Corona-Newsblog: Das waren die Meldungen von Montag, 4. Mai

Lesedauer: 38 Min
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Agence France-Presse

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

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Aktuelle Zahlen des RKI¹

  • Aktuell Infizierte Baden-Württemberg: ca. 5.766 (32.457 Gesamt - ca. 25.238 Genesene - 1.453 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 1.453
  • Aktuell Infizierte Deutschland: ca. 23.780 (163.175 Gesamt - ca. 132.700 Genesene - 6.692 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 6.692
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Das Wichtigste des Tages:

  • Wirtschaftsminister beraten über Lockerungen in der Gastronomie (18.10 Uhr)
  • Roche liefert Corona-Antikörpertest ab Mai in Deutschland aus (12.02 Uhr)
  • Polizei darf ab Dienstag in Einzelfällen auf Corona-Daten zugreifen (15.07 Uhr) 
  • Wirtschaftsminister beraten über Lockerungen in der Gastronomie (18.10 Uhr)
  • Zehn Corona-Fälle bei der Testrunde in der Bundesliga (16.29 Uhr)
  • Änderungen bei den Lockerungen: Was ab heute gilt und die Reaktionen darauf (07.10 Uhr)

Das war's für heute. Wir wünschen einen schönen Abend. Morgen geht's weiter.

21.49 Uhr - Seehofer verlängert wegen Covid-19 eingeführte Grenzkontrollen 

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Grenzkontrollen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg, und Dänemark bis zum 15. Mai verlängert. Auch für Flüge aus Spanien und Italien gilt die Verlängerung. So sollen die Infektionsgefahren durch das Coronavirus weiter erfolgreich eingedämmt werden, hieß es in einem Schreiben des Ministeriums am Montagabend.

Die Kontrollen waren Mitte März angeordnet worden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Menschen, die weder Deutsche noch dauerhaft hier ansässig sind, dürfen seither nur noch aus einem „triftigen Reisegrund“ nach Deutschland kommen. Einreisen dürfen etwa EU-Bürger, die durch Deutschland in ihr Heimatland reisen oder Lastwagenfahrer. Die Einreise ist zudem auf bestimmte Grenzübergänge beschränkt.

Nach derzeitigem Stand könnte es mit dem 15. Mai erste Öffnungen geben. So hat sich Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) auf eine schrittweise Öffnung der Grenze zu Dänemark ab Mitte Mai verständigt. „Wir haben heute telefoniert und miteinander verabredet, einen konkreten Fahrplan zu entwickeln, in welchen Schritten ab spätestens 15. Mai eine Öffnung der Grenze zu Dänemark erfolgen kann“, sagte Günther am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

20.51 Uhr - EU sammelt 7,4 Milliarden Euro für weltweiten Kampf gegen Coronavirus ein

Die EU hat bei einer internationalen Geberkonferenz 7,4 Milliarden Euro für den Kampf gegen das neuartige Coronavirus und die Entwicklung eines Impfstoffs eingesammelt. Die von den Teilnehmern am Montag zugesagte Summe könne nur ein Anfang sein, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. In den kommenden Monaten werde noch „viel mehr“ gebraucht. Die USA unterstrichen derweil ihre Absicht, lieber im Alleingang einen Impfstoff zu entwickeln.

Der heutige Sprint war ein großartiger Start für unseren Marathon,

sagte Ursula von der Leyen. Die von der EU organisierte Geberkonferenz verfehlte nur knapp das erklärte Ziel von 7,5 Milliarden Euro. „Das ist eine gewaltige und inspirierende Demonstration globaler Solidarität“, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bezeichnete die Konferenz als „ein Signal der Hoffnung in so schwierigen Stunden für viele Länder“. Die Pandemie sei eine globale Herausforderung, die sich auch nur global überwinden lasse. Für Deutschland kündigte Merkel einen Beitrag von 525 Millionen Euro an.

19.45 Uhr - Madonna spendet eine Million Dollar für Suche nach Corona-Impfstoff 

Popstar Madonna hat eine Million Dollar für die weltweite Suche nach einem Impfstoff und Medikamenten gegen das Coronavirus gespendet. Dies gab EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Montag bei einer internationalen Geberkonferenz bekannt, die insgesamt 7,4 Milliarden Euro an Zusagen von Regierungen und Organisationen brachte. Madonnas Million ist nach Angaben aus EU-Kreisen in dem Gesamtergebnis enthalten.

