlerin Angela Merkel

„Wir haben eine schwierige Zeit jetzt hinter uns und sind noch mitten in ihr“, räumte Merkel ein. „Aber wir haben in den letzten dreieinhalb Wochen die Fallzahlen immerhin halbiert. Das heißt: Wir sind auf einem Ast, der absteigt.“ Die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen könne bald unterschritten werden, „wenn wir uns noch an die Kontaktbeschränkungen halten“, sagte die Kanzlerin.

++ Söder kritisiert unberechtigte Corona-Impfungen 

(15.10 Uhr) Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat für die Einhaltung der festgelegten Impfreihenfolge geworben. „Keiner sollte sich vordrängen“, sagte er am Freitag in seiner Regierungserklärung im Landtag in München. Er warnte auch davor, sich von Dritten zu unberechtigten Impfungen überreden zu lassen. Es dürfe nicht sein, dass auf der einen Seite „sozusagen eher ein Büro komplett geimpft wird, anstatt die über 80-Jährigen, die es dringend brauchen und darauf warten“. Derzeit sei es leider noch so, dass es zu wenig Impfstoff gebe. Solange dies so sei, müsse jede Impfdose an die gehen, die es dringend brauchen, sagte Söder.

Jüngst hatte es immer wieder Berichte über Vorfälle gegeben, in denen sich Personen gegen Corona impfen ließen, obwohl sie dafür eigentlich nicht berechtigt waren. Dies waren etwa Kommunalpolitiker als auch Lebenspartner von Heimleitern im Umfeld der schwäbischen Arbeiterwohlfahrt (AWO). Auch der Augsburger Bischof Bertram Meier war wegen einer sehr frühen Impfungen in die Kritik geraten.

++ Arbeitssuchenden stehen FFP2-Masken vom Amt zu 

(14.48 Uhr) Jobcenter müssen Arbeitssuchenden kostenlose FFP2-Masken zur Verfügung stellen. Nach einem am Freitag veröffentlichten Beschluss des Sozialgerichts Karlsruhe stehen Hartz-IV-Empfängern zusätzlich zum Regelsatz wöchentlich 20 FFP2-Masken zu oder als Geldleistung monatlich 129 Euro. Das Gericht argumentierte mit dem Schutz des Klägers und dem Schutz der Allgemeinheit.

Ohne Mund-Nasen-Bedeckung dieses Standards seien Empfänger von Grundsicherungsleistungen in ihrem Grundrecht auf soziale Teilhabe unverhältnismäßig beschränkt. Alltagsmasken oder OP-Masken seien als Schutz vor SARS-Cov-2-haltigen Aerosolen in Straßenbahn, Supermarkt oder im Wartezimmer nicht gut genug geeignet. Die Anerkennung des individuellen Mehrbedarfs an FFP2-Masken schütze auch die Allgemeinheit vor einer weiteren Verbreitung des Virus. Dem Infektionsschutz würde ein „Bärendienst“ erwiesen, wenn man die FFP2-Masken nicht bereitstelle.

Damit hatte ein Arbeitsloser mit seinem Eilantrag Erfolg. Der Kammerbeschluss ist laut Gericht rechtskräftig.

++ Coronavirus-Mutation in Waldseer Reha-Klinik festgestellt

(14.24 Uhr) Vier Corona-Fälle sind in dieser Woche in der Klinik Maximilianbad aufgetreten. Drei Patienten und ein Mitarbeiter haben sich nachweislich infiziert, in einem Fall wurde eine Coronavirus-Mutation festgestellt, wie Bäderdirektor Peter Blank mitteilt. Die Verantwortlichen gehen transparent und professionell mit der Situation um.

In einer „Information der Klinikleitung an alle Patienten“ weisen Blank und Verwaltungsleiterin Sabine Nägele auf die positiven Testergebnisse hin, bei der auch eine „Covid-19 Virus-Variante nachgewiesen wurde“.

