Corona-Newsblog 13.1.: Inzidenz in Baden-Württemberg verdoppelt sich innerhalb einer Woche

Digital-Redakteur
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Agence France-Presse
Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Inzidenz in Baden-Württemberg verdoppelt sich innerhalb einer Woche (21.10 Uhr)
  • Corona-Inzidenzwert liegt im Kreis Ravensburg über 500 (19.10 Uhr)
  • Weitere Fälle im Südwesten: Polizei wollte Daten der Luca-App haben (16.46 Uhr)
  • Impfkampagne läuft: 780 000 Corona-Impfungen am Mittwoch (10.52 Uhr)

++ Omikron-Variante legt in Deutschland weiter rasch zu

(21.19 Uhr) Die Omikron-Variante des Coronavirus hat sich in Deutschland weiter rasant ausgebreitet. In der ersten Kalenderwoche 2022 wurden laut Meldedaten aus den Bundesländern 73 Prozent der auf Varianten untersuchten Corona-Nachweise Omikron zugeordnet. Das geht aus dem Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagabend hervor.

Damit sei laut dieser Datenquelle Omikron die vorherrschende Corona-Variante in Deutschland, schreibt das RKI. Als Vergleichswert für die Woche zuvor wird ein Anteil von 51 Prozent angegeben. Berücksichtigt werden bei diesen Daten sowohl Nachweise per Erbgutanalyse als auch Verdachtsfälle durch sogenannte variantenspezifische PCR-Tests.

Aussagekräftiger, aber weniger aktuell als die Meldedaten, sind Erkenntnisse aus einer weiteren Quelle, einer Stichprobe: Hier fließen ausschließlich Ergebnisse vollständiger Erbgutanalysen von zufällig ausgewählten Proben ein. Der Omikron-Anteil in der letzten Woche 2021 lag demnach laut RKI-Bericht bei rund 40 Prozent. Dies entspricht etwa einer Verdopplung im Vergleich zur Woche zuvor.

Die Delta-Variante, auf deren Konto die vierte Welle ging, verliert unterdessen weiter an Boden. Das RKI verwies jedoch auf große regionale Unterschiede beim Omikron-Stand: Der Anteil liege zwischen 11 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und 96 Prozent in Bremen. Generell werde in den nächsten Wochen mit einer starken Zunahme von Infektionen „mit der auch bei Geimpften und Genesenen leichter übertragbaren Omikronvariante gerechnet“, hieß es.

++ Inzidenz in Baden-Württemberg verdoppelt sich innerhalb einer Woche

(21.10 Uhr) Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist zuletzt extrem gestiegen und liegt nun bei 478,6. Die Zahl der neu registrierten Corona-Infektionen binnen einer Woche auf 100.000 Einwohner erhöhte sich im Vergleich zum Vortag um 131,1, teilte das Landesgesundheitsamt am Donnerstag (Stand: 16.00 Uhr) mit.

Die Behörde erläuterte allerdings, der sprunghafte Anstieg sei auch dadurch zu erklären, dass wegen einer technischen Störung am Mittwoch die Meldedaten teilweise nicht in der Datenbank ankamen. Der Zuwachs komme auch durch die nachgemeldeten Daten zustande. Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 256,3.

Der Anstieg bei Ansteckungen spiegelt sich jedoch nicht auf den Intensivstationen der Krankenhäuser wider. Die Zahl der Menschen, die dort wegen des Coronavirus behandelt werden, sank weiter auf 378, das sind 9 Patienten weniger als am Vortag. Vor einem Monat hatten noch 653 Menschen auf den Intensivstationen gelegen, weil sie sich mit dem Virus infiziert hatten.

Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg seit Beginn der Pandemie laut Statistik im Vergleich zum Vortag um 19.024 auf nun 1.103.445. Es wurden 64 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. Die Gesamtzahl beträgt nun 13.385.

Die Hospitalisierungsinzidenz stieg um 0,9 auf 3,1. Sie gibt an, wie viele Corona-Infizierte innerhalb einer Woche und pro 100.000 Einwohner in eine Klinik gebracht werden.

Bisher wurden 24.026 Fälle der hoch ansteckenden Omikron-Variante (B.1.1.529) aus Baden-Württemberg an das Amt übermittelt - das waren 6079 mehr als am Vortag. Bei den vom LGA täglich ausgewiesenen Omikron-Fällen handelt es sich sowohl um Verdachtsfälle als auch um Fälle, die per Vollgenom-Analyse bestätigt wurden. Zum Anteil der aktuellen Verdachtsfälle machten die Behörden keine Angaben.

