Corona-Newsblog: Das waren die wichtigsten Entwicklungen des Tages

Lesedauer: 24 Min
Digitalredakteurin
Digital-Redakteur
Deutsche Presse-Agentur
Agence France-Presse

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell Infizierte Baden-Württemberg: ca. 401 (35.530 Gesamt - ca. 33.300 Genesene - 1.829 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg:  1.829
  • Aktuell Infizierte Deutschland: ca. 6842 ( 193.499 Gesamt - ca. 177.700 Genesene - 8957 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 8.957

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Zahlreiche Fans feiern trotz Corona den VfB Stuttgart vor dem Stadion (18.50 Uhr)
  • Zehn Millionen Fälle und fast 500.000 Tote weltweit (15.37 Uhr)
  • Bayern will Corona-Tests für alle ermöglichen (Sonntag, 9.41 Uhr)
  • Grundschule in Göppingen wegen Coronavirus geschlossen (Samstag, 13.34 Uhr) 
  • Urlauber strömen an die Küsten (Samstag, 17.46 Uhr)
  • Söder warnt vor früher zweiter Corona-Welle (Samstag, 12.18 Uhr)
Hier könnten Sie weitere Inhalte von Flourish entdecken.
Dafür benötigen wir Ihre Zustimmung zur Datenübermittlung.

Das war's für heute. Wir wünschen Ihnen einen guten Abend und sind morgen auf Schwäbische.de wieder mit einem neuen Corona-Newsblog für Sie da.

++ Zahlreiche Fans feiern VfB Stuttgart vor dem Stadion

(18.50 Uhr) Nach dem Bundesliga-Aufstieg des VfB Stuttgart haben sich zahlreiche Fans der Schwaben vor dem Stadion versammelt. Mehrere Hundert Anhänger feierten die Mannschaft am Sonntag mit Sprechchören und Gesängen. Aufgrund der Corona-Beschränkungen wurden sie kurz darauf per Stadiondurchsage um die Auflösung der Versammlung gebeten. „Bitte seid vernünftig und löst die Ansammlung vor den Stadiontoren auf“, hieß es.

VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo äußerte dagegen Verständnis für die Anhänger. „Wenn Emotionen im Spiel sind, hat man einen Tick weit weniger Kontrolle über sich selbst“, sagte der 42-Jährige.

++ Zehn Millionen Fälle und fast 500.000 Tote weltweit

(15.37 Uhr) Rund sechs Monate nach Beginn der Coronavirus-Pandemie gibt es US-Wissenschaftlern zufolge bereits mehr als zehn Millionen bestätigte Infektionen und knapp 500.000 Todesfälle. Das ging am Sonntag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor.

Die jüngsten Daten geben das ganze Ausmaß der Corona-Pandemie vermutlich nur teilweise wider: Experten zufolge gibt es in vielen Ländern eine hohe Dunkelziffer an Infektionen und Todesfällen, die nicht durch Tests bestätigt wurden. Selbst in den USA gehen Experten der Regierung davon aus, dass wegen asymptomatischer Fälle nur ein Bruchteil der Infektionen erfasst wird.

Zudem haben die Maßnahmen zur Bewältigung der Pandemie inzwischen die schlimmste globale Rezession seit der Weltwirtschaftskrise vor rund 90 Jahren ausgelöst, wie der Internationale Währungsfonds in dieser Woche warnte. Erst kommendes Jahr soll sich die Wirtschaft wieder erholen — sofern das Virus im Laufe des Jahres weitgehend unter Kontrolle gebracht werden sollte.

Das am schlimmsten von den Gesundheitsfolgen der Pandemie betroffene Land sind die USA. Dort gab es bis Sonntag mit 2,5 Millionen die meisten bestätigten Infektionen und mit mehr als 125 000 Opfern auch die meisten bekannten Corona-Todesfälle. Am Samstag hatten Behörden dort Johns Hopkins zufolge 45 255 bestätigte Neuinfektionen gemeldet - die bislang größte Zunahme innerhalb eines Tages seit Beginn der Pandemie.

