Corona-Newsblog: Das waren die wichtigsten Entwicklungen am Mittwoch

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Agence France-Presse

.Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf eutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesen Infizierte Baden-Württemberg: ca. 3.387 (45.755 Gesamt - ca. 40.500 Genesene - 1.868 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg:  1.868
  • Aktuell nachgewiesen Infizierte Deutschland: ca. 18.295 (263.663 Gesamt - ca. 236.000 Genesene - 9368 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 9.368
Durch Meldeverzug und die aufwändige Datenverarbeitung kann es Abweichungen zwischen den hier gemeldeten Zahlen und Meldungen von einzelnen Landkreisen geben.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Deutschland erklärt Wien zum Corona-Risikogebiet (19.21 Uhr)
  • Polizeipräsidium Ravensburg kündigt Kontrollen der Maskenpflicht im ÖPNV an (14.33 Uhr)
  • Kabinett beschließt weiterhin erleichterte Kurzarbeit (11.40 Uhr)
  • Neue Fieberambulanz in Friedrichshafen ab 21. September (17.05 Uhr)
  • Zahl der Corona-Nachweise in Deutschland steigt etwas (13.54 Uhr)

++ Zwei weitere positive Tests im Kreis Biberach

(21.55 Uhr) Das Landratsamt Biberach hat am Mittwoch zwei weitere Corona-Fälle gemeldet. Damit wurden im Landkreis Biberach bisher 766 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. In dieser Woche gab es bislang elf neue Corona-Fälle.

Mittlerweile sind 711 Personen wieder genesen, zwei mehr als am Dienstag. 37 Personen sind an und mit dem Coronavirus im Landkreis Biberach verstorben. Es handelt sich um 16 Frauen und 21 Männer.

++ Auch Budapest zu Risikogebiet erklärt

(20.03 Uhr) Die Bundesregierung hat neben Wien jetzt auch Budapest zu Corona-Risikogebiet erklärt. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte, sind von der Einstufung als Risikogebiet auch weitere Regionen unter anderem in den Niederlanden, Kroatien, Frankreich und der Schweiz betroffen.

So gelten nun auch die französische Region Hauts-de-France und die Insel La Réunion als Risikogebiete. In der Schweiz kam das Kanton Freiburg neu hinzu, in den Niederlanden die Provinzen Nordholland und Südholland.

In Kroatien wurden die Gespanschaften Brod-Posavina und Virovitica-Podravina zu Risikogebieten erklärt, ebenso wie die Kreise Neamt und Caras Severin in Rumänien. Auch die Mittelböhmische Region in Tschechien gilt nun als Risikogebiet. Entwarnung wurde hingegen für die Kreise Arges und Dambovita in Rumänien gegeben.

In Deutschland müssen sich Rückkehrer aus Risikogebieten verpflichtend auf das Coronavirus testen lassen, sofern sie kein aktuelles negatives Testergebnis vorweisen können. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich für 14 Tage in Selbstisolation begeben.

Hier geht es zur aktuellen Liste des Robert-Koch-Instituts.

++ Deutschland erklärt Wien zum Corona-Risikogebiet 

(19.21 Uhr) Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat die Bundesregierung die österreichische Hauptstadt Wien zum Risikogebiet erklärt. Das bundeseigene Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte am Mittwoch eine aktualisierte Liste der Corona-Risikogebiete, in der nun auch das Bundesland Wien als einziges Risikogebiet in Österreich aufgeführt wird.

Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner gegeben hat. 

Nach der Einstufung als Corona-Risikogebiet hat die deutsche Bundesregierung für die österreichische Hauptstadt Wien nun auch eine Reisewarnung ausgesprochen. „Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in das Bundesland Wien wird aufgrund hoher Infektionszahlen derzeit gewarnt“, teilte das Auswärtige Amt am Mittwochabend in Berlin mit.

