Corona-Newsblog: Das waren die Meldungen am Mittwoch, 25. März

Lesedauer: 46 Min
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Digital-Redakteur
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Schwäbische Zeitung
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Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

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Aktuelle Zahlen für Deutschland und die Region:

  • Infizierte Deutschland: 31.554 (¹), 37.323 (³)
  • Geheilte Deutschland: 3547 (³)
  • Kritische Fälle Deutschland: 23 (²,³)
  • Todesfälle Deutschland: 206 (²,³)
  • Infizierte Baden-Württemberg: 7252 (⁴)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 56 (⁴)

Quellen: RKI¹, Johns-Hopkins-University², Worldometer³, Ministerium für Soziales und Integration Baden Württemberg⁴, WHO (25.03., 8 Uhr)

Das Wichtigste im Überblick:

22.32 Uhr - WHO-Chef warnt vor zu früher Aufhebung von Corona-Restriktionen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt davor, die strikten Maßnahmen zur Eindämmung des gefährlichen neuen Coronavirus zu früh wieder aufzuheben. „Das letzte, was Länder nun brauchen, ist, dass Schulen und Unternehmen öffnen, nur um dann wegen eines Wiederauflebens (des Virus) erneut zur Schließung gezwungen zu werden“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf.

US-Präsident Donald Trump will die Beschränkungen möglichst schon Ostern, also in zweieinhalb Wochen, wieder aufheben. Die Folgen der Schutzmaßnahmen für die Wirtschaft würden verheerender als die Auswirkungen der Pandemie, sagte er am Dienstag dem Sender Fox News. „Diese Medizin ist schlimmer als das Problem.“

Der weitgehende Stillstand von Wirtschaft und Gesellschaft gebe Ländern ein Zeitfenster, sich besser auf die Bewältigung der Krise vorzubereiten, sagte Tedros. Er appellierte an alle Länder, die Zeit zu nutzen, um ihre Gesundheitskapazitäten auszubauen, mehr Tests zu produzieren, zusätzliche Einrichtungen für die Behandlung von Infizierten herzurichten und klare Regeln für die Quarantäne jener Menschen zu entwickeln, die sich vielleicht infiziert haben.

„Rigorose Maßnahmen, um Infizierte und Verdachtsfälle zu finden, zu isolieren, zu behandeln und zu überwachen sind der beste und schnellste Weg, um diese extremen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Beschränkungen aufzuheben“, sagte Tedros. „Wir müssen zusammenarbeiten, um ältere Menschen vor dem Coronavirus zu schützen und sicherzustellen, dass sie versorgt sind.“

21.55 Uhr - Unterricht im virtuellen Klassenzimmer

Stephanie Wunderle aus Wangen bringt ihren Schülern per Skype Mathe bei. Wie so viele Pädagogen muss die Lehrerin in der Corona-Krise ausprobieren, was funktioniert. Eingespielte Strukturen für digitales Lehren und Lernen existieren nicht.

21.08 Uhr - Saisonkräfte dürfen nicht mehr einreisen: Landwirte im Südwesten alarmiert

Ein herber Rückschlag für die Landwirte: Um die Ausbreitung des Virus in Deutschland zu verlangsamen, hat das Bundesinnenministerium ein Einreiseverbot für Saisonarbeiter angeordnet. Hier lesen Sie, welche Auswirkungen das Verbot nun hat.

Die Haupt-Spargelernte beginnt demnächst, doch die Landwirte haben aufgrund der Coronakrise nicht genug Saisonarbeiter.
Die Haupt-Spargelernte beginnt demnächst, doch die Landwirte haben aufgrund der Coronakrise nicht genug Saisonarbeiter. (Foto: Andreas Arnold/dpa)

20.40 Uhr - SPD-Politikerin Mattheis: Kleine Krankenhäuser wie Isny erhalten

Die Corona-Krise beweist für die Ulmer SPD-Bundestagsabgeordnete Mattheis die Bedeutung kleiner Krankenhäuser, gerade in Oberschwaben. Sie wünscht sich im Gespräch mit Klaus Wieschemeyer mehr Staat in den Kliniken – und in der Pflege.

19.30 Uhr - So ist die Lage im Ostalbkreis und der Region

Die Coronavirus-Fälle im Ostalbkreis sind auch am Mittwoch gestiegen. Das haben die Landratsämter auf ihren Webseiten mitgeteilt. Die Kreisverwaltung rechnet weiterhin mit steigenden Infiziertenzahlen. Im Nachbarkreis Göppingen wurden zudem zwei weitere Todesfälle gemeldet. So hat sich die Lage heute entwickelt.

18.46 Uhr - 1209 neue Infektionen in Baden-Württemberg

Das baden-württembergische Gesundheitsministerium meldet weitere 1209 bestätigte Infektionen (Stand: 15.00 Uhr). Damit steigt die Zahl der Infizierten in auf mindestens 7252 an. Das Durchschnittsalter betrage 48 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 98 Jahren. 

