Corona-Newsblog: Das waren die Meldungen am Montag

Lesedauer: 30 Min
Digitalredakteurin
Deutsche Presse-Agentur
Agence France-Presse

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesen Infizierte Baden-Württemberg: ca. 15.030 (69.601 Gesamt - ca. 52.600 Genesene - 1.972 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 1.972
  • Aktuell nachgewiesen Infizierte Deutschland: ca. 106.210 (437.866 Gesamt - ca. 321.600 Genesene - 10.056 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 10.056

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • AKK will Wahl des CDU-Vorsitzenden verschieben (10.55 Uhr)
  • Neue Sperrstunden ab Mittwoch in Tuttlingen: Nach 23 Uhr gibt’s keinen Alkohol mehr (16.12 Uhr)
  • Bereits mehr als 70.000 Corona-Infektionen in Baden-Württemberg (19.45 Uhr)
  • Weitere Tote und Infizierte in Pflegeheimen in Laichingen, Blaustein, Beimerstetten und Ehingen (16.45 Uhr)
  • Nürnberg sagt weltberühmten Christkindlesmarkt ab (16.02 Uhr)
  • CDU im Südwesten will Hilfssheriffs einsetzen (6.37 Uhr)
  • 14 Prozent weniger neue Ausbildungsverträge (7.58 Uhr)
  • Einschränkungen treffen Gastronomie - Bars besonders gebeutelt (10.36 Uhr)

Das war's für heute. Vielen Dank fürs Lesen. Morgen versorgen wir Sie wieder mit den wichtigsten Meldungen zur aktuellen Corona-Lage.

++ Bereits mehr als 70.000 Corona-Infektionen in Baden-Württemberg 

(19.45 Uhr) Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen in Baden-Württemberg steigt weiter deutlich und hat inzwischen die Schwelle von landesweit 70.000 Fällen überschritten. Insgesamt haben sich bislang mindestens 70.892 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt, das sind 1312 mehr als am Vortag, wie das Landesgesundheitsamt am Montag (Stand: 16.00 Uhr) mitteilte. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 5 auf 1977. Als genesen gelten 52.214 Menschen - 351 mehr als am Vortag.

Am Wochenende haben Polizisten im ganzen Land verstärkt das Einhalten der Corona-Regeln kontrolliert. Wegen Verstöße gegen die geltende Verordnung seien 1023 Ordnungswidrigkeiten festgestellt worden, teilte das Innenministerium am Montag in Stuttgart mit. Insgesamt seien rund 10.500 Menschen kontrolliert worden. Allein 892 Betroffene hielten sich den Angaben nach nicht an die Maskenpflicht.

„Das heißt, jeder Zehnte hat wohl noch nicht den Ernst der Lage erkannt“, wird Innenminister Thomas Strobl (CDU) in der Mitteilung zitiert. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen hatte die Landesregierung die dritte Pandemiestufe ausgerufen und die Corona-Verordnung zum 19. Oktober um weitere Maßnahmen verschärft.

Die Maskenpflicht gilt in Fußgängerzonen und auf Marktplätzen, wo der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Treffen sind auf zehn Menschen begrenzt. Die Anzahl darf überschritten werden, wenn Menschen aus zwei Haushalten zusammenkommen oder sie nah miteinander verwandt sind.

++ Gericht weist Antrag zur Befreiung von Maskenpflicht im Unterricht ab 

(16.58 Uhr) Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat den Eilantrag zweier Grundschülerinnen auf Befreiung von der Maskenpflicht an der Schule abgelehnt. Sie hatten ärztliche Atteste vorgelegt, in denen es ohne weitere Begründung hieß, sie könnten „aus gesundheitlichen Gründen“ die Masken nicht tragen. Weil die Grundschule die Atteste nicht akzeptierte, zog die Mutter vor Gericht: Ein beim Verwaltungsgericht Würzburg gestellter Antrag wurde jedoch abgelehnt, die Beschwerde vor dem VGH scheiterte nun ebenfalls.

