Corona-Newsblog: Das waren die Meldungen am Mittwoch

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Deutsche Presse-Agentur
Agence France-Presse

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesen Infizierte Baden-Württemberg: ca. 3.616 (47.590 Gesamt - ca. 42.100 Genesene - 1.874 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg:  1.874
  • Aktuell nachgewiesen Infizierte Deutschland: ca. 21.118 (275.927 Gesamt - ca. 245.400 Genesene - 9.409 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 9.409
Durch Meldeverzug und die aufwändige Datenverarbeitung kann es Abweichungen zwischen den hier gemeldeten Zahlen und Meldungen von einzelnen Landkreisen geben.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Verschärfte Corona-Regeln in München (20.59 Uhr)
  • Appell der Regierung: Corona-Warn-App im Herbst stärker nutzen (18.03 Uhr)
  • Vier Musterklagen gegen Ischgl eingereicht (12.16 Uhr)
  • VfB Friedrichshafen muss den MTU-Cup absagen (16.02 Uhr)
  • Bundesaußenminister Heiko Maas muss in Quarantäne (16.43 Uhr)
  • Maskenpflicht in Restaurants jetzt teilweise auch für Gäste (9.19 Uhr)

++ Verschärfte Corona-Regeln in München

(20.59 Uhr) In München gelten ab Donnerstag zur Eindämmung der Corona-Pandemie verschärfte Kontaktbeschränkungen sowie eine generelle Maskenpflicht in Teilen der Altstadt. Grundlage hierfür ist eine Allgemeinverfügung, die die Stadt am Mittwoch bekanntgegeben hat.

Die neuen Regelungen sollen zunächst sieben Tage gelten, danach soll neu entschieden werden, ob die Infektionswerte weiter so hoch sind, dass die Maßnahmen verlängert werden müssen. Auch in Regensburg gelten ab sofort strengere Regeln etwa für den Verkauf von Alkohol und für das Treffen mit Anderen. Die Stadt will damit der Ausbreitung des Virus entgegenwirken, auch wenn die Werte dort noch nicht auf dem Niveau von München lagen.

Mehr zur Situation in München lesen Sie hier.

++ Appell der Regierung: Corona-Warn-App im Herbst stärker nutzen

(18.09 Uhr) Die Bundesregierung ruft alle Bürger dazu auf, wegen steigender Infektionsrisiken im Herbst und Winter die neue Corona-Warn-App stärker einzusetzen. "Bitte nutzen Sie dieses Werkzeug in der Pandemie", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch in Berlin.

Dazu gehöre, bei einem positiven Test auch seine Kontakte über die Smartphone-Anwendung zu informieren - bisher passiere das nur in der Hälfte der Fälle. Vor Beratungen von Bund und Ländern in der kommenden Woche unterstrich Kanzleramtschef Helge Braun (CDU), dass Lockerungen von Schutzmaßnahmen derzeit nicht angebracht seien. Die Verkehrsunternehmen kündigten unterdessen an, dass sich Fahrgäste in Bus und Bahn auf stärkere Kontrollen der Maskenpflicht einstellen müssen.

Die Corona-Warn-App auf einem Smartphone.
Die Entwickler der Corona-Warn-App ziehen nach 100 Tagen eine positive Bilanz. (Foto: Oliver Berg / DPA)

Spahn sagte bei einer Zwischenbilanz 100 Tage nach dem Start der Corona-App, bisher hätten fast 5000 Nutzer eigene Kontakte damit gewarnt. Bei je zehn bis 20 Kontakten seien so Zigtausende Menschen informiert worden.

Braun nannte die im Auftrag des Bundes entwickelte Anwendung eine "große Erfolgsgeschichte". Mit rund 18 Millionen Downloads sei sie öfter heruntergeladen worden als alle anderen Corona-Apps in Europa. 400 000 Mal wurde sie in ausländischen Stores heruntergeladen, um sie in Deutschland nutzen zu können.