Ziel der Organisatoren ist, vor allem die Entwicklung eines Impfstoffs zu beschleunigen und dann dafür zu sorgen, dass alle Länder weltweit ihn zu erschwinglichen Preisen bekommen können.

19.35 Uhr - Mit Schere, Umhang und Auflagen

Nach Lockerung der Corona-Verordnung dürfen die Friseursalons in der Region wieder öffnen. Im Video sehen Sie, wie sich die Friseurinnen im Meßkircher Salon Friseur Wilbert zurück ins Berufsleben kämpfen.

Mit Schere, Umhang und Auflagen
Nach Lockerung der Corona-Verordnung dürfen die Friseursalons in der Region wieder öffnen. So kämpfen sich die Friseurinnen im Meßkircher Salon Friseur Wilbert zurück ins Berufsleben.

19.24 Uhr - In Biberach wird kein weiterer Corona-Fall gemeldet

Das Kreisgesundheitsamt Biberach hat am Montag keinen weiteren Corona-Fall gemeldet. Im Landkreis Biberach wurden damit nach wie vor 537 Personen (Stand 4. Mai 2020, 17 Uhr) positiv auf das Coronavirus getestet. Mittlerweile sind 378 Personen wieder genesen.

23 Personen sind in Zusammenhang mit dem Coronavirus im Landkreis Biberach verstorben. Es handelt sich um neun Frauen und 14 Männer.

18.39 Uhr - Zahl der Gesamtinfektionen im Land steigt auf 32.457 - 1453 Menschen verstorben

Die gegenwärtige Reproduktionszahl in Baden-Württemberg lautet: 0,68. Sie ist die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. Die Verdopplungszeit beträgt momentan 66 Tage. Bei dieser Zahl handelt es sich um die Zeitspanne, in der sich die Fallzahlen in einer Epidemie verdoppeln.

Laut baden-württembergischem Gesundheitsminsterium sind im Südwesten 32.457 Personen mit einer Coronavirus-Infektion gemeldet worden. Davon seien ungefähr 25.238 Personen wieder genesen.

Das Durchschnittsalter der Infizierten beträgt dem Minsterium zufolge 51 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 106 Jahren.

18.10 Uhr - Wirtschaftsminister beraten über Lockerungen in der Gastronomie

Die Wirtschaftsminister der Länder wollen am Dienstag mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) über mögliche Lockerungen der Corona-Beschränkungen in der Gastronomie beraten.

Bei der digitalen Konferenz am Abend soll es auch um die Hotellerie sowie die Veranstaltungsbranche gehen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Außerdem soll es um den Stand der Hilfsprogramme etwa für Soloselbstständige gehen.

Die Gespräche sollen der Vorbereitung der Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch dienen. Bund und Länder hatten in der vergangenen Woche die zuständigen Fachminister beauftragt, Vorschläge für Rahmenbedingungen einer schrittweisen Öffnung von Gastronomie- und Tourismusangeboten vorzubereiten.

Dies solle zum übernächsten Treffen geschehen, hatte es geheißen. Gastronomiebetriebe und Tourismuswirtschaft sind von den massiven Beschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus schwer getroffen.

Coronavirus - Gastronomie
Für die Gastronomie in Deutschland wird über Lockerungen verhandelt. (Foto: Jens Kalaene / dpa)

17.40 Uhr - Viele Museen öffnen freiwillig erst später

Erlaubt wäre eine Wiederöffnung zwar schon ab diesem Mittwoch — fast alle staatlichen Museen im Südwesten werden aber erst kommende Woche öffnen. Das teilte das Kunstministerium am Montag in Stuttgart mit. Für Besucher und Beschäftigte der staatlichen Museen wird es demnach eine Maskenpflicht geben.

Die am Samstag geänderte Corona-Verordnung des Landes erlaubt die Wiedereröffnung von Spielplätzen, Gedenkstätten, Museen, Ausstellungen, Zoos und Tierparks ab diesem Mittwoch. Die Museen müssen die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln gewährleisten können.

Um das sicherzustellen und das notwendige Aufsichtspersonal engagieren zu können, öffnen laut Kunstministerium fast alle staatlichen Museen erst in der Woche vom 11. Mai an.

