Corona-Newsblog: Das waren die wichtigsten Entwicklungen am Donnerstag

Lesedauer: 22 Min
Digital-Redakteur
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Crossmedia Volontär
Deutsche Presse-Agentur
Agence France-Presse

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesen Infizierte Baden-Württemberg: ca. 4285  (51.579 Gesamt - ca. 45.400 Genesene - 1.894 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg:  1.894
  • Aktuell nachgewiesen Infizierte Deutschland: ca. 28.824 (306.086 Gesamt - ca. 267.700 Genesene - 9.562 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 9.546
Durch Meldeverzug und die aufwändige Datenverarbeitung kann es Abweichungen zwischen den hier gemeldeten Zahlen und Meldungen von einzelnen Landkreisen geben.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Kreis Esslingen überschreitet kritische 50er-Marke bei Neuinfektionen (18.26 Uhr)
  • Stuttgart verschärft wegen Corona-Zahlen die Auflagen für Feiern (13.57 Uhr)
  • Quarantäne bei Inlandsreisen? — Rufe nach einheitlichen Regeln (11.32 Uhr)
  • Stuttgart reißt kritische Marke von 35 Infektionen pro 100.000 Einwohner (9.32 Uhr)
  • Deutschland stehe gut da, aber Personal sei knapp (6.59 Uhr)
  • EU kommt bei Corona-Karte für Reisen voran (6.52 Uhr)
  • In Bayerns Metallindustrie kein Ende der Krise in Sicht (6.25 Uhr)

Das war's für heute. Wir wünschen Ihnen eine gute Nacht und sind morgen Früh auf Schwäbische.de wieder mit einem neuen Corona-Newsblog für Sie da.

++ Kreis Esslingen überschreitet kritische 50er-Marke bei Neuinfektionen

(18.26 Uhr) Der Landkreis Esslingen hat als erste Region im Südwesten die Grenze von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Das teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit.

Der Wert liege bei 52,3. Damit gehen schärfere Maßnahmen zum Infektionsschutz einher.

Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen hat sich in Baden-Württemberg im Vergleich zum Vortag um 652 Fälle erhöht. Insgesamt haben sich im Land nun 52.222 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt, wie das Landesgesundheitsamt am Mittwoch mitteilte. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 4 auf 1898.

Mehrere Städte und Kreise sind inzwischen zu neuen Einschränkungen gezwungen, weil die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung in ihrer Region größer ist als erlaubt. Nach dem Kreis Esslingen, Mühlacker und Mannheim schränkt nun auch Stuttgart private Feiern ein.

Dort sind Feiern in privaten Räumen von Freitag an und für die kommenden zwei Wochen nur noch erlaubt, wenn weniger als 25 Menschen zusammenkommen. In der Öffentlichkeit oder in angemieteten Räumen liegt die Grenze bei 50 Teilnehmern, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. Ähnliche Einschränkungen haben auch die anderen Kommunen und der Kreis erlassen.

++ Dehoga fordert mehr Vorlaufzeit bei Beherbergungsverbot in Bayern

(17.45 Uhr) Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband sieht das von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekündigte Beherbergungsverbot für Gäste aus deutschen Corona-Risikogebieten kritisch.

Wir brauchen als Branche mehr Vorlaufzeit“, sagte der Landesgeschäftsführer Thomas Geppert. „Wenn ein Gast im Hotel steht und dann sehe ich erst im Meldeschein, er kommt aus einem Risikogebiet, was mache ich dann?“ Die Betriebe müssten sich auf so etwas einstellen können und wissen, wie sie es umsetzen können.

Geppert forderte stattdessen ein bundesweit einheitliches Verfahren beim Umgang mit Menschen aus Corona-Hotspots. Bewohner solcher Gebiete sollten ohne einen negativen Coronatest nicht ausreisen können, das sei transparenter und erfolgreicher, als eine Prüfung beim Gastgeber vor Ort, sagte er.

Söder hatte am Mittwoch angekündigt, dass Urlauber aus innerdeutschen Corona-Hotspots ohne negativen Corona-Test von diesem Donnerstag an nicht mehr in bayerischen Hotels und Gaststätten übernachten dürften.

++ Corona-Ausbruch in Freudentaler Heim für Demenzkranke

(15.49 Uhr) In einem Pflegeheim in Freudental (Kreis Ludwigsburg) haben sich 24 von 29 Bewohnern mit dem Coronavirus angesteckt.

Außerdem sind sieben Mitarbeiter der Einrichtung infiziert, wie Geschäftsführerin Andrea Nisi-Binder am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. Bei der Einrichtung handelt es sich um ein Kompetenzzentrum für hochdemente Menschen.

Die negativ getesteten Bewohner wurden in einen abgetrennten Bereich verlegt.