Darüber hinaus wurden dem Landesgesundheitsamt 19 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf 56 an. 70 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

18.27 Uhr - Liebherr-Werk Ehingen stoppt Produktion für zwei Wochen

Das Liebherr-Werk Ehingen muss trotz voller Auftragsbücher die Produktion für zwei Wochen stoppen. Es ist eine Vorsichtsmaßnahme - denn das Material wird knapp.

18.15 Uhr - Fake News enttarnt: Atemmasken kann man selber basteln

Unsere Antwort auf Panikmache durch Fake-News und Verschwörungstheorien: Heute: Wie ein ellenlanger Kommentar im Netz gefährliche Falschbehauptungen in die Welt setzt.

18.06 Uhr - Auch zweiter Corona-Test bei Kanzlerin Merkel negativ

Auch beim zweiten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. Das teilte ein Regierungssprecher am Mittwoch in Berlin mit. „Die Bundeskanzlerin arbeitet weiterhin aus der häuslichen Quarantäne und wird sich Anfang der kommenden Woche erneut testen lassen.“

17.55 Uhr - Mehrere Mitarbeiter einer Leutkircher Kinderarztpraxis positiv auf Corona getestet

In der Leutkircher Kinderarztpraxis von Dr. Wolfgang Fesseler sind mehrere Praxismitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie Fesseler und sein Nachfolger Dr. Lutz Gantner erklären, bestand für Patienten, die im Zeitraum vom Montag, 16. März, bis Freitag, 20. März, in der Praxis behandelt wurden, eine erhöhte Ansteckungsgefahr.

Im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“ erklärt Gantner, was die betroffenen Eltern nun beachten müssen.

17.30 Uhr - Bayerns Unis planen trotz Corona mit Sommersemesterstart am 20. April

Trotz der nicht ansatzweise kalkulierbaren Entwicklung in der Corona-Krise planen Bayerns Universitäten und Hochschulen mit einem Vorlesungsbeginn am 20. April. „Ein Ausfall des gesamten Sommersemesters ist für uns keine Option“, sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Mittwoch in München.

Der Freistaat und seine Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen sowie Kunsthochschulen setzen alles daran, den Vorlesungsbetrieb im Sommersemester 2020 am 20. April 2020 starten zu können - wenn auch voraussichtlich unter veränderten Rahmenbedingungen. So würden die Online-Angebote täglich erweitert und alternative Lehrkonzepte entwickelt.

16.40 Uhr - Straftäter dürfen ihre Haft später absitzen

Einige Straftäter in Baden-Württemberg müssen ihre Haft zunächst nicht antreten. Das hat Landesjustizminister Guido Wolf (CDU) jetzt angeordnet. Grund ist die Corona-Pandemie.

16.32 Uhr - Erster Corona-Toter in Lindau

Im Landkreis Lindau gibt es den ersten Toten, der an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben ist. Das teilt das Landratsamt auf Frage der Lindauer Zeitung mit.

16.25 Uhr - Bundestag setzt Notfallregelung der Schuldenbremse in Kraft

Der Bundestag hat am Mittwoch mit deutlicher Mehrheit einer Aussetzung der Schuldenbremse zugestimmt. Damit ermöglichte das Parlament der Bundesregierung, hohe neue Schulden zur Bewältigung der Corona-Krise aufzunehmen.

Im Nachtragshaushalt des Bundesfinanzministeriums, dem die Abgeordneten am Nachmittag bereits zugestimmt hatten, ist eine Neuverschuldung von rund 156 Milliarden Euro vorgesehen. Der Nachtragshaushalt soll zum einen die neuen Unterstützungsleistungen für Bürger und Unternehmen in der Corona-Krise finanzieren und zum anderen die erwarteten Steuerausfälle kompensieren.

Das Votum des Bundestags ermöglicht eine Abkehr von dem jahrelang durch die Bundesregierung vertretenen Prinzip der „schwarzen Null“. Seit 2014 war der Bundeshaushalt ohne Neuverschuldung ausgekommen. Der nun verabschiedete Nachtragshaushalt wird komplett durch Schulden finanziert. Dafür musste die im Grundgesetz festgeschriebene Schuldenbremse ausgesetzt werden.

Für die Aussetzung der Schuldenbremse nutzten die Abgeordneten eine Notfallregelung im Grundgesetz. Darin heißt es: „Im Falle von Naturkatastrophen oder außergewöhnlichen Notsituationen, die sich der Kontrolle des Staates entziehen und die staatliche Finanzlage erheblich beeinträchtigen“, kann der Bund die vorgegebenen Kreditgrenzen überschreiten.

