Newsblog: Corona-Inzidenz im Südwesten steigt weiter an

Digital-Redakteur
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Agence France-Presse
Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Corona-Inzidenz im Südwesten steigt weiter an (20.42 Uhr)
  • Kreis Ravensburg ist wieder Corona-Hotspot (18.15 Uhr)
  • Apotheker rechnen mit Impfstart in spätetestens zwei Wochen (16.09 Uhr)

++ Corona-Inzidenz im Südwesten steigt weiter an

(20.42 Uhr) Im Südwesten ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen erneut nach oben gegangen. Wie das Landesgesundheitsamt (LGA) am Dienstag in Stuttgart mitteilte, betrug der Wert (Stand 16.00 Uhr) pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche nun 357,1. Am Vortag hatte er bei 324,0 gelegen, vor einer Woche betrug er nach früheren Angaben des Amts 251,7.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte bereits zuvor gewarnt, dass die Inzidenz weiter steige. Im Land gibt es eine neue Corona-Verordnung, die von diesem Mittwoch an gilt. Demnach müssen Erwachsene beispielsweise beim Einkaufen eine FFP2-Maske tragen.

Bisher wurden 16 375 Fälle der hoch ansteckenden Omikron-Variante (B.1.1.529) aus Baden-Württemberg an das Amt übermittelt - das waren 2611 mehr als am Vortag. Bei den vom LGA täglich ausgewiesenen Omikron-Fällen handelt es sich sowohl um Verdachtsfälle als auch um Fälle, die per Vollgenom-Analyse bestätigt wurden. Zum Anteil der aktuellen Verdachtsfälle machten die Behörden keine Angaben.

Die Zahl der bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie stieg laut LGA im Vortagesvergleich um 11.820 auf nun 1.078.002. Es wurden 48 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. Die Gesamtzahl beträgt nun 13.309.

Die Zahl der Covid-Patientinnen und -Patienten auf baden-württembergischen Intensivstationen lag bei 402. Das waren im Vortagesvergleich 24 Menschen weniger. Die Hospitalisierungsinzidenz verharrte mit stabil 2,7 weiter deutlich unter dem für die Alarmstufe II relevanten Wert von 6,0. Sie gibt an, wie viele Corona-Infizierte innerhalb einer Woche und pro 100.000 Einwohner in eine Klinik gebracht werden. Im Südwesten bleibt die Alarmstufe II in Kraft - auch wenn die Zahl der mit Covid-Patienten belegten Intensivbetten und die Krankenhauseinweisungen unter den Grenzwerten bleiben.

++ Kreis Ravensburg ist wieder Corona-Hotspot

(18.15 Uhr) Der Landkreis Ravensburg ist wieder ein Corona-Hotspot im Land. 427 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages meldete das Landesgesundheitsamt am Dienstag – so viele wie noch nie im Laufe der Pandemie.

Der bisherige „Rekord“ lag bisher bei 385 Fällen am 1. Dezember 2021. Entsprechend schnellte auch die Sieben-Tage-Inzidenz nach oben: Von 385,8 am Montag auf 453 am Dienstag. Der Inzidenzwert gibt an, wie viele Ansteckungen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche festgestellt wurden.

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++ Polizei rechnet mit „Spaziergang“ in Ravensburg

(16.52 Uhr) Das Polizeipräsidium in Ravensburg geht davon aus, dass es am heutigen Dienstag zu einem sogenannten „Spaziergang“ von Gegnern der Corona-Maßnahmen kommen wird. Man sei vor allem dort präsent, aber auch wachsam, was andere Städte angeht, heißt es. Für den Bodenseekreis und den Kreis Sigmaringen geht das Polizeipräsidium derzeit nicht davon aus, dass größere Veranstaltungen stattfinden werden.

++ Apotheker rechnen mit Impfstart in spätestens zwei Wochen

(16.09 Uhr) Die Apotheken rechnen damit, spätestens in zwei Wochen mit Corona-Impfungen beginnen zu können.

