Corona-Newsblog: Inzidenz im Landkreis Ravensburg nähert sich wieder 50

Digital-Redakteur
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Agence France-Presse
Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 14.313 (309.937 Gesamt - ca. 287.715 Genesene - 7.909 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 7.909
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 41,9
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 126.200 (2.369.719 Gesamt - ca. 2.176.300 Genesene - 67.206 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 67.206
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 56,8

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Inzidenz im Landkreis Ravensburg nähert sich wieder 50 (21.37 Uhr)
  • 9113 Corona-Neuinfektionen und 508 neue Todesfälle gemeldet (20.33 Uhr)
  • Erneut taucht im Landkreis Lindau eine Mutation auf (18.40 Uhr)
  • Merkel zeigt Bereitschaft zur Abgabe von Impfstoff an ärmere Länder (17.19 Uhr)
  • Deutschland sagt bei G7-Gipfel 1,5 Milliarden Euro für Kampf gegen Corona zu (16.33 Uhr)
  • Impfdosen sind laut Ministerium gleichmäßig auf Impfzentren verteilt (16.08 Uhr)
  • Hansi Flick geht gegen AfD-Politiker vor (15.16 Uhr)
  • Biontech-Impfstoff laut Studie schon nach einer Dosis hoch wirksam (14.13 Uhr)

++ Inzidenz im Landkreis Ravensburg nähert sich wieder 50

(21.37 Uhr) Mit 35 neu gemeldeten Corona-Infektionen steigt der Inzidenzwert im Landkreis Ravensburg nach Berechnungen der „Schwäbischen Zeitung“ wieder auf 49,8 und liegt damit nur noch knapp unter der 50er-Grenze zum Risikogebiet, in dem nächtliche Ausgangsbeschränkungen verfügt werden müssten.

Der Sprung nach oben ist dadurch zu erklären, dass es am Freitag vergangener Woche nur zehn neue Fälle gegeben hatte. Das Landratsamt selbst gibt mit 37,5 noch einen veralteten Wert von Donnerstag, 16 Uhr, an.

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++ 9113 Corona-Neuinfektionen und 508 neue Todesfälle gemeldet

(20.33 Uhr) Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9113 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 508 weitere Todesfälle verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Freitag hervorgeht. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Am Freitag vergangener Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9860 Neuinfektionen und 556 neue Todesfälle verzeichnet. Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden, er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 56,8 - und damit geringfügig niedriger als am Vortag (57,1). Schon in den Tagen zuvor hatte es keinen deutlichen Rückgang der Inzidenz mehr gegeben. Vor vier Wochen, am 21. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 119,0 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

++ Erneut taucht im Landkreis Lindau eine Mutation auf

(18.40 Uhr) Die Sieben-Tage-Inzidenz in Lindau liegt schon seit einiger Zeit konstant um die 50. Trotzdem sind in der vergangenen Woche leider sechs Menschen gestorben. Außerdem ist erneut eine Virusvariante im Landkreis aufgetaucht.

Dieses Mal handelt es sich um die englische Variante. „Die betroffene Person wohnt und arbeitet im Landkreis“, schreibt das Landratsamt.

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++ Merkel zeigt Bereitschaft zur Abgabe von Impfstoff an ärmere Länder 

(17.19 Uhr) Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich grundsätzlich bereit gezeigt, im Kampf gegen die Corona-Pandemie ärmeren Ländern etwas vom deutschen Impfstoffkontingent abzugeben.

„Wichtig ist, dass Impfstoff ankommt und nicht nur Geldzusagen da sind“, sagte sie am Freitag nach einer Videokonferenz der G7-Staaten. „Und da kann die Frage, was können wir von unseren Dosen abgeben, eine Rolle spielen.“ Über Umfang und Zeitpunkt sei aber noch nicht gesprochen worden.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron setzt sich dafür ein, dass reiche Länder vier bis fünf Prozent ihrer Impfdosen möglichst schnell an ärmere Länder abgeben. Er habe dies mit Merkel besprochen, und sie unterstütze dies, sagte Emmanuel Macron der „Financial Times“.