++ Corona-Inzidenzwert liegt im Kreis Ravensburg über 500

(19.10 Uhr) Nach den technischen Störungen bei der Erfassung der registrierten Corona-Neuinfektionen im Kreis Ravensburg am Mittwoch, die zu sinkenden Inzidenzwerten geführt hatten, ist es wenig überraschend, dass die Werte am Donnerstag erneut anstiegen. Weil Fehler korrigiert wurden.

Nach Angaben des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag bei 548,8. Das ist Rekord für den Landkreis Ravensburg; zudem liegen nur in sehr wenigen anderen Kreisen im Land die Zahlen höher.

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++ Weitere Fälle im Südwesten: Polizei wollte Daten der Luca-App haben

(16.46 Uhr) In Baden-Württemberg häufen sich die Fälle, in denen die Polizei an Daten aus der Luca-App herankommen wollte. Nach der Anfrage in Heilbronn wurden nun auch zwei weitere in Heidelberg und im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald bestätigt. Zuvor hatte der SWR über die Anfragen berichtet. Sie wurden jedoch in allen Fällen aus rechtlichen Gründen abgelehnt.

Die Polizei in Heidelberg habe beim Gesundheitsamt nachgefragt, ob sie auf Daten der Luca-App zugreifen könne, bestätigte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mannheim der dpa, ohne weitere Details zu nennen. Das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald erklärte, in seinem Bereich habe es ebenfalls eine Nachfrage der Sicherheitsbehörden gegeben. Worum es genau ging, wollte ein Sprecher nicht sagen. Die Polizei in Freiburg erklärte, man sei dabei, der Sache nachzugehen.

Zuvor war bekannt geworden, dass sich die Polizei in Heilbronn im Dezember auf der Suche nach einem Dieb beim Gesundheitsamt erkundigt hatte, ob sie die Kontaktdaten der Luca-App nutzen kann. Die App soll Restaurantbesitzern und Event-Veranstaltern helfen, die gesetzlich vorgeschriebene Erfassung der Kontakte der Besucher ohne Zettelwirtschaft zu erledigen. Die Anwendung ist seit Monaten Gegenstand einer öffentlichen Kontroverse.

Zuletzt entzündete sich die Kritik an einem Vorfall in Mainz. Dort hatte die Polizei gemeinsam mit dem Gesundheitsamt bei der Suche nach Zeugen eines tödlichen Sturzes in einer Gaststätte auf Daten aus der Luca-App zurückgegriffen. Danach hatten einzelne Politiker öffentlich dazu aufgerufen, die Luca-App von den mobilen Telefonen zu löschen, und die Bundesländer aufgefordert, auslaufende Verträge mit dem Anbieter nicht zu verlängern.

++ Towerstars-Trainer muss in Quarantäne

(16.27 Uhr) Ungewohntes Bild am Donnerstag im Training in der Ravensburger CHG-Arena: Nicht etwa Peter Russell und Marc Vorderbrüggen leiteten die Einheit der Towerstars, sondern der Geschäftsführer Sport Daniel Heinrizi. Denn sowohl Russell als auch Vorderbrüggen isolierten sich nach positiven Corona-Tests von der Mannschaft.

Da alle Ravensburger Profis aber negativ getestet wurden, steht dem Spiel in der Deutschen Eishockey-Liga 2 bei den Selber Wölfen am Freitag (20 Uhr/SpradeTV) und dem Heimspiel am Sonntag (18.30 Uhr) gegen den EV Landshut dennoch nichts im Weg. Was die Saisonplanung in der DEL2 angeht, ist Heinrizi dennoch skeptisch.

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++ Baden-Württemberg dringt auf FFP2-Masken auch in Bussen und Bahnen 

(13.25 Uhr) Baden-Württemberg macht Druck auf den Bund, damit künftig auch in Bussen und Bahnen eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken kommt. In einem Brief an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) dringen Sozialminister Manne Lucha und sein Verkehrskollege Winfried Hermann (beide Grüne) darauf, diese Verschärfung endlich in die Tat umzusetzen.

