Corona-Newsblog: Das waren die wichtigsten Entwicklungen am Mittwoch

Lesedauer: 17 Min
Digital-Redakteur
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Deutsche Presse-Agentur
Agence France-Presse

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell Infizierte Baden-Württemberg: ca. 850 (34.813 Gesamt - ca. 32.200 Genesene - 1760 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 1760
  • Aktuell Infizierte Deutschland: ca. 6520 (182.370 Gesamt - ca. 167.300 Genesene - 8551 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 8551

Das Wichtigste des Tages:

  • Bayern: Ab Juli sollen wieder alle Kinder in Kitas dürfen (14.04 Uhr)
  • Österreich öffnet Grenzen zu Nachbarländern - außer Italien (15.23 Uhr)
  • Italien öffnet seine Grenzen für EU-Bürger (06.13 Uhr)
  • Reisewarnung für europäische Länder soll am 15. Juni fallen (10.48 Uhr)
  • Arbeitslosigkeit steigt wegen Corona-Krise im Mai weiter an  (10.07 Uhr)
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Das war's für heute. Wir wünschen einen schönen Abend und sind morgen Früh auf Schwäbische.de wieder mit einem neuen Corona-Newsblog für Sie da.

++ 47 Neuinfektionen in Baden-Württemberg

(18.32 Uhr) Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten ist in Baden-Württemberg auf mindestens 34.834 gestiegen. Das waren 47 mehr als am Vortag, wie das Sozialministerium in Stuttgart mitteilte. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 12 auf 1772. Etwa 32.096 Menschen seien von ihrer Infektion wieder genesen. Geschätzt seien noch 966 Menschen im Land mit dem Coronavirus infiziert, hieß es.

Die Reproduktionszahl wurde demnach vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 0,79 angegeben. Sie gibt die Anzahl der Personen an, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden.

++ Ulm befürchtet Ansturm an Schwörmontag und sperrt Donau-Zugänge

Kein Wasserkarneval, aber eine kleine Feier: Die Stadt Ulm will am Schwörmontag große Menschenansammlungen und Partys vermeiden. Dafür sperrt sie am 20. Juli per Allgemeinverfügung die Zugänge zu Donau und Iller, wie eine Sprecherin am Mittwoch sagte.

Das beliebte „Nabada“, bei dem zig Motto-Boote, Flöße und Schlauchboote auf der Donau schwimmen, fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus.

„Wir müssen jetzt streng sein, Spaß macht uns das keinen“, sagte Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) bei der Vorstellung des Konzepts für den diesjährigen Schwörmontag. Hier lesen Sie mehr.

++ Italien öffnet Grenzen: Viele Hotels in Südtirol sind noch zu 

(16.55 Uhr) Italien hat seine Grenzen zwar für Urlauber geöffnet, doch noch sind viele Hotels geschlossen. In der bei deutschen Touristen beliebten Provinz Bozen zum Beispiel haben nach Schätzungen des Hotelier- und Gastwirteverbandes erst maximal 20 Prozent der Betriebe auf. Exakte Zahlen lägen nicht vor, teilte die Landesregierung in Bozen mit. Italien erlaubt seit Mittwoch den Bürgern aus den anderen 26 EU-Ländern sowie weiteren Staaten wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz die freie Einreise.

In Bozen schätzen die Verantwortlichen, dass die Zahl der offenen Häuser schnell steigen wird: Um den 15. Juni herum dürften sechs von zehn Hotels und Pensionen arbeiten, hieß es. Ein weiterer Teil der Betriebe werde voraussichtlich zwischen Anfang und Mitte Juli öffnen.

Derzeit sei die Buchungslage in Südtirol „noch verhalten“. Allerdings spürten die Betriebe seit dem Wochenende eine Zunahme der Anfragen. 

++ Österreich öffnet Grenzen zu Nachbarländern - außer Italien

(15.23 Uhr) Österreich öffnet ab Donnerstag seine Grenzen zu allen Nachbarländern wieder - mit Ausnahme von Italien. Ab Donnerstag würden die Grenz- und Gesundheitskontrollen gegenüber Deutschland, Liechtenstein, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn eingestellt, sagte Außenminister Alexander Schallenberg auf einer Pressekonferenz in Wien.