Merkel betonte, es gehe „um eine elementare Frage der Gerechtigkeit“. Allerdings seien Regierungen in demokratischen Staaten auch ihren eigenen Bürgerinnen und Bürgern verpflichtet und könnten in Europa produzierten Impfstoff „nicht einfach diplomatisch und geopolitisch einsetzen“. Es müsse eine gute Balance gefunden werden. „Es wird also kein Impftermin in Gefahr geraten“, stellte die Bundeskanzlerin mit Blick auf Deutschland klar.

++ Deutschland sagt bei G7-Gipfel 1,5 Milliarden Euro für Kampf gegen Corona zu

(16.33 Uhr) Deutschland will den weltweiten Kampf gegen das Coronavirus mit weiteren 1,5 Milliarden Euro unterstützen. Eine entsprechende Zusage machte die Bundesregierung am Freitag beim digitalen Gipfel der G7-Gruppe, wie Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) in Berlin mitteilte.

Er sprach von einer „gewaltigen Summe“, mit der unter anderem die internationale Covax-Initiative unterstützt werden solle, die sich für eine faire weltweite Verteilung der Corona-Impfstoffe einsetzt.

++ Impfdosen sind laut Ministerium gleichmäßig auf Impfzentren verteilt

(16.08 Uhr) In Baden-Württemberg werden die zugeteilten Impfdosen nach Auskunft des Gesundheitsministeriums gleichmäßig auf die Impfzentren verteilt. Die sechs bevölkerungsreichsten Stadt- und Landkreise hätten jeweils zwei Kreisimpfzentren, alle anderen Landkreise jeweils ein Zentrum, ließ ein Behördensprecher am Freitag in Stuttgart wissen.

Alle Kreisimpfzentren bekämen die gleichen Impfstoffmengen geliefert. „Jedes Kreisimpfzentrum bekommt derzeit pro Woche eine Faltschachtel mit 1170 Impfdosen von Biontech. Solche kleinen Mengen dann noch weiter aufzuteilen, ist sinnlos und funktioniert auch logistisch nicht. Der Impfstoff von Moderna wird wegen der sehr geringen Liefermengen aktuell nur zwischen den Zentralen Impfzentren aufgeteilt“, sagte der Behördensprecher. Der Impfstoff sei aber überall zu knapp.

Es sei nicht hilfreich, die Impfdosen pro Landkreis zu vergleichen. Denn die Zuordnung der Impfberechtigten zu einem Impfzentrum sei nicht an den Wohnort gebunden. Damit solle sichergestellt werden, dass Bürger sich dort impfen lassen können, wo es für sie am geschicktesten seit.

Nach Baden-Württemberg seien bisher 100.800 Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca geliefert worden. Dieser sei für Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren gedacht. Die erste Lieferung (48.000 Dosen) sei komplett, die zweite Lieferung (52.800 Dosen) zum größten Teil den Krankenhäusern im Land zur Impfung ihres impfberechtigten Personals zur Verfügung gestellt worden.

In den Kreisimpfzentren stünden diese Woche erstmals jeweils 400 Impfdosen zur Verfügung. Dort werde Astrazeneca für Personen der ersten Priorität verwendet. Dazu gehörten Mitarbeitende der Rettungsdienste, Ärzte, Zahnärzte und Personen unter 65, die im Pflegebereich wie der ambulanten Pflege, arbeiteten.

++ Autokorso-Verbot in Ludwigsburg gerichtlich bestätigt

(15.47 Uhr) Die von der Versammlungsbehörde der Stadt Ludwigsburg erlassene Verbotsverfügung für einen am Freitag angemeldeten Autokorso durch Ludwigsburg und weitere Kommunen ist verwaltungsgerichtlich bestätigt worden.