Die erforderliche Änderung der Impfverordnung ist am Montag im Bundesanzeiger veröffentlicht worden und damit heute in Kraft getreten. „Bis zum Impfstart in den Apotheken werden noch etwa ein bis zwei Wochen vergehen. Die Apotheken müssen jetzt erst einmal Impfstoffe bestellen“, sagte das Vorstandsmitglied des Deutschen Apothekerverbands, Thomas Preis, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“.

Das Impf-Interesse der Apotheken sei „sehr groß“, berichtete Preis aus seiner eigenen Region Nordrhein. „Im Rheinland sind bereits 1000 Apotheker in 500 Apotheken bereit, die Impfungen durchzuführen. Sie sind schon im Rahmen der Grippeimpfungen geschult worden. Wir rechnen damit, dass bis zum Februar noch weitere 1000 Apotheker geschult werden.“

Die Verordnung verlangt den Nachweis einer Impf-Schulung und legt fest, dass die Apotheker für die Impfungen genau so wie Ärzte entlohnt werden.

++ Smudo verteidigt die Luca-App

(14.32 Uhr) Der Rapper Smudo hat die Luca-App zur Eindämmung der Corona-Pandemie gegen Vorwürfe von Netzpolitikern der Grünen und der FDP verteidigt.

Für deren Aufruf, die App zu deinstallieren, habe er kein Verständnis, sagte der Künstler am Dienstag der „Bild“. „Ich halte es für verantwortungslos, dass ein Aufruf von ein bis zwei mir bisher nicht bekannter Politiker dazu führen könnte, dass mitten in der pandemischen Lage Menschen die Luca-App löschen.“

Smudo hat die App mitentwickelt, um seiner Band und anderen Künstlern in der Corona-Pandemie wieder Auftritte zu ermöglichen. Der Sänger ist an der Betreibergesellschaft der Luca-App wirtschaftlich beteiligt.

Die Luca-App soll Restaurantbesitzern und Event-Veranstaltern helfen, die gesetzlich vorgeschriebene Erfassung der Kontakte der Besucher ohne Zettelwirtschaft zu erledigen. Die Anwendung steht seit Monaten in der öffentlichen Kritik. Zuletzt entzündete sich die Kritik an einem Vorfall in Mainz.

Dort hatte die Polizei gemeinsam mit dem Gesundheitsamt bei der Suche nach Zeugen eines tödlichen Sturzes in einer Gaststätte auf Daten aus der Luca-App zurückgegriffen. Danach hatten einzelne Politiker öffentlich dazu aufgerufen, die Luca-App von den mobilen Telefonen zu löschen, und die Bundesländer aufgefordert, auslaufende Verträge mit dem Anbieter nicht zu verlängern.

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++ Journalistenverband bemängelt fehlendes Wissen von Polizisten über Presserechte

(14.06 Uhr) Angesichts zunehmender Gewalt gegen Journalisten bei Corona-Demonstrationen hat der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalistenverbands (DJV), Frank Überall, ein fehlendes Wissen der Polizei über die Rechte von Pressevertretern bemängelt.

Viele Polizisten vor Ort kennen die Rechtslage nicht“, sagte Überall am Dienstag in Berlin. Der DJV-Chef berichtete von Vorfällen, bei denen Beamte auf Demonstrationen Journalisten bei ihrer Arbeit behinderten oder den Presseausweis nicht anerkannt hätten.

Es gebe „eine große rechtliche Unkenntnis“ bei den Beamten, jeder einzelne müsse dieses Thema aber ernst nehmen. Manche Behördenleiter haben laut Überall ein großes Interesse, sich dem Thema anzunehmen, andere kümmere es überhaupt nicht. Der DJV sei deshalb in Gesprächen mit unter anderem Innenpolitikern und Polizeigewerkschaften, um für eine Förderung „der polizeilichen Medienkompetenz“ zu werben.

