Corona-Newsblog: Das waren die Meldungen von Mittwoch

Lesedauer: 24 Min
Digitalredakteurin
Crossmedia-Volontär
Deutsche Presse-Agentur
Agence France-Presse

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell Infizierte Baden-Württemberg: ca. 720 (36.556 Gesamt - ca. 34.000 Genesene - 1.838 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg:  1.838
  • Aktuell Infizierte Deutschland: ca. 5100 (202.799 Gesamt - ca. 188.600 Genesene - 9.095 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 9.095

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Neue Ausbrüche in Konstanz, Lindau - Rätsel um Fälle in Friedrichshafen (17.00 Uhr)
  • Stiftung: Corona-Krise verstärkt Kinderarmut in Deutschland
  • Tierkrankheiten beim Menschen - Regierung will weniger Wildtier-Handel (6.55 Uhr)
  • Wirtschaftswissenschaftlerin: Corona wirkt auf Staatshaushalte wie ein Weltkrieg (8.23 Uhr)
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Das war's für heute. Morgen geht es weiter.

++ Gesundheitsminister wollen Corona-Tests an Flughäfen 

(21.11 Uhr) Reisende aus sogenannten Risikogebieten im Ausland sollen künftig unmittelbar nach ihrer Rückkehr in Deutschland auf das Coronavirus getestet werden. Dazu sollen an Flughäfen Teststellen eingerichtet werden. Auf diese Linie verständigten sich die Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern nach Angaben des Vorsitzlandes Berlin am Mittwoch bei einer Schaltkonferenz, ohne zunächst einen formalen Beschluss zu fällen.

Am Freitag wollen sich die Minister erneut zusammenschalten, um weitere Details zum Umgang mit Reiserückkehrern zu besprechen und ein Gesamtpaket dann auch zu beschließen. Eine Rolle dabei dürften Finanzierungsfragen spielen. Die Tests sollen verpflichtend sein.

Bisher müssen Menschen, die aus stark vom Coronavirus betroffenen Staaten zurückkehren, in Deutschland zunächst 14 Tage in häusliche Quarantäne. Ob sie das tatsächlich immer tun und sich bei den zuständigen Gesundheitsämtern melden, ist aber fraglich. Deshalb will die Politik hier nachjustieren.

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ging es bei der Schalte nicht nur um die Frage, ob und wie Rückkehrer aus Risikogebieten getestet werden. Thema sei auch gewesen, „wie Quarantäneerfordernisse besser durchgesetzt werden“.

Die deutschen Flughäfen sehen in Hinblick auf die angedachten Corona-Tests noch offene Fragen:

In jedem Fall gilt: Sollten die Gesundheitsbehörden einen — wie auch immer gearteten — Schnelltest anordnen, müsste dieser von den Behörden durchgeführt werden.

Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen

Mitarbeiter der Flughäfen seien nicht befugt, Passagiere auf ihren Gesundheitsstatus hin zu überprüfen. „Auch muss dann festgelegt sein, wie mit positiv geprüften Reisenden umgegangen werden soll."

Corona-Testzentrum am Flughafen Frankfurt
Zu Demonstrationszwecken entnimmt eine Mitarbeiterin der Firma Centogene einer Kollegin einen Rachenabstrich. In Zukunft sollen sich in Deutschlands erstem "Flughafen-Corona-Test"-Zentrum Menschen innerhalb weniger Stunden auf das Corona-Virus testen lassen können. (Foto: Boris Roessler)

Weltweit stuft das Robert Koch-Institut (RKI) derzeit den größten Teil der Staaten als Corona-Risikogebiet ein. Das betrifft zum Beispiel die USA, Russland oder Brasilien. Keine Quarantänepflicht gilt dagegen für Einreisende aus fast allen EU-Staaten — Ausnahme ist Luxemburg — und einigen anderen europäischen Ländern wie der Schweiz.

Momentan sind viele Deutsche etwa in Spanien, Frankreich, Italien oder Griechenland im Urlaub — Ländern also, die nicht als Risikogebiet eingestuft sind. Gleichwohl kann dort erhöhte Ansteckungsgefahr mit Sars-CoV-2 bestehen. Zuletzt hatten ungezügelte Partys von Urlaubern ohne Maske und Abstand auf Mallorca für Schlagzeilen gesorgt und auch die Politik aufgeschreckt.