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat sich der Argumentation der Stadt Ludwigsburg angeschlossen, wonach der Antragsteller unter anderem als nicht zuverlässig eingestuft werden muss. Der Verantwortliche hatte in der Vergangenheit bei zahlreichen von ihm angemeldeten Versammlungen regelmäßig gegen Auflagen der Stadt Ludwigsburg verstoßen.

++ Hansi Flick geht gegen AfD-Politiker vor - „Partei vertritt nicht meine Werte“

(15.16 Uhr) Bayern Münchens Trainer Hansi Flick geht juristisch gegen den AfD-Politiker Johannes Huber (34) vor. Das bestätigte der 55-Jährige am Freitag.„Das stimmt. Ich habe das einem Anwalt übergeben“, sagte Flick.

Die Münchner „tz“ hatte zuerst über Flicks Initiative berichtet. Es geht um einen Social-Media-Post, in dem der Bundestagsabgeordnete den Bayern-Trainer zitierte und auch ein Foto von ihm verwendete. 

Huber griff einen Satz von Flick auf, der sich in der Debatte über Reisen des Profi-Fußballs in der Corona-Pandemie auch kritisch über den SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach (57) geäußert hatte. „Man kann die sogenannten Experten langsam nicht mehr hören“, hatte Flick gesagt.

Der Bayern-Coach betonte, er wolle sich von Huber und der AfD distanzieren. „Ich möchte mit dieser Partei nicht in Verbindung gebracht werden, ganz einfach. Das ist nicht meine Überzeugung, die Partei vertritt nicht meine Werte. Damit ist es ganz klar, dass ich dagegen vorgehen werde mit allen rechtlichen Mitteln, die mir zur Verfügung stehen“, sagte Flick.

Der 55-Jährige äußerte sich auch zu seinem Gespräch mit Lauterbach, das er am Donnerstag geführt hatte. Das sei sehr interessant gewesen. „Ich habe mich sehr wohl gefühlt. Jeder konnte aus dem Gespräch etwas mitnehmen“, sagte Flick. Über die Inhalte wollte er nichts verraten.

„Man muss nicht immer alles ausplaudern.“ Es sei schließlich ein persönliches Gespräch gewesen. Lauterbach hatte anschließend mitgeteilt, dass der Streit beigelegt sei.

++ Biontech-Impfstoff laut Studie schon nach einer Dosis hoch wirksam

(14.12 Uhr) Der Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer ist einer neuen Studie zufolge schon nach der ersten Dosis hoch wirksam. Bereits zwei bis vier Wochen nach der ersten Spritze liege die Wirksamkeit bei 85 Prozent, heißt es in einer in der Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlichten Untersuchung.

Die Studie basiert auf den Daten von medizinischem Personal des größten israelischen Krankenhauses, das in den vergangenen Wochen mit dem Vakzin geimpft wurde. Untersucht wurden mehr als 9000 Mitarbeiter des Sheba-Krankenhauses bei Tel Aviv, von denen rund 7000 geimpft wurden. Der Studie zufolge lag die Effektivität des Biontech/Pfizer-Impfstoffs einen bis 14 Tage nach der Impfung bei 47 Prozent und stieg zwischen dem 15. und 28. Tag auf 85 Prozent.

Ungeklärt ist weiterhin, ob vollständig geimpfte Personen das Coronavirus weiterverbreiten können. „Das ist die große, große Frage, an der wir noch arbeiten“, sagte Studien-Mitautor Gili Regev-Yochay.

In Israel haben bereits 4,23 Millionen Menschen und damit 47 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Corona-Impfdosis erhalten. 2,85 Millionen Menschen davon haben bereits beide Dosen bekommen.

++ Ulm impft ältere Bürger jetzt vor Ort

(13.59 Uhr) Es ist ein Versuch, und wenn er glückt, soll das Modell auf alle Ulmer Stadtteile ausgeweitet werden. Womöglich ziehen dann auch andere Kommunen nach. Der Pilot startet Anfang März am Ulmer Eselsberg; rund 800 Senioren über 80 bekommen Post und darin die Einladung, sich vor Ort im Bürgerzentrum des Stadtteils impfen zu lassen.