Journalisten würden auf Demonstrationen bedroht, bespuckt, geschlagen, das sei „heute eine Realität“. Es gebe Städte, wo Kamerateams nicht ohne Bodyguards berichten könnten, und viele Kollegen, die aus Angst solche Demonstrationen meiden würden. Es sei „eine Situation, die sich immer weiter zuspitzt“, sagte Überall. „Das Thema muss jetzt wieder ganz oben auf die politische Agenda.“

Erst am Montag war in Leipzig am Rande von Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen ein 54-jähriger Schweizer Journalist von Unbekannten geschlagen worden. Vor dem ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin versammelten sich zudem zahlreiche Demonstranten.

++ Sterbefälle im Dezember klar über Durchschnitt — im Gesamtjahr nicht 

(13.37 Uhr) Im Dezember sind deutschlandweit fast ein Viertel mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der Vorjahre — im Gesamtjahr 2021 lag die Zahl der Todesfälle weniger deutlich über dem Mittelwert. Das teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit.

So starben nach einer Sonderauswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen in Deutschland 100 291 Menschen im Dezember 2021. Laut Bundesamt waren das 22 Prozent mehr als im Mittel der Dezember-Monate der Jahre 2017 bis 2020. Auch im Januar und November 2021 waren die Zahlen erhöht.

Im Vergleich zum ersten Corona-Jahr 2020 sind die Sterbefallzahlen im Gesamtjahr 2021 um drei Prozent gestiegen, wie die Statistiker hochrechneten. Von 2019 — dem letzten Jahr vor der Pandemie — auf 2020 waren die Sterbefallzahlen bereits um fünf Prozent gestiegen.

„Ausgehend von 2019 wäre für 2021 eine Sterbefallzahl von 960 000 bis 980 000 erwartbar gewesen, also ein Anstieg um zwei bis vier Prozent“, hieß es von den Statistikern. „Tatsächlich ist sie von 2019 auf 2021 um acht Prozent gestiegen.“

++ Baden-Württemberg beschließt FFP2-Maskenpflicht in Gastronomie und Einzelhandel

(12.47 Uhr) Aus Sorge vor der Omikron-Variante verschärft die baden-württembergische Landesregierung die Corona-Maßnahmen. Das gaben Ministerpräsident Winfried Kretschmann sowie Gesundheitsminister Manfred Lucha (beide Grüne) am Dienstag in Stuttgart bekannt.

Künftig sollen FFP2-Masken in Einzelhandel und in der Gastronomie zur Pflicht werden. Bisher waren diese lediglich empfohlen. 

++ Wo dies überall gilt und welche Regeln noch beschlossen wurde, lesen Sie hier ++

++ Ethikrat-Mitglied Steffen Augsberg lehnt Impfpflicht ab

(11.37 Uhr) Vier Mitglieder des Deutschen Ethikrats tragen die neue ad-hoc Stellungnahme des Rats, in der eine weitreichende Impfpflicht empfohlen wird, nicht mit. Darunter ist der Gießener Professor und Jurist Steffen Augsberg. Warum eine Impfpflicht zum jetzigen Zeitpunkt nicht in Frage kommt, später aber vielleicht doch, lesen Sie hier im Interview. 

++ Stadt Ulm leitet rechtliche Schritte gegen drei „Spaziergänger“ ein

(11.16 Uhr) Auch wenn bei dem Aufmarsch von geschätzten 4000 Menschen am Freitag in Ulm die Polizei das Geschehen augenscheinlich nur am Rand verfolgte, so blieben die Beamten wohl doch nicht ganz untätig. Wie die Stadt Ulm jetzt bekannt gegeben hat, laufen aktuell entsprechende Verfahren wegen des Verstoßes gegen die Versammlungsfreiheit gegen drei Personen, die Stadt hat Anzeige gegen sie gestellt.

