Newsblog: Corona-Zahlen im Bodenseekreis steigen

Digital-Redakteur
Agence France-Presse
Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹: 

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 18.900 (591.532 Gesamt – ca. 561.900 Genesene - 10.796 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 10.796
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 85,7
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 123.100 (4.342.6408 Gesamt – ca. 4.125.100 Genesene - 94.461 Todesfälle)
  • Todesfälle: 94.461
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 67,0

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Corona-Zahlen im Bodenseekreis steigen (20.44 Uhr)
  • Hospitalisierungsinzidenz im Südwesten steigt leicht (19.19 Uhr)
  • München eröffnet Impfstation auf Oktoberfest-Gelände (15.09 Uhr)
  • Hochschule Karlsruhe droht Studenten ohne 3G-Nachweis mit Ausschluss (12.05 Uhr)
  • Stuttgarter Mannschaftsarzt fordert 2G für Fußball-Profis (10.04 Uhr)
  • RKI registriert 12.382 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 67,0 (06.23 Uhr)

++ Corona-Zahlen im Bodenseekreis steigen

(20.44 Uhr) Die Coronazahlen im Bodenseekreis steigen wieder. Das Robert Koch-Institut meldete am Mittwoch 82 neue Infektionsfälle, am Donnerstag sind es 44 Neuinfektionen. Kontinuierlich legte seit Anfang August auch die Sieben-Tage-Inzidenz zu. Zwar kam es in der zweiten Septemberhälfte zu einem Rückgang auf den Inzidenzwert von 72,1 am 30. September. Doch seitdem steigt diese Kurve wieder steil an.

Allein vom 12. auf den 13. Oktober legte der Inzidenzwert von 104,2 auf 112,4 zu. Worauf ist das zurückzuführen, und mit welchen weiteren Entwicklungen muss gerechnet werden? Das Landratsamt Bodenseekreis nimmt Stellung.

Nach Darstellung des Landratsamts handelte es sich beim ersten Teil der aktuellen Coronawelle vor allem um Reiserückkehrer. Seit Montag, 13. September, gäbe es dann eine deutliche Zunahme der Fälle, die in einem Bezug zu Kinder- und Jugendeinrichtungen stehen - also etwa zu Kitas und Schulen. „Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass die Übertragungen auch zwingend in den Einrichtungen erfolgt sind“, schränkt das Landratsamt ein.

Dass die Schulen geöffnet wurden und die Menschen wieder reisen, scheint zusammengefasst aber zu einer Erhöhung der Coronafälle zu führen. Insgesamt 646 Menschen im Bodenseekreis befinden sich derzeit in Quarantäne.

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++ Hospitalisierungsinzidenz im Südwesten steigt leicht

(19.19 Uhr) Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz, die bei der Einschätzung der Corona-Lage eine wichtige Rolle spielt, ist in Baden-Württemberg leicht gestiegen. Am Donnerstag (Stand 16.00 Uhr) betrug sie nach Angaben des Landesgesundheitsamts 2,2 nach 2,05 am Vortag.

Der Wert gibt die Zahl der Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner an, die innerhalb einer Woche in einer Klinik im Südwesten aufgenommen wurden. Er ist neben der Zahl der Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen - vor allem für Ungeimpfte. Die Zahl der Covid-Fälle auf Intensivstationen sank seit Mittwoch um 15 auf 173.

Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen liegt in der Regel aber höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg sank ebenfalls: von 85,8 auf nunmehr 80,4. Dabei handelt sich um die Zahl der neuen Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 2023 auf 593.853. Im Zusammenhang mit dem Virus sind 10.806 Menschen im Südwesten gestorben - dies sind zehn mehr als am Vortag. Geschätzt gelten 559.886 Erkrankte als genesen (plus 1778).

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts gelten 7.321.383 Menschen in Baden-Württemberg als mindestens einmal gegen Corona geimpft, was einer Quote von 65,9 Prozent entspricht. Vollständig geimpft sind den Daten zufolge 7.071.994 Menschen oder 63,7 Prozent.

Eine erste Warnstufe gilt nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht wurden. Dann brauchen Ungeimpfte negative PCR-Tests für viele öffentliche Veranstaltungen.