++ Landesgesundheitsamt meldet 293 neue Corona-Fälle 

(17.36 Uhr) Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen im Südwesten ist bis Mittwoch (Stand: 16.00 Uhr) auf 47 876 gestiegen. Das sind 293 mehr als am Vortag, berichtete das Landesgesundheitsamt in Stuttgart.

Als genesen gelten demnach 41 997 Menschen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um einen auf 1875.

Der sogenannte geschätzte Sieben-Tage-R-Wert liegt den Angaben zufolge bei 1,0. Er zeigt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt.

++ Bundesaußenminister Heiko Maas muss in Quarantäne

(16.43 Uhr) Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich wegen der Corona-Infektion eines seiner Personenschützer in Quarantäne begeben. Ein erster Test auf eine Covid-19-Erkrankung sei am Mittwoch aber negativ ausgefallen, teilte das Auswärtige Amt mit. Es werde nun geklärt, ob weitere Personen betroffen und welche Maßnahmen gegebenenfalls zu ergreifen seien.

Wie lange Maas (SPD) in seiner Wohnung in Berlin bleiben muss, war zunächst unklar. Man werde sich bei der Länge der Quarantäne an die Regeln des Infektionsschutzgesetzes halten, hieß es dazu aus dem Auswärtigen Amt.

Eigentlich wollte Maas am Mittwochnachmittag in die jordanische Hauptstadt Amman zu einem Treffen mit den Außenministern Jordaniens, Ägyptens und Frankreichs abfliegen, bei dem es am Donnerstag um den Nahost-Konflikt gehen soll. Diese Reise wurde kurzfristig abgesagt. Ob das erst am Dienstag vom jordanischen Außenministerium offiziell angekündigte Treffen trotzdem stattfindet und Maas per Video oder Telefon zugeschaltet wird, war am Nachmittag noch offen.

++ Ein Corona-Todesfall weniger im Landkreis Biberach

(16.21 Uhr) Das Biberacher Kreisgesundheitsamt hat die Todesfallzahlen bei den Corona-Infizierten im Landkreis Biberach korrigiert. Statt 37 sind es nun 36 Corona-Todesfälle. „Wir haben uns die Zeit genommen und für alle Fälle nochmals eine Qualitätskontrolle durchgeführt“, sagt Dr. Monika Spannenkrebs, Leiterin des Kreisgesundheitsamts.

„Dabei ist uns aufgefallen, dass ein Todesfall dabei war, bei dem laut Todesbescheinigung nur ein Verdacht auf eine Corona-Infektion als Nebenbefund vorlag.“ Nach weiteren Recherchen stellte sich heraus, dass in diesem besonderen Fall kein positiver Corona-Test vorlag und eine andere Ursache zum Tod geführt hat.

++ VfB Friedrichshafen muss den MTU-Cup absagen

(16.02 Uhr) Anfang Dezember hätte der VfB Friedrichshafen eigentlich den 18. MTU-Hallencup für U15-Fußballmannschaften veranstalten wollen. Die aktuell unsichere Situation wegen der Corona-Krise zwingt den VfB Friedrichshafen jedoch dazu, die diesjährige Ausrichtung des beliebten Hallenfußballturniers mit Teilnehmern aus ganz Europa abzusagen. Das teilte Organisator Klaus Segelbacher vom VfB am Mittwochnachmittag mit.

„Die Zahlen der mit dem Coronavirus Infizierten steigt europaweit derzeit stark an“, sagt Klaus Segelbacher, seit Jahren der Mann hinter dem MTU-Cup. „Die Situation hinsichtlich Covid-19 ändert sich permanent und damit auch die in diesem Zusammenhang geltenden Regelungen und Vorschriften, die außerdem von Bundesland zu Bundesland und von Land zu Land variieren. Eine Durchführung des MTU-Hallencups in diesem Jahr ist daher nicht realistisch,“ meint Segelbacher.