Nach Sicht der Richter hätten die Mädchen nicht glaubhaft belegen können, von der grundsätzlichen Maskenpflicht aus gesundheitlichen Gründen befreit zu sein. Die Richter forderten eine ärztliche Bescheinigung, „welche nachvollziehbare Befundtatsachen sowie eine Diagnose enthält“. Die Maskenpflicht diene vor allem dem Schutz der Mitschüler und Mitarbeiter an den Schulen.

Bei der Überschreitung des Corona-Wertes von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern binnen 7 Tagen kann in Bayern die generelle Maskenpflicht auch an Grundschulen verhängt werden. Allerdings hält zum Beispiel die Stadt München trotz Kritik daran fest, Grundschüler von der Maskenpflicht zu befreien. Bislang sei das Infektionsgeschehen an den Grundschulen sehr gering, deshalb müssten diese Schüler derzeit am Platz keine Maske tragen, hieß es am Montag.

++ Weitere Tote und Infizierte in Pflegeheimen in Laichingen, Blaustein, Beimerstetten und Ehingen

(16.45 Uhr) Wie bereits berichtet, wurden in den von Corona-Infektionen betroffenen Seniorenzentren in Laichingen, Blaustein und Beimerstetten am vergangenen Freitag, sowie am Montag erneute Testungen der Bewohnerinnen und der Bewohner und des Personals gemacht. Einige Testergebnisse stehen noch aus. Nun hat es im Haus Kathrin in Ehingen zwei Angehörige des Personals erwischt. 

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++ Neue Sperrstunden ab Mittwoch: Nach 23 Uhr gibt’s in Tuttlingen keinen Alkohol mehr

(16.08 Uhr) Acht neue Corona-Fälle hat das Landratsamt Tuttlingen am Montag vermeldet. Der 7-Tage-Indizenzwert steigt auf 60,8 – ein Wert ab 50 gilt als kritisch. Am Mittwoch tritt eine Allgemeinverfügung für den Landkreis Tuttlingen in Kraft, die unter anderem eine Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr einführt und Abstandsregeln für Messen und Kongresse aufstellt.

Die acht Neu-Infizierten sind über das Kreisgebiet verteilt. Sie stammen aus Spaichingen (zwei Personen) sowie aus Seitingen-Oberflacht, Durchhausen, Trossingen, Kolbingen, Gosheim und Tuttlingen. Bei 106 Corona-Tests gab es Negativbefunde. Laut Landratsamt sind derzeit drei Patienten, die am Sars-CoV-2-Virus erkrankt sind, stationär im Klinikum Landkreis Tuttlingen untergebracht.

Selbst wenn die Zahl der Neuinfektionen in den nächsten Tagen im Landkreis unter fünf Personen täglich liegen sollte – die 50er-Marke beim Inzidenzwert werde bis Freitag wohl leicht überschritten sein, so die Pressesprecherin. Deshalb setze die Kreisspitze mit der Allgemeinverfügung eine entsprechende Landesverfügung um – mehr aber auch nicht. Hager: „Der Landkreis macht keine weiteren Vorgaben, wie zum Beispiel eine generelle Maskenpflicht in der Öffentlichkeit.“ Sie begründet das auch damit, dass die Nachverfolgung der Kontaktpersonen durch das Gesundheitsamt derzeit gut funktionieren würde.

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++ Nürnberg sagt weltberühmten Christkindlesmarkt ab 

(16.02 Uhr) Der weltberühmte Christkindlesmarkt in Nürnberg fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Das teilte die Stadt Nürnberg mit Blick auf die steigenden Corona-Fallzahlen am Montag mit. „Uns fällt diese Entscheidung sehr schwer. Der Christkindlesmarkt mit seiner großen Tradition gehört zu Nürnberg“, sagte Oberbürgermeister Marcus König (CSU).

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen bewegt sich auch in Nürnberg in Richtung des Schwellenwerts von 100 und mehr Infektionen innerhalb von sieben Tagen. Zurzeit liegt dieser nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums bei 76,01. „Es ist davon auszugehen, dass die Schwelle noch in nächster Zeit über 100 steigt und die Corona-Ampel des Ministeriums auf dunkelrot umspringt“, sagte König.