++ Die aktuellen Corona-Statistiken für Deutschland

(12.31 Uhr) Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Sonntag mit 193.499 angegeben - ein Plus von 256 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 194.693 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 8957 Todesfälle und damit drei mehr als am Vortag. Die JHU zählte 8968 Tote. Die Zahl der Genesenen betrug laut RKI etwa 177.700.

++ Kein Mundschutz, kein Abstand: Diskobetrieb trotz Corona

(11.03 Uhr) In den frühen Sonntagmorgenstunden wurde in einer Diskothek in Meßkirch etwa 200 Personen festgestellt. Nach Angaben der Polizei trugen weder die Gäste noch das Personal einen Mund-Nasen-Schutz. Auf Grund der Enge konnte auch der Mindestabstand von 1,50 Meter im Lokal nicht eingehalten werden. Um 3:15 Uhr veranlasste die Polizei die Räumung der Diskothek. Der Betreiber muss nun mit einer Anzeige wegen Verstoß gegen die Coronaverordung rechnen.

++ Bayern kündigt Corona-Tests für jedermann an

In Bayern soll sich künftig jeder auf das Corona-Virus testen lassen können — unabhängig davon, ob er Symptome hat. Die Tests sollen „massiv“ ausgeweitet werden, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag in München erklärte. Sie kündigte eine „Corona-Testoffensive“ an: „Allen Bürgerinnen und Bürgern Bayerns wird deshalb zeitnah angeboten, sich bei einem niedergelassenen Vertragsarzt auch ohne Symptome testen zu lassen.“

Generell gilt: Im Kampf gegen das Virus sind inzwischen in ganz Deutschland Tests auch ohne akute Krankheitsanzeichen auf breiter Front möglich — besonders in sensiblen Bereichen wie Kliniken, Pflegeheimen, Schulen und Kitas. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte vor knapp drei Wochen eine Verordnung verkündet, die eine Reihe zusätzlicher Testmöglichkeiten auf Kassenkosten festlegt. Bis dahin gab es Tests auf Kassenkosten in der Regel nur bei Infektionsverdacht — also wenn man Symptome wie Fieber, Husten, Halsschmerzen oder Geruchs- und Geschmacksstörungen hatte.

Bayern ist das erste Bundesland, das künftig Tests für jedermann vorsieht. „Ein Eckpunkt unseres Bayerischen Testkonzepts ist, dass alle Personen, die auf eine Infektion auf SARS-CoV-2 getestet werden wollen, Gewissheit darüber erhalten sollen, ob sie sich infiziert haben“, betonte Huml. 

Der Freistaat übernimmt hier die Kosten sowohl für die ärztliche Leistung (Abstrich) als auch für die Laborkosten“, sagte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Sollte allerdings ein Anspruch auf Kostenerstattung durch eine andere Stelle wie beispielsweise eine Krankenkasse bestehen, sei „diese Leistung vorrangig in Anspruch zu nehmen“. In allen anderen Fällen zahle der Freistaat. Es sei „ein ergänzendes Angebot, das vollständig aus staatlichen Mitteln getragen wird."

Nach den Vorfällen bei Tönnies soll auch in Bayern ein Schwerpunkt der Tests auf Schlachthöfen und Fleischverarbeitungsbetrieben liegen. Ziel sei, „größeren Ausbruchsgeschehen wie in Gütersloh vorzubeugen“, sagte die Gesundheitsministerin. In 33 weiteren ausgewählten Fleischbetrieben sollen die Mitarbeiter in Bayern reihenweise getestet werden. „Dabei wollen wir auch herausfinden, ob die hohe körperliche Belastung oder die Arbeit bei ungünstigen Klimabedingungen mögliche weitere Risikofaktoren für eine Corona-Infektion darstellen“, sagte Huml.