Die Infizierten zeigten zunächst nur leichte Symptome. Das Bürgermeisteramt hat ein Besuchsverbot und eine Ausgangssperre für die Bewohner angeordnet.

Die Demenzstation liegt im Erdgeschoss eines Gebäudes. In der oberen Etage betreibt der Anbieter ein weiteres Pflegeheim. Von dessen Bewohnern hat sich keiner angesteckt. Nachdem sich am Samstag zwei Mitarbeiter mit einem positiven Testergebnis gemeldet hatten, wurden insgesamt 130 Hausbewohner und Mitarbeiter getestet.

++ Stuttgart verschärft wegen Corona-Zahlen die Auflagen für Feiern

(13.57 Uhr) Angesichts steigender Infektionszahlen verschärft die Stadt Stuttgart ihre Corona-Auflagen. Von Freitag an und für die kommenden zwei Wochen sind Feiern in privaten Räumen nur noch erlaubt, wenn weniger als 25 Menschen zusammenkommen, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. In der Öffentlichkeit oder in angemieteten Räumen liegt die Grenze bei 50 Teilnehmern.

In ganz Deutschland ließen sich Corona-Ausbrüche vermehrt auf Feiern und Partys zurückführen, sagte der Leiter des Gesundheitsamts, Stefan Ehehalt. „Überall dort, wo Menschen auf engem Raum zusammenkommen, laut reden, sich locker austauschen, verbreiten sich Viren. Wenn wir Infektionen nachverfolgen und Ketten durchbrechen wollen, müssen wir den Hebel hier ansetzen.“

Nach dem Kreis Esslingen hatte zuvor auch die Landeshauptstadt die sogenannte Vorwarnstufe erreicht. Während die Lage im benachbarten Kreis Esslingen mit 45,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und innerhalb von sieben Tagen besonders kritisch ist, lag sie zuletzt in der Landeshauptstadt bei 35,4 neuen Fällen und somit ebenfalls über der kritischen Marke von 35. Bei diesem Wert ist die dritte, kritische Phase erreicht.

Zuletzt hatten auch die Städte Mühlacker und Mannheim nach einem zeitweisen Erreichen der Corona-Vorwarnstufe die Regeln im Kampf gegen die Pandemie verschärft.

++ Quarantäne bei Inlandsreisen? — Rufe nach einheitlichen Regeln 

(11.31 Uhr) Vor einer Schaltkonferenz der Bundesländer zu Corona-Reisevorschriften im Inland werden bundesweit Rufe nach einem klaren und einheitlichen Regelwerk laut. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte möglichst deckungsgleiche Quarantäne-Regeln aller Länder für Reisende aus deutschen Gebieten mit hohen Corona-Zahlen. Am Mittwoch wollen die Chefs der Staatskanzleien der Länder in einer Schaltkonferenz über das weitere Vorgehen beraten.

Wegen der Einstufung einiger Kommunen und einzelner Berliner Stadtbezirke als inländische „Risikogebiete“ und damit verbundenen Quarantäneauflagen für Einreisende war zuletzt vor allem Schleswig-Holstein in die Kritik geraten. Auch die Regelung in Rheinland-Pfalz sieht ähnlich aus.

Zentrales Kriterium ist, dass es in einer Region mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gibt. Anhand dieser Schwelle stuft die Bundesregierung auch andere Staaten als „Risikogebiete“ für deutsche Urlauber ein. Im Inland haben Bund und Länder vereinbart, dass ab dieser Marke in „besonders betroffenen Gebieten“ örtliche Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

++ Stuttgart reißt kritische Marke von 35 Infektionen pro 100.000 Einwohner

(9.32 Uhr) Angesichts steigender Infektionszahlen schließt die Stadt Stuttgart weitere Corona-Auflagen und verschärfte Kontrollen nicht mehr aus. Nach dem Kreis Esslingen hatte die Landeshauptstadt die sogenannte Vorwarnstufe erreicht. „Wir beraten jetzt über Maßnahmen und Einschränkungen, um die Ausbreitung wirksam einzudämmen“, teilte ein Sprecher der Stadt mit. Details würden im Laufe des Tages mitgeteilt, sagte er am Mittwoch.

Während die Lage im Kreis Esslingen mit 40,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und innerhalb von sieben Tagen (Stand 6.10., 16.00 Uhr) besonders kritisch ist, lag sie zuletzt in Stuttgart bei 35,4 neuen Fällen und somit über der kritischen Marke von 35. Bei diesem Wert ist die dritte, kritische Phase erreicht.

