Corona-Newsblog: Das waren die wichtigsten Entwicklungen am Donnerstag

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Digitalredakteurin
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Deutsche Presse-Agentur
Agence France-Presse

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesen Infizierte Baden-Württemberg4.851 (50.097 Gesamt - ca. 43.859 Genesene - 1.886 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg:  1.887
  • Aktuell nachgewiesen Infizierte Deutschland: ca. 24.322 (291.722 Gesamt - ca. 257.900 Genesene - 9.488 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 9.500
Durch Meldeverzug und die aufwändige Datenverarbeitung kann es Abweichungen zwischen den hier gemeldeten Zahlen und Meldungen von einzelnen Landkreisen geben.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Innenministerium erwägt kürzere Quarantäne für Reiserückkehrer (19.41 Uhr)
  • CureVac zuversichtlich über baldigen Coronavirus-Impfstoff (14.16 Uhr)
  • Ganz Belgien und Island zu Risikogebieten erklärt (7.52 Uhr)
  • 325.900 Minijobs allein im Gastgewerbe weggebrochen (06.46 Uhr)
  • Gastwirt gewinnt Corona-Klage gegen Versicherung (10.33 Uhr)

Wir schließen den Newsblog für heute und sind morgen früh wieder mit allen wichtigen Informationen für Sie da.

++ Todesfall auf der Ostalb

(22.35 Uhr) Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat es im Ostalbkreis einen weiteren Todesfall gegeben. Das geht aus den Zahlen hervor, die die dortige Kreisverwaltung täglich auf ihrer Webseite aktualisiert. Demnach sind mittlerweile 44 Menschen im Kreis im Laufe der Pandemie gestorben, die positiv auf das Virus getestet worden waren.

Laut der Daten wurde der letzte Todesfall am 20. Juli registriert. Seither blieb die Zahl stabil. Derzeit sind 56 Menschen im Ostalbkreis positiv auf das Virus getestet. Der niedrigste Wert der aktiven Fälle lag im vergangenen Monat bei 31, der höchste bei 94.

++ Bayerischer Landkreis Rhön-Grabfeld über kritischem Grenzwert

(22.04 Uhr) Der Landkreis Rhön-Grabfeld hat die kritische Marke von 50 Corona-Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten. Das teilte der Landkreis am Donnerstagabend mit. Laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit liegt der Wert bei 51,45.

Wegen der Überschreitung sollen laut dem Landkreis etwa Beschränkungen von Gästezahlen bei privaten Feiern statt bis zum 3. bis zum 10. Oktober verlängert werden, hieß es. Ein Schwerpunkt der neu festgestellten Infektionen liege in einem Wohnheim in Mellrichstadt, berichtete der Bayerische Rundfunk unter Berufung auf das zuständige Landratsamt.

Laut dem Robert-Koch-Institut ist der Landkreis Rhön-Grabfeld damit derzeit der einzige über dem kritischen Corona-Grenzwert.

++ Deutlicher Anstieg: Fast 400 neue Corona-Infektionen im Südwesten

(19.45 Uhr) Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen hat sich in Baden-Württemberg im Vergleich zum Mittwoch deutlich um fast 400 Fälle erhöht. Insgesamt haben sich im Land nun mindestens 50.097 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um einen auf 1887, wie das Landesgesundheitsamt unter Berufung auf Zahlen von Mittwoch (Stand: 16 Uhr) mitteilte.

Als genesen gelten 43.859 Menschen — 254 mehr als am Vortag.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert liegt laut Landesgesundheitsamt bei geschätzt 1,06. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt.

++ Innenministerium erwägt kürzere Quarantäne für Reiserückkehrer

  (19.41 Uhr) Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will laut einem Medienbericht eine deutliche Verkürzung der Quarantäne für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten auf den Weg bringen. Das geht aus einem Verordnungsentwurf des Innenministeriums hervor, wie das Nachrichtenportal „ThePioneer“ (Freitag) berichtet.

Es bleibt demnach bei der Quarantäne-Pflicht für Reiserückkehrer aus Regionen, die vom Robert Koch-Institut (RKI) als Corona-Risikogebiete eingestuft werden. Diese soll künftig grundsätzlich zehn Tage nach Einreise umfassen — vier Tage weniger als bislang. „Ab dem fünften Tag in Absonderung besteht die Möglichkeit, durch ein negatives Testergebnis die Absonderung zu beenden“, heißt es demnach in dem Entwurf. „Der Test darf frühestens am fünften Tag nach der Einreise durchgeführt werden.“

Betroffene sollen die zuständige Behörde allerdings unverzüglich informieren müssen, sollten sie binnen zehn Tagen nach Einreise für Corona typische Symptome wie Husten, Fieber, Schnupfen oder Geruchs- und Geschmacksverlust haben. Die Musterverordnung des Innenministers soll als Empfehlung für die Länder dienen.