Die Hintergründe erläuterte die Ulmer Stadtspitze in einer Online-Konferenz am Freitag. Oberbürgermeister Gunter Czisch erklärte, dass man damit „näher zu den Menschen rücken“ wolle. Das sei die Grundidee.

Denn obwohl sich alle Menschen, die älter als 80 Jahre sind, bereits in den Impfzentren impfen lassen können, nehmen längst nicht alle dieses Angebot war. Zum einen wegen Problemen bei der Terminvergabe, zum anderen: Weil sie womöglich keine Angehörigen haben, die ihnen helfen können, den oft beschwerlichen Weg zum Impfzentrum zu bewältigen.

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++ CDU im Südwesten will Blumenläden und Gartencenter öffnen

(12.56 Uhr) Am Montag öffnen Kitas und Grundschulen, eine Woche später dürfen die Frisöre folgen. So lautet bisher der Weg, den Baden-Württemberg aus dem Teil-Lockdown beschreiten will. Dabei soll es nach Wunsch der CDU im Land aber nicht bleiben.

Sie pocht nun darauf, dass auch Gartencenter und Blumengeschäfte zeitgleich mit den Frisören spätestens zum 1. März öffnen können. Justizminister Guido Wolf (CDU) begründet das unter anderem mit der Verhältnismäßigkeit. Lesen Sie den vollständigen Artikel dazu hier.

++ Merkel verteidigt vor Kommunalpolitikern vorsichtigen Corona-Kurs 

(12.52 Uhr) Trotz der vielerorts sinkenden Infektionszahlen setzt Kanzlerin Angela Merkel (CDU) weiter auf einen vorsichtigen Kurs bei weiteren Lockerungen von Corona-Auflagen. Nur bei niedrigen Inzidenzen seien mehr Öffnungen zu vertreten, sagte sie am Freitag nach dpa-Informationen in einer nicht öffentlichen Videoschalte mit rund 100 bayerischen Kommunalpolitikern. Bei Lockerungen habe für sie Schule weiterhin Priorität, sagte Merkel den Angaben aus Teilnehmerkreisen zufolge. Danach könnten dann weitere Öffnungen in den Bereichen Einzelhandel, Veranstaltungen, Kultur und Sport klug kombiniert werden.

Seitens der Landräte und Oberbürgermeister waren bereits vor der Schalte Hoffnungen und auch konkrete Erwartungen für weitere Lockerungen geäußert worden. Dem Vernehmen nach hielten sich die Kommunalpolitiker aber mit allzu großer Kritik — etwa über die nur langsam fließenden Finanzhilfen des Bundes — an Merkel zurück. Auch konkrete Öffnungsschritte oder gar Termine forderte zunächst niemand.

Videokonferenz Merkel und Söder
19.02.2021, Bayern, München: Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, nimmt in der bayerischen Staatskanzlei an einer Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und bayerischen Landräten und Oberbürgermeistern teil. (Foto: Peter Kneffel)

++ Umsatz des Südwest-Gastgewerbes bricht um mehr als ein Drittel ein 

(12.32 Uhr) Der Umsatz im baden-württembergischen Gastgewerbe ist im Vorjahr coronabedingt um mehr als ein Drittel eingebrochen. Die Erlöse der gesamten Branche seien nach vorläufigen Erkenntnissen im Jahresvergleich um 36,3 Prozent zurückgegangen, teilte das Statistische Landesamt am Freitag in Stuttgart mit.

Beherbergungsstätten wie Hotels oder Pensionen waren demnach mit einem Umsatzminus von 44,4 Prozent noch etwas härter getroffen als die Gastronomie, die um 31,9 Prozent schrumpfte.

Viele Betriebe aus beiden Bereichen mussten während der Lockdowns im Frühjahr sowie ab November ganz dichtmachen, einige Gastronomen hielten sich mit einem Außerhausverkauf zumindest etwas über Wasser.