Ursprünglich hatte die Stadt geplant, den traditionellen Christkindlesmarkt dezentraler und mit einem strengen Hygiene-Konzept stattfinden zu lassen. Doch angesichts der steigenden Zahlen halte die Stadt dieses nun für ein falsches Signal, sagte König.

Zusammen mit dem Dresdner Striezelmarkt ist der Nürnberger Christkindlesmarkt einer der ältesten Weihnachtsmärkte in Deutschland. Diesen eröffnet traditionell das Christkind mit dem Prolog, dem meist Tausende Besucher auf dem Hauptmarkt lauschen. Welche Rolle das Nürnberger Christkind in diesem Jahr dennoch spielen könne, überlege die Stadt noch, hieß es.

++ Land plant Corona-Hilfe für Flughäfen 

(13.32 Uhr) Das Land will den von der Coronakrise schwer getroffenen Flughäfen im Südwesten finanziell unter die Arme greifen. Im Auftrag der Regierung arbeitet das Verkehrsministerium an einem Programm, das die von der Pandemie verursachten Schäden teilweise ausgleichen soll, wie ein Sprecher am Montag sagte.

Laut einem Bericht der „Stuttgarter Zeitung“ geht es um knapp fünf Millionen Euro, gestaffelt nach der Zahl der Flugbewegungen an den Airports und Landeplätzen. Voraussetzung sei, dass auch die jeweiligen Anteilseigner einen finanziellen Beitrag leisteten. Die Details würden derzeit noch zwischen den Ministerien abgestimmt, auch das Votum des Ministerrats stehe noch aus, hieß es.

Die Flughäfen seien wichtige Bestandteile der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur und hätten eine gesetzlich vorgeschriebene Betriebs- oder Vorhaltepflicht, hieß es zur Begründung. Sie könnten ihren Betrieb deshalb nicht einfach einstellen, sondern allenfalls dessen Umfang reduzieren.

++ Entscheidung gefallen - CDU-Spitze verschiebt Vorsitzendenwahl ins nächste Jahr 

(12.21 Uhr) Der für Anfang Dezember geplante CDU-Parteitag, auf dem ein neuer Parteivorsitzender gewählt werden sollte, wird wegen der hohen Corona-Infektionszahlen verschoben. Das beschloss der CDU-Vorstand, wie CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak am Montag nach Gremiensitzungen mitteilte. Die Parteispitze bevorzugt demnach aber weiterhin einen Präsenzparteitag. Über das weitere Vorgehen soll Mitte Dezember erneut beraten werden.

Wenn die Corona-Pandemie einen Präsenzparteitag nicht zulasse, müsse über Alternativen wie einen digitalen Parteitag und eine Briefwahl beraten werden, sagte Ziemiak. Spätestens im Januar soll demnach eine endgültige Entscheidung fallen.

Vor den Sitzungen der CDU-Spitze war über verschiedene Alternativen zu dem Parteitag am 4. Dezember in Stuttgart spekuliert worden. Im Gespräch waren neben einer Verschiebung auch andere Veranstaltungsorte oder ein dezentraler Parteitag an verschiedenen Orten.

Die amtierende Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte im Februar ihren Rückzug angekündigt. Die Wahl ihres Nachfolgers war eigentlich für April geplant; wegen der Corona-Pandemie war der Bundesparteitag auf den 4. Dezember verschoben worden.

1001 Delegierte sollten sich zu diesem Termin unter strengen Hygienevorschriften in Stuttgart versammeln. Um Kramp-Karrenbauers Nachfolge bewerben sich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet, der Außenpolitiker Norbert Röttgen und Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz.

++ AKK will Wahl des CDU-Vorsitzenden verschieben

(10.55 Uhr) CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat angesichts der Corona-Pandemie eine Verschiebung des für den 4. Dezember in Stuttgart geplanten Parteitages zur Vorsitzendenwahl ins Frühjahr vorgeschlagen.

