Corona-Newsblog: Das waren die wichtigsten Entwicklungen am Freitag

Lesedauer: 24 Min
Digitalredakteurin
Deutsche Presse-Agentur
Agence France-Presse

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesen Infizierte Baden-Württemberg: ca. 3.250 (44.618 Gesamt - ca. 39.500 Genesene - 1.868 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg:  1.868
  • Aktuell nachgewiesen Infizierte Deutschland: ca. 16.910 (256.850 Gesamt - ca. 230.600 Genesene - 9.342 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 9.342
Durch Meldeverzug und die aufwändige Datenverarbeitung kann es Abweichungen zwischen den hier gemeldeten Zahlen und Meldungen von einzelnen Landkreisen geben.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • 28 neue Corona-Infektionen im Kreis Ravensburg (17.29 Uhr) 
  • Rund 1200 Corona-Fälle unter Reiserückkehrern in Teststellen (20.17 Uhr)
  • Teststelle auf Autobahn 5 fürchtet Überlastung - Merklingen dagegen ruhig (14.23 Uhr)
  • 44 Lehrer und 66 Schüler in Bayern positiv - 40 Kitas geschlossen (12.02 Uhr)
  • Kretschmann richtet vor Schulbeginn eindringlichen Appell an Schülerinnen und Schüler (13.07 Uhr)
  • Deutschland wohl Gewinner bei Verteilung der EU-Konjunkturhilfen (6.44 Uhr)
  • Landesliga-Derby und Kreisliga-Duell werden abgesagt (16.52 Uhr)

Wir schließen den Newsblog für heute und sind morgen mit allen neuen Entwicklungen für Sie da.

++ Rund 1200 Corona-Fälle unter Reiserückkehrern in Teststellen

(20.17 Uhr) An den Teststellen im Land wurden rund 1200 Coronavirus-Infektionen unter Reiserückkehrern entdeckt. Dem Sozialministerium zufolge haben sich mehr als 140.000 Menschen an den Flughäfen Stuttgart, Baden-Baden und Friedrichshafen, am Hauptbahnhof Stuttgart sowie an den Autobahn-Parkplätzen Neuenburg (A5) und Kemmental (A8) Speichelproben entnehmen lassen.

Die meisten Infizierten waren demnach auf der Rückreise aus dem Kosovo, aus Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien, Spanien oder der Türkei.

++ 28 neue Corona-Infektionen im Kreis Ravensburg

(17.29 Uhr) Mit 28 erfassten Infektionen zwischen Dienstag und Freitag hat das Ravensburger Gesundheitsamt einen Höchststand an neuen Corona-Meldungen in diesem Sommer erfasst.

Damit haben sich innerhalb einer Woche nachgewiesen 46 weitere Menschen im Landkreis infiziert. Die Stadt Weingarten war mit sechs neuen Fällen betroffen, in Ravensburg waren es vier.

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Landesliga-Derby und Kreisliga-Duell werden abgesagt

(16.52 Uhr) Eigentlich wollten der SV Kehlen und der TSV Eschach am Freitagabend um wichtige Punkte in der Landesliga kämpfen. Nach einem positiven Corona-Befund fällt das Spiel aber aus – ebenso die Partie Schnetzenhausen/Fischbach gegen Lindau.

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++ Teststelle auf Autobahn 5 fürchtet Überlastung

(14.23 Uhr) Die Corona-Teststelle an der Autobahn 5 bei Neuenburg (Breisgau-Hochschwarzwald) fürchtet am Wochenende eine Überlastung wegen starken Andrangs von Reiserückkehrern. Das Rote Kreuz Baden als Betreiber rechnet nach Angaben von Freitag damit, dass viele Testwillige von der Polizei am Testzentrum vorbeigeleitet werden müssten.

Nur so lasse sich ein Rückstau auf der A5 vermeiden. Grund für den Anstieg sei, dass das Robert-Koch-Institut am Mittwoch weite Teile Frankreichs zu Risikogebieten erklärt hatte. Reisende aus dem gesamten Bundesgebiet kehren über die A 5 aus Frankreich nach Deutschland zurück.

Menschen, die abgewiesen werden, können sich in anderen Testzentren oder in Schwerpunktpraxen testen lassen. Da der Abstrich für Reiserückkehrer aus Risikogebieten innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise vorgenommen werden kann, müsse er nicht zwingend auf der Rückfahrt aus dem Urlaub erfolgen, betonte das DRK.

Ganz anders stellt sich die Situation an der Teststation auf der Autobahn 8 bei Merklingen dar. „Hier ist alles ruhig, alles geordnet“, sagte David Richter, Geschäftsführer des DRK-Rettungsdienstes Heidenheim-Ulm. Die Wartezeiten lägen bei maximal 15 Minuten.