++ Friedrichshafen bereitet zum Schulstart ein eigenes Corona-Testzentrum vor

(12.05 Uhr) Anlässlich des Neustarts von Schulen und Kitas am Montag bereitet die Stadt Friedrichshafen gerade ein eigenes zentrales Testzentrum vor. An einem Ort, der den Getesteten erst nach der Terminvergabe bekannt gegeben wird, können sich ab Mittwoch Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher sowie das weitere Personal testen lassen. Damit soll eine weitere Möglichkeit für die vom Land zugesagte zweimal wöchentliche Testung von Schul- und Kitapersonal zur Verfügung stehen. Auch Arztpraxen und Apotheken sollen damit entlastet werden.

Das Kultusministerium hatte vor kurzem darum gebeten, dass Kommunen eigene Testzentren aufbauen. Bereits Mitte der Woche hatte die Stadt Ravensburg bekannt gegeben, in Windeseile ein eigenes Corona-Testzentrum in der Eissporthalle aufzubauen. Lesen Sie den vollständigen Artikel dazu hier.

++ Proteste erzwingen Karl Lauterbachs Absage als Impfarzt

(11.53 Uhr)Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat seinen geplanten Dienst in einem Leverkusener Impfzentrum abgesagt. „Leider hat es schon im Vorfeld so viele angekündigte Proteste gegen das Leverkusener Impfzentrum gegeben, dass ich den Start erst einmal absagen muss. Polizei und Sicherheitsbehörden sahen Gefährdung“, twitterte Lauterbach am Freitag. Der Politiker hatte vorher angekündigt, sich „wie alle Mitglieder des Impfzentrums“ auch selbst mit dem Vakzin von Astrazeneca impfen zu lassen.

„Da ich weder die großartigen KollegInnen noch den Betrieb des Zentrums gefährden will, nehme ich mich zurück. Es ist allerdings schade, wie stark der Einfluss radikaler Minderheiten auf unser Handeln jetzt wächst“, schrieb Lauterbach am Freitag bei Twitter.

++ Spahn rechnet mit Rückkehr zu regionalen Anti-Corona-Konzepten 

(11.07 Uhr) Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet für die kommenden Wochen mit regional klar differenzierten Corona-Konzepten für mögliche Lockerungen oder notwendige Schutzauflagen. Bund und Länder seien in den vergangenen Monaten „eine Zeit lang im gemeinsamen Geleitzug“ durch die Pandemie gegangen, aber dies werde sich nun wieder weiter ausdifferenzieren, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Dies sei nun auch für die Akzeptanz wichtig.

Spahn betonte, dass es bereits jetzt Landkreise gebe, in denen die Zahl der Neuansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche bei unter zehn liege, anderswo sei die Inzidenz dagegen bei mehr als 200. Aus diesem Grund hätten Bund und Länder kürzlich auch nicht genauer definiert, ob Lockerungen etwa für den Einzelhandel an eine landesweite oder gar bundesweite Inzidenz von unter 35 gekoppelt werde.

Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), betonte, dass die Pandemie von Anfang an lokal bekämpft wurde und dies auch so bleiben werde. Schon jetzt zeigten die Zahlen aus einigen Landkreisen, dass die Inzidenz 35 erreichbar sei.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sprach sich für „kluge Lösungen“ aus, die sich sowohl an den lokalen Inzidenzwerten orientieren aber auch die Mobilität der Menschen einbeziehe, sowohl auf kommunaler Ebene als auch über Bundesländergrenzen hinaus.

++ Bundesregierung setzt Impfstoff-Beauftragten ein 

(10.58 Uhr) Die Bundesregierung setzt einen Sonderbeauftragten ein, um einen stärkeren Ausbau der Impfstoffproduktion in Deutschland zu unterstützen. Diese koordinierende Aufgabe soll der Chef der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Christoph Krupp, übernehmen, wie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag in Berlin bestätigte. Angesiedelt werden solle die Funktion beim Wirtschaftsministerium. Zuerst berichtete das Magazin „Der Spiegel“ darüber. Demnach soll der neue Beauftragte vor allem Ansprechpartner für Hersteller sein und ihnen dabei helfen, ihre Produktion zu steigern.