Hendrik Streeck
Hendrik Streeck, Direktor des Institut für Virologie an der Uniklinik in Bonn. (Foto: Federico Gambarini / DPA)

++ Virologe Streeck fordert „Eingreiftruppe für Infektionskrankheiten“

(8.09 Uhr) — Der Bonner Virologe Hendrik Streeck fordert angesichts der Corona-Pandemie schnelle Eingriffsmöglichkeiten bei Infektionskrankheiten auf nationaler und internationaler Ebene. So müsse etwa die Weltgesundheitsorganisation gestärkt werden, sagte Streeck in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Seiner Meinung nach sollte es „ein Emergency Response Team der WHO“ geben. „Eine Einheit, die weltweit Infektionen eindämmen kann.“

Auch für Deutschland wünscht er sich „eine Eingreiftruppe für Infektionskrankheiten.“ Diese solle ein Verband sein, der national agiere, „nicht ausschließlich auf der Ebene der Länder“. Für sinnvoll hält er, einen solchen Verband „beim Robert-Koch-Institut anzudocken“. Dieser solle eigenes Eingreifpersonal haben und auch auf das Technische Hilfswerk zurückgreifen können. Bei der Pandemie-Bekämpfung in Deutschland hatte es immer wieder Diskussionen um ein bundeseinheitliches Vorgehen gegeben. Alleingänge einzelner Länder, etwa bei Lockerungen der Schutzmaßnahmen, waren wiederholt in die Kritik geraten.

Der Virologe warnte zugleich vor weiteren und möglicherweise noch gefährlicheren Pandemien in der Zukunft. „Das kann passieren“, sagte Streeck. Auch ein bekanntes Virus könne sich verändern und aggressiv werden, wie die Spanische Grippe vor hundert Jahren. „Oder die Aedes-Mücke wird durch den Klimawandel bei uns heimisch, und wir bekommen es mit Dengue-Fieber zu tun.“

++ Tübinger Forscher erklären, was das Virus bei schweren Verläufen im Körper macht

Forschungen der Universitätsklinik Tübingen weisen auf eine Überreaktion des Immunsystems als Ursache für besonders schwere Covid-19-Erkrankungen hin. Diese verlaufe schubweise und führe zu Gefäßschäden, Thrombosen und Blutgerinnungsstörungen, sagte der Pathologe Hans Bösmüller der Deutschen Presse-Agentur. Er sprach von einer „Entgleisung des Immunsystems“. Zuvor hatte der SWR berichtet.

Bösmüller hat seit Ausbruch des Coronavirus die Körper von elf Menschen obduziert, die an einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind. Die Patienten waren zwischen 18 und 89 Jahren alt und hatten zum großen Teil Vorerkrankungen.

Er hat Beeinträchtigungen vor allem in den Lungen der Verstorbenen festgestellt. Einerseits waren Gefäße beschädigt und undicht. Dadurch ergießt sich das Eiweiß Fibrin, das auch bei Schürfwunden als zähe, gelbe Flüssigkeit zu sehen ist, in die Lunge und behindert den Gasaustausch über die Lungenbläschen. Ebenso tauchten Gerinnungsstörungen in der Lunge auf. Dabei wird das Blut fest und die betroffenen Gewebeteile der Lunge sterben ab. Folge: „Der Mensch kann nicht mehr ausreichend atmen“, sagt der Pathologe.

Was über Covid-19-Risikogruppen bekannt ist
ARCHIV - 09.04.2020, Baden-Württemberg, Stuttgart: Auf zwei Monitoren sind am Klinikum Stuttgart Computertomographieaufnahmen der Lunge eines Covid19-Patienten zu sehen. Bei den meisten Menschen verläuft eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 glimpflich. Sie bekommen Husten und Fieber. (zu dpa „Alter und Vorerkrankungen - Was über Covid-19-Risikogruppen bekannt ist“) (Foto: Sebastian Gollnow)

Seiner Erkenntnis nach können diese Blutgerinnsel nach einer Corona-Infektion auch in anderen Organregionen auftreten, beispielsweise im Darm. Das wiederum kann zur Darmlähmung und einem tödlichen Kreislaufschock führen. Ebenso können bei einer Genesung überall im Körper Schäden durch solche Gerinnungsstörungen zurückbleiben: neben Atemschwierigkeiten etwa Probleme bei der Wundheilung. Entstehen Gerinnsel in den Arterien von Händen und Fingern, könnten auch Teilamputationen notwendig werden.