++ Mehrheit der Deutschen ist für Gäste-Obergrenze bei privaten Feiern

(19.37 Uhr) Laut einer Umfrage ist eine große Mehrheit der Deutschen einverstanden damit, zur Bekämpfung der Corona-Pandemie die Zahl der Gäste bei privaten Feiern zu begrenzen. Es gehe in die richtige Richtung, höchstens 50 Gäste zu erlauben, sagten 85 Prozent der Befragten in einer am Donnerstag veröffentlichten, repräsentativen Umfrage von infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend im Auftrag der „Tagesthemen“. Nur 13 Prozent äußerten demnach die Auffassung, dies gehe in die falsche Richtung.

Am Dienstag hatten die Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vereinbart, Teilnehmerzahlen von Feiern zu begrenzen, wenn ein erhöhtes Infektionsgeschehen vorliegt.

Für bestimmte Orte gilt außerdem wegen eines stärkeren Infektionsgeschehens eine verschärfte Maskenpflicht, womit das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes dort auch auf belebten öffentlichen Straßen und Plätzen vorgeschrieben ist. Dies heißen der Umfrage zufolge 63 Prozent der Deutschen gut, während für 34 Prozent die Auflage in die falsche Richtung geht.

Eine Mehrheit der Befragten (78 Prozent) wünscht sich auch mehr Einheitlichkeit unter den Bundesländern bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Jeder Fünfte (20 Prozent) will das nicht.

Dass man bei der Eindämmung der Pandemie eher auf die Eigenverantwortung der Menschen statt auf strenge Regeln setzen sollte, befürwortet laut Umfrage eine knappe Mehrheit (54 Prozent); 43 Prozent stimmen dem nicht zu. 92 Prozent sind der Auffassung, dass die Corona-Krise nur bewältigt werden kann, wenn die Menschen solidarischer miteinander umgehen.

++ Paris droht ab Montag höchste Corona-Warnstufe

(19.05 Uhr) Wegen der weiter steigenden Corona-Infektionszahlen droht in Paris ab Montag die Ausrufung der höchsten Warnstufe. Damit könnten ab Wochenbeginn alle Bars geschlossen sowie zum Verzicht auf Familienfeiern aufgerufen werden, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran. In ganz Frankreich wurden nach seinen Angaben erneut mehr als 15.000 Neuansteckungen innerhalb von 24 Stunden registriert - knapp unter dem Höchststand von mehr als 16.000 aus der vergangenen Woche.

In Paris sind nach Angaben des Ministers alle drei Kriterien für die höchste Corona-Warnstufe erfüllt: Die Zahl der Neuansteckungen liegt mit 263 pro 100.000 Einwohner über der kritischen Marke von 250 Fällen; unter älteren Menschen liegt sie mit 105 über der Warnstufe von 100. Auch das dritte Kriterium einer 30-prozentigen Auslastung der Intensivbetten in den Krankenhäusern ist erfüllt. 

„Zeichen der Hoffnung“ gebe es dagegen in anderen Corona-Hotspots wie Marseille, Nizza und Bordeaux, sagte der Minister. Im Ballungsraum von Marseille gilt bereits seit fast einer Woche die höchste Warnstufe, dort mussten unter anderem alle Restaurants und Bars schließen.

In Frankreich sollen in Kürze klinische Tests für einen Corona-Impfstoff beginnen. Dafür suchen die Behörden derzeit 25.000 Freiwillige. Mit fast 32.000 Todesfällen ist Frankreich nach absoluten Zahlen eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder Europas.

++ Gesundheitsminister Lucha rät zu Grippeimpfung

(16.49 Uhr) Gerade in Corona-Zeiten ist aus Sicht von Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) die Grippeimpfung besonders zu empfehlen. „Während der COVID-19-Pandemie ist eine hohe Influenza-Impfquote bei Risikogruppen wichtig, um schwere Verläufe oder gar Ko-Infektionen mit SARS-CoV-2 zu verhindern und Engpässe in Krankenhäusern bei Intensivbetten oder Beatmungsplätzen zu vermeiden“, erklärte Lucha am Donnerstag. Neben der Corona-Erkrankung stelle die Influenza unverändert eine ernsthafte Atemwegserkrankung dar. Anders als bei der Infektion mit Corona lassen sich Infektionen mit Influenzaviren jedoch durch eine Impfung vermeiden, wie Lucha betonte.