Auch der Vizepräsident des Museumsverbands Baden-Württemberg, Christian Glass, meinte, einzelne Museen wollten aber bereits an diesem Mittwoch öffnen. Die Museen hätten unterschiedliche Vorlaufzeiten für den Neustart nach der Pause. Einige seien auf Fremdfirmen angewiesen, die etwa den Sicherheitsdienst stellen, sagte er weiter. Über dieses Personal könne man nicht so einfach verfügen.

16.29 Uhr - Insgesamt zehn Corona-Fälle bei der ersten großen Testrunde in der Bundesliga

In den 36 Clubs der Fußball-Bundesliga und 2. Bundesliga sind insgesamt zehn Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Neben Spielern wurden dabei auch der Trainerstab und Physiotherapeuten der Clubs untersucht, wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Montag mitteilte.

Insgesamt 10 von 1724 Corona-Tests seien dabei positiv ausgefallen. „Die entsprechenden Maßnahmen, zum Beispiel die Isolation der betroffenen Personen inklusive Umfelddiagnostik, wurden durch die jeweiligen Clubs nach den Vorgaben der örtlichen Gesundheitsbehörden unmittelbar vorgenommen“, hieß es von der DFL.

Neben den beiden Testwellen, die Teil des Hygienekonzepts der DFL sind, wurde in Abstimmung mit dem Bundesarbeitsministerium nun auch „ein verpflichtendes Trainingslager unter Quarantäne-Bedingungen vor einer möglichen Fortsetzung des Spielbetriebs“ integriert.

Sobald das Mannschaftstraining gestartet wird, sind zudem unabhängig von der Wiederaufnahme des Spielbetriebs zwei Tests pro Woche in regelmäßigen Abständen vorgesehen.

16.02 Uhr - Analyse: Ist die Corona-Impfpflicht bereits beschlossene Sache? 

In der Öffentlichkeit wird gegenwärtig kontrovers über eine angebliche Impfpflicht diskutiert. In diesem Kontext verwischen Fakten mit Spekulationen und Interpretationen.

Das führt mitunter zu dem Vorwurf, eine Impfpflicht sei von der Bundesregierung bereits beschlossen worden.

Doch noch ist nichts entschieden. Hier lesen Sie mehr. 

15.07 Uhr - Polizei darf ab Dienstag in Einzelfällen auf Corona-Daten zugreifen 

Die Polizei darf von Dienstag an bei konkreten Anlässen auf Daten von Gesundheitsämtern über mit dem Coronavirus infizierte Personen zugreifen.

An diesem Tag tritt die Verordnung des Innen- und Sozialministeriums zur Verarbeitung personenbezogener Daten zwischen Gesundheitsbehörden und Polizei in Kraft, wie das Innenministerium am Montag mitteilte.

Die Verordnung sei ein großer Schritt hin zu mehr Schutz vor dem Coronavirus für die Mitarbeiter der Ortspolizeibehörden und die Polizisten, sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU). „Das Wissen, dass jemand an Corona erkrankt ist, ist mit der beste Schutz vor einer Ansteckung.“ So könnten von den Beamten rechtzeitig Schutzvorkehrungen getroffen werden.

Auch Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) lobte die Maßnahme: „Der Datenaustausch zwischen Gesundheitsämtern und Polizei läuft zentral und sicher über das Landesgesundheitsamt. Damit ist landesweit ein einheitliches Verfahren sichergestellt.“ Es sei gelungen, Gesundheitsschutz und Datenschutz miteinander in Einklang zu bringen.

Die Opposition hatte die Weitergabe sensibler Daten vergangene Woche scharf kritisiert. Einige Gesundheitsämter in Baden-Württemberg hatten nach Angaben des Landesdatenschützers Stefan Brink Daten mit Klarnamen von coronainfizierten Personen an die Polizei weitergegeben.

14.25 Uhr - Abgeordnete stellen Forderung an Kretschmann, dass Bodensee-Schiffe wieder fahren dürfen

Ausflugsfahrten auf dem Bodensee sollen so schnell wie möglich wieder erlaubt werden. Das fordern der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Gerster und sein Friedrichshafener Parteikollege Norbert Zeller in einem Brief an Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne).

Eigentlich hätte die Flotte der Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) Anfang April in die Saison starten sollen. Wegen der Corona-Pandemie sind Fahrten mit diesen sowie mit anderen Ausflugsdampfern derzeit untersagt, auch der Fährbetrieb von Friedrichshafen nach Romanshorn ruht. Hier lesen Sie mehr.