++ Warum die Stadt Ulm nun zu dieser Maßnahme greift und was sie damit erreichen möchte, lesen Sie hier ++

++ So geht es aktuell den Menschen auf Ravensburgs Straßen mit der Corona-Pandemie

(10.37 Uhr) Omikron breitet sich rasant in Deutschland aus – und mit der Virusvariante die Unsicherheit. Die Variante gilt als besonders ansteckend. Gleichzeitig mehren sich Hinweise auf mildere Krankheitsverläufe.

Wie beurteilen die Menschen in der Region die aktuelle Corona-Lage? Wir haben in Ravensburg nachgefragt.

Omikron breitet sich rasant in Deutschland aus – und mit der Virusvariante die Unsicherheit. Wir haben uns bei den Menschen auf der Straße nach ihrem Befinden erkundigt.

++ CDU-Fraktionschef Hagel positiv auf Corona getestet 

(10.03 Uhr) Der aus Ehingen stammende CDU-Fraktionschef Manuel Hagel hat sich vermutlich mit dem Coronavirus infiziert. Hagel habe sich am Dienstagmorgen selbst positiv getestet, teilte sein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur mit. „Außer leichten erkältungsähnlichen Symptomen geht es ihm gut“, sagte der Sprecher.

Hagel befinde sich jetzt in häuslicher Quarantäne und mache nun einen PCR-Test. Die Klausurtagung der CDU-Fraktion am Mittwoch und Donnerstag sei als hybride Tagung konzipiert, so dass Hagel digital teilnehmen werde.

++ Corona-Ausbruch nach Party auf Sylt - Gäste mit falschen Impfpässen?

(09.47 Uhr) Im Fall eines Corona-Ausbruchs nach einer Party auf Sylt ermittelt die Polizei, ob mehrere Besucher gefälschte Impfpässe hatten. „Die Ermittlungen zum Fall laufen“, sagte der Sprecher der Polizeidirektion Flensburg, Christian Kartheus, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). Es geht demnach um den Verdacht, dass bis zu drei Besucher einer Weihnachtsparty in Kampen sich mit gefälschten Corona-Impfpässen Zutritt verschafft haben.

Seit der Party an Heiligabend gibt es auf der Nordseeinsel zahlreiche Corona-Infektionen, mehr als 570 Sylterinnen und Sylter befinden sich nach diesem Bericht in Quarantäne. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt auf Sylt mittlerweile über 1500. Der Landkreis Nordfriesland geht nach eigenen Angaben davon aus, dass viele der Erkrankungen auf die Weihnachtsfeier zurückzuführen sind.

In Folge dessen haben mehrere Hotels und Gaststätten auf der Insel ihren Betrieb eingestellt und vorläufig geschlossen. „Bereits mehr als 20 Sylter Gastronomie- und Hotelbetriebe ihren Betrieb vorläufig eingestellt oder ziehen ihre Betriebsferien präventiv vor, um ihre Mitarbeiter und Gäste zu schützen“, sagte der Geschäftsführer der Sylt Marketing, Moritz Luft.

Für den Tourismus auf Sylt bedeuteten die spontanen und vorgezogenen Schließungen eine Verkleinerung des touristischen Angebots in einer ohnehin relativ ruhigen Zeit. Wegen eines Ausbruchs offiziell geschlossen wurde vom Kreis Nordfriesland keiner der Betriebe, wie ein Kreissprecher sagte.

++ Zulauf von Rechten bei Corona-Protesten bereitet Faeser Sorgen

(08.18 Uhr) Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat sich besorgt gezeigt über den Zulauf von Rechtsextremisten bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen. „Wir sind froh, dass es gestern einigermaßen ruhig geblieben ist“, sagte die SPD-Politikerin am Dienstag im ZDF-„Morgenmagazin“.