Das Konzept sieht dann etwa eine Ausweitung der Maskenpflicht an Schulen zum Beispiel auf den Unterricht vor. In der Gastronomie könnten der Ausschank von Alkohol eingeschränkt und der Betrieb auf Außenbereiche beschränkt werden. Veranstaltungen sollen eingeschränkt, Hygienemaßnahmen sowie Sanktionen bei Verstößen ausgeweitet werden. Liegt die Inzidenz über 50, wird die Teilnehmerzahl bei Feiern weiter begrenzt.

Zuletzt hatten auch die Städte Mühlacker und Mannheim nach einem zeitweisen Erreichen der Corona-Vorwarnstufe die Regeln im Kampf gegen die Pandemie verschärft. Für Feiern in privaten Räumen wird in Mannheim die Teilnehmerzahl ab diesem Freitag auf 25 Personen gesenkt. Für Feiern in öffentlichen Räumen wie Gaststätten oder Vereinshäusern fordert die Verwaltung ein Hygienekonzept.

++ Neuseeland hat Coronavirus wieder im Griff

(9.01 Uhr) Neuseeland hat nach Angaben der Regierung die Ausbreitung des Coronavirus zum zweiten Mal seit Beginn der Pandemie in den Griff bekommen. „Das ist ein großer Meilenstein. Die Neuseeländer haben das Virus erneut durch ihr gemeinsames Handeln zum Schweigen gebracht“, teilte Gesundheitsminister Chris Hipkins am Mittwoch mit. Gleichzeitig forderte er die Bevölkerung auf, weiter wachsam zu sein, um Rückfälle zu vermeiden. Der Inselstaat im Südpazifik hat seit zwölf Tagen keine lokale Neuansteckung mehr verzeichnet.

Neuseeland mit seinen knapp fünf Millionen Einwohnern ist dank strikter Maßnahmen bislang vergleichsweise glimpflich durch die Krise gekommen. Im Juni hatte sich das Land für coronafrei erklärt und war zu einer relativen Normalität zurückgekehrt.

Im August waren dann aber Infektionen in der Stadt Auckland aufgetreten. In der Metropole wurde umgehend ein neuer Lockdown verhängt, der schrittweise gelockert wurde. Insgesamt hat das Land nach Angaben der örtlichen Behörden seit Beginn der Pandemie rund 1500 Fälle registriert, 25 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

++ Montgomery: Deutschland stehe gut da, aber Personal sei knapp

(6.59 Uhr) Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat Deutschland ein gutes Zeugnis im Kampf gegen die Corona-Pandemie ausgestellt — aber vor einer Überforderung der medizinischen Kapazitäten gewarnt. „Deutschland steht hervorragend da. Wir haben es in der ersten Welle vermeiden können, dass unser Gesundheitssystem kollabiert“, sagte Montgomery dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Inzwischen gebe es aber wieder eine langsame Zunahme der Infektionen, auf die derzeit noch ohne große Probleme reagiert werden könne. „Irgendwann kommen wir aber in Bereiche, in denen die Kapazitätsgrenzen des Gesundheitswesens überschritten werden. Dann könnte es zu sehr problematischen Zuständen kommen.“

Auf die Frage, ob Kliniken und Arztpraxen inzwischen besser vorbereitet seien, sagte er: „Es gibt mehr Schutzmaterial, ja. Ich befürchte aber, dass wenn bald eine große Zahl an Covid-19-Patienten auf uns zukäme, Betten wieder geschlossen werden müssten, weil das Personal fehlt, um die Kranken zu betreuen.“ Im Moment sei man von diesem Szenario noch weit entfernt. „Aber: Es gibt bereits heute zu wenig hoch qualifiziertes Intensivpersonal und Ärzte in den Kliniken. Das liegt an dem jahrelangen Kaputtsparen der Krankenhäuser.“

Montgomery geht davon aus, dass das Virus „uns mindestens bis Ende 2021 intensiv begleiten“ wird. Auch ein zugelassener Impfstoff müsse schließlich erst produziert und verteilt werden. „Und auch danach wird das Virus nie wieder ganz weggehen“ — aber mit Impfstoffen und Medikamenten sehr viel beherrschbarer sein.

++ EU kommt bei Corona-Karte für Reisen voran 

(6.52 Uhr) Die EU-Staaten machen Fortschritte bei den Bemühungen um eine bessere Koordinierung der Corona-Reisebeschränkungen. Wie aus einem Kompromissvorschlag der deutschen EU-Ratspräsidentschaft hervorgeht, könnten sich die Länder auf Kriterien für eine gemeinsame Karte einigen, auf der Regionen je nach Infektionsgeschehen farblich markiert sind. Für Gebiete mit wenigen Corona-Fällen sollen die Staaten keine Beschränkungen erlassen.

Die Karte soll von der europäischen Gesundheitsagentur ECDC erstellt und jede Woche aktualisiert werden. Am Mittwoch wollen sich die EU-Botschafter mit dem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, befassen. Kommenden Dienstag könnte es vom Rat der Europaminister angenommen werden. Deutschland führt noch bis Ende des Jahres in der EU die Ratspräsidentschaft.