 Die traditionelle Sternfahrt der „Weißen Flotte“ auf dem Bodensee fiel in diesem Jahr qegen der Corona-Pandemie aus.
Die traditionelle Sternfahrt der „Weißen Flotte“ auf dem Bodensee fiel in diesem Jahr qegen der Corona-Pandemie aus. (Foto: Tobias Kleinschmidt/dpa)

14.04 Uhr - Söder für gemeinsame Corona-Handlungsmaßstäbe von Bund und Ländern

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will für die Zukunft einen gemeinsamen Rahmen und gemeinsame Maßstäbe von Bund und Ländern für die Lockerung von Anti-Corona-Maßnahmen. Gleichzeitige Entscheidungen hält er nun nicht mehr für zentral.

„Wir können keinen verpflichten, etwas genau so zu tun wie der andere“, sagte Söder am Montag im oberbayerischen Penzberg. Es sei nun besser, Bewertungsmaßstäbe zu setzen, Zahlenmaterial mit „Ampeln von Grün bis Rot“, und dann müsse jedes Land selber entscheiden.

Zuvor hatte Söder gesagt, er sei ein „bisschen unglücklich“ darüber, dass manche Länder jetzt schon über das hinausgingen, was man zwischen Bund und Ländern vergangene Woche vereinbart habe.

13.04 - Schlösser, Gärten und Wilhelma — Nicht alle machen ab Mittwoch auf

Die staatlichen Schlösser und Gärten öffnen ihre Pforten ab Mittwoch nur stufenweise nach der Corona-Zwangspause. Ein Sprecher des Finanzministeriums sagte, man müsse sicherstellen, dass es nirgendwo einen zu großen Andrang gebe. „Deshalb bitten wir um Verständnis, dass nicht alle Einrichtungen sofort voll durchstarten können“.

  • Der Karlsruher Schlossgarten ist wegen seiner Bedeutung für Fuß- und Radverkehr bereits seit Montag wieder geöffnet — um abendliche Treffen zu vermeiden aber vorerst nur bis 19 Uhr.
  • Das Blühende Barock in Ludwigsburg eröffnet am Mittwoch.
  • Am Donnerstag folgen Außen- und Parkanlagen der Monumente der Staatlichen Schlösser und Gärten.
  • Mit einer Besucherbeschränkung machen die Schlossgärten Weikersheim (400 Personen) und Schwetzingen (800 Personen) wieder dauf. Die Innenräume der Monumente sind erst ab dem 12. Mai wieder offen.
  • Die Wilhelma empfängt laut dem Ministerium erst am 11. Mai Besucher mit einer beschränkten Anzahl. In zwei Zeitfenstern pro Tag dürfen jeweils 2000 Menschen mit Mundschutz in den Zoo. Kinder unter 6 Jahren müssen keinen Mundschutz tragen.
  • Eine Sprecherin des Tiergartens Heidelberg sagte, man plane, schon an diesem Mittwoch (6.5.) aufzumachen.
  • Der Tiergarten Ulm und die Insel Mainau sind ab 6. Mai wieder offen.
Coronavirus - Karlsruhe
Am Eingang zum Karlsruher Schlossgarten wird ein Schild angebracht, das darauf hin weist dass der Garten wieder geöffnet hat und bis 19 Uhr begehbar ist. (Foto: Uli Deck)

12.02 Uhr - Roche liefert Corona-Antikörpertest ab Mai in Deutschland aus

Noch im Mai will das Pharmaunternehmen Roche einen neuen Test auf Antikörper gegen das neuartige Coronavirus an Gesundheitseinrichtungen in Deutschland ausliefern. Das vereinbarte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und das Unternehmen am Montag im oberbayerischen Penzberg.

„Der neue Test ist eine wichtige neue Wegmarke im Kampf gegen das Virus“, sagte Spahn. Drei Millionen Tests sollten noch im Mai ausgeliefert werden, für die dann kommenden Monate seien je fünf Millionen Tests zur Auslieferung nach Deutschland vereinbart.