++ München eröffnet Impfstation auf Oktoberfest-Gelände

(15.09 Uhr) Nadelstich statt Wiesn-Gaudi: Auf dem Areal der Theresienwiese, wo normalerweise das Oktoberfest stattfindet, eröffnet die Stadt München eine neue Station für Corona-Schutzimpfungen. „Wenn sich alle impfen lassen, können wir hoffentlich kommendes Jahr wieder ein Oktoberfest feiern“, meinte Münchens Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek am Donnerstag.

Auch wenn dieses Jahr erneut auf das Oktoberfest verzichtet werden müsse, so könne doch die Theresienwiese für einen sehr wichtigen Zweck genutzt werden. Bis zu 500 Impfungen am Tag können demnach an der neuen Impfstation durchgeführt werden. Sie soll am 18. Oktober an der Wiesn-Wache eröffnet werden.

++ Umfrage: Die meisten Baden-Württemberger halten Corona-Maßnahmen für angemessen

(13.37 Uhr) Quarantäne, Maskenpflicht, Abstand und Testpflicht: Trotz zahlreicher Vorgaben und mancher Einschränkung halten die meisten Menschen in Baden-Württemberg die aktuell geltenden Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie für angemessen.

Allerdings hat das Verständnis in den vergangenen Monaten auch ein wenig abgenommen, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage von Infratest dimap im Auftrag von SWR und „Stuttgarter Zeitung“ ergeben hat.

Etwas mehr als die Hälfte der Baden-Württemberger (56 Prozent, minus 4 im Vergleich zu Februar 2021) stimmt der Verordnung weiter zu. Für etwa jeden vierten Wahlberechtigten (28 Prozent, plus 4) gehen die Maßnahmen zu weit, weitere 13 Prozent (minus 2) würden sich hingegen sogar strengere Vorgaben wünschen.

++ Engpässe verhindern: Land stellt 50 zusätzliche Impfteams in Aussicht

(13.21 Uhr) Um mögliche Engpässe bei den Impfkapazitäten im Südwesten zu verhindern, möchte das Land bei Bedarf bis zu 50 weitere mobile Impfteams einsetzen. Darauf hat sich die Landesregierung am Mittwoch geeinigt, wie eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Donnerstag in Stuttgart mitteilte.

Die mobilen Impfteams sollen die niedergelassenen Ärzte und Betriebsärzte unterstützen und zusätzlich zu den 30 Teams eingesetzt werden, die seit der Schließung der Impfzentren Ende September bereits im Einsatz sind.

Es habe sich herausgestellt, „dass es möglicherweise zu Engpässen bei einem flächendeckenden Impfangebot durch Arztpraxen (...) kommen kann“, heißt es in der bereits beschlossenen Kabinettsvorlage, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Sollte die Kassenärztliche Vereinigung mitteilen, dass das Impfangebot durch niedergelassene Ärzte alleine nicht ausreicht, soll es sofort Unterstützung durch die zusätzlichen Impfteams geben.

Die Zahl der Corona-Impfungen in Baden-Württemberg ist nach der Schließung der Impfzentren insbesondere im Vergleich zur letzten Septemberwoche deutlich zurückgegangen. Das Gesundheitsministerium führt das auch darauf zurück, dass in der letzten Septemberwoche noch einmal viele Menschen die niedrigschwelligen Impfangebote nutzen wollten. Dass die Impfzahlen nun nach erst einmal unten gingen, sei deshalb nicht ungewöhnlich, so die Sprecherin.

++ Hochschule Karlsruhe droht Studierenden ohne 3G-Nachweis mit Ausschluss

(12.05 Uhr) Studierende, die sich nicht an die sogenannte 3G-Regel halten, müssen an der Hochschule Karlsruhe künftig mit einem Ausschluss von der Hochschule rechnen. Zum neuen Semester gebe es ein dreistufiges Verfahren, sagte ein Sprecher der Hochschule am Donnerstag.

Wer ohne den Nachweis einer Corona-Impfung, Genesung oder eines Tests (3G) an der Lehre in der Hochschule teilnehme, werde zunächst für zwei Wochen von der Präsenzlehre ausgeschlossen.

Bei einem zweiten Mal erfolge ein Ausschluss bis zum Ende des Semesters. Wer ein drittes Mal ohne 3G-Nachweis erwischt wird, dem soll eine Exmatrikulation angedroht werden, also der Ausschluss vom Studium. Zuerst hatte „Bild“ darüber berichtet.

