Corona-Newsblog: Das waren die Meldungen von Mittwoch

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Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

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Aktuelle Zahlen des Sozialministeriums und RKI:

  • Aktuell Infizierte Baden-Württemberg: ca. 2.067 (34.130 Gesamt - ca. 30.384 Genesene - ca. 1.679 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: ca. 1.679
  • Aktuell Infizierte Deutschland: ca. 11.010 (176.000 Gesamt - ca. 156.900 Genesene - ca. 8.090 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: ca. 8.090

Das Wichtigste des Tages:

  • Bayern hat Hunderte Beatmungsgeräte für Covid-19-Patienten besorgt (06.20 Uhr)
  • 1,5 Milliarden Euro: Zweites Corona-Hilfspaket für Unternehmen in Baden-Württemberg (10.52 Uhr)
  • Legoland stellt striktes Corona-Konzept für Öffnung vor (14.46 Uhr)
  • DLRG wird Badeseen nicht überwachen (12.04 Uhr)
  • Lohnersatz bei geschlossener Kita wird auf 20 Wochen verlängert (8.37 Uhr)
  • Demonstrant schwebt in Lebensgefahr
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21.36 Uhr - WHO meldet neue weltweite Rekordzahl täglicher Corona-Neuinfektionen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine neue weltweite Rekordzahl täglicher Neuinfektionen gemeldet. „In den vergangenen 24 Stunden wurden der WHO 106.000 Fälle gemeldet - die höchste Zahl an einem einzigen Tag seit Beginn der Epidemie“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch. Die Gesundheitsbehörde befürchte insbesondere schwerwiegende Folgen für ärmere Länder, hieß es weiter.

Wir haben bei der Covid-19-Pandemie noch einen langen Weg vor uns.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus

„Wir sind sehr besorgt über die steigende Zahl von Fällen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen“, sagte der WHO-Chef weiter. Dort sei das Gesundheitssystem schwach oder nicht vorhanden, zudem seien notwendige Maßnahmen wie Distanzregeln schwieriger umzusetzen.

Fast zwei Drittel der binnen 24 Stunden gemeldeten Fälle wurden laut Tedros aus vier Ländern gemeldet. Der WHO-Chef gab jedoch nicht an, um welche Staaten es sich dabei handelte. Laut der Internetseite der Organisation handelte es sich im letzten WHO-Bericht um die USA, Russland, Brasilien sowie Saudi-Arabien. Danach folgten Indien, Peru und Katar.

21.27 Uhr - Multilateralismus ist Merkel zufolge die „richtige Antwort“ auf Corona-Krise

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in der Corona-Krise für eine Stärkung der internationalen Zusammenarbeit geworben. „Gemeinsames, abgestimmtes Handeln“ sei die „richtige Antwort“ auf die Krise, nicht unilaterales Handeln, sagte Merkel nach einer Videokonferenz mit den Vorsitzenden von fünf internationalen Wirtschafts- und Finanzorganisationen am Mittwoch in Berlin. Davon seien alle Teilnehmer der Schalte „überzeugt“ gewesen. Protektionistische Tendenzen in der Weltwirtschaft müssten dagegen „mit Sorge“ gesehen werden.

An der Videokonferenz nahmen die Chefinnen und Chefs des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Weltbank, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der Welthandelsorganisation (WTO) sowie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) teil. Merkel betonte danach, dass der Multilateralismus schon vor der Pandemie vor einer „großen Herausforderung“ gestanden habe. Diese sei „nicht kleiner geworden“.

Die Pandemie habe etwa deutlich gemacht, wie „schädlich es ist, wenn Wertschöpfungsketten zusammenbrechen“, sagte Merkel.

Deshalb ist die Stärkung des internationalen Handelssystems von großer Bedeutung.

Angela Merkel

Die Antwort auf die Krise könne nicht die Renationalisierung aller Lieferketten sein. „Dann würden alle einen sehr hohen Preis zahlen.“

20.15 Uhr - Stars übergeben ihre Social-Media-Profile an Experten für Corona-Aufklärung 

In der Corona-Krise übergeben Stars wie Julia Roberts, Sarah Jessica Parker und Hugh Jackman ihre Social-Media-Profile zeitweise an Wissenschaftler und Krankenhaus-Mitarbeiter. Mit der Kampagne „PassTheMic“ sollen die Experten ab Donnerstag so drei Wochen lang eine größere Reichweite erzielen können, wie die Organisatoren der Wohltätigkeitsorganisation One Campaign am Mittwoch mitteilten.