Jens Spahn
Gesundheitsminister Jens Spahn. (Foto: Marijan Murat / DPA)

Antikörpertests helfen uns, zu wissen, wer eine Corona-Infektion schon durchgemacht hat. So gewinnen wir Erkenntnisse über das tatsächliche Ausbruchsgeschehen“, sagte Spahn. Sobald gesicherte Erkenntnisse über eine mögliche Immunität nach durchgemachter Infektion vorlägen, würden die Tests noch größere Bedeutung gewinnen.

Der Test hat den Angaben zufolge eine Sensitivität von 100 Prozent und eine Spezifität von 99,8 Prozent. Erstere gibt den Prozentsatz der Betroffenen an, bei denen die Infektion tatsächlich erkannt wird. Letztere sagt aus, wie viele Gesunde von dem Test auch tatsächlich als gesund erkannt werden.

11.04 Uhr - Corona-Lockerungen zum Wochenstart — Länder wollen noch mehr

Schulen, Friseure, viele Museen: Nach wochenlangen Corona-Beschränkungen kommt das öffentliche Leben heute noch ein Stück mehr in Fahrt. In manchen Regionen geht das schneller als in anderen. 

Die Änderungen zum Wochenstart: 

  • Nach rund sechs Wochen Zwangspause rechnet die Friseur-Branche zur Wiedereröffnung mit einem Ansturm. Wegen der Abstandsauflagen können aber weniger Menschen gleichzeitig bedient werden.
  • In vielen Ländern kommen nach den Abschlussklassen jetzt auch jene tageweise zurück, die im nächsten Schuljahr Abschlussprüfungen haben, sowie die obersten Grundschulklassen. Es gelten Abstandsregelungen und Hygieneauflagen, die einen befürchteten sprunghaften Anstieg der Infektionszahlen vermeiden sollen.
  • In einigen Ländern wie Sachsen-Anhalt, Thüringen und Rheinland-Pfalz dürfen von dieser Woche an wieder alle Geschäfte öffnen — unabhängig von ihrem Sortiment und auch mit mehr als dem bisherigen Maximalwert von 800 Quadratmetern Verkaufsfläche. Sie müssen aber Auflagen einhalten.
  • Weiterhin in Kraft bleiben fast überall die bundesweit geltenden Kontaktbeschränkungen — die Ausnahme ist Sachsen-Anhalt. Dort hatte die schwarz-rot-grüne Landesregierung am Samstag beschlossen, dass sich von Montag an Gruppen von bis zu fünf statt zwei Menschen treffen dürfen.

10.21 Uhr - Zahl der Corona-Infizierten in Deutschland laut Hochrechnung bei rund 1,8 Millionen

Die Zahl der Corona-Infizierten in Deutschland liegt einer Studie zufolge bei schätzungsweise mindestens 1,8 Millionen und damit um das Zehnfache höher als offiziell angegeben.

Zu diesem Ergebnis kommt eine wissenschaftliche Studie im besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Ort Gangelt in Nordrhein-Westfalen, wie die Universität Bonn am Montag mitteilte.

Die Hochrechnung basiert auf Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag mit rund 162.600 offiziell gemeldeten Infektionen und fast 6700 Todesfällen.

Das RKI selbst geht davon aus, dass die Dunkelziffer deutlich höher liegt. Die Forscher der Uni Bonn um den Virologen Hendrik Streeck befragten in Gangelt im Kreis Heinsberg insgesamt 919 Menschen in 405 Haushalten, um Rückschlüsse auf das Infektionsgeschehen in Deutschland ziehen zu können.

Der Landkreis gehört zu den am frühesten und stärksten von der Corona-Pandemie erfassten Gebieten in Deutschland. In Gangelt wird zudem davon ausgegangen, dass ein Großteil der Infektionen schlagartig über eine Karnevalssitzung erfolgte. Das war andernorts so nicht der Fall, was die Schätzungen für ganz Deutschland schwierig macht.

09.32 Uhr - Neuseeland meldet null Neuinfektionen  

In Neuseeland ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erstmals seit Wochen auf null gesunken.

Innerhalb eines Zeitraums von 24 Stunden habe es zum ersten Mal seit dem 11. März keine neuen Infektionsfälle gegeben, teilten die örtlichen Gesundheitsbehörden am Montag mit.

Dies sei zwar Grund zur Freude, die Nation müsse dennoch wachsam bleiben. Es handele sich nur um eine Momentaufnahme. Neuseeland hatte seine Ausgangssperren am 29. April gelockert.

Bislang zählt das Land 1.487 Corona-Fälle. 20 Menschen starben bisher.

