Corona-Newsblog: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten steigt leicht

Digital-Redakteur
Agence France-Presse
Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹: 

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 18.300 (589.513 Gesamt – ca. 560.400 Genesene - 10.788 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 10.788
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 84,8
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 119.500 (4.330.258 Gesamt – ca. 4.116.400 Genesene - 94.389 Todesfälle)
  • Todesfälle: 94.389
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 65,4

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten steigt leicht (19.43 Uhr)
  • Baden-Württemberg verschärft Testpflicht für Beschäftigte mit Kundenkontakt (16.50 Uhr)
  • Unvollständige Impfdaten: RKI sieht keine eigenen Fehler (17.01 Uhr)
  • Gesundheitsamt zieht Fazit nach Corona-Ausbruch in Ulmer Club (15.42 Uhr)
  • Hohe Gefängnisstrafen für Attacke am Rande einer Corona-Demo (11.29 Uhr)

++ Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten steigt leicht

(19.43 Uhr) Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg legt weiter zu, wenngleich langsam. Wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart (Stand: 16.00 Uhr) mitteilte, lag der Wert am Mittwoch bei 85,8 - nach 84,9 am Dienstag. Dabei handelt sich um die Zahl der neuen Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Pforzheim ist mit 193,6 besonders belastet, der Main-Tauber-Kreis weist mit 30,9 Infektionen am wenigsten Ansteckungen auf.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz ging zurück auf 2,05 nach zuletzt 2,13. Sie gibt die Zahl der Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner an, die innerhalb einer Woche in einer Klinik im Südwesten aufgenommen wurden. Neben der Zahl der Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung ist der Wert ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen - vor allem für Ungeimpfte. Die Zahl der Covid-Fälle auf Intensivstationen stieg um sieben auf 188.

Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen liegt in der Regel aber höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Eine erste Warnstufe gilt nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht wurden. Dann brauchen Ungeimpfte negative PCR-Tests für viele öffentliche Veranstaltungen.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 2022 auf 591.830. Im Zusammenhang mit dem Virus sind 10.796 Menschen im Südwesten gestorben - das heißt, seit dem Vortag gab es acht weitere Todesfälle.

++ Unvollständige Impfdaten: RKI sieht keine eigenen Fehler

(17.01 Uhr) Das Robert Koch-Institut (RKI) weist die Verantwortung für offenbar zu niedrige Werte in der offiziellen Corona-Impfstatistik von sich. „Das RKI kann nur die Impfdaten veröffentlichen, die ihm entsprechend übermittelt worden sind“, sagte Präsident Lothar Wieler laut einer Mitteilung vom Mittwoch.

Eine zu niedrige Erfassung stelle „keinen Fehler und kein Versäumnis des RKI dar“, sondern gehe auf unterbliebene Meldungen einiger impfender Stellen zurück, hieß es. Man sei bei der Ermittlung der Impfquote auf das sogenannte Digitale Impfquotenmonitoring (DIM) angewiesen, schreibt das RKI. Die Anwendung und Zuverlässigkeit dieses Meldesystems liege „ausschließlich in der Hand der impfenden Stellen (Impfzentren, Impfteams, Krankenhäuser, Arztpraxen, Betriebsärzte)“.

Das RKI hatte vor einer Woche in einem Bericht unter anderem geschrieben, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft seien, als die offiziellen Daten nahelegen. Darauf weise unter anderem eine Befragung von Bürgern hin. So dürfte die Quote bei einmal und vollständig Geimpften bis zu fünf Prozentpunkte höher sein.

Bei Menschen ab 18 Jahre könnten zum Stichtag 5.10. also bereits bis zu 84 Prozent zumindest einmal und bis zu 80 Prozent vollständig geimpft gewesen sein. Nach der Veröffentlichung dieses Berichts hatte es unter anderem Kritik an RKI-Chef Wieler gegeben.

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++ Baden-Württemberg verschärft Testpflicht für Beschäftigte mit Kundenkontakt

(16.50 Uhr) Baden-Württemberg will die Corona-Testpflicht für ungeimpfte Beschäftigte in Unternehmen mit Publikumsverkehr verschärfen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwa in der Gastronomie oder in Friseursalons müssen sich künftig zweimal pro Woche auf das Coronavirus testen lassen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Koalitionskreisen in Stuttgart.