Offen ist, ob Bund und Länder auch hier Handlungsbedarf sehen. Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Theurer, fordert eine zwischen Bund und Ländern abgestimmte Teststrategie auch für Urlaubsrückkehrer etwa vom Mittelmeer. „Deutschland kann sich kein zweites Ischgl leisten.“ Feiern im österreichischen Skiort Ischgl gelten als ein Ausgangspunkt für die Verbreitung von Sars-CoV-2 auch in Deutschland.

++ Wirtschaftsministerium: Finanzielle Hilfen für Schausteller möglich 

(19.48 Uhr) Einen Tag vor einem größeren Protest der schwer angeschlagenen Schausteller hat das Wirtschaftsministerium finanzielle Hilfen für die Branche in Aussicht gestellt. Außerdem werde intensiv daran gearbeitet, Möglichkeiten für eine Öffnung von Veranstaltungen wie Floh- und Krämermärkten zu schaffen, versicherte die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) am Mittwoch im Landtag.

Alle Entscheidungen bleiben aber stark daran ausgerichtet, dass wir das Infektionsgeschehen unter Kontrolle halten.

Nicole Hoffmeister-Kraut

Bei der Überbrückungshilfe des Bundes für die Schausteller gebe es eine Förderlücke ausgerechnet dort, wo die finanziellen Belastungen für die meisten Unternehmen dieser Branche am größten seien. Deshalb solle es bei den Tilgungsraten für Kredite einen „ergänzenden Förderansatz zur Überbrückungshilfe“ geben, sagte die Ministerin, ohne Details zu nennen.

In der kommenden Woche werde das Kabinett eine entsprechende Vorlage erhalten.

Bei dem Protest gegen die strengen Corona-Auflagen erwarten die Schausteller am Donnerstagmittag rund 1000 Teilnehmer und 600 Fahrzeuge. Zur Kundgebung hat sich auch Hoffmeister-Kraut angekündigt.

Seit Beginn der Corona-Pandemie hat nach Schätzungen des Schaustellerverbandes im Südwesten etwa jeder fünfte Unternehmer in der Branche aufgegeben. Anfang Juli hatten bereits rund 1600 Schausteller in Berlin für Erleichterungen bei den Corona-Einschränkungen demonstriert.

++ Neue Ausbrüche in der Region - Kein Bußgeld für Virus-Verbreiterin - Kommt die zweite Welle?

(17 Uhr) An einer Kindertagesstätte in Lindau gibt es drei neue Corona-Infektionen, in Konstanz wurden neue Fälle aus einer Schule, einer Kita, einem Seniorenheim und einem Fußballverein gemeldet.

Damit geht die Reihe neuer, lokaler Infektionsherde in der Region der vergangenen Tage weiter.

Viele Menschen fragen sich deshalb, ob jetzt eine zweite Welle an Corona-Infektionen beginnt und möglicherweise neue Lockddowns drohen. Simon Schwörer ist dieser Frage nachgegangen und kennt nicht nur die Antwort - sondern weiß auch, wie sich die Region vorbereitet. [mehr dazu]

Zugleich läuft in Friedrichshafen die Aufarbeitung der zahlreichen Corona-Infektionen der vergangenen Tage weiter. Eine der wichtigsten Verbreiterinnen des Virus soll jetzt um ein Bußgeld herumkommen - dabei ist die Frage, ob sie möglicherweise gegen Bestimmungen verstoßen hat, längst nicht geklärt. Warum, das erklärt Ralf Schäfer hier.

++ Homeoffice kann die Gesundheit fördern

(15.05 Uhr) Die Arbeit im Homeoffice hat während der Corona-Krise die Zufriedenheit vieler Arbeitnehmer deutlich gesteigert. Gründe dafür seien, dass die Fahrtzeit zur Arbeit wegfiel, Familie und Beruf sich besser vereinbaren ließen und der Arbeitsstress abnahm. Das ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Studie der Krankenkasse DAK. Befragt wurden 5.845 abhängig Beschäftigte zwischen 18 und 65 Jahren. Drei Viertel von ihnen möchten das Homeoffice mindestens in Teilen fortführen.