Im Rahmen der Jahresauftaktklausur des CDU-Vorstandes am 16. Januar soll entschieden werden, ob und wann im Frühjahr ein Präsenzparteitag mit 1001 Delegierten zur Wahl eines neuen Vorsitzenden möglich oder eine Briefwahl nötig ist, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus den Beratungen der CDU-Spitze. Eine endgültige Entscheidung muss der am Vormittag tagende Bundesvorstand treffen.

Annegret Kramp-Karrenbauer hat für ihren Vorschlag geschlossene Unterstützung im Parteipräsidium erhalten. Das Präsidium, die engste Führungsspitze um Kramp-Karrenbauer, habe den Vorschlag dem derzeit per Videokonferenz tagenden Bundesvorstand einstimmig zur Annahme empfohlen, hieß es am Montag aus Teilnehmerkreisen.

2021 wird ein Superwahljahr mit sechs Landtagswahlen und der Bundestagswahl im Herbst. Schon am 14. März stehen die Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz an.

++ Einschränkungen treffen Gastronomie — Bars besonders gebeutelt 

(10.36 Uhr) Die Gastronomie in Deutschland hat seit den Corona-Einschränkungen im Frühjahr beträchtlich an Umsatz eingebüßt. Zwischen März und August nahmen Restaurants, Cafés, Caterer und Bars preisbereinigt 40,5 Prozent weniger Geld ein als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte.

Im kompletten Monat April fielen die Umsätze mit einem Minus von gut 68 Prozent demnach am stärksten. Mit der Öffnung im Mai erholten sich die Geschäfte zwar kontinuierlich. Im August lag der Erlösrückgang aber immer noch bei gut 22 Prozent, so die Wiesbadener Statistiker. Angesichts von Sperrstunden und Kontaktbeschränkungen in Corona-Hotspots zur Eindämmung der Pandemie kommen nun wieder neue Herausforderungen auf die Gastronomie zu.

Innerhalb der Branche besonders betroffen waren Lokale, die ihr Geld mit Getränkeausschank verdienen: Dort, etwa bei Kneipen und Bars, fiel der Umsatz von März bis August um mehr als 45 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Restaurants, Gaststätten und Imbisslokale konnten dagegen mit Lieferdiensten und Ab-Haus-Verkäufen etwas Boden gut machen und büßten noch etwa 29 Prozent der Erlöse ein.

Die Umsatzeinbrüche führten in der Gastronomie, die zuletzt rund 1,8 Millionen Menschen beschäftigte, zu einem kräftigen Job-Abbau, wie es weiter hieß. Die Beschäftigung lag von März bis August um etwa ein Sechstel unter dem Vorjahresniveau (-17,6 Prozent). Bei der Zahl der Insolvenzen machten sich die schlechten Geschäfte unterdessen nicht bemerkbar. Die Statistiker führen das aber auf die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht seit März zurück.

++ Verschiebung des CDU-Parteitages auf Frühjahr vorgeschlagen 

(9.21 Uhr) CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat angesichts der Corona-Pandemie eine Verschiebung des für den 4. Dezember in Stuttgart geplanten Parteitages ins Frühjahr vorgeschlagen.

Im Rahmen der Jahresauftaktklausur des CDU-Vorstandes am 16. Januar soll entschieden werden, ob und wann im Frühjahr ein Präsenzparteitag möglich oder eine Briefwahl nötig ist, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus den Beratungen der CDU-Spitze. Eine Entscheidung muss der Bundesvorstand treffen, der am Vormittag tagt.

++ Europa: Neue Auflagen in mehreren Ländern

(8.45 Uhr) Im Kampf gegen die zweite Corona-Welle treten am Montag vielerorts in Europa neue Auflagen in Kraft, so etwa in Italien, Dänemark, der Slowakei und in der belgischen Hauptstadt Brüssel. Viele Regierungen setzen auf nächtliche Ausgangssperren und weitere Kontaktbeschränkungen, um einen kompletten Lockdown der Länder zu vermeiden.

