Corona-Newsblog: Einschränkungen für Pendler aus dem Ausland werden gelockert

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Digital-Redakteur
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Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

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Aktuelle Zahlen des RKI¹ und Sozialministerium:

  • Aktuell Infizierte Baden-Württemberg: ca. 4.335 (33.070 Gesamt - ca. 27.200 Genesene - 1.535 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 1.535
  • Aktuell Infizierte Deutschland: ca. 18.370 (167.300 Gesamt - ca. 141.700 Genesene - 7.266 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 7.119

Das Wichtigste des Tages:

  • Schulen besorgt über Pläne zu weiteren Schulöffnungen (13.48 Uhr)
  • EU-Kommission für Verlängerung des Einreisestopps bis 15. Juni (17.38 Uhr)
  • Baden-Württemberg forderte Hunderte von Soldaten an (07.27 Uhr)
  • Europapark gibt Öffnungspläne bekannt (10.50 Uhr)
  • Mehr Unterstützung für Familien gefordert (06:29 Uhr)

22.30 Uhr - Das war's für heute. Morgen geht es weiter. Bleiben Sie gesund.

21.26 Uhr - Grünen-Landesvorstand berät über Ordnungsmaßnahmen gegen Palmer 

Der Grünen-Landesvorstand berät über mögliche Ordnungsmaßnahmen gegen den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer. Ergebnisse der Sitzung via Videoschalte, die am Freitagabend andauerte, wurden zunächst nicht bekannt. Jüngster Anlass für die Debatte um das Grünen-Mitglied Palmer ist dessen Äußerung zum Umgang mit Corona-Patienten.

Er hatte in einem Interview gesagt: „Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären.“ Grünen-Mitglieder machten sich daraufhin für einen Parteiausschluss stark. Palmer rechtfertigte seine Aussage mit der Sorge um armutsbedrohte Kinder vor allem in Entwicklungsländern, deren Leben durch die wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns bedroht sei. Ein Ausschlussverfahren gegen ihn gilt als unwahrscheinlich.

Boris Palmer
„Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären“, sagte Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer. (Foto: Sebastian Gollnow / DPA)

20.42 Uhr - 33.070 nachgewiesene Corona-Fälle im Südwesten — 1535 Tote 

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten ist in Baden-Württemberg auf mindestens 33.070 gestiegen. Das waren 202 mehr als am Vortag, wie das Sozialministerium am Freitag mitteilte (Stand: 16.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus stieg um 18 auf 1535. Mehr als 27.200 Menschen sind von ihrer Infektion wieder genesen.

Die Reproduktionszahl wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 0,56 angegeben. Das bedeutet im Mittel, dass zehn mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte etwas mehr als fünf weitere Personen anstecken.

19.02 Uhr - Einschränkungen für Pendler aus dem Ausland werden etwas gelockert 

Baden-Württemberg lockert etwas die Einschränkungen für Pendler aus dem Ausland. Vom kommenden Montag an sollen sie ihren Arbeitsweg unterbrechen können, um Einkäufe zu erledigen. Das ist bislang wegen der Corona-Pandemie nicht gestattet. Innenminister Thomas Strobl (CDU) teilte am Freitag in Stuttgart mit:

Wenn sich nun insbesondere das öffentliche Leben in Frankreich und Baden-Württemberg angleicht, wenn auch in Frankreich Geschäfte wieder öffnen, können wir die Einschränkungen behutsam zurückfahren.

17.38 Uhr - EU-Kommission für Verlängerung des Einreisestopps bis 15. Juni

Die weitreichenden Einreisebeschränkungen in die EU wegen der Corona-Krise sollten aus Sicht der EU-Kommission um weitere 30 Tage bis zum 15. Juni verlängert werden.

Dies schlug die Brüsseler Behörde am Freitag vor. Zur Eindämmung der Pandemie hatten sich Mitte März alle EU-Staaten außer Irland sowie die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island darauf geeinigt, nicht zwingend notwendige Reisen in die EU zunächst einzuschränken.