„Aber insgesamt macht uns das Demonstrationsgeschehen natürlich Sorge.“ Regional sei ein sehr großer Zulauf von Rechtsextremisten zu verzeichnen, „und das bereitet uns schon Sorge“, sagte Faeser.

Die Ministerin betonte, es gehöre zu einem Rechtsstaat dazu, andere Meinungen auf den Straßen zu hören. „Aber man muss eben sich auch fragen lassen, mit wem geht man da auf die Straße.“ Faeser dankte den Polizistinnen und Polizisten für ihren Einsatz. Sie sprach von einer sehr großen Belastung der Polizeien in den Ländern, auch trotz Unterstützung durch die Bundespolizei.

++ Mehr zu den Protesten in der Region, lesen Sie hier ++

Bundesweit hatten am Montagabend Tausende Menschen erneut gegen die Corona-Politik und eine mögliche Impfpflicht protestiert. Die Demonstrationen verliefen zum großen Teil friedlich, wie die Polizei in den verschiedenen Städten mitteilte.

In Bautzen wurden allerdings mindestens drei Polizisten verletzt. Die Beamten seien mit Pflastersteinen und Flaschen beworfen worden.

++ Land überarbeitet Corona-Verordnung — aber Ausnahmen für Schüler 

(07.25 Uhr) Auch bei der ersten Sitzung der grün-schwarzen Landesregierung im neuen Jahr steht die Corona-Pandemie und die Sorge vor der Omikron-Variante im Zentrum. Zwar ist der Südwesten recht glimpflich ins neue Corona-Jahr gestartet, doch Entwarnung gibt es keine.

Die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen sinkt zwar derzeit, aber gelockert wird trotzdem nicht. Das grün-schwarze Kabinett will am Dienstag in Stuttgart beschließen, an der Alarmstufe II mit härteren Einschränkungen festzuhalten, auch wenn die Grenzwerte bei der Belastung der Kliniken zurzeit nicht überschritten werden.

Dagegen hält die grün-schwarze Landesregierung an den Ausnahmen für ungeimpfte Schülerinnen und Schüler fest. Die 12- bis 17-Jährigen können auch im Februar mit ihrem Schülerausweis als Testnachweis ins Café, Kino oder zum Fußballtraining.

Für die Quarantäne gibt es ab Mittwoch ebenfalls neue Regeln: Sie wird für Kontaktpersonen genauso verkürzt wie die Isolierung von Corona-Infizierten. Hintergrund ist die Sorge, dass ansonsten das öffentliche Leben zusammenbricht, wenn alle mögliche Beschäftigten wegen Omikron zuhause bleiben müssten.

In der Kabinettssitzung wollen Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) und Agrarminister Peter Hauk (CDU) außerdem über die Fortführung des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt berichten.

++ RKI registriert 45 690 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 387,9

(06.10 Uhr) Das Robert Koch-Institut (RKI) hat erneut einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 387,9 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 375,7 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 239,9 (Vormonat: 402,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 45 690 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.42 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 30 561 Ansteckungen, wobei es im Zuge der Feiertage Lücken bei Tests und Meldungen gegeben hatte.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 322 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 356 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7 581 381 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 3,37 (Freitag: 3,15) am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Dienstagmorgen mit 6 792 300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 114 351.

Das waren die letzten Meldungen am Montag: 

++ Proteste in der Region

(21.22 Uhr) In zahlreichen Städten in der Region haben sich am Montagabend Gegner der Coronamaßnahmen zu sogenannten "Spaziergängen" verabredet, um gegen die Maßnahmen in der Pandemie zu protestieren.

In Bad Saulgau haben sich rund 250 Menschen auf dem Kaufland-Parkplatz getroffen und sind dann schweigend durch die Stadt marschiert. (Mehr dazu lesen Sie hier.) In Sigmaringen versammelten sich rund 500 Menschen auf dem Karlsplatz und zogen anschließend durch die Innenstadt. (Mehr dazu lesen Sie hier.)