Jacinda Ardern
Jacinda Ardern, Premierministerin von Neuseeland. (Foto: Mark Mitchell/NZME / DPA)

09.07 Uhr - Blick in die Region 

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08.05 Uhr - Friseure öffnen ihre Salons unter strengen Auflagen

Anmeldung vor jedem Besuch, Maskenpflicht und umfassende Desinfektion: Unter strengen Auflagen öffnen die Friseure im Südwesten am Montag wieder ihre Salons. Sowohl die Haar-Experten als auch ihre Kunden müssen wegen der Corona-Krise aber viel beachten. Betroffen sind nach Angaben des Fachverbandes Friseur und Kosmetik etwa 11.500 Betriebe im Südwesten.

Zu den neuen Vorgaben gehört, dass sich Kunden telefonisch oder per Computer anmelden und in der Regel alleine kommen müssen. Kundenwünsche sind bei der Terminvergabe abzuklären, um unnötige Kommunikation zu vermeiden. Mitarbeiter wie Kunden sind verpflichtet, Schutzmasken zu tragen. Die Arbeitsplätze müssen mindestens 1,5 Meter voneinander entfernt sein.

Die von Wirtschafts- und Gesundheitsministerium erarbeitete Richtlinie sieht weiter vor, dass Kunden bei Betreten des Salons die Hände desinfizieren müssen. Nach jedem Kunden sind die Friseure gehalten, Frisierstuhl und Werkzeuge zu reinigen.

Coronavirus - Dresden
Friseurmeister Holger Knievel schneidet während eines Presse-Termins in seinem Salon kurz nach Mitternacht die Haare eines Kunden in Sachsen. Dabei trägt er einen Mundschutz und ein Visier. (Foto: Robert Michael)

07.10 Uhr: Änderungen bei den Beschränkungen zum Wochenstart

Schulen, Friseure, viele Museen: Nach wochenlangen Corona-Beschränkungen kommt das öffentliche Leben heute noch ein Stück mehr in Fahrt. In Sachsen-Anhalt sind auch zusätzliche Kontakte erlaubt. Und der Druck auf die vorsichtigen Mahner wächst weiter. 

Die Änderungen und Reaktionen darauf im Überblick:

06.28 Uhr - Trump stellt Impfstoff und Wirtschaftswunder in Aussicht

Ein Corona-Impfstoff bis Jahresende und eine beeindruckende Erholung der Wirtschaft - mit solchen Beteuerungen will US-Präsident Donald Trump offenbar die Gunst der Wähler zurückgewinnen. Er sei „zuversichtlich“, dass sein Land bis Jahresende über einen Corona-Impfstoff verfüge, sagte Trump am Sonntag (Ortszeit) in einen Fernsehinterview im symbolträchtigen Lincoln Memorial in Washington. 2021 werde der Aufschwung nach der Corona-Krise den US-Bürgern ein „unglaubliches Jahr“ bescheren.

Trump ließ sich im Lincoln Memorial zwei Stunden lang von zwei Moderatoren des konservativen Senders Fox News sowie von per Video zugeschalteten Bürgern befragen. Dabei drang er erneut auf eine schnelle Rückkehr zur Normalität. „Wir können nicht als Land geschlossen bleiben, wir werden dann kein Land mehr haben“, warnte Trump.

Der US-Präsident setzt darauf, dass ein Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus demnächst andere Schutzmaßnahmen überflüssig macht. „Wir sind zuversichtlich, dass wir am Ende des Jahres, bis Ende des Jahres einen Impfstoff haben“, sagte Trump. Zugleich räumte er ein, dass Experten seine Einschätzung in Zweifel ziehen könnten.

„Die Ärzte werden sagen: 'Das sollten sie nicht sagen'“, vermutete der US-Präsident. Er spreche aber aus, was er denke. Seiner Einschätzung nach seien einige Firmen „sehr nah“ an einem Erfolg. Wenn ein anderes Land vor den USA einen Impfstoff entwickele, sei ihm das „egal, ich möchte nur einen Impfstoff bekommen, der funktioniert“, fügte der Präsident hinzu.