16.17 Uhr - Prüfungen für den Führerschein beginnen unter strengen Auflagen

Nach den Lockerungen in der Corona-Krise finden von diesem Montag an wieder theoretische und praktische Prüfungen für den Führerschein in Bayern statt. In den nächsten beiden Wochen rechnen die Prüfer noch mit einem langsamen Anlauf, der danach aber tatsächlich zu einer „Welle“ ansteigen werde, sagte Jürgen Wolz von TÜV Süd.

Grund für die Verzögerung sei, dass die Bewerber erst ihre Ausbildung formal abschließen müssten. Der Betrieb an den Fahrschulen könne aber auch erst wieder ab Montag beginnen.

ARCHIV - ILLUSTRATION - 23.06.2010 - Ein Führerschein und ein Autoschlüssel liegen auf einem Fahrzeugschein. (zu «Ungewöhnlich l
Wegen Corona: Prüfung unter Auflagen. (Foto: Marius Becker / dpa)

Nach Paragraf 17 der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gelten dafür strenge Regeln: Fahrschüler müssen im Theorieunterricht und bei der theoretischen Prüfung mindestens eineinhalb Meter Abstand halten. Fahrten mit dem Fahrschulauto dürfen nicht länger als eine Stunde dauern, außerdem müssen dabei alle eine Maske tragen.

Nachschulungen und Eignungsseminare für Besitzer eines Führerscheins finden vorerst nicht statt.

Für die Prüfungen seien die Vorgaben kein Problem. Eine praktische Prüfung dauere normalerweise sowieso nur 45 Minuten, so Wolz. Danach sollen alle aussteigen und das Fahrzeug lüften. Für die Theorieprüfung werde zudem die Anzahl der Plätze reduziert.

15.33 Uhr - Biberacher Sana-Klinik behandelt weiter nur Notfälle

Weil in der Biberacher Sana-Klinik derzeit noch immer eine hohe Zahl an Covid-19-Patienten versorgt werden müssen, gelten dort mindestens bis Ende Mai noch besondere Maßnahmen, wie die Klinik mitteilt. Dazu gehört, dass ausschließlich Notfallpatienten aufgenommen werden. Außerdem wird in der ganzen Klinik zur Einzelzimmerbelegung übergegangen.

In der derzeitigen Corona-Krise gelten in der Sana-Klinik besonders hohe Sicherheits- und Hygienestandards, heißt es in der Mitteilung. Dennoch seien die Fallzahlen im Klinikum insgesamt hoch, weshalb die Biberacher Sana-Klinik zunächst bis Ende Mai nur Notfälle behandelt.

Das Haus reagiert mit dieser Maßnahme auf die dynamischen Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie und steht dabei im engen Austausch mit dem Gesundheitsamt Biberach.

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 20 Covid-19-Patienten werden derzeit in der Biberacher Sana-Klinik behandelt, vier davon intensivmedizinisch.
20 Covid-19-Patienten werden derzeit in der Biberacher Sana-Klinik behandelt, vier davon intensivmedizinisch. (Foto: Symbol: Peter Kneffel/dpa)

15.09 Uhr - Fake-News enttarnt: Angela Merkel und andere Spitzen-Politiker ignorieren Hygiene-Auflagen

Fake-News schüren Ängste, verunsichern und heizen mitunter Emotionen gezielt an. Schwäbische.de stellt regelmäßig Falschnachrichten richtig und erklärt die Hintergründe.

Heute geht es um das folgende Thema: Angela Merkel und andere Spitzen-Politiker ignorieren Hygiene-Auflagen. Hier lesen Sie mehr.

Fake-News schüren Ängste, verunsichern und heizen mitunter Emotionen gezielt an. (Foto: dpa/sz)

14.32 Uhr - Österreich in Corona-Grenzdebatte optimistisch, Bayern zurückhaltend 

In die festgefahrene Debatte um die Öffnung der Grenzen zwischen Deutschland und Österreich wegen der Corona-Pandemie kommt neue Bewegung. Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) rechnet mit einer Öffnung in den kommenden Wochen.

Die Ansteckungszahlen mit dem Virus seien in Österreich derzeit geringer als in Deutschland. „Daher gehe ich auch davon aus, dass es zum Öffnen der Grenze zu Deutschland kommen wird noch vor dem Sommer“, sagte Kurz bei einer Konferenz mit Vertretern des Gastgewerbes am Freitag in Wien.