16.10 Uhr - Südwesten ist für spätere Umsetzung der strengeren Düngeregeln

Baden-Württemberg fordert gemeinsam mit weiteren Bundesländern wegen der Corona-Krise eine spätere Umsetzung der umstrittenen Düngeverordnung in Deutschland. In einem Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) verlangt Agrarminister Peter Hauk (CDU) mit seinen Kollegen aus Niedersachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen angesichts der Ausnahmesituation eine „größtmögliche Flexibilität“ der EU-Kommission. Die Initiative für den Brief komme aus Baden-Württemberg, heißt es aus dem Agrarministerium.

Am Freitag steht im Bundesrat die umstrittene Novelle der Düngeverordnung auf der Agenda. Bayern will einen Antrag stellen, wonach die Landwirte die Vorgaben der neuen Düngeverordnung erst ab 2021 anwenden müssen.

„Die aktuelle Lage durch Corona fordert unseren Bauernfamilien derzeit alles ab“, sagte Hauk am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Wenn wir jetzt noch die Düngeverordnung umsetzten sollen, dann bricht das System zusammen.“ Man brauche nun die Zeit, sich auf die Bewältigung der Krise zu konzentrieren.

Düngen
Baden-Württemberg fordert eine spätere Umsetzung der strengeren Düngeregeln. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand / DPA)

15.40 Uhr - Bewegungsmangel durch Beschränkungen - Tipps!

Geschlossene Fitnessstudios, gesperrte Sporthallen und Arbeiten im Home-Office: Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, bleiben viele Menschen zu Hause und machen keinen Sport mehr.

Doch eigentlich sollten wir uns gerade jetzt mehr denn je bewegen. Welch gravierende Folgen mangelnde Bewegung haben kann, weiß auch Diplom-Sportwissenschaftlerin und Fitness-Expertin Jasmin Jungaberle.

Daher gibt sie in der neuen Podcast-Folge von "Unser Leben und Corona" viele wichtige praktische Tipps, wie man die eigenen vier Wände ohne große Mühen zu einem kleinen Fitnessstudio umfunktionieren kann.

Auch erklärt sie, wie man Kinder dabei einbinden kann und welche Alltagsgeräte ganz einfach umfunktioniert werden können. Hier geht's zum Podcast "Unser Leben und Corona".

15.25 Uhr - Baden-Württemberg bleibt dabei: Abi-Prüfungen ab dem 18. Mai

Baden-Württemberg hält an den geplanten Abiturprüfungen ab dem 18. Mai fest. Das bekräftigte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) nach Gesprächen mit ihren Ressortkollegen am Mittwoch in Stuttgart.

Demnach haben sich die Kultusminister auf ein einheitliches Vorgehen bei den Abschlussprüfungen verständigt. Sie sei froh, dass Schleswig-Holstein von seinen bisherigen Plänen abgewichen sei, sagte Eisenmann. Ursprünglich wollte Schleswig-Hostein die Abiturprüfungen ausfallen lassen.

„Wir haben uns darauf verständigt, dass Stand heute eine komplette Absage der Abiturprüfungen bundesweit nicht in Frage kommt“, sagte Eisenmann. „Die schriftlichen Abiturprüfungen werden grundsätzlich stattfinden, und alle Länder halten an ihren Terminsetzungen fest.“

Alle Länder bereiteten sich aber auch auf andere Szenarien vor, um notfalls entsprechend reagieren zu können. Es gelte weiterhin, dass den Schülern wegen der Situation kein Nachteil entstehen solle.

15.10 Uhr - Bundestag beschließt Nachtragshaushalt

Der Bundestag hat die Bundesregierung zur Aufnahme von mehr als 156 Milliarden Euro an neuen Schulden ermächtigt. Die Abgeordneten stimmten am Mittwoch mit großer Mehrheit für den Nachtragshaushalt des Bundesfinanzministeriums, der schuldenfinanzierte Milliarden-Ausgaben zur Bewältigung der Corona-Krise vorsieht. Die Abgeordneten der AfD enthielten sich, die anderen Fraktionen stimmten zu.

Der Nachtragshaushalt soll zum einen die neuen Unterstützungsleistungen für Bürger und Unternehmen in der Corona-Krise finanzieren und zum anderen die erwarteten Steuerausfälle kompensieren. Die Vorlage sieht krisenbedingte Steuerausfälle von 33,5 Milliarden Euro sowie Mehrausgaben von 122,5 Milliarden Euro vor.

Das Votum des Bundestags ermöglicht eine Abkehr von dem jahrelang durch die Bundesregierung vertretenen Prinzip der „schwarzen Null“. Seit 2014 war der Bundeshaushalt ohne Neuverschuldung ausgekommen. Der nun verabschiedete Nachtragshaushalt wird komplett durch Schulden finanziert.

Dafür muss die im Grundgesetz festgeschriebene Schuldenbremse ausgesetzt werden. Die namentliche Abstimmung dazu lief am Mittwochnachmittag im Bundestag an. Mit einem Ergebnis wurde gegen 16.00 Uhr gerechnet.

14.55 Uhr - Tuttlinger entwickelt Ellenbogen-Türöffner

Was bringt ausgiebiges Händewaschen, wenn die Finger nur wenige Sekunden später auf der Klinke der Toilettentür landen? Türklinken sind Keimquellen.

