Corona-Newsblog: Das waren die wichtigsten Entwicklungen am Sonntag

Lesedauer: 16 Min
Digitalredakteurin
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Deutsche Presse-Agentur
Agence France-Presse

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell Infizierte Baden-Württemberg: ca. 705 (34.892 Gesamt - ca. 32.396 Genesene - 1791 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 1791
  • Aktuell Infizierte Deutschland: ca. 6211 ( 183.979 Gesamt - ca. 169.100 Genesene - 8668 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 8668

Das Wichtigste des Tages:

  • Aktuell noch 677 Menschen in Baden-Württemberg infiziert (18.31 Uhr)
  • Zahl der Todesfälle in Deutschland bei 8668 (7.05 Uhr) 
  • Lufthansa spricht "Home-Coming-Garantie" für Kunden aus (13.26 Uhr) 
  • Kaum Abstand: Zehntausende protestieren in Deutschland gegen Rassismus (17.16 Uhr)
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Das war's für heute. Wir wünschen Ihnen einen guten Abend und sind morgen Früh auf Schwäbische.de wieder mit einem neuen Corona-Newsblog für Sie da.

++ Aktuell noch 677 Menschen in Baden-Württemberg infiziert

(18.31 Uhr) Aktuell sind geschätzt noch 677 Menschen in Baden-Württemberg mit dem Coronavirus infiziert. Das teilt das Gesundheitsministerium mit. Heute wurden lediglich 24 Neuinfektionen und kein weiterer Todesfall im Land gemeldet.

Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 34.930 an. Davon sind ungefähr 32.462 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen.

Die Ansteckungsrate wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,79 angegeben. Sie gibt die Anzahl der Personen an, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und liegt für Baden-Württemberg aktuell im Durchschnitt bei 1,3.

Das Durchschnittsalter der Infizierten beträgt 51 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 106 Jahren. Unter den Verstorbenen waren 1.011 Männer und 780 Frauen. Das Alter lag zwischen 18 und 106 Jahren. 65 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Aufgeführt sind die Todesfälle, die mit und an SARS-CoV-2 verstorben sind. Mit SARS-CoV-2 verstorben bedeutet, dass die Person aufgrund anderer Ursachen verstorben ist, aber auch ein positiver Befund auf SARS-CoV-2 vorlag. An SARS-CoV-2 verstorben bedeutet, dass die Person aufgrund der gemeldeten Krankheit verstorben ist.

++ Kaum Abstand: Zehntausende protestieren in Deutschland gegen Rassismus

(17.16 Uhr) Zehntausende Menschen in Deutschland haben am Samstag gegen Rassismus und Polizeigewalt demonstriert. Allein am Berliner Alexanderplatz waren es nach Polizeiangaben rund 15.000 Teilnehmer, in München gingen etwa 25.000 Demonstranten auf die Straße. In Stuttgart sagte Demo-Mitorganisator Lionel Njoya: „Ich stehe heute hier, weil der Traum von Martin Luther King nicht in Erfüllung gegangen ist.“

Auslöser war der Tod des Schwarzen George Floyd in den USA bei einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai. Kritik gab es an den Demos in Deutschland, weil der wegen der Corona-Pandemie geltende Mindestabstand nicht überall eingehalten wurde.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigte Verständnis für die Proteste, äußerte sich aber besorgt über dichte Menschenmengen während der Corona-Pandemie. „Der Kampf gegen Rassismus braucht unser gemeinsames Engagement“, schrieb Spahn auf Twitter. „Doch dicht gedrängte Menschenmengen mitten in der Pandemie besorgen mich.“ Auch bei wichtigen Anliegen gelte: „Abstand halten, Alltagsmaske tragen, aufeinander acht geben.“

Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, forderte mehr Vorsicht und Respekt bei Demonstrationen wie am Samstag. Die Bereitschaft, sich an Abstandsregeln zu halten, sei „so gut wie nicht erkennbar“ gewesen, sagte Wendt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Die meisten Teilnehmenden hielten sich nicht an Abstandsregeln.“

++ 47.360 Coronavirus-Fälle in Bayern

(16.32 Uhr) In Bayern sind bis Sonntag 47.360 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 2500 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 43.620 Menschen.

Damit sind aktuell geschätzt 1240 Menschen in Bayern mit dem Coronavirus infiziert.

++ Lufthansa gibt Rückflug-Garantie

(13.26 Uhr) Mit einer „Rückflug-Garantie“ will die Lufthansa Sorgen vor Reisen in der Corona-Krise entgegentreten. Man führe eine „Home-Coming-Garantie“ ein, sagte Konzernchef Carsten Spohr der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Wer zurück will nach Deutschland, den bringen wir zurück. Sei es, weil er wegen erhöhter Temperatur am Zielort nicht einreisen darf, er dort in Quarantäne müsste oder weil im Gastland das Virus ausbricht — für alle diese Fälle wird es eine abgesicherte Rückflug-Garantie geben.“ Weitere Details nannte er nicht. Spohr äußerte sich zuversichtlich, dass die Nachfrage nach Privatreisen sehr schnell zurückkommen werde.

Die Lufthansa war in der Corona-Krise schwer unter Druck geraten, weil seit Monaten kaum noch Flugverkehr möglich ist. Im Konzern mit etwa 138.000 Beschäftigten stehen Tausende Jobs auf der Kippe. Die Bundesregierung hat ein Hilfspaket geschnürt, das Hilfen und Eigenkapitalmaßnahmen in einer Gesamthöhe von neun Milliarden Euro vorsieht. Dafür soll der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) 20 Prozent der Aktien übernehmen.