Die Grenzkontrollen waren erstmals Mitte März angeordnet und dann verlängert worden, um die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland zu verlangsamen — aktuell endet diese Befristung am 15. Mai

Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) betonte am Freitag: „Unsere Linie ist in dieser Frage derzeit unverändert, wir sind hier zurückhaltend“.

Im Rahmen der Seuchenbekämpfung hätten die Grenzkontrollen weiter eine wichtige Funktion, denn auch wenn die Infektionszahlen besser seien, befinde man sich noch immer mitten in der Pandemie. Zugleich verwies er darauf, dass es im kleinen Grenzverkehr und für Pendler ja für Arbeitszwecke bereits jetzt pragmatische Lösungen gebe.

13.48 Uhr - Schulen besorgt über Pläne zu weiteren Schulöffnungen

Der geplante Präsenzunterricht für alle Schüler nach den Pfingstferien bereitet Schulleitungen und Lehrern in Baden-Württemberg nach Verbandsangaben große Bauchschmerzen. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte angekündigt, dass alle Jahrgangsstufen ab Mitte Juni in einem wöchentlichen Wechsel Fernunterricht erhalten und in den Schulen unterrichtet werden sollen.

Der Landeschef des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Gerhard Brand, wies aber am Freitag darauf hin, dass vielerorts Lehrer und Klassenzimmer fehlten. Die Hygienemaßnahmen wegen der Corona-Pandemie müssten eingehalten werden.

„Mit der vorhandenen Personaldecke kommen wir schon jetzt an die Grenze“, sagte Brand. Nach einer siebenwöchigen Schließung gehen seit Montag die Schüler, die vor Abschlussprüfungen stehen, wieder in die Klassenzimmer. Im Sekundarbereich I gehe es dabei um etwa 20 Prozent der Schüler.

Weil die aber wegen der Sicherheitsmaßnahmen in kleineren Gruppen unterrichtet werden müssten, brauche man für sie 30 bis 40 Prozent der Lehrer. Hinzu komme, dass auch das Lernen zu Hause weiterlaufe und Präsenzangebote für die Schüler aufgebaut würden, die mit den Fernlernangeboten nicht erreicht werden konnten.

Manche Schulleitungen hätten signalisiert, dass sie das von der Kultusministerin vorgeschlagene „rollierende System“ bei der Erteilung des Unterrichts wohl nicht einhalten könnten. Brand bat darum, dass die Schulen notfalls von Vorgaben abweichen dürften. Oberstes Ziel müsse sein, die Hygienestandards wegen der Corona-Pandemie für Schüler und Lehrer einzuhalten.

13.06 Uhr - Die Sieben-Tage-Inzidenz: Unser Ritt auf der Rasierklinge

In der Corona-Krise sollen nun genau sieben Tage darüber bestimmen, ob unser Alltag „gelockert“ bleibt, oder ob die Politik wieder die „Notbremse“ zieht. 

Es ist mitnichten Ausdruck von Planlosigkeit und Beliebigkeit, wenn sich die Schlüssel-Indikatoren zur Corona-Pandemie verändern. Die Epidemiologen passen sie schlichtweg an die dynamische Entwicklung der Pandemie an, auch unter Berücksichtigung einer jeweiligen Dunkelziffer. Hier erklären wir Ihnen, was hinter der Sieben-Tage-Betrachtung steckt.

12.40 Uhr - Stimmung deutscher Unternehmer im April so schlecht wie nie

Das Geschäftsklima bei kleinen und mittleren Unternehmen ist weiter im freien Fall: Das Kfw-Mittelstandsbarometer fiel im April um 26,0 Zähler auf minus 45,4 Punkte, wie die Förderbank am Freitag mitteilte. „Nie zuvor blickte der Mittelstand so pessimistisch in die Zukunft“, hieß es. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage als auch die Geschäftserwartungen fielen demnach noch deutlich schlechter aus als im März.

Die Kontaktbeschränkungen und Geschäftsschließungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hatten im April Auswirkungen auf alle Branchen, „wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß“, wie die Kfw weiter mitteilte.

Demnach geht es Großunternehmen „noch schlechter als den Mittelständlern“: Ihr Geschäftsklimaindex sank im April um 23,2 Punkte auf den neuen Tiefstwert von minus 54,5 Punkten.