++ Corona kostet Allianz 1,3 Milliarden Euro 

(9.45 Uhr) Die Allianz hat das Jahr 2020 trotz coronabedingten Gewinneinbruchs besser überstanden als von manchen Börsenfachleuten erwartet. Der Nettogewinn sank um 14 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro, wie Europas größter Versicherungskonzern am Freitag in München mitteilte. Das Unternehmen bezifferte die „negativen Covid-19-Effekte“ im operativen Ergebnis auf 1,3 Milliarden Euro. Der Umsatz des Konzerns sank leicht um 1,3 Prozent auf 140 Milliarden Euro. Manche Analysten hatten größere Einbußen erwartet, doch lief insbesondere das vierte Quartal gut für die Allianz.

Gut lief auch die Vermögensverwaltung, das zweite Standbein neben dem eigentlichen Versicherungsgeschäft. Zum Jahresende verwaltete die Allianz insgesamt knapp 2,4 Billionen Euro eigenes und fremdes Gelder, so viel wie nie zuvor. Davon waren 1,7 Billionen Kundengelder, die der Allianz knapp 33 Milliarden Euro mehr als ein Jahr zuvor anvertraut hatten.

Ziel für 2021 ist ein operatives Ergebnis von 12 Milliarden Euro plusminus einer Milliarde. 2020 waren es 10,8 Milliarden gewesen.

++ Impfen und Öffnen — Landräte und OBs im Gespräch mit Merkel und Söder 

(6.21 Uhr) Bayerns Landräte und Oberbürgermeister treffen sich in der Coronakrise zu einem virtuellen Austausch mit Kanzlerin Angela Merkel, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) sowie Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Die Kommunalpolitiker erhoffen sich in der Videoschalte an diesem Freitag Aussagen zur weiteren Impf- und Öffnungsstrategie, wie der Präsident des Bayerischen Landkreistages, Christian Bernreiter (CSU), sagte. In vielen Städten und Landkreisen seien die Inzidenzwerte inzwischen deutlich gesunken. „Es wird ein munterer Austausch werden“, so Bernreiter.

Bereits am Donnerstag forderten zahlreiche Landräte und OBs aus Kommunen mit konstant niedrigen Corona-Infektionszahlen raschere Lockdown-Lockerungen, insbesondere für den Einzelhandel. Außerdem gehe es um die Finanzhilfen, so Bernreiter. „Weil sich Unternehmen an uns wenden und sagen: Es kommt kein Geld.“

Insbesondere Merkels Einschätzung zu den Virusmutationen und die Perspektive beim Impfstoff sei für die Kommunalpolitiker interessant. Städte und Kreise rüsteten zurzeit ihre Impfzentren für den erwarteten weiteren Impfstoff auf, sagte Bernreiter. „Da wollen wir hören, wie der Nachschub rollt.“ Zudem wollten die Kommunen in die bundesweite Teststrategie eingebunden werden.

++ Bayern sieht gute Chancen für Corona-Lockerungen im Amateursport 

(6.10 Uhr) Angesichts der in weiten Teilen Bayerns sinkenden Corona-Infektionszahlen erwartet Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann zeitnahe Lockerungen im Bereich Amateursport. „Insbesondere Sport an der frischen Luft hat gute Chancen, bald wieder möglich zu sein, aber auch für die Sportausübung in Fitnessstudios und Vereinshallen erarbeiten wir Lösungen“, sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in München. Am Mittwoch hatte auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bereits über Lockerungen für Individualsportarten wie Tennis oder Golf gesprochen.

Wir arbeiten derzeit intensiv an einem Lockerungsplan für den Amateur- und Breitensport in Bayern, damit dieser unter entsprechenden Hygieneauflagen — so schnell es geht — wieder möglich wird.