Allen Beteiligten gehe es gut und sie würden keinerlei Symptome zeigen. Gleichwohl befinden sich die betroffenen Patienten und der Mitarbeiter – nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt Ravensburg und dem Ordnungsamt Bad Waldsee – in Zimmerquarantäne. Und auch die Patienten und Mitarbeiter, die als Kontaktperson der Kategorie 1 bestimmt wurden, werden auf ihren Zimmern versorgt und dürfen diese nicht verlassen. Den vollständigen Artikel dazu lesen Sie hier.

++ Rufe nach Lockerungen für Einzelhandel in Baden-Württemberg werden lauter

(13.51 Uhr) Der Druck auf die grün-schwarze Landesregierung für behutsame Lockerungen im Einzelhandel nimmt zu. CDU-Landtagsfaktionschef Wolfgang Reinhart sagte am Freitag in Stuttgart, es sollte geprüft werden, ob nicht die größten Ungerechtigkeiten zumindest abgemildert werden könnten, ohne die gemeinsame Linie von Bund und Ländern zu verlassen.

Die Händler störten sich vor allem daran, dass die großen Supermarktketten und Discounter nicht nur Lebensmittel, sondern auch Kinderkleidung und Blumen im Angebot haben dürften.

Reinhart erklärte: „Dort treten sich die Kunden dann fast auf die Füße, während dem Einzel- und Fachhändler es nicht einmal erlaubt ist, Kunden nach vorheriger Anmeldung einzeln und unter Achtung des Infektionsschutzes zu beraten und zu bedienen.“

Da sollte geschaut werden, was im Zuge der Vereinbarungen möglich sei und ob andere Bundesländer da entgegenkommender seien als der Südwesten. „Es gibt zudem auch Branchen, die dringend Planungssicherheit brauchen, zum Beispiel die Gartenmärkte und Floristen. Für die ist der Frühling eigentlich die umsatzstärkste Zeit, und die wollen jetzt wissen: Kann ich Ware bestellen oder nicht?“

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++ Steinmeier ruft Bund und Länder zum Miteinander in der Corona-Krise auf

(13.14 Uhr) Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Bund und Länder anlässlich der 1000. Sitzung des Bundesrates zu mehr Miteinander in der Corona-Krise aufgerufen.

„Der Kampf gegen die Pandemie darf nicht zum Schwarzer-Peter-Spiel zwischen den staatlichen Ebenen werden“, sagte Steinmeier am Freitag vor der Länderkammer. Bundesratspräsident Reiner Haseloff (CDU) verteidigte die teils unterschiedliche Vorgehensweise der Länder der Pandemiebekämpfung.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Foto: Wolfgang Kumm/dpa
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. (Foto: Wolfgang Kumm / DPA)

Unser Feind sitzt nicht in Staatskanzleien oder Pharmakonzernen, nicht in Brüssel oder Berlin“, sagte der Bundespräsident. „Unser Feind ist das vermaledeite Virus.“ Gerade in Krisenzeiten, in denen 16 Länder mit 16 Corona-Verordnungen auf die Herausforderung der Epidemie antworteten, befinde sich der deutsche Föderalismus unter „verschärfter Beobachtung“.

So gern die Vielfalt in den Regionen gelebt werde, „so sehr erwarten die Menschen Einigkeit im Umgang mit Krisen und Katastrophen“.

Die Geduld der Menschen werde in der Corona-Krise „auf eine nie dagewesene Probe gestellt“, betonte Steinmeier. Wenn ein Drittel der Bevölkerung noch härtere Beschränkungen wolle, ein Fünftel sich aber schon jetzt überfordert fühle und der Zuspruch für die aktuelle Politik in beide Richtungen verloren gehe, „stehen politisch Verantwortliche vor einer schwierigen Aufgabe - im Bund und in den Ländern“.

++ Bund schnürt Maßnahmenpaket für Flughäfen

(12.15 Uhr) Der Bund hat nach den Worten von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Stützung von Flughäfen geschnürt. Der Bund werde die 15 wichtigsten deutschen Flughäfen mit insgesamt mehr als 600 Millionen Euro unterstützen, teilte Scheuer am Freitag in Berlin mit.