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Weitere Corona-Fälle im Landkreis Biberach

(13.43 Uhr) Das Landratsamt Biberach hat am Mittwoch vier weitere Corona-Fälle (drei Männer, eine Frau) gemeldet. Damit wurden bislang (Stand 23. September, 12 Uhr) 779 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Hier lesen Sie mehr.

++ Musterklagen wegen massenhafter Corona-Infektionen in Ischgl eingereicht

(12.16 Uhr) Im Zusammenhang mit der unkontrollierten Ausbreitung des Coronavirus in Ischgl hat der österreichische Verbraucherschutzverein (VSV) vier Musterklagen eingereicht. Dies gab VSV-Obmann Peter Kolba am Mittwoch auf einer Pressekonferenz bekannt. Sein Verein vertrete auf dem Rechtsweg insgesamt tausend Betroffene. Um bei Gericht rasche Erfolge zu erzielen, habe man sich vorerst auf vier Musterfälle beschränkt.

Die vier sogenannten Amtshaftungsklagen wurden beim Wiener Landesgericht für Zivilrechtssachen eingebracht.

  • Ein Betroffener ist den Angaben zufolge an Covid-19 gestorben.
  • Bei zwei deutschen Betroffenen sei die Erkrankung so schwer verlaufen, dass die Patienten teilweise heute noch in Behandlung sind und mit Dauerfolgen rechnen müssen.
  • Ein vierter Betroffener sei gesund, auch er müsse aber mit Spätfolgen rechnen.

Der Tiroler Skiort Ischgl war im März ein Hotspot für Corona-Infektionen gewesen. Tausende Urlauber steckten sich mit dem Coronavirus an, darunter viele Touristen aus Deutschland, die das Virus danach zu Hause weiterverbreiteten. Den österreichischen Behörden wird vorgeworfen, zu spät auf erste Anzeichen des Ausbruchs in dem beliebten Wintersportort reagiert und damit der Ausbreitung in ganz Europa und darüber hinaus Vorschub geleistet zu haben.

Laut Kolba meldeten sich nach einem Aufruf des VSV rund 6000 Menschen aus 45 Staaten, weil sie sich nach eigenen Angaben während des Skiurlaubs in Ischgl mit dem Coronavirus infiziert hatten.

++ Leopoldina fordert von Bund und Ländern einheitliche Regeln gegen Corona

(11.25 Uhr) Die Nationalakademie Leopoldina hat Bund und Länder aufgefordert, für verbindliche, wirksame und einheitliche Regeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu sorgen. Um das öffentliche Leben in Deutschland im Herbst und im Winter aufrecht zu erhalten, seien jetzt Schutzmaßnahmen nötig, teilte die Leopoldina am Mittwoch in Halle in einer Ad-hoc-Stellungnahme mit.

Die Verantwortlichen in Bund und Ländern müssten einheitliche Vorsorgemaßnahmen konsequenter als bisher umsetzen, forderten die Wissenschaftler. In Anbetracht sinkender Temperaturen und der Verlagerung von Gruppenaktivitäten in Innenräume bestehe die Gefahr, dass es abermals zu einer schwer kontrollierbaren Entwicklung der Pandemie komme.

Die Wissenschaftler nannten die AHA-Regeln - Abstandhalten, Hygiene, Alltagsmasken - und einen regelmäßigen Luftaustausch die nach wie vor wichtigsten und wirksamsten Mittel. Es sollten bundesweit einheitliche Regeln und Eskalationsstufen für Schutzmaßnahmen definiert werden, die je nach regionalem Infektionsgeschehen greifen. Sie müssten regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

In der Stellungnahme fordern die Wissenschaftler zudem den gezielten Einsatz von Testungen in Abhängigkeit vom jeweiligen Infektionsrisiko sowie die Bereitstellung von laborunabhängigen Testverfahren. Um negative Auswirkungen für Einzelne, Familienangehörige sowie Wirtschaft und Gesellschaft zu reduzieren, könnte die Quarantäne nach Symptombeginn bei nachgewiesener Erkrankung auf etwa eine Woche verkürzt werden. Auch die Quarantäne von Menschen, die einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt waren, ließe sich von 14 auf zehn Tagen reduzieren.

