Corona-Newsblog: Minister Lucha kündigt Impfoffensive in Baden-Württemberg an

Digital-Redakteur
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Agence France-Presse
Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹: 

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 103.100 (759.064 Gesamt – ca. 644.500 Genesene - 11.459 Todesfälle) Inzidenz Baden-Württemberg: 454,2
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 637.200 (5.385.585 Gesamt – ca. 4.649.300 Genesene - 99.124 Tote) Inzidenz Deutschland: 386,5

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Lucha kündigt Impfoffensive in Baden-Württemberg an (16.58 Uhr)
  • Großer Andrang bei mobilen Impfteams und Impfstützpunkten (13.09 Uhr)
  • Landkreis Neu-Ulm bereitet sich auf Triage vor (11.04 Uhr)

Das waren die wichtigsten Meldungen des Tages:

++ Stillgelegtes Krankenhaus wird zum regionalen Testzentrum im Schussental

(20.59 Uhr) Das ehemalige Krankenhaus 14 Nothelfer in Weingarten wird zum Corona-Testzentrum im Mittleren Schussental. Bereits ab Donnerstag, 25. November, sollen den Bürgern hier einerseits PCR-Tests und andererseits Antigen-Schnelltest in großer Zahl angeboten werden.

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++ Corona-Lage: Bodenseekreis meldet drei weitere Todesfälle

(20.26 Uhr) Laut Landesgesundheitsamt lag die Sieben-Tage-Inzidenz im Bodenseekreis am Montag bei 553,5. Drei Menschen sind demnach seit Sonntag im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Damit steigt die Zahl der Toten auf 183.

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++ Stadt Stuttgart sagt Weihnachtsmarkt ab

(19.24 Uhr) Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart hat am Montagabend ihren Weihnachtsmarkt abgesagt. „Wir haben alles versucht, den Weihnachtsmarkt zu ermöglichen. Nachdem heute aber andere große Weihnachtsmärkte in der Region, gerade auch der Barockweihnachtsmarkt in Ludwigsburg und der Mittelalterliche Weihnachtsmarkt in Esslingen, abgesagt wurden, ziehen wir die Notbremse“, sagte Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU).

Nach der Absage der Märkte in Ludwigsburg und Esslingen wäre in Stuttgart ein enormer Besucherandrang zwangsläufig. Dieser wäre unter Corona-Bedingungen voraussichtlich nicht mehr kontrollier- und beherrschbar.

Nopper appellierte an Bund und Land, die Gastronomen und Schausteller, die von den Absagen der Weihnachtsmärkte betroffen sind, mit Corona-Hilfsmaßnahmen zu unterstützen. „Es handelt sich ganz überwiegend um kleine Familienbetriebe, die infolge der Pandemie in ihrer Existenz bedroht sind, in diesem Winter nun noch schlimmer als zuvor.“ Der Weihnachtsmarkt in Stuttgart sollte am 24. November öffnen und bis zum 30. Dezember dauern.

++ Auch die Klinik Tettnang richtet eine eigene Corona-Station ein

(19.02 Uhr) Nach dem Klinikum Friedrichshafen muss nun auch die Klinik Tettnang ihr geplantes Operationsprogramm deutlich herunterfahren, um mehr Personal für die Versorgung von Covid-19-positiven Patienten einsetzen zu können.

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++ Corona-Ausbruch: Nur noch Online-Unterricht am Gymnasium Gosheim-Wehingen

(18.42 Uhr) Nach den Kriterien des Landesgesundheitsamtes liegt mit der Anzahl der aktuellen Testergebnisse (PCR-Tests und Schnelltests) im Gymnasium Gosheim-Wehingen ein sogenanntes „relevantes Ausbruchsgeschehen“ vor, so das Landratsamt Tuttlingen in einer Pressemitteilung.

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++ Corona-Maßnahmen für Ungeimpfte

(18.32 Uhr) Corona-Regeln: Was gilt wann und wo? Wir geben im folgenden Video einen Überblick:

++ Ostalbkreis baut eigene Impfstützpunkte auf

(18.19 Uhr) Zu impfen, was das Zeug hält, ist momentan das Gebot der Stunde. Ein zentrales Kreisimpfzentrum (KIZ) wird es auf der Ostalb aber definitiv nicht mehr geben, wie Susanne Dietterle, die Pressesprecherin des Landratsamts, auf Nachfrage sagt. Denn ein solches KIZ würde vom Land nicht mehr finanziert. Stattdessen wird der Kreis so schnell wie möglich eine dezentrale, verlässliche Struktur mit Impfstützpunkten und mit eigenen Impfteams aufbauen.