Geimpfte und genesene Beschäftigte müssen sich nicht testen lassen. Bisher galt eine solche Testpflicht für ungeimpfte Beschäftigte mit Außenkontakt nur dann, wenn sich die Corona-Lage im Südwesten deutlich verschärft, also in der sogenannten Warn- und der Alarmstufe.

Das Land reagiert mit der Verschärfung auf einen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom Montag. Danach ist der Paragraf 28 im Infektionsschutzgesetz als Rechtsgrundlage für die Einführung einer solchen Testpflicht geeignet. Die Maßnahme ist Teil der neuen Corona-Verordnung in Baden-Württemberg, die in Kürze verkündet werden soll.

++ Gesundheitsamt zieht Fazit nach Corona-Ausbruch in Ulmer Club

(15.42 Uhr) Das Gesundheitsamt geht davon aus, dass die drei Personen, die vor zwei Wochen trotz Coronainfektion einen Ulmer Club besucht haben, das Virus unwissentlich in die Disko getragen haben. Nun steht auch fest, wie viele Gäste dadurch mutmaßlich angesteckt wurden.

Auf Anfrage der „Schwäbischen Zeitung“ teilt das Gesundheitsamt am Mittwoch mit, dass an dem Abend unterm Strich zwei Gäste mit dem Coronavirus infiziert worden sein dürften. Von einem regelrechten Coronaausbruch kann demnach nicht die Rede sein. Laut einer Sprecherin des Gesundheitsamts könne man davon ausgehen, „dass das Ganze glimpflich ausging“.

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++ Corona-Fälle in fast allen Mengener Schulen und Kitas

(13.47 Uhr) Was die Infektionen angeht, werden in Mengen die zweitmeisten im Kreis registriert. Warum die Stadtverwaltung die Umstellung auf PCR-Pooltests trotzdem für erfolgreich hält, lesen Sie hier. 

++ Gericht: AfD-Abgeordneter muss Corona-Testpflicht hinnehmen

(13.12 Uhr) Der ungeimpfte AfD-Landtagsabgeordnete Ruben Rupp muss nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes weiterhin Testpflichten für Nicht-Immunisierte hinnehmen. Die Mannheimer Richter hatten nach Angaben von Mittwoch den Eilantrag des Fraktionsvize abgelehnt.

Er hatte argumentiert, die Test- Vorschriften und insbesondere die ab der Alarmstufe vorgesehenen Zutrittsverbote seien rechtswidrig und schränkten seine Teilnahme am öffentlichen Leben ein.

Aus Sicht des Gerichts ist das Testerfordernis rechtmäßig und weiterhin verhältnismäßig - auch nach dem Wegfall der kostenlosen Bürgertests. Dem Politiker fehle auch das Rechtsschutzinteresse hinsichtlich Warnstufe und Alarmstufe, weil diese nicht erreicht seien. Der Beschluss ist unanfechtbar.

++ Hohe Gefängnisstrafen für Attacke am Rande einer Corona-Demo

(11.29 Uhr) Wegen eines brutalen Angriffs am Rande einer Corona-Demonstration in Stuttgart hat das Landgericht gegen zwei Männer mehrjährige Haftstrafen verhängt. Die Strafkammer verurteilte die beiden Angeklagten am Mittwoch in dem Indizienprozess zu viereinhalb und fünfeinhalb Jahren Gefängnis.

Die der linken Szene zugerechneten Männer hätten sich der gefährlichen Körperverletzung, der schweren Körperverletzung und des Landfriedensbruchs in einem besonders schweren Fall schuldig gemacht.

Der Richter sagte, man habe es mit einem „sehr traurigen Fall“ zu tun. Die beiden jungen Angeklagten seien ideologisch verblendet und hätten eine schwere Straftat begangen.