++ Ulm: 200 Einsätze wegen Corona-Verstößen seit Juni

(18.29 Uhr) Regelmäßig muss die Polizei nach eigener Auskunft einschreiten, weil Menschen gegen die Corona-Verordnungen verstoßen. Dies geschehe zwar nicht allzu häufig, aber oft genug, so die Polizei am Mittwoch. Und sie kündigt an: Ihre Kontrollen fort- und Schwerpunktkontrollen durchzuführen.

Seit Ende Juni meldet das Polizeipräsidium Ulm knapp 200 Einsätze im Zusammenhang mit der Pandemie in seinem Bereich. Diesen umfassen die Landkreise Alb-Donau, Biberach, Göppingen, Heidenheim und die Stadt Ulm. 47 Ordnungswidrigkeiten waren die Folge, aber auch zehn Strafanzeigen, so die Polizei.

Ein recht heftiger Verstoß geschah Ende August in Laupheim. Ein 35-Jähriger wurde angezeigt. Er habe einer Kundin in einem Geschäft aus nächster Nähe ins Gesicht und in den Nacken gehustet. Als die Frau ihn ansprach, habe er sie „aufs Gröblichste“ beleidigt, schilderte sie später der Polizei. Hier lesen Sie mehr.

++ Wissenschaftler kritisieren russische Studie zu Corona-Impfstoff 

(18.02 Uhr) Nach der Veröffentlichung einer Studie zu dem neuen russischen Corona-Impfstoff mit dem Namen „Sputnik V“ im medizinischen Fachblatt „The Lancet“ hagelt es international Kritik von Forschern. Wegen der vielen Fragen hat die Zeitschrift nun die Autoren der russischen Impfstudie zu einer Stellungnahme aufgerufen.

Sie seien eingeladen worden, auf offene Fragen zu antworten, sagte eine Sprecherin der Fachzeitschrift am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Wir verfolgen die Situation weiterhin genau.“

Hintergrund ist ein offener Brief von rund 40 internationalen Wissenschaftlern. Sie äußern darin erhebliche Zweifel an der Studie. Nach ihrer Ansicht wirft „die Darstellung der Daten einige Bedenken auf“. Die Forscher um den Molekularbiologen Enrico Bucci fordern von Moskau den Zugriff auf die Originaldaten für eine vollständige Untersuchung. Die Erwartungen der Bevölkerung an einem wirksamen Impfstoff seien verständlicherweise hoch, hieß es zur Begründung.

„Die Daten enthalten sehr seltsame Muster“, sagte Bucci dem Portal „Moscow Times“. Er verwies zum Beispiel auf Ergebnisse, die die Bildung von Antikörpern beschreiben. Dabei gebe es gleiche Werte für verschiedene Gruppen von Patienten. So viele Duplikate seien höchst unwahrscheinlich, sagte er. „Es ist so, als würde man einen Würfel werfen und mehrmals genau dieselbe Zahlenfolge erhalten.“

++ Neue Fieberambulanz in Friedrichshafen ab 21. September

(17.05 Uhr) Die neue Fieberambulanz auf dem Messegelände geht am kommenden Montag, 21. September in Betrieb. Das hat die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KV) am Mittwochnachmittag in einer Mitteilung angekündigt. Die KV betreibt die neue Fieberambulanz unabhängig vom Gesundheitsamt des Bodenseekreises, den Dienst verrichten die Hausärzte.

Bereits während der Corona-Hochphase ab Ende März war eine Fieberambulanz in Containern in der Messehalle B5 untergebracht worden. Die neue Fieberambulanz ist im bisher als Kindergarten genutzten Bereich links der Halle B5, also nicht in Containern.

Sie umfasse demnach einen großen Warteraum sowie zwei Untersuchungsräume. Man kann die Fieberambulanz wieder aus Richtung Nord-Osten (Hirschlatt) anfahren, es gibt entsprechende Parkplätze. Die Räume sind laut Rosenstock von den Messehallen abgetrennt, wo von 19. bis 27. September die Interboot stattfindet. Hier lesen Sie mehr.