Angesichts der rasant steigenden Inzidenzen durch die Omikron-Variante sei es „ein unbedingtes Gebot der Stunde, schnell, klar und einheitlich eine ausschließliche FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr bundesgesetzlich zu regeln“, schreiben die beiden Grünen-Politiker in dem Brief vom Donnerstag, der der dpa in Stuttgart vorliegt. Zuvor hatte der SWR über das Schreiben berichtet.

Sollte der Bund nicht in Kürze handeln, sieht sich das Land Baden-Württemberg verpflichtet, die FFP2-Maskenpflicht einzuführen, selbst wenn bisher nicht eindeutig geklärt ist, ob dies rechtssicher möglich ist.

Die Landesminister verweisen darauf, dass einige Länder wie etwa Bayern und Sachsen schon eine FFP2-Maskenpflicht in Bussen und Bahnen auf eigene Verantwortung umgesetzt hätten, obwohl der Bund rechtlich zuständig sei. Wörtlich schreiben die beiden Grünen: „Sollte der Bund nicht in Kürze handeln, sieht sich das Land Baden-Württemberg verpflichtet, die FFP2-Maskenpflicht einzuführen, selbst wenn bisher nicht eindeutig geklärt ist, ob dies rechtssicher möglich ist, um den Ansprüchen an den Schutz der Bevölkerung gerecht zu werden.“

Im Südwesten gilt seit Mittwoch FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen, also in Geschäften, der Gastronomie, Museen und Bibliotheken. In Bussen und Bahnen reicht bisher noch eine OP-Maske.

++ FDP-Fraktion in Baden-Württemberg gegen Impfpflicht 

(12.40 Uhr) Die baden-württembergische FDP-Fraktion hat sich nun klar gegen die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht ausgesprochen. Die Abgeordneten fassten auf ihrer Fraktionsklausur einstimmig einen entsprechenden Beschluss, wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag erfuhr. Zuletzt war noch von erheblichen Bedenken die Rede.

Über eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona soll der Bundestag voraussichtlich in freier Abstimmung ohne Fraktionsdisziplin entscheiden. Vor allem in der FDP im Bundestag regt sich immer mehr Widerstand.

++ Lesen Sie hier einen Kommentar zur Impfpflicht von unserm Redakteur André Bochow ++

++ Impfkampagne läuft: 780 000 Corona-Impfungen am Mittwoch 

(10.52 Uhr) Die Impfungen gegen das Coronavirus kommen in Deutschland etwas schneller voran. Am Mittwoch wurden 780 000 Impfdosen verabreicht, rund 66 000 mehr als tags zuvor. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin am Donnerstag über sein Dashboard mit. Im Schnitt der vergangenen 7 Tage habe es täglich 593 000 Impfungen gegeben, also rechnerisch 7 Personen pro Sekunde.

Damit sind dem RKI zufolge mindestens 60,1 Millionen Menschen oder 72,3 Prozent der Gesamtbevölkerung zweifach geimpft oder haben die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten. Die Bundesregierung strebt 80 Prozent bis Ende Januar an. 37,5 Millionen oder 45,1 Prozent haben bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten. Diese ist wichtig für einen wirksamen Schutz vor der ansteckenderen Virusvariante Omikron.

Den höchsten Anteil von Auffrischungsimpfungen haben (Stand Donnerstag 10.30 Uhr) das Saarland mit 54,1 Prozent sowie Niedersachsen, Bremen und Schleswig-Holstein mit 49,2 bis 49,6 Prozent. Den niedrigsten Booster-Anteil haben Sachsen mit 35,7 Prozent und Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen mit 38,4 bis 39,6 Prozent.

Nicht geimpft sind noch 20,9 Millionen Menschen oder gut ein Viertel der Bevölkerung. Dazu gehören auch 4,0 Millionen Kleinkinder bis 4 Jahre, für die noch kein Impfstoff zugelassen ist.

Auf dem RKI-Dashboard wird darauf hingewiesen, dass die Impfquoten als Mindestimpfquoten zu verstehen sind, „da eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem nicht erreicht werden kann“. Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote um bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt.

++ Razzia wegen Ausstellung von Corona-Impfnachweisen ohne Impfung in Schwaben

(09.39 Uhr) Im Fall eines Arztes aus Schwaben, der Corona-Impfnachweise auch ohne Impfung erstellte, ist die Polizei am Donnerstag mit einer Razzia gegen dessen Patienten vorgegangen.