Sie sollen der Anklage zufolge mit einer größeren Gruppe Vermummter im Mai vergangenen Jahres drei Männer zusammengeschlagen haben, die bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Stuttgart dabei waren. Die Opfer arbeiten beim Autokonzern Daimler und sind Betriebsratsmitglieder der rechten Gewerkschaft „Zentrum Automobil“. Sie sollen Berichten zufolge enge Kontakte zur rechtsextremen Szene haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

++ Medienbericht: Corona-Ausbruch im Pflegeheim in Baden-Württemberg

(09.13 Uhr) In einem Altenpflegeheim in Kippenheim (Ortenaukreis) hat es einem Medienbericht zufolge einen Corona-Ausbruch gegeben. Es seien 26 Bewohner und ein Dutzend Beschäftigte positiv auf das Coronavirus getestet worden, berichtete die „Badische Zeitung“ am Mittwoch unter Berufung auf das Gesundheitsamt des Ortenaukreises und den Heimbetreiber.

Bis auf drei Menschen waren demnach alle Infizierten vollständig geimpft. „Der Großteil der erkrankten Bewohner zeigt nur milde Symptome“, sagte Dirk Luft, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamtes, dem Blatt. Zwei nicht geimpfte Bewohner wurden demnach in einer Klinik behandelt.

++ Ende der kostenlosen Corona-Tests: Wo man sich in Aalen noch testen lassen kann

(07.23 Uhr) Seit Montag sind Corona-Bürgertests nicht mehr in jedem Fall kostenlos. Nur noch bestimmte Personen, wie zum Beispiel Kinder und Jugendliche, Schwangere und wer aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden kann, bekommen ihren Test noch bezahlt.

Mehr zum Thema lesen Sie hier. 

++ Seit Montag nicht mehr kostenlos: Das kostet der Schnelltest in Lindau

(07.03 Uhr) Geimpft, genesen, getestet: Wer das letzte der sogenannten drei „G“ künftig mit einem Nachweis bescheinigen lassen will, der muss seit Montag, 11. Oktober, dafür zahlen.

Welche Testzentren mit dem Ende der kostenlosen Corona-Bürgertests im Kreis Lindau und im Bodenseekreis noch geöffnet haben, wie die ersten zwei Tage der kostenpflichtigen Testungen verlaufen sind und was ein Test jetzt genau kostet, darüber hat die Lindauer Zeitung vor Ort nachgefragt.

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++ Intensivmediziner: Kaum geimpfte Corona-Patienten ohne Vorerkrankung

(06.35 Uhr) Auf den Corona-Intensivstationen in Deutschland gibt es nach Angaben von Medizinern fast keine gegen Covid-19 geimpften Patienten ohne Vorerkrankung. Die allermeisten seien gar nicht oder nicht vollständig geimpft, sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Die geimpfte Minderheit bestehe zu großen Teilen aus älteren Patienten, deren zweite Impfung schon weit zurückliege. „Diese Menschen leiden in aller Regel zudem unter schweren chronischen Krankheiten.“

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums war ungefähr jeder zehnte der Patienten, die im August und September wegen Corona auf Intensivstationen behandelt wurden, vollständig geimpft. Das geht aus einer Ende September übermittelten Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Sahra Wagenknecht hervor, die am Dienstag bekanntgeworden war.

Die Kapazitäten für freie Betten auf den Intensivstationen bezeichnete der Divi-Präsident als aktuell relativ stabil. „Im Moment sind wir in einer Plateau-Phase, wir stagnieren bei etwa 1300 Covid-Intensivpatienten. Die Lage ist unter Kontrolle“, sagte Marx. „Wir sind inzwischen handlungsfähig und haben im Schnitt zwei freie Intensivbetten pro Standort.“

Von einer Entspannung könne aber keine Rede sein. Weiterhin sei Covid-19 für die Intensivmedizin eine große Belastung; die Lage auf den Intensivstationen werde inzwischen aber „nicht mehr immer und zu allererst von Corona bestimmt“, so Marx. „Wir sind in einer sehr offenen Situation, Prognosen für die kommenden Monate sind kaum möglich.“

++ RKI registriert 11.903 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 65,4

(06.12 Uhr) Bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland gibt es wenig Dynamik. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 65,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 65,8 gelegen, vor einer Woche bei 62,3 (Vormonat: 81,9).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 11.903 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.23 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 11.547 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 92 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 76 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.330.258 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.116.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 94.389.