Hinzu komme eine finanzielle Unterstützung für die Flugsicherung — und zwar sowohl an Regionalflughäfen als auch für die Deutsche Flugsicherung. „Alles in allem ist uns damit ein rundum stimmiges Gesamtpaket zum Erhalt der deutschen Luftverkehrsinfrastruktur gelungen.“

Die Flughäfen seien von der Corona-Pandemie hart getroffen, so Scheuer. „Auch der Beginn der Pandemie hat gezeigt, wie sehr wir auf einen funktionierenden Luftverkehr angewiesen sind. Nur indem die Flughäfen offenblieben, konnten lebenswichtige Güter und Medikamente transportiert sowie im Ausland gestrandete Bürger heimgeflogen werden. Diese Infrastruktur zu erhalten, liegt im gesellschaftlichen Interesse.“

++ Spahn will Sanktionen gegen Vordrängler beim Impfen prüfen

(11.46 Uhr) Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Sanktionen gegen Menschen prüfen, die sich bei Impfungen gegen das neue Coronavirus unrechtmäßig vordrängeln. Es gehe darum, ob Sanktionen Sinn machen könnten, sagte Spahn am Freitag in Berlin.

Das sei im Bundestag im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zu prüfen. Das Infektionsschutzgesetz kenne bereits Sanktionen, angefangen bei Bußgeldern.

In mindestens neun Bundesländern sind bereits Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden, die noch gar nicht an der Reihe waren. Dabei kamen etwa Kommunalpolitiker, Geistliche sowie Feuerwehrleute und Polizisten zum Zuge, obwohl sie nicht der ersten Prioritätsgruppe angehören. Solche Fälle seien kein gutes Beispiel von Solidarität, sagte Spahn.

++ Vorerst keine Ausgangssperre im Landkreis Sigmaringen

(11.17 Uhr) Die Infektionslage im Kreis Sigmaringen hat sich im Laufe der Woche verbessert, zum Freitag fiel die 7-Tagesinzidenz unter 50 auf den Wert 40,5. Das teilt das Landratsamt Sigmaringen in einer Pressemitteilung mit. Derzeit gebe es im Kreis keine größeren Ausbruchsgeschehen.

Damit verzichtet die Kreisverwaltung vorerst auf eine Ausgangssperre.

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++ Karlsruher Polizei beendet Geburtstagsfeier in Stretchlimousine

(10.57 Uhr) Eine verbotene Geburtstagsparty in einer Stretchlimousine hat die Polizei in Karlsruhe auf den Plan gerufen. Wie die Beamten am Freitag mitteilten, kontrollierte eine Streife den auffälligen Wagen in der Nacht in der Innenstadt. Im Innern befanden sich acht Menschen, die gegen das Kontaktverbot verstießen.

Demnach handelte es sich um eine Geburtstagsfeier junger Leute im Alter zwischen 15 und 20 Jahren. Dazu kam der 48-jährige Fahrer der Limousine. Nur einer der Gäste gehörte zum selben Haushalt wie der Einladende. Die Polizei beendete die Feier nach eigenen Angaben „abrupt“ und leitete Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

++ Thomas Müller fliegt in eigenem Flugzeug heim - danach geht es in Quarantäne

(10.22 Uhr) Thomas Müller ist nach seinem positiven Corona-Test nicht mit der Mannschaft des FC Bayern nach München zurückgereist und wird Katar mit einem separaten Flieger verlassen.

Bayern-Star
Thomas Müller ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Foto: Mahmoud Hefnawy / DPA)

Nach seiner Rückkehr nach Bayern muss sich Müller in Quarantäne begeben. Das sehen die pandemiebedingten Einreisebestimmungen nach Deutschland vor.

Müller kann bei den Bundesligaspielen gegen Arminia Bielefeld und Eintracht Frankfurt in der kommenden Woche nicht mitwirken. Der FC Bayern erklärte, dass er sich mit den zuständigen Behörden über das weitere Vorgehen abgestimmt habe.

++ 5,7 Millionen Deutsche aufgrund ihres Alters in höchster Impfprioritätsstufe

(09.37 Uhr) In Deutschland haben zuletzt rund 5,7 Millionen Menschen gelebt, die aufgrund ihres Alters in die höchste Prioritätsstufe für eine Corona-Impfung fielen und damit aktuell bereits immunisiert werden. Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit.