Es laufe eine groß angelegte Durchsuchungsaktion im bayerischen und süddeutschen Raum bei etwa hundert Menschen, teilte das Polizeipräsidium Schwaben-Nord in Augsburg mit. Für diese lägen Beschlüsse des Amtsgerichts Augsburg zur Wohnungsdurchsuchung und auch zur Blutentnahme vor.

Hintergrund sind Ermittlungen gegen einen Arzt, der zuletzt in Wemding praktizierte. Dieser soll einerseits Patienten, die sich gegen das Coronavirus impfen lassen wollten, die entsprechende Impfung nur vorgetäuscht haben. Andererseits soll er Menschen, die einen Impfnachweis ohne Impfung wollten, diesen ausgestellt haben.

Neben den laufenden Ermittlungen gegen den Arzt werde gegen diese Patienten wegen Beihilfe oder Anstiftung zum Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse und deren Verwendung ermittelt, erklärte die Polizei. Außerdem gebe es den Verdacht von Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz.

++ Mehr zur Razzia und den Hintergründen, lesen Sie hier ++

++ Grünen-Gesundheitsexperte Dahmen für Priorisierung von PCR-Tests

(09.03 Uhr) Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen hat sich angesichts überlasteter medizinischer Labore für eine Priorisierung von PCR-Coronatests ausgesprochen.

„Wir sehen sehr deutlich, dass die wöchentliche Kapazität von 2,4 Millionen PCR-Tests, die wir in etwa in Deutschland haben, nun unter Vollast überall gebraucht wird“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher am Donnerstag im rbb-Inforadio. Es müsse darauf geachtet werden, Schwerstkranke und das Personal der kritischen Infrastruktur zu bevorzugen.

Im Einzelfall könne das, etwa beim Freitesten, zu Verzögerungen führen. Die Situation werde sich erst verbessern, wenn die in die Höhe schnellenden Corona-Fallzahlen unter Kontrolle gebracht würden, prognostizierte Dahmen. Derzeit breite sich die Omikron-Variante des Coronavirus so schnell aus, dass die Testkapazitäten nicht schnell genug ausgebaut werden könnten.

Die Medizinlabore in Deutschland forderten ebenfalls eine Priorisierung der PCR-Tests und warnten vor Engpässen. „Die hohen Infektionszahlen gehen mit vielen Tests einher“, sagte der Vorsitzende der Akkreditierten Labore in der Medizin, Michael Müller, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ vom Donnerstag. 

Weil derzeit kaum priorisiert wird bei PCR-Tests, stoßen die Labore in Deutschland zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen.

Die Möglichkeit, sich bald aus der Quarantäne freitesten zu lassen, werde unweigerlich zu einem Mehraufwand der Labore führen. Diesem „Ansturm“ müssten die Labore nun weitgehend unvorbereitet begegnen, kritisierte Müller.

++ Zahl der Covid 19-Intensivpatienten in den Kliniken sinkt weiter 

(07.18 Uhr) Erstmals seit fast zwei Monaten werden in Baden-Württemberg wieder weniger als 400 Menschen auf den Intensivstationen wegen des Coronavirus behandelt. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes (LGA) lag die Zahl der Covid 19-Patienten dort am Mittwoch bei 386, das waren 16 weniger als am Vortag. Vor einem Monat hatten noch 653 Menschen auf den Intensivstationen gelegen, weil sie sich mit dem Virus infiziert hatten.

Auch die Sieben-Tage-Inzidenz — also die Zahl der neu registrierten Infektionen binnen einer Woche auf 100 000 Einwohner — ging nach mehreren teils deutlichen Steigerungen zurück. Der Wert lag laut LGA am Mittwoch bei 347,5 — nach 357,1 am Vortag.

Das Amt wies allerdings darauf hin, dass wegen eines technischen Fehlers weniger Meldedaten aus den Gesundheitsämtern in die Datenbank importiert worden seien als am Dienstag. Der Bericht der Behörde beruhe auf dem Datenstand von 13 Uhr. An den Vortagen war es 16 Uhr.

Nach dem Tagesbericht stieg die Zahl der bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie im Vortagesvergleich um 6419 auf nun 1 084 421. Es wurden 12 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. Die Gesamtzahl beträgt nun 13 321.