Das waren die Meldungen von Dienstag:

++ 65 neue Coronafälle an einem Tag im Kreis Ravensburg

(19.02 Uhr) Mit sinkenden Temperaturen steigen die Inzidenzen: So viele Coronafälle sind im Kreis Ravensburg schon lange nicht mehr verzeichnet worden. Das Landesgesundheitsamt meldete am Dienstag 65 bestätigte Neuinfektionen mit Sars-2, die Sieben-Tages-Inzidenz stieg somit deutlich von unter 50 auf 61,6. Schlimmer ist die Lage allerdings in den oberschwäbischen Nachbarkreisen.

In Biberach liegt der Inzidenzwert nun bei 85,5, im Bodenseekreis bei 104,2 und im Kreis Sigmaringen bei 141,3. Die Stadt mit den meisten nachweislich Infizierten im Landkreis Ravensburg ist nach Auskunft des Landratsamtes Weingarten mit 109 Fällen, gefolgt von Ravensburg (92) und Bad Wurzach (78). Alle anderen 36 Städte und Gemeinden haben weniger als 50 Fälle. Coronafrei war am Dienstag nur Grünkraut.

++ Besonders hohe Inzidenzzahlen in oberbayerischen Landkreisen

(16.38 Uhr) Bei der Sieben-Tages-Inzidenz erreichen mehrere Landkreise aus dem südlichen Oberbayern bundesweite Spitzenwerte. Der Kreis Berchtesgadener Land hatte am Dienstag mit einer Corona-Inzidenz von rund 262 den höchsten Wert in ganz Deutschland. Es habe seit Montag 19 weitere bestätigte Covid-19-Fälle im Landkreis gegeben, berichtete das Landratsamt in Bad Reichenhall.

Laut Robert Koch-Institut folgte dann mit einer Inzidenz von 255 zwar die norddeutsche Stadt Bremerhaven, danach landeten mit dem Kreis Traunstein (238) sowie Stadt und Landkreis Rosenheim (223 und 208) weitere oberbayerische Kommunen auf den Plätzen drei bis fünf. Auch dahinter wiesen eine Reihe von bayerischen Landkreisen wie Miesbach (179), Cham (168), Freyung-Grafenau (166) oder Weißenburg-Gunzenhausen (164) noch eine weit überdurchschnittliche Zahl an neuen Infektionen auf. Im bundesweiten Durchschnitt lag die Inzidenz bei 65,8.

Mittlerweile ist für die Einleitung von Corona-Schutzmaßnahmen allerdings die Inzidenz nicht mehr der wichtigste Wert. Dies ist die Krankenhaus-Ampel, die laut Gesundheitsministerium in München im Freistaat weiterhin auf Grün steht. Bei der Ampel wird ausgewertet, wie viele Covid-19-Patienten in die Krankenhäuser kommen oder sogar auf die Intensivstationen müssen.

++ Curevac zieht Impfstoffkandidaten aus Zulassungsverfahren zurück

(14.07 Uhr) Das Biotechunternehmen Curevac zieht seinen ersten Impfstoffkandidaten aus dem Zulassungsverfahren bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zurück. Wie das Unternehmen am Dienstag in Tübingen mitteilte, war man davon ausgegangen, dass eine Zulassung bei der EMA frühestens im zweiten Quartal 2022 erfolgt wäre.

Einen förmlichen Zulassungsantrag für den Impfstoffkandidaten CVnCoV gab es nicht, CVnCoV befand sich noch im sogenannten rollierenden Verfahren für eine Zulassung.

Ende Juni hatte Curevac bekannt gegeben, dass die Wirksamkeit seines Impfstoffkandidaten der ersten Generation niedriger sei als die einiger anderer Impfstoffe. Das Tübinger Biotechunternehmen war Anfang Juli davon ausgegangen, dass die EMA den Impfstoff trotz geringer Wirksamkeit zulassen werde.

Das Curevac-Präparat hatte einer finalen Analyse zufolge eine Wirksamkeit von 48 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung über alle Altersgruppen hinweg gezeigt. Damit ist es insgesamt deutlich weniger wirksam als andere Impfstoffe. Das Unternehmen will sich mit seinem britischen Partner GlaxoSmithKline (GSK) auf die Entwicklung eines weiteren Covid-19-Impfstoffs konzentrieren.

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog vom Dienstag +++

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