Auf der Minus-Seite des Homeoffices sahen die Befragten vor allem den fehlenden Kontakt zu Kollegen, langsamere Abstimmungsprozesse und den fehlenden Zugriff auf Unterlagen im Büro. Knapp die Hälfte der Befragte gab zudem an, dass sie Schwierigkeiten hatten, Beruf und Privatleben voneinander abzugrenzen.

Die überwiegende Zustimmung wertet DAK-Vorstandschef Andreas Storm als Hinweis, dass Homeoffice die Gesundheit fördern kann. Die positiven Aspekte sollten genutzt und Risiken wie Bewegungsmangel oder ergonomisch schlechtere Arbeitsplätze zu Hause minimiert werden.

++ Land will Singen und Blasmusik an Schulen wieder ermöglichen

(14.19 Uhr) Entgegen ursprünglicher Planungen könnten Singen und Blasmusik in geschlossenen Räumen an Schulen unter gewissen Bedingungen nach den Sommerferien nun doch erlaubt werden. „Keiner will, dass Blasmusik oder Singen in unseren Schulen keinen Platz kriegt“, erklärte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Mittwoch im Landtag. „Wir prüfen das sehr engmaschig.“

Man setze darauf, in den kommenden Tagen Untersuchungen bestätigen zu können, um Singen und Blasmusik in den Schulen unter bestimmten Voraussetzungen wieder zu ermöglichen. Trotzdem müsse man den Gesundheitsschutz weiterhin im Blick haben. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, sagte eine Sprecherin des Kultusministeriums.

Kirchliche und weltliche Chorverbände im ganzen Land, aber auch die Opposition hatten gegen das geplante Gesangsverbot an Schulen protestiert. Beim Singen können Wissenschaftlern zufolge sogenannte Aerosole, also Gemische aus festen oder flüssigen Schwebeteilchen, bis zu eineinhalb Meter nach vorne ausgestoßen werden. Das kann eine Infektion mit dem Coronavirus begünstigen.

++Gericht: Teile von Österreichs Corona-Maßnahmen sind gesetzwidrig

(14.06 Uhr) In Österreich hat der Verfassungsgerichtshof einzelne Aspekte der Corona-Beschränkungen für gesetzwidrig erklärt. Die Ausgangsbeschränkungen seien teilweise nicht durch das Covid-19-Gesetz gedeckt gewesen, entschied das Gericht am Mittwoch. 

Zwar dürfe das Betreten von bestimmten Orten untersagt werden. Eine Pflicht zu Hause zu bleiben, könne aber nicht auf dieser Grundlage verhängt werden. Die Regierung von ÖVP und Grünen hatte mit Aufflammen der Coronakrise Mitte März das Verlassen der Wohnung nur aus triftigem Grund erlaubt.

Die Richter monierten auch die Kriterien zur stufenweisen Wiederöffnung der Geschäfte. Die Verordnung sei eine Ungleichbehandlung zum Nachteil größerer Geschäfte. Aus Sicht des Gerichts erfolgte sie ohne erkennbare sachliche Rechtfertigung.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) versprach, die Sicht des Gerichts werde umfassend „in unserer zukünftigen Arbeit beachtet“. Die Frage der Auswirkung auf laufende Verfahren sowie bereits ausgesprochene Strafen würden geprüft.

++ Stiftung: Corona-Krise verstärkt Kinderarmut in Deutschland 

(10.44 Uhr) Die Corona-Krise droht die Probleme mit Kinderarmut weiter zu verschärfen. Eltern benachteiligter Kinder und Jugendlicher arbeiteten häufig in Teilzeitarbeit oder als Minijobber und seien in der Pandemie-Zeit von Jobverlusten oder Einkommenseinbußen überdurchschnittlich stark betroffen, heißt es in einer veröffentlichten Analyse der Bertelsmann-Stiftung.

Wegen der Corona-Auswirkungen bestehe die Gefahr, dass viele arme Kinder „durchs Raster fallen“, warnte der Vorstand der Bertelsmann-Stiftung, Jörg Dräger.

Kinderarmut bleibt der Analyse zufolge mit unverändert hohen Zahlen eine „unbearbeitete Großbaustelle“. Rund 2,8 Millionen Kinder und Jugendliche wachsen in Armut auf — 21,3 Prozent aller unter 18-Jährigen.