Auf Edelstahl zum Beispiel können Coronaviren laut US-Forschern bis zu drei Tage überleben. Auch der Tuttlinger Michael Kohlbecher hat dieses Risiko erkannt und kurzerhand seinen 3D-Drucker angeschmissen. Herausgekommen ist ein Ellenbogen-Türöffner. Lesen Sie hier, wie er funktioniert.

14.03 Uhr - Hymer und Kässbohrer stoppen ihre Produktion 

Laut Informationen der Schwäbischen Zeitung stellt Campingmobile-Hersteller Hymer seine Produktion in Bad Waldsee am Donnerstag vorerst ein. Wie zu erfahren ist, fiel die Entscheidung zum Produktionsstopp schwer, auch weil sie für Teile der Belegschaft Einschnitte bedeutet.

„Gleichzeitig sind wir überzeugt, damit die richtigen Weichen gestellt zu haben, um den Betrieb und die Innovationskraft unseres Unternehmens langfristig sicherzustellen.

Daher haben die Geschäftsführung und die Arbeitnehmervertreter unseres Unternehmens diesen Schritt auch in voller Einigkeit gemeinsam beschlossen“, erklärt Christian Bauer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hymer GmbH & Co. KG.

Auch beim Pistenbully-Hersteller Kässbohrer in Laupheim ruht derzeit die Produktion. Dort wird wegen der Corona-Krise seit dem 19. März nicht mehr produziert. Das hat der Vorstandssprecher Jens Rottmair der Schwäbischen Zeitung auf Anfrage bestätigt. Die Betriebsruhe am Firmensitz in Laupheim, wo Kässbohrer rund 400 Menschen beschäftigt, betrifft alle Abteilungen.

Ein Notdienst stellt sicher, dass Ware angenommen und ausgegeben wird. Aus dem Home-Office tätigen Mitarbeiter Bestellungen und halten Lieferketten aufrecht. 

 Blick in die Produktionshalle bei Kässbohrer. Derzeit ruht die Arbeit.
Blick in die Produktionshalle bei Kässbohrer. Derzeit ruht die Arbeit. (Foto: Kässbohrer)

13.30 Uhr - 1000 Pflegekräfte melden sich freiwillig zum Corona-Einsatz 

Um Personalengpässe in Heimen und Kliniken während der Corona-Krise zu überbrücken, rekrutieren die Einrichtungen derzeit pausierende oder ehemalige Kräfte mit Know-how.

Innerhalb nur eines Tages haben sich in Bayern 1000 Pflegekräfte, die gerade pausieren oder in anderen Bereichen arbeiten, freiwillig zur Hilfe gemeldet. Diese Zahl nannte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch im Landtag.

Die Pflegekräfte reagierten damit auf einen Aufruf des Ministeriums. „Ich finde das großartig“, sagte Huml. Sie betonte: „Es kommt darauf an, dass wir jetzt Solidarität zeigen, aber auch Entschlossenheit.“ Es gehe darum, das Gesundheitssystem nicht zu kollabieren lassen.

Weil die Krankenhäuser und Heime dringend mehr Personal brauchen, suchen das Gesundheitsministerium und die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) Personen mit einer Ausbildung oder Erfahrung in einem pflegerischen Beruf sowie Medizinisch-technische Assistenten (MTRA, MTLA) und Medizinische Fachangestellte (MFA), die beispielsweise den Job gewechselt haben. Freiwillige können sich auf einer Online-Plattform melden.

+++ Hier geht es zur Online-Plattform +++

Die Bayerische Krankenhausgesellschaft hatte ebenfalls erklärt, viele Kliniken versuchten, Ärzte und Pflegekräfte vorübergehend aus dem Ruhestand zurückzuholen. Gerade alte Menschen gelten aber als Hauptrisikogruppe für schwere Verläufe nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2.

Wenn Rentnerinnen und Rentner in die pflegerische und medizinische Versorgung zurückkehren, ist grundsätzlich darauf zu achten, dass dies freiwillig geschieht.

Ulrike Mascher, VdK Landesvorsitzende 

Deswegen mahnte die Landesvorsitzende des Sozialverbands VdK, Ulrike Mascher: „Wenn Rentnerinnen und Rentner in die pflegerische und medizinische Versorgung zurückkehren, ist grundsätzlich darauf zu achten, dass dies freiwillig geschieht und sie mitbestimmen können, wo ihre Fachlichkeit und Erfahrung am besten eingesetzt wird.“

Sie könnten beispielsweise das Personal auf den Intensivstationen entlasten, indem sie eher bürokratische Tätigkeiten übernehmen. „Natürlich sollte niemand einem Risiko ausgesetzt werden.“ Sie vertraue der Umsicht der Verantwortlichen vor Ort bei der Planung. Der VdK selbst ist kein Träger von Pflegeeinrichtungen.