Die Hospitalisierungsinzidenz ging zurück um 0,5 auf 2,2. Sie gibt an, wie viele Corona-Infizierte innerhalb einer Woche und pro 100 000 Einwohner in eine Klinik gebracht werden.

Bisher wurden 17 947 Fälle der hoch ansteckenden Omikron-Variante (B.1.1.529) aus Baden-Württemberg an das Amt übermittelt — das waren 1572 mehr als am Vortag. Bei den vom LGA täglich ausgewiesenen Omikron-Fällen handelt es sich sowohl um Verdachtsfälle als auch um Fälle, die per Vollgenom-Analyse bestätigt wurden. Zum Anteil der aktuellen Verdachtsfälle machten die Behörden keine Angaben.

++ Coronatest-Labore kommen beim Personal an Grenzen 

(07.15 Uhr) Aufgrund steigender Omikron-Infektionszahlen droht in den Coronatest-Laboren im Südwesten das Personal knapp zu werden. „Derzeit kann der Bedarf gedeckt werden, doch Erkrankungen und Quarantäne von Labor-Mitarbeitern sowie die angespannte Arbeitsmarktsituation im Laborbereich könnten in den kommenden Wochen die Lage verschärfen“, sagte Martin Holfelder, ärztlicher Leiter des Heidelberger Labors der bundesweit tätigen Limbach Gruppe.

Derzeit schickten die wieder geöffneten Schulen, aber auch Krankenhäuser, Arztpraxen und Testzentren wegen der sehr ansteckenden Omikron-Varianten mehr PCR-Tests. Täglich würden 5000 bis 6000 davon in dem Heidelberger Labor analysiert, sagte Holfelder der Deutschen Presse-Agentur.

Werde diese Zahl aber überschritten, stoße man an personelle — weniger an technische — Grenzen. Gesucht sind neben Medizinisch-Technischen-Laborassistenten (MTLA) Biologen, Mikrobiologen und Mediziner. Die Lücken können nicht schnell geschlossen werden: MTLA müssen eine dreijährige Ausbildung durchlaufen.

Der Anteil der Omikron-Variante bei allen positiven Tests liegt laut dem Facharzt für Laboratoriumsmedizin derzeit bei 70 Prozent.

„Wenn die Entwicklung so weiter geht, werden es in ein, zwei Wochen über 90, ja nahezu 100 Prozent.“ Das sei kein Grund für Entwarnung, auch wenn die Verläufe in der Regel weniger schwer seien als bei der Delta-Variante. Aber die schiere Menge der an dem sehr ansteckenden Virus Erkrankten führe doch zu einer erheblichen Zahl von Fällen für die Normal- und Intensivstationen.

Hinzu kämen die vermehrten Ausfälle von Mitarbeitern in Krankenhäusern und Labors durch Infektionen und Quarantäne. Im Heidelberger Labor der Gruppe arbeiten rund 500 Menschen, die mit der Analyse von verschiedenen Laborparametern bei akuten und chronischen Erkrankungen beschäftigt sind.

Hierzu zählen Tumormarker, Gerinnungsuntersuchungen sowie Untersuchungen auf Hepatitis. Mit der Coronatest-Analytik sind 10 bis 15 Prozent der Mitarbeiter beschäftigt. Weitere Laborstandorte der Gruppe im Südwesten sind Karlsruhe, Ludwigsburg, Freiburg und Ravensburg

++ Lauterbach sieht Impfziel bis Ende Januar in Gefahr

(06.15 Uhr) Das Corona-Impfziel der Bundesregierung bis Ende Januar ist nach Einschätzung von Gesundheitsminister Karl Lauterbach stark in Gefahr. Der SPD-Politiker sagte dem Nachrichtenportal „The Pioneer“ (Donnerstag): „Es wird sehr schwer sein, das ist klar.“

Bis Ende Januar sollen nach den Plänen der Ampel-Koalition 80 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens einmal geimpft sein. Bis Mittwochmorgen erhielten 74,8 Prozent – oder 62,2 Millionen Menschen – mindestens eine Impfdosis.

Lauterbach sagte, über die Feiertage habe es einen Rückgang bei den Impfungen gegeben. „Daher muss man das wieder anschieben. Aber darüber lohnt es nicht zu lamentieren“, sagte der Minister. „Wir müssen mit Hochdruck arbeiten.“

Am Dienstag wurden in Deutschland mehr als 710 000 Impfstoffdosen verabreicht, darunter 48 500 Erstimpfungen. Am Montag gab es mehr als 520 000 Impfungen, darunter 34 700 Erstimpfungen.