Im Schnitt warteten Insassen von 10 bis 15 Fahrzeugen auf den Abstrich, der auf drei Spuren genommen werde. Pro Tag würden 800 Fahrzeuge bedient, an Wochenenden auch mal 1800. Am Freitagmittag seien es bislang 300 gewesen.

++ Kretschmann richtet vor Schulbeginn eindringlichen Appell an Schülerinnen und Schüler

(13.07 Uhr) Vor dem Beginn des neuen Schuljahres hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) die Schüler aufgefordert, wegen der Corona-Krise die Hygieneregeln einzuhalten. Denn auf einen Impfstoff müsse man erst einmal noch warten, sagte Kretschmann am Freitag in Stuttgart. Wie lange genau, wisse niemand, aber mindestens bis nächstes Jahr.

„Deshalb müssen wir auch im neuen Schuljahr weiter vorsichtig sein.“ Für die Schüler bedeute das: „Ab der 5. Klasse müsst ihr in der Schule außerhalb des Unterrichts eine Maske tragen. Das macht keinen Spaß, aber es hilft, die Ausbreitung des Virus zu verhindern.“

Die Schüler könnten noch mehr tun: Etwa regelmäßig die Hände waschen und häufig lüften. „Und Abstand zu Schülerinnen und Schülern aus anderen Klassen und Erwachsenen halten, wo es möglich ist“, sagte Kretschmann weiter.

Er warb gleichfalls um Verständnis für die Lehrer durch die Schüler. „Und denkt bitte dran, dass es auch für eure Lehrerinnen und Lehrer gerade keine einfache Situation ist. Seid deshalb bitte nicht zu streng mit ihnen. Jetzt geht es darum, dass wir alle zusammenhalten und mithelfen, damit möglichst wenige Menschen krank werden.“ Am Montag startet in Baden-Württemberg das neue Schuljahr.

++ 44 Lehrer und 66 Schüler in Bayern positiv - 40 Kitas geschlossen

(12.02 Uhr) Wenige Tage nach dem Schulstart in Bayern sind 44 Lehrer und 66 Schüler im Freistaat positiv auf das Coronavirus getestet worden. 227 Lehrer und 1066 Schüler wurden in Quarantäne geschickt.

Das teilte das Kultusministerium am Freitag in München mit, wies aber darauf hin, dass es sich um eine Momentaufnahme mit Stand Donnerstagabend handle, die nicht unbedingt tagesaktuell sei. Erst am Dienstag hatte die Schule in Bayern wieder begonnen. Weitere 7 Beschäftigte in Schulen, die nicht zu den Lehrkräften gehören, wurden positiv getestet, 33 in Quarantäne geschickt.

In Furth am Wald wurde eine komplette Mittelschule geschlossen, nachdem dort eine Lehrkraft positiv getestet worden war. Über Schließungen einzelner Klassen an bayerischen Schulen machte das Ministerium zunächst keine Angaben. Auch an zahlreichen Kindertagesstätten im Freistaat wurden Corona-Fälle registriert.

Nach Angaben des Sozialministeriums mussten seit dem 1. September wegen Infektionen oder Verdachtsfällen schon rund 40 Kitas in Bayern zeitweise ganz oder teilweise schließen. In Bayern gibt es 1,65 Millionen Schülerinnen und Schüler sowie 150.000 Lehrkräfte an 6000 Schulen.

++ Munich Re setzt Verkauf neuer Policen mit Pandemieschutz vorerst aus 

(11.54 Uhr) Nach milliardenschweren Schäden durch die Corona-Krise hat der Rückversicherer Munich Re den Verkauf von Policen mit einem Versicherungsschutz für den Fall künftiger Pandemien vorerst gestoppt.

„Wir überprüfen derzeit, ob wir im Schaden- und Unfallgeschäft neue Verträge anbieten, die im Fall von Pandemien greifen“, sagte der für den Bereich zuständige Vorstand Torsten Jeworrek in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. Vorerst biete der Konzern solche Verträge nicht mehr an. Dies betreffe etwa Versicherungsschutz gegen den Ausfall von Großveranstaltungen.

In der Lebens- und Kranken-Rückversicherung will die Munich Re für die Folgen von Pandemien laut Jeworrek aber auch in neuen Verträgen geradestehen.

Im ersten Halbjahr hatte der Rückversicherer infolge der Corona-Krise Schäden von 1,5 Milliarden Euro verbucht. Der Großteil davon entfiel auf den Ausfall und die Verschiebung von Veranstaltungen wie den Olympischen Spielen in Japan, gegen die sich die Veranstalter versichert hatten.