Als erstes werde Hollywod-Star Roberts ihre Social-Media-Kanäle zeitweise an den US-Virologen Anthony Fauci übergeben, der die US-Regierung im Umgang mit der Pandemie berät. Danach sind Stars wie Connie Britton, Shailene Woodley, Penelope Cruz, Millie Bobby Brown Rita Wilson und Robin Wright dran. Neben Wissenschaftlern sollen so unter anderem Wirtschafts-Experten, Krankenhaus-Mitarbeiter und andere Menschen in systemrelevanten Berufen zu Wort kommen.

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19.50 Uhr - Mehr als 34.100 nachgewiesene Corona-Fälle im Südwesten — 1679 Tote 

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten ist in Baden-Württemberg auf mindestens 34.130 gestiegen. Das waren 59 mehr als am Vortag, wie das Sozialministerium am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus stieg um 6 auf 1679. Etwa 30.400 Menschen sind von ihrer Infektion wieder genesen.

„Derzeit sind geschätzt noch 2067 Menschen im Land mit dem Coronavirus infiziert“, hieß es weiter. Die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen lag im landesweiten Schnitt bei 3,5 je 100.000 Einwohner.

Die Reproduktionszahl wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 0,65 angegeben. Das bedeutet im Mittel, dass ein mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierter knapp weniger als eine weitere Person ansteckt.

16 Uhr - Vatertag und Freibad-Saison: Was dabei erlaubt ist und was nicht

Mit einem Bollerwagen voll gekühltem Bier und Grillgut um die Häuser ziehen und schließlich gemeinsam in der Lieblingskneipe einkehren: So stellen sich wahrscheinlich viele den idealen Vatertag vor. Großen Männergruppen macht die Corona-Pandemie allerdings in diesem Jahr einen Strich durch die Rechnung.

Wer am Donnerstag, 21. Mai, dennoch einen Ausflug im kleineren Kreise plant und auf die Vatertagstraditionen nicht gänzlich verzichten möchte, sollte die in Baden-Württemberg und Bayern geltenden Kontaktbeschränkungen beachten. Was das genau bedeutet, hat Larissa Hamann hier aufgeschrieben.

Gemeinsam das gute Wetter genießen. Auch am Vatertag am Donnerstag, 21. Mai, ist das möglich. Die Kontaktbeschränkungen in Baden
Gemeinsam das gute Wetter genießen. Auch am Vatertag am Donnerstag, 21. Mai, ist das möglich. Die Kontaktbeschränkungen in Baden-Württemberg und Bayern gelten jedoch als höchstes Gebot. (Foto: dpa/ Peter Steffen)

Und auch die Freibadsaison steht nun vor der Tür. Hier hat Kollege Michael Wollny aufgeschrieben, was dabei zu beachten ist.

15.30 Uhr - Zu Pfingsten startet der Zeppelin in die Flugsaison 2020

Der Zeppelin in Friedrichshafen startet in wenigen Tagen in die Flugsaison 2020. Am 29. Mai geht es wieder los. Wie die Zeppelin-Reederei mitteilt, werden die Flüge mit einem Hygiene- und Abstandskonzept wieder eingeführt. Dazu gehört insbesondere, dass vorläufig die Zahl der Passagiere an Bord auf 8 begrenzt wird – normalerweise sind es 14.

15.10 Uhr - Aktueller Stand der Corona-Lockerungen im Überblick

14.46 Uhr - Legoland reagiert auf Corona

Wegen der Corona-Pandemie beschränkt der Freizeitpark Legoland in Bayern die Besucherzahl zu Beginn der Saison auf 25 Prozent der normalen Kapazität. Um eine Ansteckung innerhalb des Parks in Günzburg zu vermeiden, gelten außerdem weitere Beschränkungen.

Wie der Park am Mittwoch berichtete, startet der Betrieb nach der Zwangspause durch die Coronakrise nun am 30. Mai. Normalerweise hätte der Park die Saison Mitte März eröffnet, doch die Tore blieben damals geschlossen.

Zu Beginn werden nun auch keine Tickets vor Ort verkauft, die Karten müssen zuvor im Internet gekauft werden. Zudem gibt es Reservierungszeiten für den Besuch. In dem Park müssen alle Besucher ab sechs Jahren auch in vielen Bereichen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Familien sollen nach dem Hygienekonzept auch Abstand voneinander einhalten.