„Am allerschlechtesten“ sei die Stimmung derzeit in der Autobranche und bei anderen großen Industrieunternehmen. Mittelständische Bauunternehmen zeigten sich noch vergleichsweise optimistisch. 

11.59 Uhr - Wirtschaftskammern am Bodensee fordern sofortige Grenzöffnung 

Zehn Wirtschaftskammern rund um den Bodensee in Deutschland, Österreich und der Schweiz verlangen rasche Grenzöffnungen. „Kein Tag, an dem es die gesundheitspolitische Situation erlaubt, zu einer wirtschaftlichen Normalität zurückzukehren, darf jetzt verschenkt werden“, heißt es in einer am Freitag in Konstanz veröffentlichten Erklärung.

Die in allen drei Anrainerstaaten zur Eindämmung der Pandemie ergriffenen Maßnahmen seien in der Substanz erfolgreich gewesen, wenn auch um den Preis eines weitgehenden Stillstands des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens.

Die Schließung der Grenzen mag in einem ersten Schritt geboten gewesen sein. Wo aber die Bedrohung durch das Virus, die dagegen ergriffenen Maßnahmen und die dabei erzielten Erfolge auf beiden Seiten der Grenze vergleichbar seien, gebe es keinen sachlichen Grund mehr, die Personenfreizügigkeit und eventuell die Dienstleistungsfreiheit nahezu vollständig zu unterbinden.

Der Appell für die Grenzöffnungen wurde von der Wirtschaftskammer Vorarlberg, den Industrie- und Handelskammern in St. Gallen- Appenzell und im Thurgau, der Zürcher Handelskammer, der Handelskammer beider Basel, den IHKs Hochrhein-Bodensee, Bodensee-Oberschwaben, Schwarzwald-Baar-Heuberg und Südlicher Oberrhein sowie von der IHK Schwaben unterzeichnet.

11.28 Uhr - Landwirtschaftsminister wirbt für Ferien auf dem Bauernhof 

Angesichts der Corona-Krise wirbt Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) für Ferien auf dem Land. Bauern-, Reiter- oder Winzerhöfe dürften vom 18. Mai an wieder Gäste in ihren Ferienwohnungen empfangen, sagte Hauk laut einer Mitteilung des Agrarministeriums in Stuttgart am Freitag.

Urlaub auf dem Land sei eine gute Lösung auf die Frage, wo man trotz der schwierigen Lage seine Ferien verbringen könne. „Gast bei unseren Bauern zu sein, ist eine gute Lösung. Urlaub im Land heißt kurze Wege, Erholung in herrlicher Natur und Genuss mit regionalen Produkten.“

Nach Angaben des Agrarministeriums gibt es in Baden-Württemberg rund 1300 bäuerliche Betriebe, die Ferienwohnungen auf ihrem Bauernhof oder Reiterhof anbieten und aktuell — wie viele andere Branchen - wegen der coronabedingten Einschränkungen der vergangenen Wochen vor großen Herausforderungen stehen.

11.18 Uhr - Rammstein sagt Europa-Tour für 2020 ab 

Rammstein hat den zweiten Teil der Europa-Tour abgesagt. „Aufgrund lokaler Veranstaltungsverbote im Zusammenhang mit Covid-19, die nunmehr fast alle geplanten Termine betreffen, kann die Stadion-Tournee der Band 2020 in Europa leider nicht stattfinden“, schrieb Deutschlands international erfolgreichste Band am Freitag auf ihrer Homepage.

„Wir prüfen derzeit, ob es möglich sein wird, die Termine nachzuholen.“ Die Tickets der weitgehend ausverkauften Tour sollen gültig bleiben. Die Fortsetzung sollte am 25. Mai mit einem Auftritt in Klagenfurt beginnen. Anschließend standen in Deutschland ausverkaufte Konzerte in Leipzig (29./30.5.), Stuttgart (2./3.6.), Düsseldorf (27./28.6.), Hamburg (1./2.7.) und — wie schon 2019 — wieder Berlin (4./5.7.) auf dem Tourplan.