Hinzu kamen Versicherungsschäden durch Betriebsausfälle in Unternehmen, aber auch durch eine gestiegene Zahl von Todesfällen etwa in den USA. Der Nettogewinn brach dadurch im ersten Halbjahr um mehr als die Hälfte auf 800 Millionen Euro ein.

++ VW-Tochter MAN will bis zu 9500 Stellen abbauen

(8.44 Uhr) Volkswagen will bei seiner Lkw- und Bustochter MAN in Deutschland und Österreich bis zu 9500 Stellen streichen und damit Milliarden einsparen. Bis 2023 solle eine Ergebnisverbesserung von 1,8 Milliarden Euro erzielt werden, teilte die Münchener Tochter aus der Nutzfahrzeugholding Traton am Freitag mit.

In allen Bereichen sollen Stellen wegfallen, zudem wollen die Manager Produktion und Entwicklung an andere Standorte verlegen. Der Produktionsstandort im österreichischen Steyr und die Betriebe in Plauen (Sachsen) und Wittlich (Rheinland-Pfalz) könnten ganz geschlossen werden.

Seit längerem steht bei MAN ein größerer Stellenabbau zur Diskussion, weil dem Konzern die Kosten schon vor der Corona-Krise zu hoch waren. Zuletzt war in Medienberichten von bis zu 6000 Stellen die Rede. Über das Vorgehen hatte es zwischen dem früheren VW-Nutzfahrzeugvorstand und Traton-Chef Andreas Renschler und der Arbeitnehmerseite heftigen Streit gegeben. Renschler musste Anfang Juli seine Posten bei VW räumen, Traton und MAN erhielten neue Chefs.

++ Kassenärzte plädieren für Lockerung der Corona-Regeln

(7.53 Uhr) Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) plädiert für eine weitere Lockerung der Corona-Regeln in Deutschland. „Man kann den Panikmodus ausschalten“, sagte der KBV-Vorsitzende Andreas Gassen dem Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ in einem am Freitag veröffentlichten Interview.

Bei genauerem Blick auf das Infektionsgeschehen gebe es derzeit keine explosionsartigen Corona-Hotspots. Auch gebe es auf den Intensivstationen erhebliche freie Kapazitäten. Die Zahl der Intensivpatienten und Sterbefälle sei weiterhin auf niedrigem Niveau.

„Die Zahlen geben Anlass, Corona-Maßnahmen zu überdenken, ohne leichtsinnig zu werden“, sagte Gassen. Konkret sprach er sich etwa für die Lockerung der Auflagen bei Veranstaltungen aus: „Mir leuchtet nicht ein, warum in einem Stadion für bis zu 60.000 Menschen nicht Veranstaltungen mit 5000 bis 8000 Menschen Platz finden können.“ Entscheidend sei dabei lediglich, Nadelöhre mit engen Kontakten zu vermeiden, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren.

++ Deutschland wohl Gewinner bei Verteilung der EU-Konjunkturhilfen

(6.44 Uhr) Deutschland wird nach einer Prognose der EU-Kommission ein Gewinner des neuen Verteilungssystems für die Milliardenbeträge aus dem europäischen Corona-Konjunkturprogramm sein. Nach den der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Zahlen könnte die Bundesrepublik 7,27 Prozent der Zuschüsse aus der sogenannten Aufbau- und Resilienzfazilität bekommen.

Dies entspricht rund 22,7 Milliarden der insgesamt 312,5 Milliarden Euro. Nach dem ursprünglich geplanten Verteilungsschlüssel hätte Deutschland nach Zahlen der Kommission nur 6,95 Prozent der Mittel erhalten, also rund eine Milliarde Euro weniger.

Auf das Konjunkturprogramm hatten sich die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten im Juli bei einem Sondergipfel nach viertägigen Verhandlungen und massivem Streit geeinigt. Es umfasst neben der Aufbau- und Resilienzfazilität noch weitere Gelder für Zuschüsse in Höhe von 77,5 Milliarden Euro. Zudem können über die Aufbau- und Resilienzfazilität auch noch Kredite in Höhe von 360 Milliarden Euro vergeben werden. Insgesamt ist das Paket damit 750 Milliarden Euro schwer.

Kriterium für die Aufteilung von 70 Prozent der Zuschüsse aus der Aufbau- und Resilienzfazilität wird neben der Einwohnerzahl und dem Pro-Kopf-Einkommen die Arbeitslosigkeit im Zeitraum 2015-2019 sein.