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++ Nach Chaos bei Impfaktion in Bad Saulgau: Das soll künftig anders laufen

(17.47 Uhr) 236 Corona-Infizierte: Bad Saulgau ist Hotspot im Landkreis Sigmaringen. Daher werden am Donnerstag, 25. November, und Freitag, 26. November, jeweils von 13 bis 20 Uhr zwei weitere Impftermine in der Stadthalle angeboten, um die Impfquote zu erhöhen und die Pandemie einzudämmen. Aus den ersten beiden Impfterminen mit langen Wartezeiten Anfang November hat der Krisenstab der Stadt seine Lehren gezogen.

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++ Kreis Sigmaringen: Corona-Patienten belegen Hälfte der Intensivbetten

(17.29 Uhr) Die Corona-Lage im Kreis Sigmaringen bleibt angespannt. Nach Auskunft der SRH-Kliniken im Kreis Sigmaringen lagen am Montag sechs Corona-Patienten auf der Intensivstation im Sigmaringer Krankenhaus. Damit belegen Corona-Patienten aktuell die Hälfte der belegbaren Intensivbetten.

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++ Der Nikolausmarkt in Westhausen findet nicht statt

(17.23 Uhr) Der Nikolausmarkt Westhausen am ersten Advent ist abgesagt worden. Hintergrund ist laut ausrichtendem Handels- und Gewerbeverein Westhausen das ansteigende Corona-Infektionsgeschehen, das dafür sorgt, dass der Nikolausmarkt mit erheblichen Hygiene- und Corona-Auflagen nicht mehr umgesetzt werden kann.

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++ Das sind die Gründe für die Absage des Ravensburger Christkindlesmarktes

(18.13 Uhr) Die Aufbauarbeiten hatten bereits begonnen: Am Freitag sollte der Christkindlesmarkt in der Ravensburger Innenstadt eröffnet werden. Nach einem Jahr Zwangspause durch Corona. Doch erneut zieht Oberbürgermeister Daniel Rapp die Notbremse. 

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++ Lucha kündigt Impfoffensive in Baden-Württemberg an

(16.58 Uhr) Das baden-württembergische Gesundheitsministerium startet zusammen mit den Landkreisen, Städten und Gemeinden eine Impfoffensive. Das teilte das Ministerium in einer Presseerklärung mit.

Demnach sollen im ganzen Land flächendeckend viele Impfstützpunkte entstehen, die die Arztpraxen und Betriebsärzte beim Impfen gegen Covid-19 unterstützen sollen. Die Zahl der Impfungen ist zuletzt deutlich gestiegen. "Die Städte und Gemeinden können damit unverzüglich loslegen. Wir haben ihnen zugesagt, dass das Land die Kosten wie beispielweise für das Personal, Räume und gegebenenfalls die Security übernimmt", erklärte Lucha.

Der Aufbau der Impfstützpunkte vor Ort werde von den Landkreisen und kreisfreien Städten koordiniert. "Es geht darum, dass wir jetzt alle gemeinsam schnelle, unbürokratische und niederschwellige Lösungen finden, die vor Ort unbürokratisch umgesetzt werden", so Lucha. 

Termine für die Impfangebote ließen sich unter www.dranbleiben-bw.de finden. 

++ Bei Liebherr müssen sich jetzt wieder alle Mitarbeiter testen lassen

(16.32 Uhr) Nach einer Entscheidung von Bundestag und Bundesrat gilt ab Mittwoch, 24. November, die 3G-Regel am Arbeitsplatz. Das bedeutet, dass alle Arbeitnehmer nachweisen müssen, ob sie entweder geimpft, genesen oder getestet sind. Das gilt sowohl für Büroräume, Werkstätten aber auch Baustellen.

Vor allem größere Unternehmen stellt das vor Herausforderungen. Denn Arbeitgeber müssen die 3G-Regeln kontrollieren – sonst drohen hohe Bußgelder.