Bösmüller zufolge könnten diese Schäden in Lungen und anderen Organen durch eine krankhafte Immunantwort entstehen. Patienten, die schwer an Covid-19 erkrankt seien, hätten zwar Antikörper gebildet. Möglicherweise weil das Zusammenspiel mit dem sogenannten Komplementsystem aus dem Ruder laufe, könnten ihre Körper sie aber nicht anwenden. Das Komplementsystem ist ein Teil des Immunsystems, der bei Infekten die Immunantwort des Körpers kontrolliert.

„Warum das bei manchen Menschen geschieht und bei manchen nicht, wissen wir nicht“, sagt Bösmüller. Jüngsten Erkenntnissen zufolge könnte die Blutgruppe ein Faktor sein. Einem internationalen Forscherteam um den Molekularbiologen Andre Franke von der Universität Kiel zufolge haben Menschen mit der in Deutschland häufigsten Blutgruppe A ein höheres Risiko für einen schweren Infektionsverlauf als solche mit anderen Blutgruppen.

Bösmüller selbst war Ende Februar einer der ersten Menschen in Baden-Württemberg, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Er hatte kaum Symptome und ist Blutgruppe 0. Folgen der Infektion spürt er nicht. „Diejenigen, die ihre Erkrankung kaum gespürt haben, leiden nach bisheriger Kenntnis auch kaum an Nacherkrankungen.“

Das waren die Entwicklungen am Samstag:

++ Urlauber strömen an die Küsten - Verkehrschaos bleibt aus

(17.46 Uhr) Mit dem Beginn der Sommerferien in gleich sechs Bundesländern haben die Besucherströme an Deutschlands Küsten deutlich zugenommen. Der ein oder andere Badeort stieß bereits an seine Kapazitätsgrenzen.

In anderen Region war der Andrang hingegen moderater. Und auch auf den Straßen blieben die ganz großen Staus bislang aus.

An der Ostsee - in den Urlaubsorten Scharbeutz und Haffkrug - waren am Samstag zeitweise die Grenzen für Parkplätze und für den Strand erreicht. Das teilte die Scharbeutzer Bürgermeisterin Bettina Schäfer in einem Facebook-Post mit. „Anreisende Gäste werden nur noch durch unsere Orte durchgeleitet.“ Anwohner und der öffentliche Nahverkehr hätten freie Fahrt, auch Gäste zu Ferienwohnungen und Hotels. Weil es am Nachmittag zu regnen begann, konnten die Sperrungen laut Schäfer später wieder aufgehoben werden.

Das niedersächsische Nordseebad Dangast war zum Auftakt der Feriensaison ebenfalls gut ausgelastet. „Nicht zu 100 Prozent, aber die touristischen Zahlen sind gut“, sagte Kurdirektor Johann Taddigs am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Auch die Einhaltung der Corona-Regeln funktioniere. An den Stränden seien etwa die Strandkörbe auf drei Meter auseinandergerückt, damit der Radius von 1,50 Meter eingehalten werden könne. St. Peter-Ording meldete, 98 Prozent der Quartiere seien ausgebucht.

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Grundschule in Göppingen wegen Coronavirus geschlossen

(13.34 Uhr) Eine Grundschule in Göppingen ist wegen des Coronavirus geschlossen worden. Bei einem Kind, das die Schule besuche, sei eine Infektion mit dem Virus festgestellt worden, teilte ein Sprecher der Stadt Göppingen am Freitagabend mit. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt bleibe die Grundschule daher bis einschließlich Mittwoch geschlossen. An diesem Samstag sollten Schüler und Lehrer auf das Coronavirus getestet werden. An der Uhland-Grundschule werden rund 250 Schüler in zwölf Klassen unterrichtet, wie auf der Internetseite der Stadt zu lesen ist.