Schutz gegen Corona im kommenden Jahr? Das Verfahren für neue Impfstoffe ist aufwendig und lang.
Schutz gegen Corona im kommenden Jahr? Das Verfahren für neue Impfstoffe ist aufwendig und lang. (Foto: Ole Spata/dpa)

06.05 Uhr - Entwicklungsminister Müller: Weltweite Zusammenarbeit gegen Coronavirus nötig

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie setzt Entwicklungsminister Gerd Müller auf eine international deutlich verstärkte Zusammenarbeit. „Covid-19 besiegen wir nur weltweit oder nicht. So wie es bei Pocken, Masern oder Polio gelungen ist“, sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur vor der am heutigen Montag von der EU-Kommission geplanten Online-Geberkonferenz. Er hoffe, dass die Konferenz ihr Ziel von 7,5 Milliarden Euro im Kampf gegen das Virus erreichen werde. Von besonderer Bedeutung sei die Beteiligung von Unternehmen und Stiftungen an der Initiative. Nötig sei eine „globale Zusammenarbeit in einer völlig neuen Dimension“.

Die WHO sollte etwa zu einem Welt-Pandemie-Zentrum werden mit einem globalen Forschungsverbund und einem gezielten Monitoring und Frühwarnsystem“, so Müller zur Rolle der Weltgesundheitsorganisation. „Und für die Zeit, wenn ein Impfstoff vorhanden ist, bereiten wir mit der globalen Impfallianz Gavi bereits eine weltweite Impfkampagne vor.“

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte die Geberkonferenz einberufen, bei der Staats- und Regierungschefs und Organisationen aus aller Welt Spenden zusagen können.

Das waren die letzten Meldungen vom Sonntag: 

21.54 Uhr - Ravensburger Krebspatienten haben wegen Corona noch mehr Angst als sonst

Sie gelten als besonders gefährdet, schwer an Covid-19 zu erkranken oder sogar daran zu sterben: Krebspatienten haben verständlicherweise eine Heidenangst, sich mit dem neuen Coronavirus anzustecken.

Über ihre Behandlung in Zeiten der Pandemie sprach die „Schwäbische Zeitung“ mit Gerhard Fischer. Der promovierte Mediziner ist Leiter des Onkologischen Zentrums am St. Elisabethen-Klinikum (EK) in Ravensburg. Hier lesen Sie mehr.

21.12 Uhr - Italien lockert nach fast zwei Monaten Ausgangssperren 

Italien lockert in der Corona-Pandemie die seit fast zwei Monaten geltenden strengen Ausgangssperren. Ab Montag dürfen rund 60 Millionen Menschen wieder zum Sport oder Spazierengehen nach draußen. Auch fahren Industrie und Bauwirtschaft wieder ihre Produktion hoch.

Allerdings dürfen die meisten Geschäfte immer noch nicht öffnen. Restaurants und Bars dürfen nur Liefer- oder Mitnehm-Service anbieten und bleiben bis Juni für Besuche weiter geschlossen.

Die Regierung in Rom hatte die Menschen im ganzen Land am 10. März unter Quarantäne gestellt und dann auch die nicht-lebenswichtige Produktion geschlossen. Anders als in Deutschland durften die Menschen nicht zum Spazieren vor die Tür, Parks waren zu.

20.12 Uhr - Verwirrung um Unterrichtsbeginn und Lerngruppen an Grundschulen

Bei Schulleitern und Eltern haben Nachrichten des Kultusministeriums in Stuttgart zuletzt für Verwirrung gesorgt. Konkret geht es um zwei Informationen, die die Grundschulen betreffen.

Bislang hieß es aus dem Haus von Ministerin Susanne Eisenmann (CDU) stets, dass nach den Abschlussklassen am Montag als nächstes die Viertklässler wieder zur Schule gehen sollen. Wann das passieren soll, blieb bislang aber unklar. Auf explizite Nachfrage der „Schwäbischen Zeitung“ bestätigte das Ministerium vergangene Woche, dass dies nicht vor den Pfingstferien der Fall sein werde.

Nach jüngster Aussage bleibe es nun aber beim bisherigen Plan. Einen Zeitplan gibt es indes noch immer nicht. Und es gibt noch einen weiteren Widerspruch. Hier lesen Sie mehr.

Ausgewählte Artikel zum Virus und seinen Folgen:

Unsere Daten und Zahlen beziehen wir aus folgenden Quellen:

Dashboard RKI¹, Johns-Hopkins-University², Worldometer³, Ministerium für Soziales und Integration Baden Württemberg⁴, WHO⁵

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