13.10 Uhr - Doch keine größere Demonstration gegen Corona-Auflagen in Stuttgart

Eine für den kommenden Samstag (23. Mai) geplante große Demonstration gegen die Coronavirus-Beschränkungen findet nach Angaben der Stadt Stuttgart nun doch nicht statt. „Die Versammlungsanmeldung wurde von den Veranstaltern zurückgezogen“, sagte eine Sprecherin am Mittwoch.

Für die „Initiative Querdenken 711“ bestätigte deren Gründer Michael Ballweg die Entscheidung. Es habe sich lediglich um eine formale Anmeldung gehandelt, um vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Beschränkungen der Versammlungsfreiheit klagen zu können, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Ballweg hatte bereits nach dem Protest von rund 5000 Menschen am vergangenen Samstag angekündigt, selbst keine Demonstration mehr organisieren zu wollen.

Nach Auskunft der Stadt soll am kommenden Samstag (15.30 Uhr) dennoch eine weitaus kleinere Demonstration unter dem Titel „Wir stehen auf für unser Recht. Weg mit allen Beschränkungen“ stattfinden. Es sind rund 500 Teilnehmer angemeldet. Veranstaltet werden der Protestzug und die Abschlusskundgebung auf dem Cannstatter Wasen vom parteilosen Landtagsabgeordneten Heinrich Fiechtner. Er sehe sich „in der unmittelbaren Nachfolge“ der Initiative um Ballweg, sagte der Ex-AfD-Politiker der dpa.

Am vergangenen Samstag waren in zahlreichen deutschen Städten Tausende Menschen gegen Beschränkungen in der Corona-Krise auf die Straße gegangen. Es gab auch Gegendemonstrationen. In Stuttgart fand die größte Demonstration statt. Kritiker befürchten eine Vereinnahmung durch Verschwörungstheoretiker und Rechtspopulisten.

12.04 Uhr - Kein Wachdienst an Badeseen 

Wenn es heiß wird, suchen die Menschen Abkühlung: Angesichts geschlossener Freibäder infolge der Corona-Krise warnt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) davor, auf Badeseen und andere Gewässer auszuweichen.

„Eine Durchführung des Wachdienstes an Seen und somit die Präsenz vor Ort kann derzeit nicht gewährleistet werden“, sagte Eberhard Metzger, Leiter Einsatz des DRLG-Landesverbands Württemberg, laut einer Mitteilung am Mittwoch in Stuttgart.

Die Einsatzkräfte seien in Notfällen einsatzbereit. Man hoffe jedoch, dass diese nur in wirklich unvermeidbaren Notsituationen gerufen werden müssten.

Ähnlich äußerte sich ein Vertreter des Landesverbands Baden. Er verwies zugleich darauf, dass die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden müssten. Und einem Verstoß dagegen an den Badeseen solle kein Vorschub geleistet werden.

11.40 Uhr - Abstandsgebot gilt auch an Ufern und in Parks

Auch in öffentlichen Parks gelten Abstandsregeln. Dafür gibt es in Lindau jetzt Hinweisschilder. Was genau zu beachten ist, steht hier.

10.52 Uhr - Zweites Corona-Hilfspaket in Höhe von 1,5 Milliarden Euro kommt

Die Haushaltskommission des Landes hat am Dienstagabend ein weiteres Corona-Hilfspaket für die Südwest-Wirtschaft beschlossen. Das teilten am Mittwoch die Fraktionsvorsitzenden von Grünen und CDU, Andreas Schwarz und Wolfgang Reinhart, mit. Man sei zu einem sehr guten Ergebnis gekommen, mit dem die Wirtschaft Baden-Württembergs unterstützt werden könne, hieß es.

Das Volumen des zweiten Hilfspakets beträgt 1,5 Milliarden Euro. Mit gut der Hälfte davon soll betroffenen Unternehmen branchenunabhängig geholfen werden. Darin enthalten sei auch eine Liquiditätsbrücke für kleine und mittlere Unternehmen. Darüber hinaus sollen 330 Millionen Euro der Gastronomie und Hotellerie zukommen. Mit 200 Millionen Euro soll den Busunternehmen unter die Arme gegriffen werden.

Auch Kunst und Kultur sowie Vereine werden diesmal bedacht. Mit 65 Millionen Euro soll zudem sichergestellt werden, dass alle Schüler im Land einen Laptop oder ein Tablet zur Verfügung haben.

10.20 Uhr - Strobl ruft zur Achtsamkeit am Vatertag auf: Virus ist noch unter uns

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat angesichts der Corona-Pandemie zur Achtsamkeit am Vatertag aufgerufen. „Das Virus ist noch unter uns, die Gefahr ist noch nicht gebannt“, sagte Strobl der Deutschen Presse-Agentur.

