Corona-Newsblog: Das waren die wichtigsten Entwicklungen am Freitag

Digital-Redakteur
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Agence France-Presse
Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹: 

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 19.100 (583.050 Gesamt – ca. 553.300 Genesene - 10.732 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 10.732
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 80,2
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 125.400 (4.293.807 Gesamt – ca. 4.074.300 Genesene - 94.113 Todesfälle)
  • Todesfälle: 94.113
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 63,8

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten geht weiter nach oben (18.48 Uhr)
  • Schließung des KIZ belastet Spaichinger Praxen ganz unterschiedlich (13.21 Uhr)
  • Deutschland-Tourismus fast wieder auf Vorkrisenniveau (12.05 Uhr)
  • Kündigung von Lehrer wegen Ablehnung von Maskenpflicht rechtens (10.23 Uhr)
  • So steht es um die Corona-Lage an Schulen und Kitas (09.01 Uhr)
  • RKI meldet 10.429 Neuinfektionen, Inzidenz bei 63,8 (06.25 Uhr)

Das wars für heute. Wir sind morgen wieder mit den wichtigsten Entwicklungen für Sie da.

++ Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten geht weiter nach oben

(18.48 Uhr)  Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist in Baden-Württemberg weiter gestiegen. Wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Freitag (Stand: 16.00 Uhr) mitteilte, lag der Wert bei 82,8. Am Donnerstag hatte er 80,4 betragen, am Mittwoch 78,4.

Auch die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz kletterte von 2,13 auf nun 2,22. Sie gibt die Zahl der Corona-Patienten pro 100 000 Einwohner an, die innerhalb einer Woche in eine Klinik im Südwesten aufgenommen wurden. Neben der Zahl der Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung ist der Wert ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen — vor allem für Ungeimpfte.

Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen liegt in der Regel aber höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Die Zahl der Corona-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung betrug 199, das waren 8 mehr als am Tag zuvor.

++ Schnelltests gibt es nicht mehr umsonst

(17.24 Uhr) Immer mehr Menschen sind vollständig gegen Corona geimpft, immer weniger brauchen deshalb den Nachweis eines Negativ-Schnelltests. Doch wer sich aus persönlichen Gründen gegen eine Impfung entschieden hat oder dies sogar aus diversen Gründen gar nicht kann, der scheint vom öffentlichen Leben ein großes Stück isoliert.

Fast überall gilt die 3G-Regelung, ab einer bestimmten Warnstufe gilt landesweit sogar 2G. Doch soweit ist es noch nicht, weiterhin können Nicht-Geimpfte auch mit einem Schnelltest-Nachweis ins Fitnessstudio, zum Essen ins Restaurant oder ins Kino.

Doch wo bekommt man so einen Schnelltest, wenn die Nachfrage danach kontinuierlich sinkt? 

Meine Kolleginnen und Kollegen haben diese Frage für den Alb-Donau-Kreis und Ulm sowie den Kreis Biberach beantwortet. 

++ Komplette Charge Schnelltests in Ochsenhausen ist fehlerhaft

(15.10 Uhr) Die auffällig vielen positiven Corona-Tests bei der turnusmäßigen Testung an der Realschule Ochsenhausen am Mittwochmorgen waren falsch.

Das haben die im Nachgang durchgeführten PCR-Tests ergeben. Von 28 positiv gemeldeten Schnelltest-Ergebnissen hat sich bis Freitagmorgen kein einziger bestätigt. Was das für die Schülerinnen und Schüler bedeutet, ob die Testkits womöglich fehlerhaft waren und was nun mit diesen geschieht.

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++ Wie sicher ist 3G? So schätzen Clubbetreiber das aktuelle Corona-Risiko ein

(14.06 Uhr) Über drei Clubgänger, die unlängst eine Ulmer Diskothek besuchten, spricht derzeit die Region. Grund: Sie waren vermutlich ansteckend auf der Tanzfläche, wurden im Nachhinein positiv auf Corona getestet. Mindestens einer der Drei soll geimpft gewesen sein – doch es dürfte nicht der letzte „Impfdurchbruch“ gewesen sein, der das Ulmer Nachtleben durcheinander wirbelt. 