 ++ In Bayerns Metallindustrie kein Ende der Krise in Sicht 

(6.25 Uhr) In Bayerns wichtigster Wirtschaftsbranche ist kein Ende der Corona-Krise in Sicht. Zwei Drittel der Unternehmen in der Metall- und Elektroindustrie erwarten in diesem Jahr einen Umsatzeinbruch von im Schnitt fast einem Viertel. Für mehr als die Hälfte (54 Prozent) ist derzeit noch nicht absehbar, wann die Geschäfte wieder so laufen könnten wie vor Beginn der Pandemie. Das hat eine Umfrage der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) unter 504 Unternehmen ergeben, die dem Verband zufolge etwa zwei Drittel der Arbeitnehmer in der Metall-und Elektroindustrie beschäftigen.

„Über die Hälfte der Unternehmen leidet aktuell noch unter größeren Einschränkungen in der Produktion, jedes zweite davon ist sogar stark oder sehr stark betroffen“, sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Knapp 54 Prozent der befragten Unternehmen berichteten, dass bei ihnen nach wie vor viele Mitarbeiter im Kurzarbeit sind — im Schnitt rund 45 Prozent der Belegschaft. Ein knappes Drittel will bis Ende des Jahres die Belegschaft reduzieren, die Mehrheit dieser Unternehmen jedoch auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten.

Die vbw ist die Dachorganisation der zwei Metallarbeitgeberverbände bayme und vbm. „Mit Blick auf die bevorstehende Tarifrunde hoffen wir auf eine der Lage angemessene Forderung unseres Tarifpartners“, forderte Brossardt die IG Metall zur Bescheidenheit auf. Zur Metall- und Elektrobranche zählen viele bekannte Unternehmen, darunter Audi, BMW, Siemens und deren Zulieferer ebenso wie Airbus oder Osram. Insgesamt beschäftigt die Branche gut 850.000 Menschen in Bayern.

Das waren die letzten Meldungen von Dienstag:

++ Mehr als 380 neue Corona-Infektionen im Südwesten 

(20.05 Uhr) Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen hat sich in Baden-Württemberg im Vergleich zum Vortag um 388 Fälle erhöht. Insgesamt haben sich im Land nun 51.570 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt, wie das Landesgesundheitsamt am Dienstag (Stand: 16.00 Uhr) mitteilte.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus blieb unverändert bei 1.894. Als genesen gelten 44.932 Menschen — 236 mehr als am Vortag.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert liegt laut Landesgesundheitsamt bei geschätzt 1,10. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt.

Kritisch bleibt die Lage vor allem im Kreis Esslingen, in dem nach neuesten Zahlen innerhalb von sieben Tagen 45,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert wurden. Damit liegt der Kreis momentan ebenso über der kritischen Marke von 35 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner wie Stuttgart (35,4). Mannheim liegt mit einem Wert von 34,1 wieder knapp darunter.

++ Corona-Fall an Ellwanger Schule

(19.32 Uhr) An der Mittelhofschule in Ellwangen ist am Dienstag ein Corona-Fall aufgetreten. Das teilt die Stadt Ellwangen am Dienstagnachmittag mit. Ein Mitarbeiter der Schule sei positiv getestet worden.

Die Schulleitung habe daraufhin umgehend reagiert und in Absprache mit dem Gesundheitsamt die notwendigen Maßnahmen getroffen, heißt es weiter. Ab sofort sollen sich vier Schulklassen und eine Lernklasse in einer vierzehntägigen Quarantäne befinden. Davon sind laut Stadt etwa 100 Schüler der Sekundarstufe (Klasse 5 bis 10) betroffen.

++ Schüler aus 357 Klassen müssen zu Hause bleiben

Die Zahl der Schüler, die im Südwesten wegen der Corona-Pandemie zu Hause bleiben müssen, steigt weiter an.

357 Schulklassen sind wegen Infektionen oder Verdachtsfällen aus dem Präsenzunterricht genommen worden, wie das Kultusministerium am Dienstag auf Anfrage mitteilte.

Die Schüler dieser Klassen werden nun per Fernunterricht unterrichtet. Die Daten stammen von den vier Regierungspräsidien im Land. Am 1. Oktober waren noch 304 Schulklassen in Quarantäne.

Betroffen sind den Angaben nach insgesamt 197 Schulen. Drei Schulen sind vollständig geschlossen.

Bei insgesamt 4500 Schulen bedeutet das aber, dass derzeit nicht einmal jede zwanzigste Schule von den Maßnahmen betroffen ist.

 

+++ Hier geht es zum Newsblog von Dienstag +++

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