Bei den restlichen 30 Prozent der Mittel soll das Kriterium der Arbeitslosigkeit dann durch den Verlust der Wirtschaftsleistung in der Corona-Krise ersetzt werden. Der 30-Prozent-Anteil kann deswegen bislang nur geschätzt werden. Als Grundlage nutzt die Kommission ihre im Juli veröffentlichte Wirtschaftsprognose.

++ Zahl der Corona-Tests in Deutschland nimmt ab

(6.37 Uhr) Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1484 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 256 850 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag auf seiner Homepage bekannt gab (Datenstand 11.9., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9342. Das ist einer mehr als noch am Vortag. Bis Donnerstagmorgen hatten etwa 230 600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Erstmals seit Juni hat zuletzt die Zahl vom Robert Koch-Institut (RKI) wöchentlich erfasster Corona-Tests wieder abgenommen. In der Woche vom 31. August bis 6. September wurden demnach gut eine Million Tests gezählt — etwa 50 000 weniger als in der Vorwoche. Es ist das erste Mal seit der Woche vom 22. bis 28. Juni, dass die Testzahl wieder abnimmt.

++ Historischer Steuereinbruch: Corona trifft Bayern mit voller Stärke 

(6.22 Uhr) Die Corona-Krise trifft Bayern mit voller Wucht. In diesem und mindestens auch im kommenden Jahr muss der Freistaat wegen der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie mit einem nie da gewesenen Einbruch bei den Steuereinnahmen rechnen.

Das geht aus der am Donnerstagabend im München regionalisierten Steuerschätzung hervor. Alleine für 2020 gehen die Schätzer demnach von einem Rückgang von rund 4,2 Milliarden Euro im Vergleich zur letzten Schätzung vor der Krise im vergangenen Herbst aus.

„Die Lage bleibt eine große Herausforderung. Auch die neuesten Schätzungen zeigen, dass wir in diesem und nächstem Jahr mit einem massiven Rückgang der Steuereinnahmen rechnen müssen“, sagte Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) der Deutschen Presse-Agentur in München. „Es zeichnet sich ab, dass die nächsten Jahre noch schwieriger werden als zuletzt erwartet.“

Für Bayern, unter den Bundesländern seit vielen Jahren der Primus bei den Steuereinnahmen, ist es die historisch schlechteste Steuerschätzung. Zum Vergleich: Nach dem Ausbruch der weltweiten Finanzkrise beliefen sich die geschätzten Einnahmerückgänge zwischen Herbst 2008 und Mai 2009 auf „nur“ rund 1,5 Milliarden Euro.

Das waren die letzten Meldungen am Donnerstag:

++ 222 neue Corona-Infektionen im Südwesten

(20.01 Uhr) Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Baden-Württemberg ist auf mindestens 44 610 gestiegen. Das sind 222 Menschen mehr als am Vortag, wie aus Zahlen des Landesgesundheitsamtes vom Donnerstag hervorgeht.

Als genesen gelten 39 076 Menschen; das ist ein Plus von 248. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus lag weiterhin bei 1867. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert wurde mit 1,02 angegeben. Der Wert gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt.

++ „Querdenken“-Demo in Ravensburg darf mit wenigen Auflagen stattfinden

(17.19 Uhr) In Ravensburg darf die erneute Demonstration von Kritikern der Corona-Politik und Corona-Leugnern weitestgehend so stattfinden, wie von diesen beantragt. Das teilte der Sprecher der Stadtverwaltung, Alfred Oswald, am Donnerstag auf SZ-Anfrage mit. Auflagen werden ihnen offenbar kaum gemacht.

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Geschätzt fast 20 Milliarden weniger Steuereinnahmen 2021 als geplant

(15.16 Uhr) Die Erholung nach der Corona-Krise kommt zögerlicher als gedacht. Bund, Länder und Kommunen müssen im kommenden Jahr wohl noch einmal mit 19,6 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen auskommen, als im Mai erwartet. Die Steuerschätzer rechnen damit, dass erst 2022 das Vorkrisenniveau wieder erreicht ist, wie das Finanzministerium am Donnerstag in Berlin bekanntgab.

Die Steuerschätzung ist eine wichtige Grundlage für den Bundeshaushalt für das kommende Jahr, den Finanzminister Olaf Scholz (SPD) am 23. September dem Kabinett vorlegen will. Der Vizekanzler geht davon aus, dass auch 2021 noch einmal neue Schulden nötig sind.

Dass die Corona-Krise mit milliardenschweren Hilfspaketen in diesem Jahr riesige Löcher in die Staatskassen reißen würde, war bereits klar. Im ersten Halbjahr gaben Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes zufolge 51,6 Milliarden Euro mehr aus, als sie einnahmen. Hier lesen Sie mehr.

+++ Hier geht es zum Newsblog von Donnerstag +++

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