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++ „Christkindle ralassa“ in Biberach fällt aus

(15.04 Uhr) Auch in diesem Jahr wird der Heiligabend in Biberach nicht wie immer sein: Aufgrund bestehender Corona-Regelungen und hoher Inzidenz fällt nach 2020 auch 2021 das traditionelle „Christkindle ralassa“ auf dem Biberacher Marktplatz aus.

++ Mehr dazu lesen Sie hier. ++ 

++ Verkehrsunternehmen: Keine flächendeckenden 3G-Kontrollen möglich

(14.08 Uhr) Eine umfassende Überprüfung der geplanten 3G-Regel im öffentlichen Nahverkehr ist nach Ansicht der Verkehrsunternehmen im Südwesten nicht möglich.

„Eine flächendeckende Kontrolle kann angesichts von Hunderttausenden Fahrgästen gerade in einem Flächenland wie Baden-Württemberg nicht geleistet werden“, sagte der Geschäftsführer der Landesgruppe Baden-Württemberg im Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, Ulrich Weber, am Montag in Stuttgart. „Vorstellbar“ seien aber Kontrollaktionen mit staatlichen Sicherheitskräften, „wie sie bereits zur Maskenpflicht erfolgen“.

Die Verkehrsunternehmen rechneten damit, dass für die Kontrollen „weiteres internes und externes Sicherheitspersonal beauftragt werden muss, was zusätzliche Kosten verursachen wird“, sagte Weber. Durch die Vorgabe, dass nur noch Geimpfte, Genesene und aktuell Getestete mitfahren dürfen, seien auch mehr Konfliktsituationen zu erwarten. „Der Schutz der Mitarbeiter ist deshalb sehr wichtig.“

Man gehe davon aus, dass die Kontrolleure Fahrgäste bei Verstößen gegen die 3G-Regel aus dem Fahrzeug werfen dürfen. Sollte es dabei Probleme geben, müssten die Mitarbeiter notfalls die Polizei rufen.

++ Großer Andrang bei mobilen Impfteams und Impfstützpunkten

(13.09 Uhr) Der Andrang bei mobilen Impfteams und Impfstützpunkten im Südwesten ist enorm und wird nach Einschätzung von Experten bis Ende November noch weiter steigen. Grund dafür sei die vom Bund ab dem Zeitpunkt angekündigte Rationierung des Impfstoffes Biontech/Pfizer, sagte Bernd Kühlmuß, medizinischer Leiter Mobile Impfteams Ulm, am Montag. Der Biontech-Impfstoff genieße sehr großes Vertrauen — „viele werden versuchen, sich damit impfen zu lassen, bevor die Beschränkung kommt.“

Danach bestehe dann die Gefahr, dass kurzfristig weniger Menschen impfbereit sind, weil sie dem ebenso guten Impfstoff Moderna skeptischer gegenüberstehen. „Es kann sein, dass Menschen dann auf Impfungen verzichten und der Impffortschritt konterkariert wird.“

Das Bundesgesundheitsministerium hatte Begrenzungen bei Bestellmengen für den Biontech-Impfstoff angekündigt. Vorzugsweise soll dann Moderna verimpft werden.

In den Landkreisen Alb-Donau, Göppingen, Heidenheim und dem Stadtkreis Ulm sind laut Kühlmuß inzwischen zehn mobile Impfteams unterwegs. „Ich schätze, wir werden die Zahl mehr als verdoppeln müssen.“ In Einkaufszentren etwa werden von mobilen Impfteams zwischen 400 und 500 Menschen täglich geimpft — „die Termine sind schon in den ersten 30 Minuten nach Öffnung vergeben“. Wer danach kommt, müsse vertröstet werden. Beschimpfungen seitens der Impfwilligen nehmen dabei seinen Worten zufolge zu. Vermehrt müsse inzwischen die Polizei gerufen werden. Das Land finanziere bei Bedarf auch Security.

++ Ulms Oberbürgermeister hat Corona

(12.48 Uhr) Nun hat es auch Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) erwischt. Am Sonntag zeigte ein PCR-Test an, dass er sich mit Corona infiziert hat. Eigentlich wollte Czisch am Montagabend um 18 Uhr den Ulmer Weihnachtsmarkt eröffnen. Diesen Job übernimmt nun sein Vertreter Martin Bendel, der Ulmer Finanzbürgermeister.