1000 weitere Pflegekräfte melden sich freiwillig zur Hilfe
Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur. (Foto: Marijan Murat / dpa)

13.20 Uhr - Fähre zwischen Friedrichshafen und Romanshorn wieder eingeschränkt unterwegs

Seit Mittwochmorgen fährt die Autofähre zwischen Friedrichshafen und Romanshorn wieder eingeschränkt. Allerdings nur für Güterverkehr. Personenverkehr ist nach wie vor nicht erlaubt. Das gilt auch für Pendler.

Ab 7.21 Uhr fährt die Fähre stündlich vier Mal am Vormittag in Friedrichshafen los, sowie am Nachmittag zwei Mal ab 15.21 Uhr. In Romanshorn startet die Fähre ebenfalls vier Mal vormittags und zwei Mal nachmittags.

Die LKW-Fahrer müssen allerdings während der Überfahrt in der Fahrerkabine bleiben. Ein Gastronomiebetrieb gibt es an Bord derzeit nicht (zum Artikel). 

 Die Fähre zwischen Romanshorn und Friedrichshafen fährt eingeschränkt für Güterverkehr wieder.
Die Fähre zwischen Romanshorn und Friedrichshafen fährt eingeschränkt für Güterverkehr wieder. (Foto: Felix Kästle)

13.10 Uhr - Viele Anfragen nach staatlichen Fördermitteln 

Seit Wochenanfang sind bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) mehr als 1000 Anfragen nach staatlichen Fördermitteln eingegangen. Zudem habe es bisher mehr als 300 konkrete Anfragen für Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau gegeben, teilte das Institut am Mittwoch in Stuttgart mit.

Man habe seit letzter Woche die Zahl der Beschäftigten in der Förderkreditabwicklung erhöht, um die zahlreichen Anträge zügig abzuarbeiten. Das dringendste Ziel sei es im Moment, gemeinsam mit Politik, Finanzwirtschaft und Verbänden die Liquidität der Unternehmenskunden aufrechtzuerhalten.

Wegen der Auswirkungen der Corona-Krise auf die Wirtschaft will die LBBW ihr Kreditvolumen um drei Milliarden Euro für Unternehmenskunden erhöhen. Derzeit finanziert die Bank nach eigenen Angaben mittlere und große Unternehmen mit einem Volumen von rund 50 Milliarden Euro.

12.55 Uhr - Krise stärkt regionale Lebensmittelversorger

Lebensmittelgeschäfte stehen in Zeiten der Corona-Krise vor besonderen Herausforderungen. Der Birkhof in Neufra konzentriert sich vor allem auf die Produktion und den Verkauf von Eiern. 

Seit vier Wochen verzeichnen die Birkhof-Geschäftsführer eine steigende Nachfrage nach Eiern, aber auch nach anderen Lebensmitteln. „Zunächst waren es eher Wellenbewegungen, seit gut einer Woche wächst die Nachfrage stetig“, sagt Firmenchef Andreas Schwörer.

„Finks Hofladen“ in Veringenstadt hat ebenfalls auf die Corona-Krise reagiert. „Es dürfen zum Beispiel nur noch zwei Kunden gleichzeitig den Laden betreten“, sagt Inhaber Roland Fink. Dabei berichtet auch er von steigendem Interesse am Nahversorger direkt vor Ort. Gerade ältere Menschen seien durch die jüngsten Hamsterkäufe in den Supermärkten verunsichert, sagt Fink.

Hinzu kämen die eindringlichen Appelle an Angehörige der Risikogruppe, sich möglichst gut vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. „Meine Schwiegermutter ist 84, es zählen einige betagte Menschen zu unserem Bekanntenkreis“, sagt Roland Fink. Auch deshalb nehme er das Thema ernst. Den kompletten Text lesen Sie hier.

12.15 Uhr - „Astro-Alex“: In der Isolation braucht es Selbstdisziplin 

Für Astronaut Alexander Gerst aus Künzelsau im Hohenlohekreises ist Selbstdisziplin wichtig, um die Zeit in der Corona-Isolation gut zu überstehen. Man müsse sich Dinge vornehmen, wie zum Beispiel alte Dias sortieren oder den Frühjahrsputz auf der Terrasse, sagte Gerst.

Auch auf der Raumstation, bei der die Astronauten auf engstem Raum für lange Zeit zusammenleben müssen, sei das eine Taktik: „Bei uns war es wichtig, dass wir immer was zu tun hatten, dass wir Projekte hatten.“

Auch „Astro-Alex“ arbeitet derzeit von seinem Zuhause in Köln aus. Gerst ist seit seiner Rückkehr von der Internationalen Raumstation (ISS) im Dezember 2018 der Deutsche, der am längsten im Weltraum war: 2014 verbrachte er 166 Tage im All, 2018 kamen 197 weitere hinzu.

