Corona-Newsblog: Das waren die Meldungen am Montag

Lesedauer: 17 Min
Digital-Redakteur
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Deutsche Presse-Agentur
Agence France-Presse

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell Infizierte Baden-Württemberg: ca. 1.026 (34.784 Gesamt - ca. 32.000 Genesene - 1758 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 1758
  • Aktuell Infizierte Deutschland: ca. 7404 (181.815 Gesamt - ca. 165.900 Genesene - 8511 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 8511

Das Wichtigste des Tages:

  • Jeder Zweite würde sich laut Umfrage gegen Corona impfen lassen  (13.27 Uhr)
  • Freizeitsport ist ab Dienstag in Baden-Württemberg wieder möglich (08.40 Uhr)
  • Tschechien öffnet Grenze für deutsche Touristen ab 15. Juni (20.33 Uhr) 

  • Thermenbetreiber in Niederbayern fordern Öffnung der Innenbereiche (18.50 Uhr)

  • Corona-Demonstrationen in Bayern mit mäßiger Beteiligung  (10.34 Uhr)
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Das war's für heute. Wir wünschen Ihnen eine gute Nacht und sind morgen Früh auf Schwäbische.de wieder mit einem neuen Corona-Newsblog für Sie da.

++ Tschechien öffnet Grenze für deutsche Touristen ab 15. Juni 

(20.33 Uhr) Tschechien öffnet seine Grenze ab dem 15. Juni wieder für Touristen aus Deutschland. Das beschloss das Kabinett am Montag in Prag, wie Gesundheitsminister Adam Vojtech bekanntgab. Der EU-Mitgliedstaat hatte Mitte März wegen der Coronavirus-Pandemie einen weitgehenden Einreisestopp verhängt.

Grundlage ist nun ein neues Ampel-Modell, das Länder nach Risikogruppen einteilt.

  • Grünes Licht bekommen neben Deutschland und allen anderen Nachbarstaaten Tschechiens unter anderem auch die Schweiz und Kroatien. Damit entfallen auch die bisherigen Einschränkungen für grenzüberschreitende Berufspendler.
  • Ausländer aus rot und orange gekennzeichneten Ländern müssen bei der Einreise nach Tschechien einen negativen Labortest auf das Coronavirus vorlegen. Dazu zählen unter anderem Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Schweden.

Deutsche stellen traditionell die größte Gruppe unter den ausländischen Besuchern Tschechiens. Im vorigen Jahr wurden mehr als zwei Millionen Übernachtungsgäste aus der Bundesrepublik gezählt. Beliebt ist vor allem Prag mit seinen historischen Sehenswürdigkeiten wie der Karlsbrücke.

Um den Tourismus wieder anzukurbeln, hat die Stadt an der Moldau nun ein Gutscheinmodell beschlossen: Wer mindestens zwei Nächte in einem Hotel bleibt, erhält Punkte, die unter anderem in den städtischen Museen, dem zoologischen und dem botanischen Garten eingelöst werden können.

In Tschechien waren bis Montag 9286 bestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. 321 Menschen starben.

++ Mindestens 34.784 Corona-Fälle im Südwesten — 1758 Tote 

(20.13 Uhr) Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten ist in Baden-Württemberg auf mindestens 34.784 gestiegen. Das waren 14 mehr als am Vortag, wie das Sozialministerium am Montag in Stuttgart mitteilte. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um sechs auf 1758. Etwa 31.912 Menschen seien von ihrer Infektion wieder genesen. Geschätzt seien noch 1099 Menschen im Land mit dem Coronavirus infiziert, hieß es.

Die Reproduktionszahl wurde demnach vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 1,13 angegeben. Sie gibt die Anzahl der Personen an, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden.