++ Zahl der Neuinfektionen in Österreich weiter sehr hoch 

(16.44 Uhr) Vor allem Feiern im Familien- oder Freundeskreis sind nach Ansicht von Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) für die anhaltend hohe Zahl der Corona-Neuinfektionen in der Alpenrepublik verantwortlich. Sport- und Kulturveranstaltungen trügen dagegen dank Präventionskonzepten wenig zum Anstieg bei. Das Land befinde sich in einer entscheidenden Phase, sagte Anschober am Mittwoch.

Die Prognosen gingen deutlich auseinander. Die eher positive Variante sage ein tägliches Plus von etwa 650 Fällen voraus, pessimistischere Varianten gingen von 1500 täglichen Neuinfektionen aus. Am Mittwoch wurden 768 neue Fälle verzeichnet. Auch die Zahl der belegten Krankenhausbetten beginne spürbar zu steigen, sagte Anschober.

Mit dieser Entwicklung liegt Österreich deutlich über dem Trend in Deutschland. Unter Berücksichtigung der Zahl der Einwohner sind die Infektionszahlen in Österreich gut drei Mal höher. 3600 der aktuell rund 6600 aktiven Fälle in Österreich werden aus Wien gemeldet. Die Schweiz hat die österreichische Hauptstadt daher bereits auf die Liste der Risikogebiete gesetzt.

++ Polizeipräsidium Ravensburg kündigt Kontrollen der Maskenpflicht im ÖPNV an

(14.33 Uhr) Die Polizei will die Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr in den Landkreisen Sigmaringen, Ravensburg und Bodenseekreis kontrollieren. "Dabei werden wir mit Augenmaß dafür sorgen, dass die Regeln eingehalten werden. Wer allerdings unverbesserlich die einschränkenden Regelungen missachtet, muss mit Sanktionen rechnen! Derartige Verstöße sind keine Bagatelldelikte", sagt Polizeipräsident Uwe Stürmer.

Nach wie vor gilt in Baden-Württemberg anlässlich der Corona-Pandemie eine gesetzliche Pflicht zum Tragen von sogenannten Mund-Nasen-Bedeckungen (MNB) in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum, so unter anderem bei der Nutzung des öffentlichen und des touristischen Personenverkehrs, an Bahn- und Bussteigen, im Wartebereich der Anlegestellen von Fahrgastschiffen und in Bahnhofs- und Flughafengebäuden. Ein Verstoß gegen die Maskenpflicht kann seit dem 01. Juli 2020 mit einem Bußgeld von bis zu 250 Euro geahndet werden.

++ Zahl der Corona-Nachweise in Deutschland steigt etwas

(13.54 Uhr) Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist zuletzt etwas gestiegen. Das geht aus aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor.

So wurden dem Institut zuletzt 9128 Infektionen binnen sieben Tagen gemeldet. Der Wert lag - nach einem leichten Rückgang - noch Anfang September zeitweise bei unter 7500 und ist seitdem wieder nach oben geklettert.

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++ Kabinett beschließt weiterhin erleichterte Kurzarbeit

(11.40 Uhr) Deutschlands Unternehmen sollen ihre Beschäftigten wegen der Corona-Krise auch weiter leichter in Kurzarbeit schicken können. Das Bundeskabinett gab in Berlin grünes Licht für das Beschäftigungssicherungsgesetz und weitere Verordnungen von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD).

Hubertus Heil
Hubertus Heil (SPD), Bundesminister für Arbeit und Soziales, spricht in der Plenarsitzung im Deutschen Bundestag. (Foto: Bernd von Jutrczenka / DPA)

Die Bezugszeit soll demnach auf bis zu 24 Monate verlängert werden, maximal bis Ende 2021. Die Verlängerung soll für alle Betriebe mit einem Beginn der Kurzarbeit bis zum 31. Dezember 2020 gelten. Die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD hatten sich Ende August im Koalitionsausschuss auf die Verlängerung des Kurzarbeitergelds geeinigt.