++ Erneut Höchststand der Corona-Neuinfektionen - 81 417 Fälle

(06.00 Uhr) Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen hat erneut einen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben von Donnerstagmorgen 81 417 Fälle in 24 Stunden. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben.

Am Mittwoch hatte die Zahl erstmals die Schwelle von 80 000 überschritten. Vor genau einer Woche waren es 64 340 erfasste Neuinfektionen, wobei es im Zuge der Feiertage Lücken bei Tests und Meldungen gegeben hatte.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 427,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 407,5 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 285,9 (Vormonat: 389,2).

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 316 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 443 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7 743 228 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch 3,13 (Dienstag mit 3,34) an. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Donnerstagmorgen mit 6 878 100 an.

Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 115 051.

Das waren die letzten Meldungen am Mittwoch

++ Technisches Problem lässt Corona-Inzidenz im Kreis Ravensburg sinken

(20.47 Uhr) Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen im Kreis Ravensburg dürfte am Mittwoch deutlich über 175 gelegen haben. Diese Zahl hat das Landesgesundheitsamt am Mittwochabend zwar mitgeteilt, allerdings mit dem Hinweis versehen, dass ab 13 Uhr aufgrund einer technischen Störung keine Meldungen der regionalen Gesundheitsämter mehr berücksichtigt werden konnten.

Somit dürfte also nur etwa ein halber Tag abgebildet sein. Am Vortag waren mit 427 positiven Tests im Kreis Ravensburg so viele Neuinfektionen an einem Tag gemeldet worden wie noch nie seit Beginn der Pandemie.

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++ Corona-Regeln für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen werden aktualisiert

(17.44 Uhr) Das baden-württembergische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration passt die „Corona-Verordnung Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen“ an die aktuelle Infektionslage an. Die Änderungen sind am Mittwoch notverkündet worden und treten größtenteils am kommenden Montag, 17. Januar, in Kraft, um den Einrichtungen die Umstellung zu erleichtern.

Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen müssen sich arbeitstäglich testen (Ausnahme: geimpfte und genesene Personen für die Dauer von drei Monaten sowie Personen mit Auffrischungsimpfung).

Nicht-immunisierte Besucherinnen und Besucher von Pflegeeinrichtungen müssen einen Antigentest, der maximal 6 Stunden alt ist, oder einen PCR-Test, der maximal 24 Stunden alt ist, vorlegen. Dieser Besucher-Testpflicht unterliegen auch nicht-immunisierte Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres. Kinder bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres sind von der Testpflicht ausgenommen.

Pflegeeinrichtungen dürfen von nicht-immunisierten Besucherinnen und Besuchern auch eine Testung vor Ort in der Einrichtung verlangen, wenn die Einrichtung die Testung während der Besuchszeiten anbietet.

++ Gericht lehnt Eilantrag von Schuhgeschäft gegen 2G-Regel ab

(17.08 Uhr) Ein Schuhgeschäft ist mit einem Eilantrag gegen die 2G-Regel vor dem Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg gescheitert. Die Forderung, nicht nur Genesenen und Geimpften als Kunden Zutritt zu gewähren, sei abgelehnt worden, weil die Infektionszahlen derzeit stark anstiegen, teilten die Mannheimer Richter am Mittwoch mit. Im Nachbarland Bayern ist die Regelung hingegen anders. Der dortige VGH hatte für das Nachbarland entschieden, dass für Bekleidungs-, Bücher und Blumenläden die 2G-Regel nicht gilt.

In dem aktuellen Fall in Baden-Württemberg verwiesen die Richter in Mannheim nun auf Empfehlungen des Robert Koch-Instituts, für den Zugang zu Ladengeschäften die 2G-Regelung, für den Zugang zu Geschäften des täglichen Bedarfs die 3G-Regelung anzuwenden. 3G bedeutet Zutritt für Genesene, Geimpfte und negativ Getestete. Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) begrüßte die Entscheidung der Richter. Er verwies auf die Omikron-Variante. In den nächsten Wochen werde mit einem starken Anstieg der Infektionszahlen gerechnet und infolge komme es zu einer damit einhergehenden weiteren Belastung des Gesundheitssystems.

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