„Seit Jahren ist der Kampf gegen Kinderarmut eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen in Deutschland.“ Dennoch gebe es seit 2014 im bundesweiten Durchschnitt wenig Verbesserungen. Mehr als jeder fünfte Heranwachsende sei betroffen — mit regional starken Unterschieden. Hier lesen Sie mehr.

++ Wirtschaftswissenschaftlerin: Corona wirkt auf Staatshaushalte wie ein Weltkrieg

(8.23 Uhr) Waltraud Schelkle lehrt politische Ökonomie am Europäischen Institut an der London School of Economics and Political Science (LSE). Die Wahl-Londonerin, die seit mehr als zwanzig Jahren in Großbritannien lebt, stammt aus Ostrach im Landkreis Sigmaringen.

Frau Professor Schelkle, nach der Einigung in Brüssel hat die AfD einen „Schuldensozialismus“ beklagt. Kommt Europa mit den 390 Milliarden Euro an Corona-Hilfen vom Weg der Eigenverantwortung ab?

Waltraud Schelkle: Die Bonds ändern im Prinzip nichts am Status Quo. Auch bisher haben die Mitgliedsstaaten gemeinsam für das EU-Budget gehaftet. Hätten wir morgen einen Wirecard-Ganoven in der EU-Kommission, müssten die Staaten gemeinsam für dessen Schaden einstehen.

Die nationalen Schulden steigen. Wie sollen die je abgebaut werden, etwa durch Sparen?

Waltraud Schelkle: Längerfristig wird man über ordentliche Schuldenschnitte nachdenken müssen. Wir haben es in der EU mit reichen Ländern zu tun, aber die Schuldenstände erinnern schon an die zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Damals gab es Schuldenschnitte, zum Beispiel für Deutschland im Londoner Abkommen von 1953.

Nun sind die Schuldenstände durch Corona so hoch, dass sie mit den Folgen eines Dritten Weltkrieges zu vergleichen sind.

Hier lesen Sie mehr.

++ Tierkrankheiten beim Menschen - Regierung will weniger Wildtier-Handel

(6.55 Uhr) Um der Übertragung von Tierkrankheiten auf Menschen vorzubeugen, will die Bundesregierung den Handel mit Wildtieren eindämmen. Man strebe „eine bessere Kontrolle und Nachfragereduktion des Handels mit exotischen Wildtieren für den Heimtiermarkt an“, antwortete das Bundesumweltministerium auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Demnach gab es im Jahr 2019 in Deutschland 107.392 gemeldete „potenziell zoonotische Erkrankungen“. Von 2001 bis Mitte 2020 starben 8491 Menschen an solchen Krankheiten.

Zoonosen sind Infektionskrankheiten, die auf natürlichem Wege vom Tier auf den Menschen übertragen werden können. Aufmerksamkeit bekommen sie derzeit, weil bisherige Untersuchungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 auf Fledermäuse als Ursprung hinweisen.

Einen tierischen Ursprung haben etwa auch Ebola, Vogelgrippe oder HIV. Die häufigsten gemeldeten potenziell zoonotische Erkrankungen 2019 in Deutschland waren nach Angaben der Bundesregierung Campylobacter (61.534 Fälle), Salmonellose (13.694) und Borreliose (12.278).

++ Ryanair will Standorte in Deutschland schließen

(6.22 Uhr) Europas größte Billigairline Ryanair will zum 1. November seine Basis am Hunsrück-Airport Hahn schließen. Auch den Standorten in Berlin-Tegel und im nordrhein-westfälischen Weeze drohe noch vor dem Winter das Aus, teilte die Ryanair-Tochter Malta Airline in einem internen Schreiben mit, das der Deutschen Presse-Agentur in London vorliegt.

Zuvor hatte es einen heftigen Streit mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) über Gehaltskürzungen in der Corona-Krise gegeben. Die bei der Ryanair-Tochter Malta Air beschäftigten Piloten aus Deutschland hatten die Vorschläge der Airline abgelehnt.