Ratsam sei die Vorbeugung vor allem bei Menschen über 60 Jahre und bei chronisch Erkrankten. Lucha plädierte auch für verstärkte Influenza-Impfungen bei medizinischem Personal und Pflegekräften. Dies erhöhe den Schutz von Patienten und Bewohnern von Altenpflegeheimen.

Um das Risiko einer Ansteckung mit der Grippe zu schmälern, sollte man laut Landgesundheitsamt die Abstand- und Hygieneregeln beachten, die auch für Corona gelten.

Beginn der Grippe-Saison ist Anfang Oktober. Üblicherweise hat sie ihren Höhepunkt im Februar/März. Nach der Impfung dauert es zwischen 10 und 14 Tage bis zu einem vollständigen Impfschutz. Die Kosten für die Impfung übernehmen in Baden-Württemberg für alle Altersgruppen die gesetzlichen Krankenkassen.

++ CureVac zuversichtlich über baldigen Coronavirus-Impfstoff

(14.16 Uhr) Das Tübinger Biopharmaunternehmen CureVac geht davon aus, in wenigen Monaten einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu haben. Wenn alles optimal laufe, werde das im ersten Halbjahr 2021 der Fall sein, sagte Vorstandsvorsitzender Franz-Werner Haas am Donnerstag in Tübingen.

Peter Kremsner, Direktor am Tübinger Institut für Tropenmedizin, ging sogar von noch einem früheren Zeitpunkt aus. „Ich glaube, dass wir im Winter - also Januar oder Februar - einen Impfstoff haben werden.“ Die Nebenwirkungen des CureVac-Wirkstoffs seien insgesamt sehr gering. „Wir sind da durchaus im grünen Bereich.“

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Wolf strikt gegen Ausweiskontrolle durch Wirte bei Gästen

(12.55 Uhr) Der baden-württembergische Justizminister Guido Wolf (CDU) lehnt verpflichtende Ausweiskontrollen durch Gaststättenbetreiber zur Überprüfung der Corona-Besucherlisten kategorisch ab. „Der Beschluss der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin verlangt ja gerade nur Plausibilitätskontrollen. Darüber sollten wir in Baden-Württemberg nicht hinausgehen“, sagte Wolf am Donnerstag in Stuttgart. Es könne nicht sein, dass sich Gaststättenbetreiber Ausweispapiere aller Gäste vorlegen lassen müssten, um sie mit den Angaben in Kontaktlisten abzugleichen.

Wirte sind keine Hilfssheriffs. Identitätsfeststellungen sind eine klassisch hoheitliche Aufgabe, die wir nicht auf Gastronomiebetreiber abwälzen dürfen.“ Er habe ernste Zweifel, ob eine solche Kontrollpflicht noch verhältnismäßig wäre. Hintergrund ist der Plan, dass Gästen bei falschen persönlichen Angaben künftig ein Bußgeld von mindestens 50 Euro drohen soll.

Wirte und Veranstalter müssten die Angaben künftig „auf Glaubwürdigkeit und Richtigkeit“ überprüfen, hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstagabend erklärt. Bei ihrer Schalte hatten sich die Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zuvor unter anderem auf das Mindestbußgeld geeinigt. Wie das nun im Südwesten umgesetzt wird, ist völlig offen.

++ Heidi Klums Topmodels müssen in Europa bleiben

(12.27 Uhr) Keine Villa in Los Angeles, keine Gala in New York: Heidi Klums Nachwuchsmodels dürfen in der nächsten Ausgabe der Casting-Show nicht in die USA. Wegen der Corona-Seuche wird die 16. Staffel von „Germany's Next Topmodel“ komplett in Europa produziert, wie ProSieben am Donnerstag in Unterföhring bei München mitteilte. „Von hier aus können wir schnell auf die aktuelle Lage reagieren“, sagte Senderchef Daniel Rosemann. Die Gesundheit und Sicherheit der Kandidatinnen stehe an erster Stelle.