Ausflüge und sonniges Wetter dürften nicht dafür sorgen, dass hart Erkämpftes riskiert werde. „Es wäre fatal, diese Erfolge nun leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Bitte bleiben Sie auch am Vatertag achtsam!“ Die Mehrzahl der Menschen in Baden-Württemberg habe die Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie ganz vorbildlich akzeptiert und beachtet.

Die Polizei im Südwesten will an diesem Donnerstag, an dem Christi Himmelfahrt und Vatertag gefeiert werden, laut Innenministerium die Einhaltung der Abstandsregeln und Hygienevorschriften genau im Blick behalten — so wie in den vergangenen Wochen. „Mit einer flächendeckenden hohen polizeilichen Präsenz, vor allem auch in bekannten Naherholungsgebieten, an Ausflugszielen, werden die Polizeipräsidien aufmerksam das Treiben beobachten und konsequent dort einschreiten, wo es notwendig und geboten ist“, sagte ein Sprecher.

Im Vordergrund stehe aber weiterhin, das Verständnis und die Akzeptanz für die Maßnahmen aufrechtzuerhalten.

8.37 Uhr - Lohnersatz bei geschlossener Kita wird auf 20 Wochen verlängert

Eltern sollen bis zu 20 Wochen Lohnersatz bekommen können, wenn sie ihre Kinder in der Corona-Krise wegen Einschränkungen bei Kitas und Schulen zu Hause betreuen müssen.

Familienministerin Franziska Giffey (SPD) bestätigte am Mittwochmorgen im ZDF-„Morgenmagazin“, dass das Kabinett die Verlängerung der Zahlung heute beschließen werde. „Die Lohnfortzahlungen werden weitergehen bis zu 20 Wochen.“ [mehr Details hier]

8.15 Uhr - Händler ärgern sich über Visier-Verbot in Baden-Württemberg

Seit dem 27. April gilt in Baden-Württemberg eine Maskenpflicht sowohl für Kunden, als auch für Mitarbeiter in Geschäften und Einkaufszentren. Was für den kurzen Einkauf in Ordnung ist, wird für die Angestellten im Einzelhandel zunehmend zu einer Qual.

Die populäre Alternative der seitlich offenen Visiere ist in Baden-Württemberg jedoch nicht zugelassen. Der Unmut darüber wächst unter den Betroffenen. Unterstützung bekommen die Befürworter von der Stadt Wangen. [Hier lesen Sie die ganze Geschichte]

8 Uhr - Blutkonserven werden knapp - vor allem in Baden-Württemberg

In einigen Regionen Deutschlands werden die Blutkonserven knapp. Das meldet der SWR unter Berufung auf Zahlen des Roten Kreuzes (DRK) und das ARD-Hauptstadtstudio. Demnach könnten in Baden-Württemberg und Hessen könne nicht einmal der Bedarf eines Tages gedeckt werden.

Der Mangel gefährde aktuell vor allem nicht zwingend notwendige Operationen, die verschoben werden müssten. Die Versorgung in Notfällen sei dagegen sichergestellt.

Ohne Mundschutz geht nichts bei dieser Blutspende in Griesingen - wegen Corona sind zahlreiche solcher Termine ausgefallen oder
Ohne Mundschutz geht nichts bei dieser Blutspende in Griesingen - wegen Corona sind zahlreiche solcher Termine ausgefallen oder es gab weniger Spenden. (Foto: Elisabeth Sommer)

Grund für die Knappheit seien vor allem wegen Corona abgesagte Blutspende-Termine. Außerdem werde der Engpass nun verstärkt, da Kliniken planbare Operationen wieder aufnehmen würden.

Für akute Krisenfälle würden sich laut Bericht auch die Bundesländer gegenseitig mit Spenderblut aushelfen.

06.48 Uhr - Finden die Biberacher Filmfestspiele statt? Zwei Szenarien sind denkbar

Das Schützenfest ist bereits abgesagt – wie aber steht es in Zeiten von Corona um eine weitere Großveranstaltung, die 42. Biberacher Filmfestspiele? Diese sollen eigentlich vom 27. Oktober bis 1. November stattfinden. Nun haben sich die Veranstalter zu ihren Plänen geäußert.

„Eigentlich hatte ich gedacht, dass mit Corona auch das Einreichen von Filmen für unser Festival zum Erliegen kommt“, sagt Intendantin Helga Reichert. Das Gegenteil ist der Fall.