Die Piloten in Hahn bekämen noch in dieser Woche ihre Kündigung, teilte Malta-Air-Personalchef Shane Carty mit. Eine Schließung von Basen ist nicht automatisch gleichbedeutend mit der Aufgabe von Flugverbindungen.

Das waren die letzten Meldungen von Dienstag:

++ Millionen-Verluste für Württembergische Staatstheater wegen Corona 

(17.42 Uhr) Nach dem Saisonabbruch wegen der Corona-Pandemie verbuchen die Württembergischen Staatstheater Verluste in Millionenhöhe. Die Saison sei vielversprechend gestartet mit einer höheren Auslastung als im Vorjahr und nahezu ausgebuchten Ballett-Abenden, teilte der Verwaltungsrat der Staatstheater am Dienstag mit.

Allerdings habe es seit Mitte März keine Vorstellungen mehr gegeben, zwei Monate später sei die reguläre Saison beendet worden.

Bis Ende des Jahres fehlten rund 7,4 Millionen Euro an Einnahmen. Der Geschäftsführende Intendant Marc-Oliver Hendriks, dessen Vertrag um fünf Jahre verlängert wurde, geht von einem Fehlbetrag von bis zu 4 Millionen Euro aus, weil unter anderem die Einführung von Kurzarbeit die Summe etwas verbessern soll, wie es weiter hieß.

++ Leutkircher Grundschüler mit dem Coronavirus infiziert

(17.33 Uhr) Ein Schüler der Grundschule in Reichenhofen hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte Leutkirchs Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle am Dienstag auf Anfrage der „Schwäbischen Zeitung“.

Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, seien vorsorglich die Erst- und Zweitklässler der Grundschule in häusliche Quarantäne geschickt worden. Weil ein Geschwisterkind des infizierten Schülers den Reichenhofener Kindergarten besucht, blieb auch dieser aus Sicherheitsgründen am Dienstag geschlossen. Hier lesen Sie mehr.

++ Bayern macht sich Sorgen wegen Urlaubs-Rückkehrern

(15.51 Uhr) Die Corona-Infektionslage in einigen Urlaubsregionen macht der bayerischen Staatsregierung Sorgen. "Es ist leider so, dass wir generell sehr freiheitsliebend sind, gerne sehr viel reisen möchten", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Ministerrats in München. Dies sei aber genau das Falsche bei der Eindämmung einer Pandemie, "weil es dann immer wieder von vorne losgeht".

Herrmann kündigte an, dass das Kabinett in der kommenden Woche ein Konzept zum Umgang mit Urlaubsrückkehrern vorlegen werde. Dies sei auch für die nach den Ferien angestrebte Rückkehr der Schulen und Kindergärten in den Normalbetrieb von Bedeutung. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits kürzlich erklärt, an den Flughäfen Corona-Testzentren eröffnen zu wollen.

Ungeachtet dessen bleibe das Virus gefährlich und hoch ansteckend. Daher sei es weiter notwendig, dass die vorsichtige Strategie beibehalten werde. In Bayern gibt es zudem seit einigen Wochen die Möglichkeit, sich auch ohne Symptome kostenlos testen zu lassen.

++ Wieder neue Corona-Fälle am Bodensee

(15.23 uhr) Um kurz nach 15 Uhr ist am Dienstag die Tabelle des Bodenseekreises, in der die Zahlen der Corona-Infizierten laufend aktualisiert wird, verändert worden. Drei weitere Fälle im Kreis gibt es demnach.

Bislang ist nach Auskunft des Landratsamtes unklar, ob es sich dabei um Infizierte im Zusammenhang mit den Fällen handelt, die am Wochenende bekannt wurden. Bei einer privaten Feier hatte eine aus Serbien kommende junge Frau, die nicht im Bodenseekreis lebt und die sich auch nicht in Quarantäne begeben hatte, andere Personen, darunter zwölf Häfler Schüler, angesteckt.

Dieser Fall war am Mittwoch bekannt geworden, am Donnerstag gab es drei weitere und am Freitag acht weitere Infizierte, die mit der jungen Serbin in Kontakt standen. Über das Wochenende stieg die Zahl der Infektionen auf zwölf Schüler von sechs Häfler Schulen. Hinzu kommen drei weitere Personen, die mit den Schülern Kontakt hatten. Hier lesen Sie mehr.

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