Alexander Gerst
Alexander Gerst im August 2018 auf der Internationalen Weltraumstation ISS. (Foto: Alexander Gerst / DPA)

12 Uhr - Rückholprogramm bei Tui fast beendet

Tui hat ihr Rückholprogramm für im Ausland gestrandete Urlauber bei den eigenen Kunden und Auftragsflügen für das Auswärtige Amt fast vollständig abgeschlossen. Zwischen 94 und 95 Prozent der wegen der Corona-Krise festsitzenden Touristen seien mittlerweile wieder in Deutschland, hieß es am Mittwoch aus der Unternehmenszentrale.

Binnen zehn Tagen habe die Konzernlinie Tuifly knapp 70.000 Menschen mit 350 Flügen in die Bundesrepublik gebracht.

11.45 Uhr - Stadt Biberach bringt eigenes Corona-Hilfspaket auf den Weg

Die Folgen der Corona-Pandemie belasten viele Menschen auch finanziell. Daher möchte die Verwaltung von Biberach im Einvernehmen mit dem Gemeinderat vor allem Familien und Unternehmen entlasten. So sollen unter anderem die Kita-Gebühren für April abgeschafft werden. 

Für Unternehmer soll sich steuerlich etwas tun: Die Stadt wird zusätzlich zu den von Bund und Land aufgelegten Förderprogrammen den betroffenen Unternehmen auf Antrag zinslose Stundungsmöglichkeiten für die Gewerbesteuerzahlungen bis Jahresende 2020 einräumen.

Gleichzeitig will die Verwaltung auch auf die Sondernutzungsgebühren für die Gastronomie, aber auch den Einzelhandel verzichten und so einen weiteren Beitrag für die Entlastung dieser Betriebe und Unternehmen auf kommunaler Ebene leisten (zum Artikel). 

 Die Stadt Biberach hat ein eigenes Corona-Hilfsprogramm beschlossen.
Die Stadt Biberach hat ein eigenes Corona-Hilfsprogramm beschlossen. (Foto: Mägerle)

11.15 - RKI: Zu früh für Bewertung der Eindämmungsmaßnahmen 

Das Robert Koch-Institut (RKI) hält sich mit einer Bewertung der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Deutschland zurück. „Wir müssen weiter abwarten, um zu sehen, ob die Maßnahmen greifen“, sagte Institutschef Lothar Wieler in Berlin.

Im Moment sei es zu früh, um diese Aussagen belastbar treffen zu können. Deutschland stehe erst am Anfang der Epidemie, bekräftigte Wieler. Wie sie sich weiter entwickle, sei völlig offen.

Die Zahl der gemeldeten Fälle steige weiter an. Am Montag hatte er von dem ersichtlichen Trend gesprochen, dass die exponentielle Wachstumskurve etwas abflache, dies aber noch nicht bewerten wollen.

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10 Uhr - Bundestag tagt unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen

Der Bundestag will im Laufe des Tages die am Montag vom Bundeskabinett beschlossenen Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise verabschieden. Dazu soll eine Ausnahme von der Schuldenbremse gemacht werden, um eine Neuverschuldung von 156 Milliarden Euro zu ermöglichen.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hob die Bedeutung eines funktionsfähigen Bundestags auch in der Corona-Krise hervor. „Wir sind uns fraktktionsübergreifend einig, die Handlungsfähigkeit dieses Verfassungsorgans unter allen Umständen zu wahren und gleichzeitig das Infektionsrisiko so weit wie irgend möglich zu minimieren“, sagte er am Mittwochmorgen zu Beginn der Bundestagssitzung.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nahm an der Sitzung nicht teil, sie ist gerade in häuslicher Quarantäne. Der erste Test auf eine Corona-Infizierung war negativ, weitere Tests stehen noch aus. Merkel wurde in der Sitzung von Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) vertreten.

Die Abgeordneten saßen im Plenum weiter auseinander als üblich, auf vielen Sitzen lagen Schilder mit der Aufschrift „Bitte freilassen“. „Jeder sieht es: Wir tagen unter außergewöhnlichen Umständen“, sagte Schäuble.