Aktuell ist Czisch symptomfrei. Der „Schwäbischen Zeitung“ teilt er mit: „Mir geht es gut. Ich bin schon voll durchgecheckt.“ Czisch befindet sich in häuslicher Isolation und arbeitet im Homeoffice weiter. Auch im Rathaus wird er von Finanzbürgermeister Martin Bendel vertreten. 

Da Czisch geimpft ist, handelt es sich bei seiner Infektion um einen Impfdurchbruch. Weil er als Stadtoberhaupt viele Termine wahrnimmt, hatte er sich trotz seiner Impfung regelmäßig getestet. Bei einem solchen Test am Wochenende fiel die Infektion jetzt auf.

++ Ravensburger Christkindlemarkt findet nicht statt

(12.33 Uhr) Die Stadt Ravensburg hat den Christkindlesmarkt abgesagt. Das bestätigte Oberbürgermeister Daniel Rapp gegenüber der „Schwäbischen Zeitung“. Ein Weihnachtsmarkt angesichts der dramatisch steigenden Zahlen an Neuinfektionen auch ein alkoholfreier Weihnachtsmarkt nur für Geimpfte und Genesene sei zu gefährlich, zumal die Innenstadt nicht abgesperrt werden könne.

Er habe lange mit sich gerungen, weil die Nachricht für den Ravensburger Einzelhandel bitter sei, sei nun aber zu der Überzeugung gekommen, dass es keine andere Lösung gebe.

++ Aalen sagt Weihnachtsmarkt kurz vor Eröffnung ab

(11.42 Uhr) Um 11 Uhr heute Vormittag hätte der Weihnachtsmarkt auf dem Aalener Spritzenhausplatz seine Pforten geöffnet. Kurz vorher kam dann doch die Absage. Wegen der dramatischen Infektionszahlen, wie es von Citymanager Reinhard Skusa auf Nachfrage der „Aalener Nachrichten/Ipf- und Jagst-Zeitung“ heißt. 

++ Wie die Händler auf die Absage regaierten, und warum die Buden trotzdem nicht gleich abgebaut werden, lesen Sie hier ++

Das gleiche Schicksal, wie den Aalener Weihnachtsmarkt ereilte auch den Nikolausmarkt in Bopfingen. Auch der wurde wegen der hohen Indzidenz im Ostalbkreis abgesagt (hier lesen Sie mehr dazu).

++ 2,4 Millionen Dosen Impfstoff für Kinder am 20. Dezember

(11.26 Uhr) In Deutschland sollen nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Dezember 2,4 Millionen Dosen des Biontech/Pfizer-Impfstoffs für Kinder ab fünf Jahren zur Verfügung stehen. Die Zulassung durch die europäische Arzneimittelbehörde EMA werde wahrscheinlich Ende dieser Woche erfolgen, sagte Spahn am Montag in Berlin. Die gesamte Europäische Union erhalte die erste Lieferung am 20. Dezember.

Deutschland erhalte „auf einen Schlag“ 2,4 Millionen Dosen für die Fünf- bis Elf-Jährigen, so Spahn. Angesichts von 4,5 Millionen Kindern dieser Altersgruppe werde wohl ein großer Teil der anfänglichen Nachfrage bedient werden können. Weitere Lieferungen seien in den ersten Monaten des neuen Jahres zu erwarten. Da Kinder eine andere Dosierung benötigten, seien auch eine andere Abfüllung und ein anderer Vorlauf für den Kinderimpfstoff nötig, erläuterte der geschäftsführende Gesundheitsminister.

++ Landkreis Neu-Ulm bereitet sich auf Triage vor

(11.04 Uhr) Die Situation in den Krankenhäusern spitzt sich weiter zu. Neben Sachsen und Baden-Württemberg ist auch Bayern stark von der vierten Welle betroffen. Das hat Auswirkungen bis an die Grenze des Bundeslandes. In Neu-Ulm bereitet man sich auf eine Triage-Situation vor. 