++ Gastwirt gewinnt Corona-Klage gegen Versicherung

(10.33 Uhr) Nach einer bundesweiten Corona-Klagewelle gegen zahlungsunwillige Versicherungen hat das Münchner Landgericht erstmals einem klagenden Gastwirt die geforderte Millionensumme zugesprochen. Laut Urteil muss die beklagte Versicherungskammer die Kosten der coronabedingten Betriebsschließung an den Pächter des Münchner Augustinerkellers zahlen - exakt 1,014 Millionen Euro.

Kellnern in der Corona-Krise
Gastwirt gewinnt Klage gegen Versicherung. (Foto: Sebastian Willnow / DPA)

Der Wirt hatte kurz vor dem sogenannten Shutdown im März eine Betriebsschließungspolice abgeschlossen, um sich gegen Corona abzusichern. Die Versicherungskammer will dennoch nicht zahlen. In den Versicherungsbedingungen sind behördlich angeordnete Schließungen auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes gedeckt, der Covid-19-Erreger jedoch nicht genannt.

Die Kammer argumentierte, dass diese Vertragsbedingungen intransparent seien. „Wir sind der Meinung, dass man von einem Versicherungsnehmer nicht erwarten kann, dass ihm das Infektionsschutzgesetz geläufig ist“, sagte die Vorsitzende Richterin Susanne Laufenberg.

++ Zweites Mal binnen weniger Tage mehr als 2500 Neuinfektionen 

(8.18 Uhr) Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat zum zweiten Mal binnen weniger Tage die Schwelle von 2500 überschritten. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2503 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen bekanntgab.

Das sind nur knapp weniger als am Samstagmorgen, als mit 2507 Neuinfektionen innerhalb eines Tages der höchste Wert seit Ende April gemeldet worden war.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des RKI mindestens 291.722 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 1.10., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9500. Das sind 12 mehr als am Vortag. Rund 257 900 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen.

++ Bundesregierung erklärt ganz Belgien und Island zu Risikogebieten

(7.52 Uhr) Die Bundesregierung hat ganz Belgien, Island und einzelne Regionen in neun weiteren europäischen Ländern wegen steigender Infektionszahlen zu Corona-Risikogebieten erklärt. Das Robert Koch-Institut aktualisierte am Mittwochabend seine Risikoliste, auf der nun mit Wales und Nordirland erstmals auch Gebiete Großbritanniens stehen.

In Frankreich kamen die Regionen Pays de la Loire und Burgund (Bourgogne) hinzu. Damit ist im größten Nachbarland Deutschlands nur noch die einst besonders stark von der Pandemie betroffene Grenzregion Grand Est von der Einstufung als Risikogebiet ausgenommen.

In Belgien wurde zuletzt nur die Hauptstadt Brüssel als Risikogebiet geführt. Die Ausweitung auf das ganze Land betrifft nun auch Grenzregionen zu Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Erstmals nahm die Bundesregierung Gebiete in den beiden baltischen Staaten Litauen und Estland auf die Risikoliste. Außerdem kamen Regionen in Irland, Kroatien, Slowenien, Ungarn und Rumänien hinzu. Hier geht es zur vollständigen Liste des RKI.

++ 325.900 Minijobs allein im Gastgewerbe weggebrochen

(06.46 Uhr) Im Zuge der Corona-Pandemie sind allein im Gastgewerbe nach Erhebungen der Meldestelle für geringfügige Beschäftigung bis Ende Juni rund 325.900 Minijobs weggebrochen.

Dies ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Minus von fast 36 Prozent, wie aus Daten der Minijobzentrale hervorgeht, die von der Linken-Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann abgefragt und ausgewertet wurden.

Demnach gingen fast 184.000 Minijobs allein in Restaurants und anderen Gaststätten verloren. In absoluten Zahlen folgen der wirtschaftliche Dienstleistungsbereich mit einem Einbruch um 96.116 Minijobs, der Handel (minus 73.641) und das verarbeitende Gewerbe (minus 70.181). Insgesamt ist die Zahl der Minijobber den Angaben zufolge bundesweit um 837.004 zurückgegangen.

Im Juni 2020 waren es gut 12 Prozent weniger als im Juni 2019. Jeder achte Minijob ging somit verloren. Aufgrund der hohen Fluktuation im Minijobbereich tragen laut Zimmermann sowohl beendete Arbeitsverhältnisse als auch nicht neu begonnene Arbeitsverhältnisse zum Rückgang bei.

+++ Hier geht es zum Newsblog von Mittwoch +++

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