Laut aktueller Impfverordnung der Bundesregierung gehören dazu alle Menschen ab 80 Jahren. Diese machten Ende 2019 einen Anteil von 6,8 Prozent an der Bevölkerung aus.

Bergretter der Bergwacht üben auf dem Feldberg
Bergretter der Bergwacht üben auf dem Feldberg. (Foto: Patrick Seeger / DPA)

In der zweithöchsten Prioritätsstufe folgen Menschen im Alter zwischen 70 und 79 Jahren. Davon lebten Ende 2019 nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Deutschland rund 7,6 Millionen, was rund 9,1 Prozent der Bevölkerung entsprach. In der dritten Stufe folgen 60- bis 69-Jährige, von denen es rund 10,5 Millionen gab. Das entsprach einem Bevölkerungsanteil von 12,6 Prozent.

59,4 Millionen Einwohner oder rund 71,5 Prozent der Bevölkerung waren Ende 2019 jünger als 60 Jahre und fielen damit nicht in eine der altersbedingten Priorisierungsstufen für eine Impfung gegen Corona. Allerdings gibt es weitere Kriterien, die bei der Priorisierung relevant sind - etwa den Beruf oder Vorerkrankungen.

++ Pandemie sorgt bei Bergwacht für schwierigere Einsätze

(08.46 Uhr) Die Bergwacht Schwarzwald ist während der Corona-Pandemie vermehrt zu schwierigen Rettungseinsätzen ausgerückt. „Einsätze an abgelegenen Orten haben im Jahr 2020 deutlich zugenommen“, sagte Lutz Scherer, Landesgeschäftsführer der Bergwacht Schwarzwald, der dpa.

Besonders in den Wintermonaten seien viele Menschen im Gelände unterwegs gewesen - abseits der wegen Corona stillstehenden Lifte und der geschlossenen touristischen Ziele. „Das sorgte teils für sehr weite Zugangswege zu den Notfallorten.“ Manchmal habe tiefer Schnee die Rettung erschwert, zudem sei es nicht immer leicht gewesen, die in Not geratenen Menschen zu orten.

Die ehrenamtlichen Retter seien vermehrt zu Menschen gerufen worden, die sich im Gelände verirrt hätten oder die bei Einbruch der Nacht erschöpft gewesen seien, sagte Scherer. Vor Corona sei der Feldberg eines der Haupteinsatzgebiete gewesen - mit einem Schwerpunkt auf den typischen Schneesportverletzungen.

Im Winter 2020/2021 habe es nun mehr Menschen in die Umgebung gespurter Loipen gezogen, etwa am Notschrei und am Thurner. Dort seien mehr Menschen gerettet worden als am Feldberg.

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++ Zahlreiche Verstöße gegen Impfreihenfolge in Deutschland

(06.35 Uhr) In mindestens neun Bundesländern sind bereits Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden, die noch gar nicht an der Reihe waren. Das ergab eine Recherche der Deutschen Presse-Agentur.

Dabei kamen etwa Kommunalpolitiker, Geistliche sowie Feuerwehrleute und Polizisten zum Zuge, obwohl sie nicht der ersten Prioritätsgruppe angehören.

Die Reihenfolge der Impfungen ist in der Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums klar geregelt: Zunächst sollen in Deutschland Menschen über 80 geimpft werden, außerdem Frauen und Männer, die durch ihre Arbeit in Krankenhäusern, Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen oder Impfzentren ein besonders hohes Ansteckungsrisiko haben. Sie gehören der Gruppe der höchsten Priorität an. Polizisten räumt die Verordnung lediglich eine hohe Priorität ein, Landräte sind nicht gesondert aufgeführt.

Die Begründung für die vorgezogenen Impfungen in den meisten Fällen: Am Ende des Tages seien Impfdosen übrig geblieben, die man nicht habe verschwenden wollen. Der Impfstoff muss vor dem Impfen zunächst aufbereitet und verdünnt werden und ist dann nur wenige Stunden haltbar. Sagen Menschen ihren Impftermin ab, können daher am Ende des Tages Impfdosen übrig bleiben. Wie damit umgegangen werden soll, ist nicht geregelt.