Seit Mitte Juni gibt es an allen Schulen im Südwesten einen Unterricht im Schichtbetrieb im Wechsel mit dem Fernunterricht und mit einem abgespeckten Stundenplan. An diesem Montag sollen Kitas und Grundschulen in eine Art Regelbetrieb starten. Das Abstandsgebot in den Einrichtungen wird dann fallen. Die grün-schwarze Landesregierung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) stützt sich dabei auf eine Studie mit Kindern bis zu zehn Jahren. Sie hat ergeben, dass Kinder keine Treiber der Corona-Infektionen sind.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte nicht ausgeschlossen, dass Kitas und Grundschulen wieder geschlossen werden müssen, falls es Corona-Infektionsherde gibt. Ob es sich bei der Uhland-Schule um die erste Schule in Baden-Württemberg handelt, die wegen des Virus wieder schließen musste, war zunächst unklar.

++ Söder warnt vor früher zweiter Corona-Welle

(12.18 Uhr) Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnt vor einer zweiten Corona-Welle. „Wir müssen wirklich aufpassen“, sagte er in einer am Samstag veröffentlichten Videobotschaft.

„Wir dürfen nicht riskieren, dass wir sogar noch schneller als befürchtet, vor dem Herbst, eine zweite Welle bekommen, eine schleichende Welle, und überall regionale Lockdowns bekommen.“ In der vergangenen Woche sei „unglaublich viel passiert“, sagte er mit Blick auf Ausbrüche im Kreis Gütersloh, in Niedersachsen oder Berlin. Darum sei es unangebracht, darüber zu streiten, „ob diese Maßnahmen zuviel oder zu wenig sind“ - sondern man müsse „handeln und entscheiden“.

Bayern habe darum entschieden, dass Touristen aus Risikogebieten zwar in bayerischen Hotels übernachten dürfen - aber nur mit einem negativen Corona-Test. Bayern sei damit „ein Vorreiter in Deutschland“. Wer einen negativen Test habe, dürfe im Freistaat Urlaub machen, alle anderen sollten sich erstmal auskurieren. „Ich gönn' allen ihre Ferien“, sagte Söder. „Aber auch da müssen wir aufpassen.“ Er betonte: „Corona bleibt tödlich.“

++ EU-Einreisebeschränkungen bleiben für viele Länder bestehen

(9.09 Uhr) In der EU zeichnet sich eine Einigung auf strenge Kriterien für die geplante Lockerung der Corona-Einreisebeschränkungen ab. Demnach werden Reisende aus Ländern wie den USA, Russland und Brasilien auch nach Ablauf dieses Monats nur in Ausnahmefällen in die EU kommen dürfen.

Lediglich für Menschen aus rund einem Dutzend Ländern wie Südkorea oder Neuseeland könnten die geltenden Einreisebeschränkungen demnach im Juli aufgehoben werden. Letztere sehen vor, dass nur unbedingt notwendige Reisen erlaubt werden.

Entscheidend für die Lockerung der Einreisebeschränkungen soll künftig vor allem die Zahl der Covid-19-Neuinfektionen in den zwei Wochen zuvor sein. Zudem sollen unter anderem der Trend im gleichen Zeitraum sowie der Umgang des jeweiligen Staates mit der Pandemie eine Rolle spielen.

++ 55 neue Corona-Infektionen im Südwesten 

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten seit Beginn der Pandemie ist in Baden-Württemberg auf mindestens 35.541 gestiegen. Das waren 55 mehr als am Vortag, wie das Sozialministerium am Freitag in Stuttgart mitteilte.

Etwa 33.252 Menschen sind wieder genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus lag bei 1.829. Derzeit seien geschätzt noch 460 Menschen im Land mit dem Coronavirus infiziert, hieß es.

Die Reproduktionszahl wurde vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 1,19 angegeben. Sie besagt, wieviele Personen im Durchschnitt von einem Infizierten angesteckt werden.

 

+++ Wer-Wie-Was: Alle Regeln, Tipps, Fragen und Antworten zu Corona im XXL-Überblick +++

+++ Hier geht es zum Newsblog von Freitag +++

Ausgewählte Artikel zum Virus und seinen Folgen:

Unsere Daten und Zahlen beziehen wir aktuell aus dem Dashboard RKI¹

Meist gelesen in der Umgebung

Mehr Inhalte zum Dossier

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen

Leser lesen gerade