Das geht aus einem aktuellen internen Schreiben an Ärztinnen und Ärzte aus dem Kreisgebiet hervor. Derzeit werde auch im Kreis Neu-Ulm „ein Triage-Team etabliert“, heißt es darin. „Die Intensivstationen der Krankenhäuser sind bereits jetzt an der absoluten Kapazitätsgrenze.“

++ Wer den Brief verfasst hat und wie es um die aktuelle Lage in Neu-Ulm steht, lesen Sie hier ++

++ Spahn bedauert Unannehmlichkeiten durch Biontech-Deckelung

(10.37 Uhr) Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eingeräumt, dass die Deckelung der Lieferungen von Biontech-Impfstoff an deutsche Arztpraxen dort für Probleme sorgt. „Mir ist sehr bewusst, dass diese kurzfristige Umstellung für viele engagierte Helferinnen und Helfer vor Ort, in den Arztpraxen und den Impfzentren, viel zusätzlichen Aufwand und auch Stress bedeutet“, sagte er am Montag in Berlin. „Geplante Prozesse und Abläufe müssen umgestellt werden und sie müssen Überzeugungsarbeit leisten. Das weiß ich und das bedaure ich auch.“

Spahns Ministerium hatte am Freitag angekündigt, dass die Höchstabgabemenge von Biontech-Impfstoff auf 30 Impfdosen pro Woche pro Arzt oder Ärztin beschränkt werden soll. Auch für Impfzentren gibt es eine Deckelung. Dem Schreiben zufolge fragen die Impfenden weitaus mehr von dem Biontech/Pfizer-Produkt nach als von dem Corona-Impfstoff des Konkurrenten Moderna. Deshalb drohten Anfang nächsten Jahres Moderna-Chargen zu verfallen.

Spahn betonte am Montag, der drohende Verfall des Moderna-Impfstoffes sei „zwar ein wichtiger Aspekt“ der Rationierungsentscheidung, „aber nicht der entscheidende“. Entscheidend sei vielmehr, dass sich die Lagerbestände an Biontech derzeit rasant leerten. Es könnten daher vorübergehend nicht mehr als zwei bis drei Millionen Dosen pro Woche ausgeliefert werden.

Alle vorhandenen Biontech-Dosen würden selbstverständlich auch ausgeliefert, versicherte Spahn. „Wir halten nichts zurück.“ 

„Moderna ist ein guter, sicherer und sehr wirksamer Impfstoff“, unterstrich der Minister zugleich. „Wichtig ist: Es ist genug Impfstoff für alle anstehenden Impfungen da und beide Impfstoffe wirken. Wer die Chance hat, sich und andere mit einem der beiden Impfstoffe zu schützen, der sollte es auch tun.“

Nach Spahns Darstellung stehen bis Jahresende rund 24 Millionen Impfdosen von Biontech/Pfizer zur Verfügung. Bei Moderna seien es 26 Millionen.

Gerade in den vergangenen zwei Wochen sei die Nachfrage nach Biontech sehr stark gestiegen, fügte Spahn hinzu. Dies zeige, „die Impfkampagne läuft wieder und weiter hoch“. An die Bürger gerichtet erklärt der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister: "Die entscheidende Botschaft ist, wir haben 50 Millionen Dosen mRNA-Impfstoff. Das ist genug für Alle."

++ Baden-Württemberg bereitet sich auf Corona-Impfung von Kindern vor

(Aktualisiert 10.51 Uhr) In Baden-Württemberg laufen erste Vorbereitungen für Corona-Impfungen von Kindern. Das Land sei dazu bereits im Gespräch mit den relevanten Akteuren, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart mit. Die Landesregierung rechnet demnach derzeit damit, dass in der zweiten Dezemberhälfte die ersten Impfungen angeboten werden sollen.

Die Nachfrage nach Corona-Impfungen für Kinder sei schwer einzuschätzen, hieß es. Das Ministerium bekomme sowohl Anfragen von Eltern, sie sich für eine Impfung auch ohne europäische Zulassung aussprächen, als auch viele Beschwerden und Ablehnung gegenüber einer Impfung für Kinder.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es im Südwesten etwa 1120 Kinderärzte in der ambulanten Versorgung, davon seien etwa 120 an Kliniken tätig. Inwieweit sich die Kinderarztpraxen an der Impfkampagne beteiligen, soll nun geklärt werden. Zudem prüfe man, ob Kinder auch die mobilen Angebote der Impfteams in Anspruch nehmen können.