++ Thermenbetreiber in Niederbayern fordern Öffnung der Innenbereiche 

(18.50 Uhr) Bei einer Kundgebung im niederbayerischen Bad Birnbach haben mehrere Bürgermeister die schnelle und vollständige Öffnung der Thermalbäder in der Region gefordert. Nach Angaben der Kurverwaltung in Bad Birnbach kamen am Montag über 300 Teilnehmer zu der Veranstaltung und protestierten unter anderem gegen die Auflagen, die bei der Öffnung der Außenbereiche ab 8. Juni gelten sollen: Da innenliegende Bereiche wie Umkleiden und Duschen weiterhin erstmal geschlossen bleiben müssen, sei eine Nutzung der Therme in der Praxis quasi unmöglich, betonte die Kurverwaltung.

„Wir benötigen die Freigabe für die Öffnung der Sanitäranlagen und Umkleiden in den Innenbereichen unserer Kurmittelhäuser sofort und unverzüglich, damit ein Betrieb der Außenbereiche ab dem 8. Juni als erster Schritt überhaupt erfolgen kann“, sagte Bad Birnbachs Bürgermeisterin Dagmar Feicht (CSU). Spätestens ab 15. Juni sollten auch die Becken, Ruheräume und sonstigen Einrichtungen im Innenbereich in Betrieb genommen werden, forderte sie. Sieben niederbayerische Thermalbadbetreiber hätten dazu bereits gemeinsam ein Hygiene- und Sicherheitskonzept erarbeitet.

Alleine im sogenannten Bäderdreieck zwischen Bad Birnbach, Bad Griesbach und Bad Füssing gibt es fünf Thermalbäder — sie sind der größte Tourismusmagnet in der Region.

++ 47.269 Coronavirus-Fälle in Bayern — 2468 Tote 

(16.24 Uhr) In Bayern sind inzwischen 47.269 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 2468 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Montag auf seiner Website mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 43.000 Menschen.

++ Jeder Zweite würde sich laut Umfrage gegen Corona impfen lassen ++

(13.28 Uhr) Jeder zweite Deutsche würde sich nach einer Umfrage gegen das Coronavirus impfen lassen, wenn es einen Impfstoff gäbe.

Jeder Vierte würde dies vielleicht tun, wie aus der repräsentativen Online-Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervorgeht. Jeder Fünfte der 2056 Befragten lehnt eine Impfung ab. Männer würden sich eher impfen lassen als Frauen.

Derzeit ist noch kein Impfstoff gegen das Coronavirus verfügbar. Erste zugelassene Impfstoffe dürften nach Einschätzung der meisten Experten frühestens im kommendem Jahr für den Masseneinsatz bereitstehen. Im Rahmen großer klinischer Studien könnten schon zuvor Impfungen bestimmter Bevölkerungsgruppen erfolgen. Möglich ist allerdings auch, dass noch Jahre vergehen, bis ein Impfstoff zur Verfügung steht, der guten Schutz bietet.

++ Corona-Demonstrationen in Bayern mit mäßiger Beteiligung ++

(10.34 Uhr) In vielen Städten Bayerns haben Menschen gegen die ihrer Meinung nach zu strengen Corona-Maßnahmen demonstriert. Eine der größten Versammlungen fand in München statt, wo auf der Theresienwiese  unter dem Motto „Zusammenstehen für Freiheit, Grundrechte und Selbstbestimmung“ laut Polizei rund 700 Menschen demonstrierten. Auf Plakaten hieß es „Grundgesetz wiederherstellen“ und „Direkte Demokratie“. Die Polizei war nach eigenen Angaben mit rund 800 Beamten im Einsatz.

Laut einer Polizeisprecherin war das Versammlungsgeschehen ruhig, auch die Abstandsgebote wurden eingehalten. Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts durften an der Veranstaltung in der Landeshauptstadt höchstens 1000 Menschen teilnehmen. Die Richter hatten - wie schon in der Woche zuvor - einen Eilantrag des Veranstalters abgelehnt, der gefordert hatte, 10 000 Menschen zuzulassen.