  • In der Debatte drängt die FDP darauf, die aktuellen Maßnahmen nicht länger als nötig aufrechtzuerhalten. Die aktuellen Freiheitsbeschränkungen seien zwar verhältnismäßig, sagte Partei- und Fraktionschef Christian Lindner. Auf Dauer seien damit aber auch Gefahren verbunden. Der Zustand passe nicht zu den Werten einer offenen Gesellschaft und sei eine Gefahr für die Wirtschaft.
  • Angesichts der Bedrohung durch die Corona-Pandemie hat sich die AfD entschlossen, die Not-Maßnahmen der Bundesregierung im Wesentlichen mitzutragen. „Zusammenstehen ist jetzt erste Bürgerpflicht“, sagte der Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland
  • Deutschland wird nach den Worten von Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) aus der Corona-Krise gestärkt hervorgehen. „Wenn wir in den nächsten Wochen zusammenhalten, gemeinsam kämpfen, solidarisch sind, bin ich überzeugt, dass unser Land nach Corona ein besseres sein wird“, sagte er.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Menschen in Deutschland zu Zuversicht trotz der drastischen Einschnitte in der Corona-Krise aufgerufen. „Es wird eine Zeit nach Corona geben“, sagte Spahn im Bundestag.
  • Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) sagte: „Vor uns liegen harte Wochen. Wir können sie bewältigen, wenn wir solidarisch sind.“ Scholz dankte Ärzten, Verkäufern, Busfahrern und anderen, die trotz des Infektionsrisikos das öffentliche Leben am Laufen halten: „Sie leisten Großes in diesen Tagen.“
  • Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sagte, ihre Fraktion stimme „voller Überzeugung“ dafür, eine Ausnahme von der Schuldenbremse zu machen. Sie lobte die Zusammenarbeit über die Fraktionen hinweg: Es gehe nun um „Vertrauen in einen handlungsfähigen Staat, der keine und keinen vergisst“.
  • „Unser vorrangiges Ziel ist Leben retten“ und gleichzeitig die wirtschaftlichen Folgen halbwegs in Grenzen zu halten, sagte SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich. Möglicherweise müsse dafür bei den Hilfspaketen noch einmal nachgelegt werden.

9.14 Uhr - Oberschwabenklinik sucht Schutzausrüstung über Facebook

Auf der Suche nach Masken und Kittel geht die Ravensburger Oberschwabenklinik ungewöhnliche Wege. Über einen Facebook-Post hat das Krankenhaus zur Mithilfe aufgerufen. Inzwischen (Stand 9 Uhr, 25.3.) wurde der Post mehr als 2200 mal geteilt und 100 mal kommentiert.

Die Voraussetzung für das gesuchte Material: "Originalverpackt und CE-zertifiziert", so die Klinik in ihrem Aufruf. Inzwischen sind wohl auch einige Angebote eingegangen. Die Oberschwabenklinik bedankte sich bei den Einsendern und bittet um etwas Zeit.

Wörtlich heißt es: "Wir sind tief berührt von den vielen Zuschriften, die uns aktuell erreichen. Allerdings brauchen wir ein bisschen Zeit, um diese zu sammeln und mit unserem Bedarf abzugleichen."

8.57 Uhr - Lage auf deutschen Intensivstationen noch relativ entspannt 

Die Lage auf den deutschen Intensivstationen ist nach Angaben von Intensivmedizinern und Deutscher Krankenhausgesellschaft (DKG) insgesamt noch entspannt, aber regional sehr unterschiedlich.

„Im Moment geht es noch. Wir spüren aber so langsam, dass doch mehr Patienten mit Covid-19-Erkrankung reinkommen“, sagt Uwe Janssens, Chefarzt für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler. Dies seien aber nicht unbedingt alles Schwersterkrankte. „Das sind tatsächlich viele Ältere mit dem klassischen Krankheitsbild, Fieber, Lungenentzündung“. Die Lage sei auch regional sehr unterschiedlich. 

Die große Welle von Schwerkranken wird aber noch kommen, schätzungsweise in acht bis zehn Tagen.

Gernot Marx, Sprecher des Arbeitskreises Intensivmedizin der DGAI

Regionale Unterschiede sieht auch die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI). Kleinere Krankenhäuser hätten weniger und oft einzelne Patienten, sagte Gernot Marx, Sprecher des Arbeitskreises Intensivmedizin der DGAI und Chefarzt der Klinik für Operative Intensivmedizin am Universitätsklinikum Aachen. „Die große Welle von Schwerkranken wird aber noch kommen, schätzungsweise in acht bis zehn Tagen.“ Es sei schwer zu sagen, wann der Höhepunkt zu erwarten sei.

8.30 Uhr - Weltweit stehen Flugzeuge still

Die Corona-Pandemie hat die internationalen Fluggesellschaften nach Auffassung ihres Dachverbandes IATA in die schlimmste Krise ihrer Geschichte gestürzt. Im laufenden Jahr könnten die Umsätze weltweit um bis zu 44 Prozent des Vorjahresvolumens einbrechen, wie der Verband am Dienstag in Genf mitteilte.

Rund 2,7 Millionen Jobs stünden in der Industrie auf dem Spiel, warnte IATA-Generalsekretär Alexandre de Juniac und verlangte massive Finanzhilfen. An Europas Himmel finden derweil immer weniger Flüge statt.

Am Montag gab es laut Eurocontrol nur noch 6.837 kontrollierte Flüge und damit weniger als ein Viertel eines vergleichbaren Tages im vergangenen Jahr.

6.30 Uhr - Katastrophenschutz: Diese Vorbereitung laufen jetzt

Notunterkünfte oder Essen für Helfer, der Aufbau von provisorischen Krankenhäusern oder Transporte wichtiger Schutzkleidung: Hilfsorganisationen im Land bereiten sich auf größere Einsätze in den kommenden Wochen vor. Diese könnten nötig werden, wenn die Zahl der Corona-Patienten weiter so stark ansteigt. Den Katastrophenalarm will Baden-Württemberg weiter vorerst nicht auslösen.