++ Mehr dazu lesen Sie hier ++

++ 2G in Gastro, Einzelhandel und Co. - so sieht die Kontrolle in der Praxis aus

(09.54 Uhr) Seit mehr als einer Woche gilt im Landkreis Biberach die Alarmstufe. Bedeutet im Klartext: An einigen Orten gilt die 2G-, 3G- oder 3G-Plus-Regel. Das muss in der Praxis aber kontrolliert werden – wie funktioniert das? Laupheimer Gastronomen, Hoteliers, Fitnessstudiobetreiber und Friseure erzählen bei einer Umfrage der „Schwäbischen Zeitung“ am Freitag, wie sie mit den Regeln umgehen und wie Menschen darauf reagieren.

++ Lesen Sie hier, wie die Wirte und Betriebe in Laupheim mit der Kontrolle umgehen ++

++ Inzidenz in Bayern liegt bei 640 

(07.50 Uhr) Mehr als ein Viertel der bundesweit registrierten Corona-Neuinfektionen ist in Bayern gemeldet worden. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Montagmorgen 8426 Neuinfektionen für den Freistaat an (Stand: 3.12 Uhr). In ganz Deutschland meldeten die Gesundheitsämter dem RKI zufolge binnen eines Tages 30 643 Ansteckungen. Die bayernweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 640 - vor einer Woche hatte sie bei 525,7 gelegen.

Bundesweit lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montagmorgen bei 386,5 — ein Höchstwert seit Pandemie-Beginn. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 62 Todesfälle verzeichnet — 27 davon in Bayern.

Die Hospitalisierungsinzidenz lag nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Bayern zuletzt bei 9,1 (Stand: 21. November, 8.00 Uhr). Pro 100 000 Einwohner gab es also statistisch innerhalb von sieben Tagen 9,1 Patienten, die wegen Corona in ein Krankenhaus aufgenommen wurden. Ungeimpfte (14,1) waren demnach deutlich häufiger darunter als Geimpfte (2,9).

++ Lesen Sie hier einen Erkläfungsversuch, wie die hohen Inzidenzen in Bayern zustande kommen ++ 

++ Spahn zu Biontech-Bestellobergrenzen: „Frage der verfügbaren Menge“

(06.14 Uhr) Der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn hat die heftig kritisierten Bestellobergrenzen für Corona-Impfstoff von Biontech erneut verteidigt. „Ich kann's deswegen nicht zurückziehen, weil es einfach 'ne Frage der verfügbaren Menge ist“, sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“.

Wir halten da nichts zurück. Ich kann ja keinen Impfstoff ausliefern von Biontech, der nicht da ist.

Die Nachfrage sei wahnsinnig gestiegen in den vergangenen zwei Wochen, „wir werden allein ab morgen sechs Millionen Biontech-Dosen ausliefern“, erläuterte Spahn. Durch diese massive Nachfrage laufe „unser Biontech-Lager gerade leer“. „Und es ist einfach so, dass ich im Moment (...) - also ab übernächster Woche, wenn jetzt die große Lieferung war - nicht mehr als zwei bis drei Millionen Impfdosen Biontech zur Verfügung habe.“ Er räumte ein: „Das hätten wir klarer noch kommunizieren müssen.“

Es gebe aber mit dem Impfstoff von Moderna eine gute, genauso wirksame Alternative. „Also, die entscheidende Botschaft ist: Impfstoff ist genug da“, unterstrich Spahn.

Nach den Plänen des Ministers sollen Praxen demnach vorerst maximal 30 Dosen Biontech pro Woche bestellen können, Impfzentren und mobile Impfteams 1020 Dosen. Für Bestellungen von Moderna soll es keine Höchstgrenzen geben. Bis Jahresende gebe es mit insgesamt rund 24 Millionen Dosen von Biontech und 26 Millionen von Moderna genug Impfstoff für alle. Bundesländer und Ärztevertreter kritisierten die Ankündigung scharf. Die Booster-Impfungen nehmen inzwischen Fahrt auf, es gibt Sorgen, dass die Biontech-Deckelung das ausbremsen könnte.

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sprach am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Anne Will“ von einem „ganz falschen Signal“. Es sei ein riesiges Problem, „wenn wir im Moment alle Kräfte bündeln, um zu impfen“, dass dann der in Deutschland beliebteste Impfstoff begrenzt sei in seiner Verfügbarkeit. Seine Erwartungshaltung an die Bundesregierung sei, „dass wir jetzt alles daran setzen, genügend von dem Pfizer/Biontech-Impfstoff zur Verfügung zu haben“.