++ Arzt fordert geimpfte Fußball-Profis: 2G-Regel „auch für Spieler“

(10.04 Uhr) Nach Ansicht des Stuttgarter Internisten Suso Lederle sollten in der Fußball-Bundesliga nur geimpfte Spieler auf dem Platz stehen dürfen.

„Wenn künftig nur die Geimpften oder Genesenen ins Stadion dürfen, kann es nicht sein, dass die Hauptprotagonisten davon ausgenommen sind. Die 2G-Regel muss auch für die Spieler gelten“, forderte der Mannschaftsarzt des Oberligisten Stuttgarter Kickers im Interview der „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ (Donnerstag). 

Es muss eine Impfung durchgeführt werden, da darf es keine Ausreden geben. Und wer nicht dazu bereit ist, der spielt eben nicht.

Für Lederle sind die Spieler die wichtigsten Angestellten der Bundesliga-Clubs. Der Mediziner hat daher kein Verständnis dafür, dass ein Bundesligist wie der VfB Stuttgart, bei dem sich mehrere Profis aufgrund einer Corona-Infektion derzeit in Quarantäne befinden, seine Spieler nicht zur Impfung auffordert.

Dass es auch beim VfB noch immer Profis gibt, die nicht geimpft sind, hat mich total überrascht. Denn ich dachte, das sei ein hochprofessioneller Verein“, sagte er. „Ich würde von einem Präsidium oder Vorstand erwarten, dass es den Beschluss fasst, wer auf den Platz will, der muss geimpft sein.“

++ Bali empfängt Touristen aus 19 Ländern - Deutschland nicht dabei

(09.32 Uhr) Die beliebte indonesische Urlaubsinsel Bali empfängt ab sofort wieder vollständig geimpfte Touristen aus ausgewählten Ländern - jedoch nicht aus Deutschland. „Nach der Anweisung des Präsidenten erlauben wir Besuchern aus 19 Ländern, wieder nach Bali und auf die Riau-Inseln zu reisen“, hieß es in einer Mitteilung des Pandemie-Beauftragten der Regierung, Luhut Pandjaitan, am Donnerstag.

Zu den Staaten auf der Liste zählen unter anderem Indien, Japan, Neuseeland, Italien, Frankreich und Spanien. Diese Staaten hätten nach Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Coronavirus unter Kontrolle, so Pandjaitan.

Der internationale Flughafen Ngurah Rai auf Bali wollte noch am Donnerstag wieder für internationale Flüge öffnen. Interessierte Urlauber müssen über Bali oder die beiden Flughäfen auf den Riau-Inseln in Batam und Bintan nach Indonesien einreisen. Neben einem Impfpass brauchen sie einen negativen PCR-Test und eine Hotelreservierung. Zunächst müssen alle Feriengäste zudem fünf Tage in Quarantäne in dem gebuchten Hotel.

Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante hatte der südostasiatische Inselstaat Indonesien mit 270 Millionen Einwohnern im Juni und Juli eine schwere Virus-Welle erlebt. Teilweise wurden mehr als 50.000 Neuinfektionen am Tag gemeldet. Jedoch gehen die Zahlen seit Wochen zurück. Mittlerweile liegen sie bei weniger als 1500 am Tag.

++ Wissenschaftler berichten von Anfeindungen in Pandemie

(07.33 Uhr) Viele internationale Fachleute, die zum Thema Corona-Pandemie in Medien aufgetreten sind, sehen sich Hass und Anfeindungen ausgesetzt. Darauf deutet eine nicht repräsentative Umfrage der Fachzeitschrift „Nature“ unter mehr als 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus mehreren Ländern hin.

Gut die Hälfte von ihnen gab an, manchmal, in der Regel oder immer nach Medienauftritten Troll-Kommentare oder persönliche Angriffe erlebt zu haben. Die negativen Folgen der medialen Präsenz reichen demnach bis hin zu Morddrohungen in dutzenden Fällen.

Sechs Wissenschaftler gaben an, körperlich attackiert worden zu sein. Die meisten Umfrageteilnehmer kamen aus Großbritannien, Deutschland und den USA.