Für Europa waren 29 Konzerte der gigantische Show mit viel Feuer und imposanten Lichteffekten geplant. In Nordamerika sind bisher elf Auftritte im August und September vorgesehen. Dazu gab es noch keine Angaben.

Rammstein-Sänger Till Lindemann beim Auftritt in Wacken. (Foto: dpa)

10.50 Uhr -Europa-Park startet nach Corona Ende Mai die Sommersaison 

Deutschlands größter Freizeitpark, der Europa-Park, startet am 29. Mai und damit fast auf den Tag genau zwei Monate später als geplant seine Sommersaison. Die Hotelgastronomie werde schrittweise vom 18. Mai an wieder öffnen, teilte der Vergnügungspark in Rust bei Freiburg am Freitag mit.

Die von Bund und Land beschlossenen Lockerungen der Corona-Regeln machen dies möglich. Der Freizeitpark hatte eigentlich am 28. März die Sommersaison starten wollen, musste wegen des Coronavirus aber geschlossen bleiben.

Der Europa-Park wird dieses Jahr 45 Jahre alt. Im vergangenen Jahr hatte er mit mehr als 5,7 Millionen Gästen einen Besucherrekord erreicht. Zudem ist er nach eigenen Angaben Deutschlands größter privater Hotelbetreiber an einem Ort.

Es werde verschärfte Hygieneregeln und eine Begrenzung der Besucherzahl geben, sagte eine Unternehmenssprecherin. Zudem werde auf Abstand geachtet. Vorerst geschlossen bleibe die zum Park gehörende Indoor-Wasserwelt „Rulantica“. Sie hatte wegen Corona Mitte März schließen müssen. Wann sie wieder öffne, sei noch unklar.

10.21 Uhr - Oberliga-Fußball in Corona-Krise? Kickers wünschen sich Klarheit 

Die verschuldeten Stuttgarter Kickers wünschen sich schnell Klarheit über das weitere Vorgehen in der Oberliga im Zuge der Coronavirus-Krise. „Diese Unsicherheit ist eigentlich unser größtes Problem“, sagte der Präsident des früheren Fußball-Bundesligisten, Rainer Lorz, der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“.

Aufgrund der Pandemie ist auch die Oberliga seit März unterbrochen. Derzeit ist noch unklar, ob die Spielzeit fortgesetzt wird. Für Dienstag haben die Landesverbände von Baden-Württemberg Informationen zum Amateurfußball angekündigt.

Falls die Saison annulliert wird, würden die Kickers als Tabellendritter voraussichtlich in der fünften Liga bleiben. „Auch dann würden wir unsere Ziele auf alle Fälle weiter verfolgen und einen neuen Anlauf nehmen, aber ich hoffe nach wie vor auf einen Aufstieg nach dieser Saison“, sagte der 57-jährige Lorz.

09.01 Uhr - Statistik: Onlinegeschäfte nehmen um 50 Prozent zu

Onlinegeschäfte nehmen in der Corona-Krise rasant zu: In der vergangenen Woche wurden über 50 Prozent mehr Online-Transaktionen getätigt als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Demnach wurden seit Inkrafttreten der erweiterten Kontaktbeschränkungen am 23. März „wöchentlich Anstiege im zweistelligen Prozentbereich“ zum Vorjahr verzeichnet.

Die Statistiker beriefen sich bei dem neuen, wöchentlichen Indikator auf keine amtliche Statistik. Die Angaben stammen von Informationsdienstleistern für Onlinegeschäfte, die sonst beispielsweise Onlinehändler mit Informationen über ihre Kunden versorgen.

08.19 Uhr - Blick in die Region 

07.27 Uhr - Baden-Württemberg forderte Hunderte von Soldaten an

Behörden in Baden-Württemberg hatten auf dem Höhepunkt der Corona-Krise beim Verteidigungsministerium Hunderte von Soldaten für Sicherheitsaufgaben angefordert, auch in Flüchtlingsheimen. Wie aus einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage der Linken hervorgeht, wurden diese Anträge später zurückgezogen.

Beispielsweise fragte das Regierungspräsidium in Karlsruhe am 1. April nach, ob die Bundeswehr 217 Soldaten „als Wachpersonal für Sicherheitsaufgaben“ sowie zur Überwachung von Quarantäne-Maßnahmen und für die Kontrolle der Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen zur Verfügung stellen könne. Am 6. April habe das Innenministerium in Stuttgart dann 207 Soldaten zur „Bestreifung“ einer Isolierstation und der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Ellwangen angefordert.