Nun müssen von Montag an in Italien landesweit alle Restaurants und Bars um 18.00 Uhr für Gäste schließen. Auch Kinos, Theater, Fitnessstudios, Bäder, Skiresorts und Konzerthallen dürfen nicht mehr öffnen. 

In Dänemark dürfen sich von Montag an nicht mehr als zehn Personen an einem Ort versammeln. Kioske und Supermärkte dürfen nach 22.00 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen. In der belgischen Hauptstadt Brüssel und Umgebung gilt wieder überall Maskenpflicht, die nächtliche Ausgangssperre beginnt dort bereits um 22.00 Uhr statt um Mitternacht.

Spanien hatte bereits am Sonntag — wie schon während der ersten Corona-Welle im Frühjahr — den nationalen Notstand verhängt, um nächtliche Ausgangssperren zu ermöglichen. Der Notstand soll nach dem Willen der Regierung möglichst bis nächsten Mai gelten.

++ Azubis: 14 Prozent weniger neue Ausbildungsverträge 

(7.58 Uhr) Die Corona-Krise trifft auch Schulabgänger auf der Suche nach einer Lehrstelle. Die Zahl der neuen Ausbildungsverträge, die bis Ende September bei den Industrie- und Handelskammern registriert worden sind, fiel um 13,7 Prozent auf 259.837, wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) der „Frankfurter Rundschau" mitteilte.

„Wie uns die Industrie- und Handelskammern berichten, waren wegen der Pandemiebeschränkungen Praktika und Bewerbungsgespräche zeitweise kaum möglich“, sagte ein DIHK-Sprecher der Zeitung. Somit hätten Betriebe und Schulabgänger in diesem Jahr schwerer zueinander gefunden als in den Vorjahren.

Es bestehe aber die Chance, junge Menschen noch in Ausbildung zu bringen. Die Anbahnung von Ausbildungsverhältnissen habe sich vielfach nur um zwei bis drei Monate nach hinten verschoben. Seit dem Sommer verzeichneten die IHK Nachholeffekte, sagte der Sprecher. Ein Ausbildungsstart in den Betrieben sei ohne Probleme noch bis Jahresende möglich.

Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hofft auf Nachholeffekte, rechnet aber trotzdem mit einem deutlichen Rückgang. „Unter dem Strich gehe ich in diesem Jahr von einem Minus von bundesweit zehn Prozent aus“, sagte Matthias Anbuhl, Abteilungsleiter Bildungspolitik beim DGB, der „Frankfurter Rundschau“. „Das ist etwas stärker als es in der Finanzkrise 2008 der Fall war, als die Zahl der Ausbildungsverträge um 8,4 Prozent gesunken ist.“

++ CDU-Spitze berät über Parteitag zur Wahl eines neuen Vorsitzenden

(6.42 Uhr) Der für den 4. Dezember geplante Präsenzparteitag der CDU mit 1001 Delegierten zur Wahl eines neuen Parteivorsitzenden in Stuttgart ist vom Tisch. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntagabend nach gut fünfstündigen Beratungen der engsten Parteispitze in Berlin. Man habe einen Rahmen für das weitere Vorgehen besprochen, den Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer nun an diesem Montag den CDU-Gremien vorstellen werde.

Endgültige Entscheidungen gab es am Sonntag nicht — die müssen letztlich im CDU-Vorstand fallen, der von 9.30 Uhr an tagt. Offen war nach diesen Informationen weiterhin, ob es eine Verschiebung des Parteitags ins nächste Jahr geben soll, oder ob es noch in diesem Jahr einen sogenannten hybriden Parteitag geben kann, bei dem an mehreren Standorten in Deutschland verteilt in Präsenz und virtuell gewählt würde.

Als dritte Option galt eine Briefwahl. Die „Welt“ berichtete mit Hinweis auf Parteikreise, es solle ein Digitalparteitag stattfinden, falls eine weiter kritische Infektionslage einen Präsenzparteitag auch zu einem späteren Zeitpunkt nicht zulasse. Die Wahl eines neuen Bundesvorstandes werde in diesem Fall anschließend per Briefwahl erfolgen.