Zu Italien bleiben die Beschränkungen laut Schallenberg wegen der dortigen Corona-Infektionslage hingegen bestehen. Für kommende Woche kündigte der Minister aber eine Überprüfung an. Die Regierung erwägt demnach, die Einreise aus bestimmten italienischen Regionen mit niedrigen Infektionszahlen zuzulassen.

Vor drei Monaten hatte Österreich seine Grenzen wegen der Corona-Pandemie geschlossen, nun werden sie früher als geplant wieder geöffnet. Ursprünglich war die Grenzöffnung erst für Mitte Juni vorgesehen - mit Ausnahme von Italien und Slowenien. Die positive Entwicklung in den Nachbarländern erlaube nun eine frühere Öffnung, erklärte Schallenberg.

Lesen Sie hier mehr.

Ab Donnerstag gibt öffnen die Österreicher ihre Grenze für Deutsche.
Ab Donnerstag gibt öffnen die Österreicher ihre Grenze für Deutsche. (Foto: Robert Schmiegelt via www.imago-images.de)

++ Ab Juli sollen wieder alle Kinder in Bayerns Kitas dürfen

(14.04 Uhr ) Ab Juli sollen alle Kinder in Bayern wieder in Kindergärten und Krippen dürfen. „Kinder brauchen Kinder. Auch den Eltern wollen wir eine Perspektive geben. Daher steht nun die nächste Ausweitung der Notbetreuung bevor“, sagte Sozial- und Familienministerin Carolina Trautner (CSU) in München.

Sofern die Corona-Infektionszahlen es zulassen, sieht das Konzept zwei Schritte vor. Ab dem 15. Juni können demnach auch Kinder, die im Schuljahr 2021/2022 schulpflichtig werden, wieder in ihre Kitas gehen. Gleiches gilt für die Kinder, die am Übergang von der Krippe zum Kindergarten stehen. Damit könnten dann rund 80 Prozent der Kinder wieder ihre Einrichtungen besuchen. Zum 1. Juli soll das dann wieder allen Kindern möglich sein.

Für die erneuten Lockerungen seien die Bedürfnisse der Kinder ausschlaggebend, hieß es weiter. Mit zunehmendem Alter der Kinder seien themenbezogene Bildungs- und Erziehungsziele wichtig und Kompetenzen mit Blick auf den Übergang in die Schule würden in den Vordergrund treten.

++ Bürgermeister von Kreuzlingen und Konstanz: Grenzzaun war Fehler

(13.24 Uhr) Die Grenzzäune zwischen Kreuzlingen auf der Schweizer und Konstanz auf der deutschen Seite waren nach Meinung der beiden Bürgermeister ein Fehler. „Eigentlich sind Konstanz und Kreuzlingen eine Stadt“, sagte Uli Burchardt, Oberbürgermeister von Konstanz, der „Neuen Zürcher Zeitung“. „Man hätte genauso gut zwischen zwei Stadtteilen von Zürich oder Stuttgart einen Zaun bauen können. Das würde ebenfalls keinen Sinn machen.“

Sein Schweizer Kollege Thomas Niederberger, der Stadtpräsident von Kreuzlingen, meinte: „An der Grenze darf kein Zaun mehr aufgestellt werden, falls es zu einer zweiten Welle kommen sollte - oder ein anderes Virus im Anzug ist. Wir müssen die Probleme anders lösen.“

Der nach den weitgehenden Grenzschließungen wegen der Corona-Pandemie zunächst von deutscher Seite gebaute Zaun hatte Schlagzeilen gemacht. Viele Anwohner waren plötzlich getrennt. Zuweilen sei unter dem Zaun eine Picknickdecke hindurchgeschoben worden, damit die Menschen zusammensitzen konnten, sagte Burchardt. Der Zaun selbst habe als Attraktion Menschenmengen angezogen. Schließlich wurde auf Schweizer Seite ebenfalls ein Zaun errichtet, um die Abstandsregeln zu gewährleisten.

++ Reisewarnung für europäische Länder soll am 15. Juni fallen

(11.13 Uhr) Die Bundesregierung will die weltweite Reisewarnung für Touristen ab dem 15. Juni für rund 30 europäische Staaten aufheben, falls die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie es zulässt. Das geht aus einem Eckpunktepapier hervor, das heute vom Kabinett beschlossen wurde.