Inzwischen wurde bekannt, dass die Stadt München in ihrem Auflagenbescheid für die Kundgebung die Verwendung des gelben „Judensterns“ verboten hat. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei auf Anfrage. Zuerst hatte der Bayerische Rundfunk (BR) darüber berichtet. Bei der Demonstration sei allerdings kein Verstoß gegen die Auflage registriert worden, sagte der Polizeisprecher.

++ Freizeitsport ist ab Dienstag in Baden-Württemberg wieder möglich ++

(08.40 Uhr) Von Dienstag an darf im Südwesten erstmals seit Beginn der Corona-Maßnahmen wieder getanzt, gekämpft und trainiert werden. „Die weiteren Lockerungen im Sport zum 2. Juni sind ein wichtiger Schritt für Sportvereine, Fitnessstudios, Tanzschulen und viele andere Menschen, die den Sport lieben und leben“, sagte Sportministerin Susanne Eisenmann (CDU). Doch sie ruft auch zu Rücksicht und Vorsicht auf: „Es kommt jetzt darauf an, dass wir alle aufeinander achten und die Regeln auch beim Sport einhalten, um den Virus weiter einzudämmen.“

Hielten sich die Menschen an die Vorgaben, seien auch weitere Lockerungen denkbar, sagte Eisenmann der Deutschen Presse-Agentur am Wochenende. „Allerdings wird es - solange die Abstandsregelungen bestehen - auch beim Sport keine Rückkehr zur vollständigen Normalität geben.“

Neben Indoor-Sport, der von Dienstag an unter Auflagen wieder möglich sein wird, soll auch der Betrieb von Schwimmbädern für Schwimmkurse und für Schwimmunterricht sowie für das Training im Vereinssport erlaubt sein.

 Das waren die wichtigsten Nachrichten am Sonntag:

 

 

 

 

++ Nur wenige Neuinfektionen in Deutschland  ++

(15.57 Uhr) Die Zahl der Neuinfektionen verharrt in Deutschland weiter auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 286 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet.

Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 181.482 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt (Datenstand 31.05. 0 Uhr). Das RKI weist darauf hin, dass es aufgrund von Qualitätsprüfungen noch zu Änderungen der tagesaktuellen Daten kommen kann. Außerdem könne die Zahl der neuen Fälle aus technischen Gründen auch Fehler enthalten.

Bislang starben nach RKI-Angaben in Deutschland 8500 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 11. Etwa 165.200 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

++ Mehr als 6 Millionen Corona-Infizierte weltweit ++

(12.05 Uhr) Mehr als sechs Millionen Menschen weltweit haben sich seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert.

Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Weltweit gestorben sind demnach bisher knapp 370.000 Menschen in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19. Die meisten Infizierten (knapp 1,8 Millionen) und Todesfälle (über 100.000) in der Corona-Pandemie verzeichneten zuletzt die USA. Brasilien hat in absoluten Zahlen die zweitmeisten Infizierten (498.440), Russland kommt auf Platz drei (396.575).

Die zweithöchste Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus meldete zuletzt Großbritannien (38.458), an dritter Stelle steht Italien (33.340).

++ Deutschland ringt um ein Konjunkturprogramm ++

(09.17 Uhr) Die Bundesregierung will der rezessionsgeplagten Wirtschaft in der Corona-Krise mit einem milliardenschweren Konjunkturprogramm auf die Beine helfen - doch die Details sind umstritten.

Sollen Steuern gesenkt werden, damit Bürger mehr Geld ausgeben können und Unternehmen besser über die Runden kommen? Oder sollen lieber Familien gefördert werden? Wie sollen Kommunen entlastet werden, damit sie mehr investieren? An diesem Dienstag wollen die Spitzen der Koalitionsparteien darüber beraten.

Was geplant ist.

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Das Wichtigste vom Sonntag:

  • Nur wenige Neuinfektionen in Deutschland (15.57 Uhr)
  • Mehr als 6 Millionen Corona-Infizierte weltweit (12.05 Uhr)
  • Deutschland ringt um ein Konjunkturprogramm (09.17 Uhr)

+++ Hier geht es zum Newsblog von Samstag und Sonntag +++

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