„Viele Arthaus-Filme bekommen, bedingt durch Corona, keinen Kinostart mehr, aber alle wollen natürlich ihre Filme zeigen und setzen ihre Hoffnung auf die Festivals“, sagt Reichert. Da einige Festivals im Frühjahr und Sommer aber wegen Corona bereits abgesagt sind, richtet sich der Fokus der Filmemacher und Schauspieler auf Festivals wie Biberach.

„Eigentlich eine unglaubliche Chance für uns“, so die Intendantin – wäre da nicht das Damoklesschwert Corona, dass auch über den hiesigen Filmfestspielen hängt.

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06.20 Uhr - Bayern hat Hunderte Beatmungsgeräte für Covid-19-Patienten besorgt 

Zur Behandlung von Patienten mit der Lungenkrankheit Covid-19 sind die Krankenhäuser im Freistaat mittlerweile deutlich besser mit Beatmungsgeräten ausgestattet als vor der Coronavirus-Pandemie.

Das Gesundheitsministerium hat nach eigenen Angaben vom Mittwoch bislang 1825 Beatmungsgeräte aus dem In- und Ausland beschafft. Zudem besorgten Krankenhäuser 1100 Geräte.

„Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 62,4 Millionen Euro“, hieß es in einer Mitteilung. Ministerin Melanie Huml (CSU) erklärte: „Schwere Erkrankungsfälle unter den Covid-19-Patienten können häufig nur mit künstlicher Luftzufuhr gerettet werden.“

Die letzten Meldungen von Dienstag

19.13 Uhr - Noch rund 2200 Menschen im Südwesten mit dem Coronavirus infiziert 

Nach Angaben des Sozialministeriums sind derzeit in Baden-Württemberg noch etwa 2200 Menschen akut mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der bislang nachweislich Erkrankten sei im Land zwar auf mindestens 34.071 gestiegen. Das waren 65 mehr als am Vortag, wie das Ministerium am Dienstagabend in Stuttgart mitteilte. Allerdings seien auch mindestens 30.209 Menschen von ihrer Infektion wieder genesen. "Damit ist die Zahl der Genesenen weiterhin deutlich höher als jene der noch Erkrankten", sagte eine Sprecherin des Ministeriums.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus stieg landesweit um 9 auf 1673. Die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen lag im landesweiten Schnitt bei 4,1 je 100.000 Einwohner.

Die Reproduktionszahl wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 0,84 angegeben. Das bedeutet im Mittel, dass ein mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierter knapp weniger als eine weitere Person ansteckt.

18.37 Uhr - Nach Angriff auf Weg zur Demo: Opfer schwebt in Lebensgefahr 

Nach dem Angriff auf Teilnehmer der Stuttgarter Corona-Demonstration schwebt eines der drei verletzten Opfer in Lebensgefahr. Der 54-jährige Mann werde behandelt, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Auch seine 38 und 45 Jahre alten Begleiter seien bei der Attacke am vergangenen Samstag verletzt worden. Es werde wegen versuchter Tötung ermittelt und ein politischer Hintergrund weiter nicht ausgeschlossen. Der Staatsschutz sei in die Suche nach den noch unbekannten Tätern eingebunden, hieß es weiter.

Die drei Männer waren am Samstag auf dem Weg zur Kundgebung auf dem Cannstatter Wasen angegriffen und niedergeschlagen worden. „Derzeit gehen die Ermittler davon aus, dass die Täter die Männer gezielt angriffen haben“, teilte die Polizei mit. In der Nähe des Tatorts seien zwei Schlagringe und weitere Gegenstände gefunden worden, die mit der Tat in Verbindung stehen könnten.

Das Wichtigste von Dienstag:

  • Autozulieferer befürchten zahlreiche Jobverluste 

  • Basketball-Bundesliga darf Saison wohl fortsetzen - Ulm spielt mit 

  • Hunderte Deutsche sitzen immer noch im Ausland fest

  • Forschung am „Hotspot“: Kupferzell nimmt an Corona-Studie teil 

  • Tausende Prozesse in Bayern wegen Corona verschoben

+++ Hier geht es zum Newsblog von Dienstag +++

Ausgewählte Artikel zum Virus und seinen Folgen:

Unsere Daten und Zahlen beziehen wir aus folgenden Quellen:

Dashboard RKI¹, Johns-Hopkins-University², Worldometer³, Ministerium für Soziales und Integration Baden Württemberg⁴, WHO⁵

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