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++ Indien hat mehr als fünf Millionen Corona-Fälle

(10.39 Uhr) Als zweites Land nach den USA hat Indien mehr als fünf Millionen bekannte Corona-Infektionen erfasst. In absoluten Zahlen gerechnet steigen die bekannten Neuinfektionen in der südasiatischen Nation seit Wochen schneller als in jedem anderen Land.

Coronavirus - Indien
Ein medizinischer Mitarbeiterin der indischen Stadt Hyderabad entnimmt einer Frau einen Nasenabstrich für einen Corona-Test. (Foto: Mahesh Kumar A / DPA)

In den vergangenen 24 Stunden kamen mehr als 90.000 neue Fälle dazu, in der vergangenen Woche rund 600.000, wie offizielle Zahlen zeigen. Auch gibt es anders als in den USA, wo mit 6,6 Millionen am meisten Fälle bekannt sind, keinen Hinweis auf ein Abflachen der Kurve.

++ 1901 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

(08.52 Uhr) Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Mittwochmorgen 1901 neue Corona-Infektionen gemeldet.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 266.663 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 16.9., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9368. Seit dem Vortag wurden sechs Todesfälle mehr gemeldet. Bis Mittwochmorgen hatten etwa 236.000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Dienstagabend bei 1,04 (Vortag: 1,18). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

++ Mehrheit der Deutschen sieht Kinder in Corona-Krise benachteiligt 

(8 Uhr) Die Mehrheit der Deutschen (72 Prozent) ist der Ansicht, dass die Interessen von Kindern während der Corona-Pandemie nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes finden 58 Prozent, dass die Interessen von Kindern nicht so stark und 14 Prozent, dass sie gar nicht berücksichtigt wurden, wie das Kinderhilfswerk am Mittwoch in Berlin mitteilte. Dabei sind die Ostdeutschen mit 85 Prozent viel skeptischer als die Westdeutschen mit 70 Prozent.

Etwa ein Viertel der Bevölkerung (24 Prozent) meint dagegen, dass Kinder in der Corona-Krise starke oder sehr starke Berücksichtigung fanden. Diese Auffassung ist besonders bei den unter 30-Jährigen mit 34 Prozent, Anhängern der CDU/CSU (37 Prozent) und Befragten mit einer formal niedrigen Bildung (36 Prozent) verbreitet.

76 Prozent der Befragten glauben zudem, dass die Bildungschancen von Kindern während der Corona-Krise gesunken sind. 16 Prozent denken, dass sie in etwa gleich geblieben, fünf Prozent, dass sie gestiegen sind. Bezüglich sozial benachteiligten Kindern meinen sogar 81 Prozent, dass die Bildungschancen gesunken sind.

++ Maske kann Täter-Identifizierung erschweren

(06.39 Uhr) Das Tragen einer Corona-Alltagsmaske kann nach Einschätzung von Ermittlern die Identifizierung von Straftätern erschweren, verhindert sie aber nicht automatisch. Bei der Gesichtserkennung sei vor allem auch die Augenpartie wichtig, sagte Bernhard Egger vom bayerischen Landeskriminalamt (LKA) in München, wo die Ermittler viel mit Gesichtsprogrammen zur Identifizierung von Verdächtigen arbeiten.

Nach Einschätzung des hessischen Landeskriminalamtes in Wiesbaden wird das Wiedererkennen von Verdächtigen durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zwar erschwert. „Allerdings lassen Aufnahmen von Überwachungskameras grundsätzlich auch andere Merkmale zur Identifizierung zu“, teilte das LKA mit und nannte als Beispiele Größe, Statur, Kleidung oder Schuhe. „Grundsätzlich ist zu sagen, dass Videoüberwachungssysteme ein wirksames Mittel - auch zu Zeiten der Corona-Pandemie - zur Aufklärung von Straftaten sind.“

+++ Hier geht es zum Newsblog vom Dienstag +++

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