++ RKI registriert 12.382 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 67,0

(06.23 Uhr) Bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland gibt es wenig Dynamik. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 67,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 65,4 gelegen, vor einer Woche bei 62,6 (Vormonat: 81,1).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 12.382 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 11.644 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 72 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 68 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.342.640 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.125.100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 94.461.

Das waren die Nachrichten vom Mittwoch:

++ Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten steigt leicht

(19.43 Uhr) Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg legt weiter zu, wenngleich langsam. Wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart (Stand: 16.00 Uhr) mitteilte, lag der Wert am Mittwoch bei 85,8 - nach 84,9 am Dienstag. Dabei handelt sich um die Zahl der neuen Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Pforzheim ist mit 193,6 besonders belastet, der Main-Tauber-Kreis weist mit 30,9 Infektionen am wenigsten Ansteckungen auf.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz ging zurück auf 2,05 nach zuletzt 2,13. Sie gibt die Zahl der Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner an, die innerhalb einer Woche in einer Klinik im Südwesten aufgenommen wurden. Neben der Zahl der Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung ist der Wert ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen - vor allem für Ungeimpfte. Die Zahl der Covid-Fälle auf Intensivstationen stieg um sieben auf 188.

Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen liegt in der Regel aber höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Eine erste Warnstufe gilt nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht wurden. Dann brauchen Ungeimpfte negative PCR-Tests für viele öffentliche Veranstaltungen.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 2022 auf 591.830. Im Zusammenhang mit dem Virus sind 10.796 Menschen im Südwesten gestorben - das heißt, seit dem Vortag gab es acht weitere Todesfälle.

++ Unvollständige Impfdaten: RKI sieht keine eigenen Fehler

(17.01 Uhr) Das Robert Koch-Institut (RKI) weist die Verantwortung für offenbar zu niedrige Werte in der offiziellen Corona-Impfstatistik von sich. „Das RKI kann nur die Impfdaten veröffentlichen, die ihm entsprechend übermittelt worden sind“, sagte Präsident Lothar Wieler laut einer Mitteilung vom Mittwoch.

Eine zu niedrige Erfassung stelle „keinen Fehler und kein Versäumnis des RKI dar“, sondern gehe auf unterbliebene Meldungen einiger impfender Stellen zurück, hieß es. Man sei bei der Ermittlung der Impfquote auf das sogenannte Digitale Impfquotenmonitoring (DIM) angewiesen, schreibt das RKI. Die Anwendung und Zuverlässigkeit dieses Meldesystems liege „ausschließlich in der Hand der impfenden Stellen (Impfzentren, Impfteams, Krankenhäuser, Arztpraxen, Betriebsärzte)“.

Das RKI hatte vor einer Woche in einem Bericht unter anderem geschrieben, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft seien, als die offiziellen Daten nahelegen. Darauf weise unter anderem eine Befragung von Bürgern hin. So dürfte die Quote bei einmal und vollständig Geimpften bis zu fünf Prozentpunkte höher sein.

Bei Menschen ab 18 Jahre könnten zum Stichtag 5.10. also bereits bis zu 84 Prozent zumindest einmal und bis zu 80 Prozent vollständig geimpft gewesen sein. Nach der Veröffentlichung dieses Berichts hatte es unter anderem Kritik an RKI-Chef Wieler gegeben.

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++ Baden-Württemberg verschärft Testpflicht für Beschäftigte mit Kundenkontakt

(16.50 Uhr) Baden-Württemberg will die Corona-Testpflicht für ungeimpfte Beschäftigte in Unternehmen mit Publikumsverkehr verschärfen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwa in der Gastronomie oder in Friseursalons müssen sich künftig zweimal pro Woche auf das Coronavirus testen lassen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Koalitionskreisen in Stuttgart.

Geimpfte und genesene Beschäftigte müssen sich nicht testen lassen. Bisher galt eine solche Testpflicht für ungeimpfte Beschäftigte mit Außenkontakt nur dann, wenn sich die Corona-Lage im Südwesten deutlich verschärft, also in der sogenannten Warn- und der Alarmstufe.

Das Land reagiert mit der Verschärfung auf einen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom Montag. Danach ist der Paragraf 28 im Infektionsschutzgesetz als Rechtsgrundlage für die Einführung einer solchen Testpflicht geeignet. Die Maßnahme ist Teil der neuen Corona-Verordnung in Baden-Württemberg, die in Kürze verkündet werden soll.

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog vom Mittwoch +++

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