+++ Hier finden Sie die aktuellen Regeln für Bayern und Baden-Württemberg im Überblick. +++

++ Maskenpflicht in Restaurants jetzt teilweise auch für Gäste 

(9.19 Uhr) Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat die baden-württembergische Landesregierung die Maskenpflicht in Gaststätten verschärft. Wer in Restaurants nicht auf einem Platz sitzt, sondern etwa zu einem Tisch oder zur Toilette geht, muss ab 30. September einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Maskenpflicht gilt dann auch in Freizeitparks und Vergnügungsstätten in geschlossenen Räumen und in Wartebereichen. „Es gibt ein Zutritts- und Teilnahmeverbot bei Verstoß gegen die Maskenpflicht“, teilte die Landesregierung am Dienstagabend in Stuttgart mit.

Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern bleiben untersagt.

++ Trotz steigender Corona-Zahlen: Konsumlaune stabilisiert sich 

(8.13 Uhr) Ungeachtet der Ankündigung Zehntausender Stellenstreichungen und eines wieder anschwellenden Infektionsgeschehens in der Corona-Pandemie hat sich die Konsumlaune der Verbraucher in Deutschland nicht weiter verschlechtert. Sie „sehen die Konjunktur ganz klar auf Erholungskurs“, sagte Rolf Bürkl vom Nürnberger Konsumforschungsunternehmen GfK.

In der neuesten GfK-Studie prognostizieren die Experten für Oktober einen Konsumklima-Wert von -1,6, eine kleine Verbesserung gegenüber September (-1,7). Auf dem Höhepunkt der Corona-Krise war ein Negativrekord von -23 erreicht worden. In normalen Zeiten bewegt sich das Konsumklima mit wenig Veränderung um einen Wert von +10.

Die Verbraucher sähen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht ganz so dramatisch wie ursprünglich befürchtet, sagte Bürkl. Wesentlich mitverantwortlich für die Stabilisierung der Lage sei die recht positive Einkommenserwartung der Deutschen. Laut Bürkl ist das aber unter anderem auch auf die Rückkehr vieler Menschen aus der Kurzarbeit zurückzuführen — was automatisch die Einkommenssituation verbessert. Dennoch bleibe abzuwarten, wie sich die Situation im Herbst gestaltet. Bei steigenden Infektionszahlen und schwächerer Wirtschaft könnte es zu Firmenpleiten kommen. „Das würden wir sofort beim Konsumklima spüren“, sagte Bürkl.

„Der weitere Verlauf des Infektionsgeschehens in Deutschland sowie die Arbeitsmarktlage werden darüber entscheiden, ob der Dämpfer im Vormonat eine Eintagsfliege bleibt und die Konsumstimmung ihre Erholung in den kommenden Monaten wieder aufnehmen kann“, betonte der Experte.

++ Vielerorts gibt es Beherbungsverbote für Münchner

(6.20 Uhr) Menschen aus den aktuellen Corona-Hotspots München und Würzburg müssen derzeit mit deutlichen Einschränkungen rechnen, wenn sie in andere Bundesländer reisen und dort übernachten wollen. Im Nachbar-Bundesland Baden-Württemberg gilt beispielsweise: „Es ist untersagt, in Beherbergungsbetrieben Gäste zu beherbergen, die sich in einem Land-, Stadtkreis oder einer kreisfreien Stadt innerhalb der Bundesrepublik Deutschland aufgehalten oder darin ihren Wohnsitz haben, in dem der Schwellenwert von 50 neu gemeldeten SARS-CoV-2-Fällen (Coronavirus) pro 100.000 Einwohner in den vorangehenden sieben Tagen (7-Tage-Inzidenz) überschritten wurde“, wie es auf der Homepage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) heißt. Ausnahmen sind möglich, wenn negative Corona-Testergebnisse vorgelegt werden können, die nicht älter als 48 Stunden sind. 