Spohr entschuldigte sich bei den Kunden, die ihr Geld für stornierte Tickets noch nicht zurück bekommen haben. „Wir zahlen jedem Kunden seinen Ticketpreis zurück, ich kann die Kunden nur um Entschuldigung bitten“, sagte er der Zeitung. Die Ressourcen seien deutlich erhöht worden, um die Abwicklung zu beschleunigen. So gebe es mehr Personal in den Call-Centern. „In den nächsten sechs bis acht Wochen wollen wir den Rückzahlungsstau abgearbeitet haben.“

++ Erhebliche Einnahmeeinbußen der Kirchen durch Corona

(9.50 Uhr) Die Kirchensteuer ist die wichtigste Einnahmequelle der Kirchen. Sie ist an die Einkommenssteuer gekoppelt. Wegen der Rezession infolge der Betriebs- und Produktionsrückgänge erwarten auch die Kirchen empfindliche Einbußen. 

Die katholische Erzdiözese Freiburg hat bereits mit einer vorläufigen Haushaltssperre reagiert. Sie rechnet in diesem Jahr mit Kirchensteuereinbußen zwischen 23 und 63 Millionen Euro. Nach Angaben eines Sprechers wird nun bei allen größeren Ausgaben geprüft, ob sie nötig sind oder verschoben werden können. Kirchengemeinden, Caritas, Seelsorge und Bildung sollen aber nicht unter den Sparmaßnahmen leiden. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart hat bislang noch keine Haushalts- oder Investitionssperre beschlossen. In Zusammenarbeit mit externen Experten werde eine Strategie für die kommenden Jahre erarbeite. Die mehr als 1000 Kirchengemeinden des Bistums mit ihren eigenen Haushaltsplänen werde die Krise unterschiedlich hart treffen.

Auch die Evangelische Landeskirche in Württemberg stellt alle geplanten Maßnahmen und Investitionen auf den Prüfstand. Bis auf wenige Ausnahmen werden derzeit keine Ausschreibungen und Einstellungen vorgenommen.

Nicht nur die Kirchensteuern brechen ein. Auch kirchliche Tagungsstätten durften keine Gäste mehr beherbergen, kirchliche Bildungsstätten mussten Veranstaltungen absagen. Und sonntags landeten keine Münzen und Scheine im Klingelbeutel: Weil keine Präsenzgottesdienste stattfanden, gab es auch keine Kollekten.

Im April und Mai sind der Evangelischen Landeskirche Baden dadurch nach eigenen Schätzungen jeden Sonntag zwischen 40.000 und 60. 000 Euro weggebrochen, die sonst in Hilfsprojekte fließen. Teils werden Kollekten aber auch ür gemeindeeigene Zwecke verwendet.

++ Die aktuellen Fallzahlen vom Sonntagmorgen

(7.05 Uhr) Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Sonntag mit 183.979 angegeben - ein Plus von 301 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 185.450 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 8668 Todesfälle und damit 22 mehr als am Vortag, die JHU 8673 Tote.

Die Zahl der Genesenen betrug laut RKI etwa 169.100.

Die letzten Meldungen vom Samstag:

++ Fast 35.000 Infizierte im Südwesten

(18.33 Uhr) Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten ist in Baden-Württemberg auf mindestens 34.892 gestiegen. Das sind 14 mehr als am Vortag, wie das Sozialministerium am Samstag in Stuttgart mitteilte (Stand: 16 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um einen auf 1791. Etwa 32.396 Menschen seien von ihrer Infektion wieder genesen. 

Die Reproduktionszahl wurde vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 0,65 angegeben. Sie gibt die Anzahl der Personen an, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden.

++ Keine Fußball-Saison 2020/21 in Bayern

(14.40 Uhr) In Bayern gibt es keine Fußball-Saison 2020/21. Zu dieser weitreichenden Entscheidung ist eine vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) eingesetzte Arbeitsgruppe gekommen. Das Votum des Gremiums sei einstimmig ausgefallen, wie der BFV am Samstag mitteilte.

Die kommende Spielzeit bei Männern und Frauen könne aus zeitlichen Gründen und wegen fehlender Spieltermine nicht stattfinden, hieß es zur Begründung. Die Arbeitsgruppe habe zudem vorgeschlagen, die aktuell ausgesetzte Saison 2019/20 bis zum 30. Juni 2021 zu verlängern. Der BFV-Vorstand hat diesen Vorschlag bereits bestätigt. Wie im Jugendbereich verfahren wird, soll in Kürze mitgeteilt werden. Der Spielbetrieb in der aktuell unterbrochenen Saison kann frühestens im September wieder aufgenommen werden.

++ 300.000 Laptops und Tablets für Schüler im Südwesten

(12.16 Uhr) Die angekündigte Anschaffung von 300.000 Laptops und Tablets für Schüler in Baden-Württemberg nimmt konkrete Gestalt an. Am Dienstag soll sich das grün-schwarze Kabinett mit einer Vorlage aus dem Kultusministerium befassen, die das Ziel hat, für insgesamt 130 Millionen Euro Geräte kaufen zu können. Die Summe teilen sich Bund und Land. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart: „Das bedeutet, dass für etwa 20 Prozent aller Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg Leihgeräte zur Verfügung stehen werden.“

 

Das Wichtigste vom Samstag:

  • WHO spricht sich für Masken aus, wo Abstand nicht möglich ist (10.41 Uhr)
  • Bayern sagt Fußball-Saison 20721 ab (14.40 Uhr)
  • 300.000 Laptops und Tablets für Schüler im Südwesten (12.16 Uhr)

+++ Hier geht es zum Newsblog von Samstag +++

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