Corona tanzt immer mit? Ganz so dramatisch ist die Situation nicht. Immerhin gelten strenge Hygienekonzepte und Vorschriften für Clubabende, Stichwort: 3G. Gäste müssen geimpft, genesen oder negativ getestet sein. Wer in die Disko will und weder geimpft noch genesen ist, muss sogar einen PCR-Test vorzeigen.

Wir haben bei Clubbetreibern nachgefragt, wie sie mit der aktuellen Situation umgehen. 

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 Ein Impfdurchbruch wirbelt das Nachtleben durcheinander. Trotz strenger Auflagen, zeigt der Fall, kann eine Ansteckung nicht ko
Ein Impfdurchbruch wirbelt das Nachtleben durcheinander. Trotz strenger Auflagen, zeigt der Fall, kann eine Ansteckung nicht komplett verhindert werden. (Foto: Philipp von Ditfurth/dpa)

++ Schließung des KIZ belastet Spaichinger Praxen ganz unterschiedlich

(13.21 Uhr) Seit Ende September sind die Türen der Kreisimpfzentren in Tuttlingen und Rottweil geschlossen. Wer sich impfen lassen will, der muss sich nun an eine der verbleibenden Einrichtungen wie das Impfcenter in Rottweil wenden oder den Hausarzt aufsuchen. Das hat Folgen: In einigen Arztpraxen kommt das medizinische Personal kaum hinterher.

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++ Deutschland-Tourismus fast wieder auf Vorkrisenniveau

(12.05 Uhr) Hotels und Pensionen haben bei den Gästeübernachtungen im Ferienmonat August fast wieder das Vorkrisenniveau erreicht.

Die Übernachtungszahlen lagen nur noch um 3,1 Prozent unter dem August 2019, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Mit 56,1 Millionen waren es auch 13,4 Prozent mehr als im August 2020.

In der Krise ist Urlaub im eigenen Land im Trend: Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg im August dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13,7 Prozent auf 51 Millionen. Bei Urlaubern aus dem Ausland hingegen waren es mit 5,1 Millionen trotz eines Zuwachses um 10 Prozent noch 52,7 Prozent weniger als im Jahr vor der Corona-Krise.

Von Januar bis einschließlich August des laufenden Jahres verbuchten Hotels, Pensionen, Ferienunterkünfte, Campingplätze und andere Unterkünfte insgesamt 180,3 Millionen Übernachtungen. Das waren 15 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Wegen der Corona-Pandemie galt in einigen Bundesländern teilweise bis Juni ein Übernachtungsverbot für Privatreisende. Das Verbot wurde dann abhängig von der Pandemiesituation vor Ort regional gelockert.

++ Kündigung von Lehrer wegen Ablehnung von Maskenpflicht rechtens

(10.23 Uhr) Die Kündigung eines Lehrers in Brandenburg, der die Maskenpflicht ablehnt, ist wirksam. Die Äußerungen des Lehrers gegenüber der Schulelternsprecherin rechtfertigten die außerordentliche Kündigung, teilte das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg am Freitag in Berlin mit. Es wies die Kündigungsschutzklage des Lehrers ab. (Az. 10 Sa 867/21)

Eine Mail an die Elternsprecherin hatte demnach unter anderem die Aufforderung an die Eltern enthalten, wegen der Maskenpflicht mit einem formulierten Schreiben gegen die Schule vorzugehen. Der Mann nannte die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes „vorsätzliche Körperverletzung“. Er weigerte sich auch selbst, in der Schule eine Maske aufzusetzen.

Obwohl es eine Abmahnung gab und das Land den Pädagogen warnte, dass er mit einer Kündigung rechnen müsse, gab er in einer weiteren E-Mail eine ähnliche Erklärung ab, wie das Gericht weiter mitteilte. Zudem habe er ein Attest aus Österreich vorgelegt, das ihn vom Tragen eines Maske befreien sollte, das er aber aus dem Internet gezogen habe.

++ So steht es um die Corona-Lage an Schulen und Kitas

(09.01 Uhr) Seit August hat es nach Beobachtung des Robert Koch-Instituts (RKI) wieder vermehrt Corona-Ausbrüche an Kitas und vor allem an Schulen gegeben.