In Lindau "spazierten" rund 100 Menschen über die Insel (Mehr dazu lesen Sie hier), in Friedrichshafen musste die Polizei rund 350 "Spaziergänger" durch die Stadt eskortieren. (Mehr dazu lesen Sie hier.)

In Tuttlingen sind 420 „Spaziergänger“ durch die Innenstadt gezogen. Der Marsch vom Rathaus zum Landratsamt und zurück verlief friedlich. Die Teilnehmenden liefen weitestgehend geordnet in Gruppen und mit Abstand. In Trossingen zogen rund 150 „Spaziergänger“ durch die Innenstadt. (Mehr dazu lesen Sie hier.)

Auch auf der Ostalb, in Aalen, wurde demonstriert. (Mehr dazu lesen Sie hier.) Ebenso in Biberach, Ulm und Ehingen. (Mehr dazu lesen Sie hier.) Im Landkreis Ravensburg hatten sich die "Spaziergänger" auf die Stadt Wangen im Allgäu konzentriert. (Mehr dazu lesen Sie hier).

++ Corona-Inzidenz geht im Südwesten nach oben

(20.30 Uhr) Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist im Südwesten weiter nach oben gegangen. Wie das Landesgesundheitsamt (LGA) am Montag in Stuttgart mitteilte, betrug der Wert (Stand 16.00 Uhr) pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche 324,0. Am Vortag hatte er bei 320,6 gelegen, vor einer Woche betrug er noch 238,7. Die Behörde schränkte ein, dass die Gesundheitsämter wegen Störungen des Webservices beim Robert Koch-Institut nicht alle Meldefälle an das LGA übermitteln konnten.

Die Zahl der bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie stieg im Vortagesvergleich um 4128 auf nun 1.066.160. Es wurden 37 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet, die Gesamtzahl beträgt nun 13.260, wie die Behörde am Abend mitteilte.

Bisher wurden 13.764 Fälle der Omikron-Variante (B.1.1.529) aus Baden-Württemberg an das Landesgesundheitsamt übermittelt - das waren 1707 mehr als am Vortag. Bei den vom LGA täglich ausgewiesenen Omikron-Fällen handelt es sich sowohl um Verdachtsfälle als auch um Fälle, die per Vollgenom-Analyse bestätigt wurden. Zum Anteil der aktuellen Verdachtsfälle machten die Behörden keine Angaben.

Die Zahl der Covid-Patientinnen und -Patienten auf baden-württembergischen Intensivstationen lag bei 426 - das waren im Vergleich zum Vortag 5 weniger. Die Hospitalisierungsinzidenz verharrte mit 2,7 weiter deutlich unter dem für die Alarmstufe II relevanten Wert von 6,0. Sie gibt an, wie viele Corona-Infizierte innerhalb einer Woche und pro 100.000 Einwohner in eine Klinik gebracht werden.

Wie schon angekündigt, soll in Baden-Württemberg die Alarmstufe II in Kraft bleiben - auch wenn die Zahl der mit Covid-Patienten belegten Intensivbetten und die Krankenhauseinweisungen unter den Grenzwerten bleiben. Im Land besteht etwa in der Gastronomie oder in Fitnessclubs bereits eine Testpflicht für Geimpfte und Genesene, die noch nicht „geboostert“ sind - also noch keine Auffrischungsspritze bekommen haben.

++ Omikron trifft die Lindau Islanders

(18.15 Uhr) Auch die EV Lindau Islanders hat die Omikron-Variante des Coronavirus erwischt. Das teilte der Eishockey-Oberligist am Montagnachmittag mit. Während die Islanders nun geschlossen in Quarantäne müssen und weitere Spiele abgesagt haben, dürfen die Ravensburg Towerstars ihre Isolation wider Erwarten noch nicht verlassen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Hier geht es zum Corona-Newsblog von Montag ++

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