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++ 9860 Corona-Neuinfektionen und 556 neue Todesfälle gemeldet

(05.58 Uhr) Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9860 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 556 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI hervorgeht.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Am Freitag vergangener Woche hatte das RKI 12.908 Neuinfektionen und 855 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 62,2. Vor vier Wochen, am 13. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 155 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

Das waren die letzten Meldungen vom Donnerstag

++ Kretschmann lädt zu Spitzengespräch über Teststrategie ein 

(20.41 Uhr) „Testen, testen, testen“, heißt das Mantra von Kultusministerin und CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann, um weitere Lockerungen des Corona-Lockdowns möglich zu machen. Bisher ist sie mit der Forderung nach massenhaften anlasslosen Tests in der grün-schwarzen Koalition nicht recht durchgedrungen. Doch jetzt hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) für kommende Woche ein Spitzengespräch zur Teststrategie des Landes einberufen. „Wir streben an, die Testmöglichkeiten weiter auszuweiten“, sagte der Regierungschef am Donnerstag im Landtag. Er werde deshalb die zuständigen Ministerien und die kommunalen Landesverbände einladen.

Bisher hatte es auf grüner Seite geheißen, eine massive Ausweitung der anlasslosen Tests etwa für Polizisten, Busfahrer und Supermarktkassiererinnen — wie von Eisenmann verlangt — würde großen Aufwand bedeuten und viel Geld kosten. Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) wiederholte immer wieder: „Wir können das Virus nicht wegtesten.“ Zuletzt hatten sich die beiden Minister aber darauf verständigt, Tests an Kitas und Grundschulen auszuweiten.

Eisenmanns Sprecher hatte am Donnerstag erklärt: „Um mittelfristig auch weitere mögliche Öffnungsschritte ermöglichen zu können, müssen wir die Teststrategie mit anlasslosen Schnelltests deutlich erweitern.“ Er fügte hinzu: Mit kommunalen Schnelltestzentren könne man neben den Beschäftigten für Bildungs- und Betreuungseinrichtungen auch anderen Berufs- und Bevölkerungsgruppen ein breites, niederschwellig zugängliches Testangebot machen.

++ So will das Landratsamt Alb-Donau-Kreis beim Thema Ausgangsbeschränkungen weitermachen

(20.35 Uhr) Mutationen des Coronavirus, neue Regelungen zu den Ausgangsbeschränkungen und Impfungen. Das, was das Landratsamt derzeit umtreibt, ist nicht gerade wenig und bringt eine Menge Verantwortung mit sich. Denn auch wenn die Infektionszahlen aktuell immer weiter sinken, so steht die Pandemie derzeit doch an einem kritischen Punkt. Entsprechend fielen deshalb auch die Entscheidungen der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch zu den Maßnahmen aus. Doch was bedeuten diese für den Alb-Donau-Kreis, wie geht es nach dem Gerichtsurteil zu den Ausgangsbeschränkungen in Baden-Württemberg hier weiter und hat das Gesundheitsamt die Nachverfolgung der Mutationsgeschehnisse unter Kontrolle? Markus Möller, Erster Landesbeamter und stellvertretender Landrat, gibt einen Einblick in die Arbeit und die Entscheidungen des Landratsamtes. Den vollständigen Artikel dazu lesen Sie hier.

++ Nächtliche Ausgangssperre gilt im Kreis Ravensburg ab Freitag wieder

(20.21 Uhr) Weil in der Corona-Pandemie die Sieben-Tages-Inzidenz im Kreis Ravensburg immer noch über 50 liegt, gilt ab Freitag, 0 Uhr, wieder eine Ausgangssperre. Das teilte die Sprecherin des Landratsamtes, Selina Nußbaumer, am Donnerstagabend mit. Die entsprechende Verfügung wurde zu diesem Zeitpunkt noch „mit heißer Nadel gestrickt“, wie es hieß. Sie soll zunächst bis Aschermittwoch, 24 Uhr, gelten. Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

+++ Hier geht es zum gesamten Newsblog von Donnerstag +++

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