++  RKI registriert 30 643 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 386,5

(06.00 Uhr) Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut auf einen Höchststand gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 386,5 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 372,7 gelegen, vor einer Woche bei 303,0 (Vormonat: 95,1). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 30 643 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.08 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 23 607 Ansteckungen gewesen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 62 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 43 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5 385 585 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 5,34 an (Donnerstag: 5,30). Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4 649 300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 99 124.

Das waren die letzten Meldungen vom Wochenende:

++ Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen gestiegen

(19.43 Uhr) Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg ist gestiegen. Sie lag am Sonntag bei 457 (Vortag: 442), wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Damit wurde der für die Alarmstufe entscheidende Wert von 390 Fällen erneut weit überschritten. Die Alarmstufe gilt seit Mittwoch, weil der Grenzwert an zwei Tagen in Folge überschritten worden war. Nun greift die 2G-Regel (geimpft oder genesen) etwa in Restaurants, Museen, Kinos und öffentlichen Veranstaltungen.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag bei 5,31 (Vortag: 5,48). Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche mit einer Corona-Infektion in eine Klinik kommen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Wegen eines außergewöhnlich starken Anstiegs an Corona-Infektionen dürfen Ungeimpfte in drei Landkreisen von Montag an nachts nur noch aus triftigem Grund ihre Wohnungen verlassen. Das Verlassen der eigenen vier Wände in den Corona-Hotspots Schwarzwald-Baar-Kreis, Ostalbkreis und Biberach sei diesen Menschen zwischen 21.00 Uhr und 5.00 Uhr nur noch beispielsweise für medizinische Notfälle und aus Arbeitsgründen erlaubt, sagte der Amtschef im Sozialministerium, Uwe Lahl, der Deutschen Presse-Agentur am Samstag in Stuttgart.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen lag im Schwarzwald-Baar-Kreis am Sonntag bei 608,8, im Ostalbkreis bei 712,7 und im Kreis Biberach bei 690,7. Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen landesweit stieg auf 454,1 (Vortag: 438).

Die 7-Tage-Inzidenz hat, was Einschränkungen angeht, keinen Stellenwert mehr im Land. Sie wurde von der Hospitalisierungsinzidenz abgelöst. Dennoch ist sie nach wie vor ein wichtiges Instrument, um die Entwicklung der Pandemie zu verfolgen. Seit dem 7.September 2021 weist das Landesgesundheitsamt neben der 7-Tage-Inzidenz für Baden-Württemberg die Inzidenzen für vollständig Geimpfte und unvollständig Geimpfte aus. Dieser Wert dient der reinen Information.

++ Massenansturm auf Ehinger Impfaktionen

(18.27 Uhr) Die mobilen Impfteams im Alb-Donau-Kreis sind im Dauerstress. Oft fehlt es an Platz und Kapazitäten. Die Teamleiterin erklärt die aktuelle Lage und die Ärzte schlagen Alarm.

Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

++ 410 neue Corona-Fälle: Sieben-Tage-Inzidenz im Bodenseekreis springt erstmals über 500

(18.20 Uhr) 410 neue Infektionsfälle mit dem Coronavirus meldet das Landessozialministerium am Wochenende für den Bodenseekreis. 164 neue Fälle gab es am Samstag und 246 neue Fälle am Sonntag. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt damit im Bodenseekreis auf 513,5 und damit erstmals über den Wert von 500. In den vergangenen sieben Tagen wurden 909 neue Fälle gemeldet, insgesamt waren es seit Ausbruch der Pandemie im Bodenseekreis 12924.

++ Ab Montag Ausgangsbeschränkungen für Ungemimpfte im Ostalbkreis

(17.01 Uhr) Der Ostalbkreis ist Spitzenreiter bei den Corona-Neuinfektionen im Land. Die 7-Tage-Inzidenz hat sich innerhalb von zwei Wochen auf 702,2 erhöht, damit fast verdoppelt und liegt deutlich über dem Landesdurchschnitt. Deshalb hat das Sozialministerium Baden-Württemberg jetzt die Landkreisverwaltung angewiesen, durch eine Allgemeinverfügung weitgehende Beschränkungen für nicht Geimpfte und nicht Genesene anzuordnen. 

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