Am Morgen (8 Uhr) kommt zunächst das CDU-Präsidium zusammen, die engste Parteispitze um Kramp-Karrenbauer. Dort dürften bereits die unterschiedlichen Meinungen über das weitere Vorgehen aufeinander prallen.

++ CDU im Südwesten will während der Pandemie Hilfssheriffs einsetzen

(6.37 Uhr) Die CDU im Landtag Baden-Württemberg fordert den Einsatz des Freiwilligen Polizeidienstes im Kampf gegen die grassierende Corona-Pandemie. Die rund 670 ehrenamtlichen Kräfte könnten helfen, die Zahl der Neuinfektionen wieder auf ein beherrschbares Maß zu reduzieren, sagt der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Thomas Blenke, der dpa.

„Polizeifreiwillige könnten vor Ort auf den Straßen und Plätzen auf die Menschen zugehen und sie von der Notwendigkeit der neuen Corona-Kontaktbeschränkungen überzeugen.“ Auf Maskenpflicht und Abstand aufmerksam machen — für solche niederschwelligen Aufgaben seien die Polizeifreiwilligen wie gemacht, betont Blenke. Das würde die strapazierte Polizei entlasten.

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++ 8685 Neuinfektionen in Deutschland

(6.22 Uhr) Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Montagmorgen 8685 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen an Sonntagen und Montagen niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird. Am Montag vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden bei 4325 gelegen.

Am Samstag war mit 14.714 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle übersteig am Wochenende die Marke von 10.000.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 437.866 Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: 26.10., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 24 auf insgesamt 10.056. Das RKI schätzt, dass rund 321.600 Menschen inzwischen genesen sind.

Das waren die letzten Meldungen am Wochenende:

++  CDU-Präsenzparteitag am 4. Dezember vom Tisch

Der für den 4. Dezember geplante Präsenzparteitag der CDU zur Wahl eines neuen Parteivorsitzenden ist vom Tisch. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntagabend nach gut fünfstündigen Beratungen der engsten Parteispitze in Berlin.

Man habe einen Rahmen für das weitere Vorgehen besprochen, den Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer nun an diesem Montag den CDU-Gremien vorstellen werde. Details wurden zunächst nicht bekannt.

++ Mehr als 52.000 neue Corona-Infektionen in Frankreich

(20.14 Uhr) Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Frankreich hat erstmals die Marke von 50.000 übersprungen. Insgesamt steckten sich binnen 24 Stunden mindestens 52.010 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus an, wie die Gesundheitsbehörden am Sonntagabend mitteilten. Seit Samstag wurden zudem 116 neue Todesfälle gemeldet.

++ Merkel warnt intern vor „sehr, sehr schweren Monaten“

(19.59 Uhr) Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einem Medienbericht zufolge erneut vor schwierigen Monaten wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus gewarnt. „Es stehen uns sehr, sehr schwere Monate bevor“, sagte die CDU-Politikerin laut „Bild“-Zeitung vom Sonntagabend in einer Schaltkonferenz mit den CDU-Fraktionschefs der Bundesländer.

An der Runde nahm nach dpa-Informationen auch der Chef der Union-Bundestagsfraktion, Ralph Brinkhaus (CDU), teil. Über die bevorstehende Ministerpräsidentenkonferenz in der anstehenden Woche zeigte sich Merkel laut „Bild“ besorgt. Sie habe „kein so gutes Gefühl“, sagte die Kanzlerin demnach. „So kann es nicht weitergehen“.

Am Wochenende hatte Merkel die Bevölkerung erneut dazu aufgerufen, auf Reisen und Kontakte zu verzichten. „Das Gebot der Stunde heißt für uns alle: Kontakte reduzieren. Viel weniger Menschen treffen“, sagte sie in ihrem am Samstag veröffentlichten Videopodcast.

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