Die übermittelte Häufigkeit von Ausbrüchen steige in diesem Jahr etwa zwei Monate früher an als im Vorjahr, geht aus dem Wochenbericht des RKI hervor. Demnach wurden für die vergangenen vier Wochen 201 Kita- und 481 Schulausbrüche übermittelt. Die jüngste Entwicklung, insbesondere der vergangenen zwei Wochen, lasse sich noch nicht gut bewerten, hieß es vor dem Hintergrund möglicher Nachmeldungen.

„Beim ansteigenden Trend der Ausbruchshäufigkeit in Kitas und Schulen spielen vermutlich die ausgeweiteten Testaktivitäten und die leichtere Übertragbarkeit der Delta-Variante eine Rolle“, erläutern die Autoren zu den Zahlen. Fälle, darunter auch solche ohne Krankheitssymptome, würden frühzeitig erkannt.

An Kitas steckten sich durchschnittlich fünf Menschen pro Ausbruch an, an Schulen vier. Vereinzelt gebe es aber an beiden Arten von Einrichtungen größere Ausbrüche mit mehr als zehn Ansteckungen. Ab zwei Infizierten an einer Einrichtung wird dies als Ausbruch definiert.

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++ RKI meldet 10.429 Neuinfektionen, Inzidenz bei 63,8

(06.25 Uhr) Bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland gibt es derzeit wenig Dynamik. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 63,8 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 62,6 gelegen, vor einer Woche bei 64,3 (Vormonat: 82,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 10 429 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.01 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 10.118 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 86 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 73 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.293.807 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Donnerstag mit 1,61 an. Das entspricht in etwa dem Wert der Vorwoche. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen.

Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.074.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 94 113.

Das waren die letzten Meldungen vom Donnerstag

++ Schule verwundert über Häufung positiver Schnelltests

(18.59 Uhr) Seit Ende August zieht die Corona-Lage im Landkreis Tuttlingen wieder an. Allerdings müssen im Klinikum derzeit nur wenige Patienten behandelt werden.

Im Fokus des Gesundheitsamt stehen derzeit unter anderem die Homburgschule in Neuhausen sowie die Realschule in Gosheim-Wehingen. Dort gab es ungewöhnlich viele Corona-Fälle auf einmal.

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++ Umfrage: Mehrheit der Deutschen gegen Maskenpflicht im Unterricht

(18.27 Uhr) Die Mehrheit der Bürger ist einer Umfrage zufolge für die Abschaffung der Maskenpflicht im Klassenzimmer. 57 Prozent sind der Meinung, dass die Maskenpflicht im Unterricht abgeschafft werden sollte, wie eine Befragung von Infratest-dimap für den ARD-Deutschlandtrend ergab.

Bei den Eltern mit schulpflichtigen Kindern sind es sogar 71 Prozent. Lediglich 37 Prozent sind für eine Beibehaltung der Maskenpflicht an Schulen - und nur 27 Prozent der Eltern schulpflichtiger Kinder.

In Berlin müssen jüngere Schüler bis zur sechsten Klasse seit Montag im Unterricht keine Maske mehr tragen, in Bayern entfiel die Tragepflicht im Klassenzimmer zum Wochenbeginn für alle Schüler. Solche oder ähnliche Regelungen gelten auch in anderen Bundesländern oder sind dort in Planung.

Die Sorgen der Bürger vor einem Anstieg der Corona-Infektionszahlen ist der Umfrage zufolge im Vergleich zum Sommer kleiner geworfen. Aktuell treibt diese Sorge 42 Prozent um – im Juli gab noch eine Mehrheit von 62 Prozent an, sehr große oder große Sorgen zu haben, dass die Infektionen wieder steigen könnten. Wie zu Beginn des Sommers bezeichnen sechs von zehn Befragten (60 Prozent) die bestehenden Corona-Maßnahmen grundsätzlich als angemessen.

++ Auffällig viel Positiv-Fälle an Schule: PCR-Tests zeigen nun andere Ergebnisse

(17.35 Uhr) In der Realschule in Ochsenhausen wurden am Mittwochmorgen 28 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Klassen bei der turnusmäßigen Testung positiv auf das Coronavirus getestet.

Nachdem alle betroffenen Schülerinnen und Schüler nach Hause geschickt und im Nachgang einem PCR-Test unterzogen wurden, sorgen nun die ersten Ergebnisse für Erleichterung.

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