Danach soll die am 17. März für alle rund 200 Länder der Welt pauschal verhängte Warnung vor touristischen Reisen durch individuelle Reisehinweise ersetzt werden, mit denen über die landesspezifischen Risiken informiert wird.

Aufgehoben werden soll die Reisewarnung für die 26 Partnerländer Deutschlands in der Europäischen Union, das gerade aus der EU ausgetretene Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Die endgültige Entscheidung über die Aufhebung traf das Kabinett noch nicht.

Für einzelne der 31 Länder wird sich der Schritt möglicherweise noch verzögern. Für Staaten, in denen am 15. Juni noch „großflächige Ausgangsbeschränkungen“ oder Einreiseverbote gelten, soll die Reisewarnung zunächst bestehen bleiben. Das könnte nach jetzigem Stand Norwegen und das Urlaubsland Nummer eins der Deutschen betreffen: Spanien. Die Regierung in Madrid will erst am 1. Juli die Grenzen für ausländische Touristen wieder öffnen.

++ Blick in die Region

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++ Arbeitslosigkeit steigt wegen Corona-Krise im Mai weiter an

(10.07 Uhr) Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai wegen der Folgen der Corona-Krise im Vergleich zum April noch einmal um 169.000 auf 2,813 Millionen Menschen gestiegen.

Die Arbeitslosenquote kletterte um 0,3 Punkte auf 6,1 Prozent, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mit. Im Vergleich zum Mai 2019 ging die Arbeitslosigkeit sogar um 577.000 Personen nach oben.

++ Italien öffnet seine Grenzen für EU-Bürger

(06.13 Uhr) Nach rund drei Monaten mit strengen Corona-Beschränkungen sind Italiens Grenzen wieder für Urlauber geöffnet. Die Reisefreiheit gilt seit Mittwoch für Menschen aus den anderen 26 EU-Ländern sowie weiteren Staaten wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz.

Markusplatz
Noch ist der Markusplatz in Venedig menschenleer. (Foto: Antonio Calanni / DPA)

Eine Virus-Quarantäne von zwei Wochen entfällt damit. Außerdem dürfen die Italiener selbst wieder unbeschränkt zwischen den 20 Regionen hin- und herfahren.

Das Verlassen der eigenen Region war lange stark eingeschränkt gewesen. Bisher duften zum Beispiel Menschen aus Rom nur ausnahmsweise in die Toskana fahren. Sie mussten dann eine schriftliche Selbsterklärung über ihre wichtigen Gründe parat haben. Auch Ausländer durften während der Corona-Sperren nur mit triftigem Grund einreisen, etwa wegen einer Arbeit.

Das waren die letzten Meldungen von Dienstag:

++ Repräsentative Umfrage zur vollständigen Kita-Öffnung in Baden-Württemberg

(17.51 Uhr) Die grün-schwarze Landesregierung von Baden-Württemberg plant die vollständige Öffnung von Kitas bis Ende Juni. Eine politische Entscheidung, die nicht nur mit Blick auf die Debatte über die Infektiosität von Kindern durchaus von Bedeutung ist.

Schließlich geht es darüber hinaus auch um eine sozialpsychologische Folgenabschätzung, wenn Kinder zu lange aus ihrem Bildungshabitat und dem Kontakt mit Freunden und Gleichaltrigen gerissen werden. Und natürlich ist die Entscheidung auch für alle berufstätigen Eltern von großer Relevanz.

"Schwäbische Zeitung" und Schwäbische.de haben zusammen mit dem Online-Umfrageinstitut Civey eine Umfrage mit repräsentativem Ergebnis durchgeführt. Auf die Frage "Wie bewerten Sie es, dass Kitas in Baden-Württemberg spätestens bis Ende Juni wieder vollständig geöffnet werden sollen?" gab es eine eindeutige Rückmeldung - interessanterweise auch von einer der Alters-Risikogruppen. Hier geht es zu den exklusiven Umfrage-Ergebnissen.

Das Wichtigste vom Dienstag:

  • Baden-Württemberger mehrheitlich für vollständige Kita-Öffnung (17.51 Uhr)
  • Kretschmann wendet sich gegen Verschwörungstheorien (16.52 Uhr)
  • SPD fordert Konzept für Unterricht nach den Sommerferien (14.40 Uhr)

+++ Hier geht es zum Newsblog von Dienstag +++

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