Die Bundeswehr hatte zuvor bereits mehrere Anträge zurückgewiesen. Dazu zählte beispielsweise ein Antrag, die Bundeswehr solle in Thüringen eine Erstaufnahmeeinrichtung selbstständig betreiben.

Laut Verteidigungsministerium gingen bei der Bundeswehr insgesamt 16 Anträge aus Baden-Württemberg, dem Saarland, Thüringen, Rheinland-Pfalz und Bayern ein, die hoheitliche Aufgaben betrafen. Sechs dieser Anträge lehnte die Bundeswehr den Angaben zufolge ab. Zehn Anträge wurden wieder zurückgezogen.

 06.29 Uhr -Forderungen nach „Kindergipfel“ und Hilfen für Eltern

Wegen der weiterhin ungewissen Perspektiven für Schulen und Kitas in der Corona-Krise reißen die Forderungen nach mehr Unterstützung für Familien nicht ab.

„Wir brauchen einen Kindergipfel der Ministerpräsidenten und zuständigen Landesminister im Kanzleramt“, sagte Linksfraktionschef Dietmar Bartsch der dpa. Kinder, Frauen und Familien seien die Verlierer der Krise. Erneut werden zudem Forderungen laut, die Lohnfortzahlung für Eltern, die wegen geschlossener Kitas oder Schulen nicht arbeiten können, zu verlängern. Der Bundesverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) kritisierte derweil die in den Lockerungsplänen von Bund und Ländern vereinbarte Infektionsobergrenze als viel zu hoch. Ein Überblick.

An Kitas und Schulen ist noch nicht an einen Regelbetrieb zu denken.
An Kitas und Schulen ist noch nicht an einen Regelbetrieb zu denken. (Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa)

Das waren die letzten Meldungen vom Donnerstag

21.52 Uhr - Merkel spricht mit Papst Franziskus über Corona-Pandemie

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in einem Telefonat mit Papst Franziskus über die Corona-Krise beraten. „Beide sprachen sich dafür aus, insbesondere ärmere Länder in der Corona-Pandemie zu unterstützen“, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert nach dem Gespräch am Donnerstag mit. Die Kanzlerin und der Papst hätten die Bedeutung von „Zusammenhalt und Solidarität in Europa und der Welt“ in der Corona-Krise hervorgehoben.

Merkel habe den Pontifex außerdem zu einem Besuch nach Deutschland eingeladen, sobald dies wieder möglich sei. Die Kanzlerin und der Papst sind sich bereits mehrfach persönlich begegnet, zuletzt war Merkel im Juni 2017 zu Gast im Vatikan. Auf einen Gegenbesuch des Papstes warteten die Katholiken in Deutschland aber bislang vergeblich, obwohl die Kanzlerin Franziskus schon bei seiner Amtseinführung im März 2013 nach Deutschland eingeladen hatte.

21.09 Uhr - Umfrage: Mehrheit gegen Bundesliga-Fortsetzung 

Die Mehrheit der Deutschen ist gegen eine Fortsetzung der Fußball-Bundesliga während der Corona-Krise. 50 Prozent sprachen sich in einer Umfrage von infratest dimap für den „ARD-DeutschlandTrend“ gegen einen Re-Start der 1. und 2. Liga ohne Zuschauer aus. 36 Prozent sprachen sich laut ARD-Mitteilung für eine Fortsetzung aus.

In einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv sprechen sich sogar 57 Prozent gegen einen Re-Start aus. 32 Prozent befürworten in dieser Untersuchung das Vorgehen der Liga. Nachdem die Politik am Mittwoch den Weg frei gemacht hatte, kündigte die Deutsche Fußball-Liga (DFL) am Donnerstag eine Weiterführung des Spielbetriebs ab 16. Mai an.

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Unsere Daten und Zahlen beziehen wir aus folgenden Quellen:

Dashboard RKI¹, Johns-Hopkins-University², Worldometer³, Ministerium für Soziales und Integration Baden Württemberg⁴, WHO⁵

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