Joachim Herrmann

Der Amateur- und Breitensport sei wichtig für die Gesundheit der Bürger, gerade auch für Kinder, Jugendliche und ebenso für ältere Menschen. „Wir setzen daher alles daran, dass wir dem 'Sportland Bayern' auch in Corona-Zeiten bald wieder gerecht werden können.“

Herrmann verwies auf die jüngsten einstimmigen Beschlüsse der Sportministerkonferenz in der vergangenen Woche. Demnach soll eine länderoffene Arbeitsgruppe zusammen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund einen Stufenplan für bundesweit einheitliche Öffnungsschritte entwickeln. „Dem organisierten Sport sind bundesweit gleiche Öffnungsszenarien mit einer einheitlich verwendeten Sportbegrifflichkeit ein großes Anliegen“, sagte er.

Für die Umsetzung in Bayern solle es eine Arbeitsgruppe mit dem Gesundheitsministerium, dem Landes-Sportverband und weiteren Vertretern des organisierten Sports geben. „Mein Ziel ist, konkrete Perspektiven zu schaffen“, sagte Herrmann. Konkrete Termine nannte er aber keine. Am 3. März wollen Bund und Länder über das weitere Vorgehen in der Pandemie sprechen. Dann werden auch weitere Lockerungsperspektiven erwartet, sofern sich die Infektionszahlen weiter positiv entwickeln. Große Sorge bereitet Politik und Experten aber weiterhin die unklare Entwicklung wegen Virusmutationen.

Das waren die letzten Meldungen am Donnerstag

++ Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten sinkt weiter

(22.08 Uhr) Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen geht im Südwesten weiter zurück. Die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche lag nach Angaben des Landesgesundheitsamts am Donnerstag bei 41,2 - nach 41,6 am Vortag.

Die Zahl der gesamten bestätigten Corona-Infektionen stieg im Vergleich zum Vortag um 935 auf 308 938, die Zahl der Todesfälle durch oder im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 nahm um 42 auf 7875 zu. 286 550 vormals Infizierte gelten laut einer Schätzung als genesen.

Inzwischen liegen 16 der 44 Stadt- und Landkreise unterhalb der Marke von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche; 9 Kreise weisen eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 50 auf. Zwei dieser Kreise liegen zudem weiterhin über dem Wert von 100: der Kreis Schwäbisch Hall (120,5) sowie der Hohenlohekreis (100,3).

++ Kretschmann warnt vor hohen Erwartungen in Schnelltests

(21.08 Uhr) Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat vor hohen Erwartungen in das neue, umfassende Angebot für Corona-Schnelltests gewarnt. „Das Angebot ist jetzt zwar größer als die Nachfrage. Wir werden die Tests aber nicht grenzenlos zur Verfügung haben, denn man muss sie auch bezahlen können“, sagte er der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“.

Die Tests sollten vor allem Menschen in Anspruch nehmen, die zum Beispiel Verwandte zu Hause pflegen oder häufig in Kontakt mit anderen stehen - wie etwa Kassiererinnen oder Busfahrer, sagte Kretschmann, der Spitzenkandidat der Grünen für die Landtagswahl ist.

Verärgert zeigte er sich über die Verzögerungen bei der Auszahlung der sogenannten Novemberhilfe für die vom Lockdown belasteten Betriebe: „Der Bund hat das offenbar nicht schneller auf die Reihe bekommen.“ Das sei ein gutes Beispiel dafür, „was einem blüht, wenn ein Zentralstaat die Dinge regelt“. Als drängendes Problem nannte er den Erhalt lebendiger Innenstädte bei weiter wachsendem Onlinehandel.

++ Sieben-Tage-Inzident fällt am Bodensee erstmals wieder auf unter 35

(18.49 Uhr) Erstmals in diesem Jahr ist die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag wieder auf unter 35 gesunken. Das bedeutet, im Bodenseekreis sind innerhalb der vergangenen sieben Tage nur 33,6 Menschen pro 100 000 Einwohner positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das zeigt die aktuelle Auswertung des Landratsamts.

Mehr dazu lesen Sie hier. 

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog von Donnerstag. +++

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