Grundsätzlich sei das Beherbergungsverbot in der Praxis schwierig umzusetzen, sagte Baden-Württembergs Dehoga-Sprecher Daniel Ohl Schwäbische.de. „Vor allem bei Portalbuchungen können Hotels manchmal nicht einsehen, woher die Menschen kommen.“ Und selbst wenn sie es könnten:  „Angenommen, jemand wohnt in Bayreuth, macht einen Zwischenstopp in München und zieht weiter nach Ravensburg: Das sehen Sie nicht “, erklärt Ohl. Zustimmung kommt von Hotelier Hendrik Fennel, der in Friedrichshafen das Hotel Maier betreibt. „Ich verstehe die Logik dahinter nicht. Warum gibt es statt einer Einreisekontrolle nicht einfach ein Ausreiseverbot. Dann dürften die Menschen aus den Hotspots gar nicht erst weg.“ Immerhin könne er in 80 Prozent der Fälle Adressen einsehen. 

Neben Baden-Württemberg gelten auch in Brandenburg, Hamburg und Hessen sowie im Saarland, in Sachsen und Sachsen-Anhalt Beherbergungsverbote. In Mecklenburg-Vorpommern ist sogar nicht nur die Übernachtung, sondern auch die Einreise für Menschen aus Hotspots mit 7-Tage-Inzidenz über 50 verboten. In Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein droht eine 14-tägige Quarantäne.

++ München will verschärfte Corona-Regeln beschließen 

(6.03 Uhr) Zur Eindämmung der Corona-Pandemie will die Stadt München an diesem Mittwoch eine Allgemeinverfügung mit verschärften Maßnahmen vorlegen. Vorgesehen ist unter anderem eine Maskenpflicht in Teilen der Innenstadt sowie Kontaktbeschränkungen. Die neuen Regelungen sollen ab Donnerstag für vorerst sieben Tage gelten.

Dass sich die Lage bis dahin entspannt, gilt angesichts der Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) als wenig wahrscheinlich. Am Dienstag hatte das LGL für einen Zeitraum von sieben Tagen 55,93 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet. Auch in Würzburg wurde mit einem Inzidenzwert von 60,99 die kritische Grenze von 50 Neuinfektionen überschritten.

Das waren die letzten Meldungen von Dienstag:

++ EU-Gipfel kurzfristig verschoben - Ratschef in Quarantäne

(22.16 Uhr) Wegen eines Corona-Falls in seiner Umgebung hat Ratspräsident Charles Michel den für diese Woche geplanten EU-Sondergipfel kurzfristig auf Anfang Oktober verschoben. Michel sei in Quarantäne, teilte sein Sprecher mit.

Dabei hatte sich beim Topthema des Gipfels gerade Bewegung abgezeichnet: Die von EU-Sanktionen bedrohte Türkei erklärte sich zu Gesprächen mit Griechenland bereit. Die Verschiebung des Gipfels gibt nun eine Woche mehr Zeit für eine Klärung im Erdgasstreit.

Ursprünglich wollten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die EU-Staats- und Regierungschefs an diesem Donnerstag und Freitag unter Michels Leitung in Brüssel treffen. Themen sollten neben dem Erdgasstreit die möglichen Sanktionen gegen Politiker in Belarus, die Beziehungen zu China, die engere Abstimmung im Kampf gegen Corona und der Brexit-Streit mit Großbritannien sein. Doch am späten Dienstagnachmittag kam die vorläufige Absage.

++ Landesgesundheitsamt meldet 238 neue Corona-Fälle

(18.59 Uhr) Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen im Südwesten ist bis Dienstag auf 47 583 gestiegen. Das sind 238 mehr als am Vortag, berichtete das Landesgesundheitsamt in Stuttgart.

Als genesen gelten demnach 41 691 Menschen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 3 auf 1874. Der sogenannte geschätzte Sieben-Tage-R-Wert liegt den Angaben zufolge bei 1,03. Er zeigt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt.

 

 

+++ Hier geht es zum Newsblog vom Dienstag +++

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