Ein solcher Alarm bedeutet vor allem: Ein zentraler Krisenstab im Innenministerium übernimmt die Planung und Leitung aller Maßnahmen. Derzeit arbeiten im Südwesten mehrere ähnliche Stäbe sowohl im Staats- als auch im Innen- und Gesundheitsministerium. Das funktioniere ebenso gut, so das Argument.

6.20 Uhr - 3D-Druck für Corona Schutzmaßnahmen

Der Knappheit an Schutz-Ausrüstung durch Engagement und Ideenreichtum begegnen ist Sinn der Aktion: Der Frittlinger Daniel Merkler koordiniert Leute, die einen 3D-Drucker zuhause oder momentan unbenutzt in der Firma stehen haben, und die gern etwas Unterstützendes in der Coronakrise damit tun wollen. Sie drucken die Halterungen für Plexiglas-Schutzschilder für Menschen im medizinischen oder pflegenden Bereich. Die Plexiglasscheiben schneidet eine Firma. Alles auf ehrenamtlicher Basis.

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6.10 Uhr - Textilbranche vernetzt sich für Produktion von Schutzkleidung 

Die Textil- und Modeindustrie vernetzt sich nach Angaben ihres Verbandes, um angesichts der Coronavirus-Pandemie ihre Produktion auf Schutzausrüstung umzustellen. „Es wurden inzwischen verschiedene Netzwerke gegründet, um Hersteller zentraler Zulieferprodukte mit Fertigungsfirmen zusammenzubringen“, sagte eine Sprecherin des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Sowohl national als auch europaweit würden sich dem Verband zufolge neue Lieferketten zur Herstellung von Schutzausrüstung bilden. Ob die Produkte dann auch in medizinischen Einrichtungen eingesetzt werden, hänge allerdings von den staatlichen Marktüberwachungsbehörden und Beschaffungsstellen ab. Dafür brauche die Ausrüstung erst eine Zertifizierung.

Im Gesamtverband der deutschen Textilindustrie sind nach eigenen Angaben 1400 Unternehmen organisiert. Rund ein Drittel davon seien Bekleidungsmarken. Zuletzt hatte die Branche in Deutschland rund 135 000 Mitarbeiter.

6 Uhr - Ulmer Bundeswehrkrankenhaus bereit sich auf Corona-Patienten vor 

Das Bundeswehrkrankenhaus in Ulm bereitet sich auf einen möglichen deutlichen Anstieg von Covid-19-Patienten vor. Derzeit könnten in der Intensivmedizin rund 30 Patienten aufgenommen werden, sagte der Leiter der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie, Oberstarzt Matthias Helm.

Weitere zehn Betten würden in der nächsten Zeit bereitgestellt. Je nach Entwicklung und Verlauf der Corona-Krise könnten auch noch andere Stationen für infizierte Patienten freigeräumt werden. Insgesamt hat die Klinik in Ulm knapp 500 Betten.

Wir haben alle Szenarien durchgespielt.

Oberstarzt Matthias Helm

Die Vorbereitungen würden in Absprache mit anderen Krankenhäusern in der Region sowie mit dem eigenen Landkreis und den benachbarten bayrischen Behörden getroffen, sagte Helm. „Wir helfen uns gegenseitig aus.“ Noch könne niemand sagen, wie sich die Lage in der nahen Zukunft entwickle. „Wir haben alle Szenarien durchgespielt.“

Allerdings arbeite er mit einem hochmotivierten Team, das beispielsweise durch Auslandseinsätze bereits Erfahrungen in Extremsituationen gesammelt habe. „Deswegen ist bei uns auch eine gewisse Ruhe und Professionalität vorhanden.“

Das waren die letzten Meldungen von Montag, 23. März:

22.39 Uhr - So wird in der Fieberambulanz Friedrichshafen untersucht

Wer schwere Corona-Symptome aufweist, wird von seinem Hausarzt in die Fieberambulanz überwiesen. Hier werden Patienten im Zehn-Minuten-Takt untersucht. Und teilweise getestet.

Wie das abläuft, lesen Sie hier.

21.41 Uhr - So steht es um das Brenzpark Open Air in Heidenheim

Musiker und Veranstalter Siggi Schwarz lässt sich seinen Optimismus nicht nehmen. Der Kartenverkauf läuft bislang für die Konzerte von The Boss Hoss und Angelo Kelly gut.

Aber kann das Open Air überhaupt stattfinden? Hier lesen Sie die aktuelle Lage dazu.

21.08 Uhr - Nach Verwirrung um Coronavirus-Tests: Proben sind fast alle analysiert

In einer Zwischenbilanz der Proben sagte Müller am Abend, fast alle Proben seien analysiert und rund 12 Prozent der Patienten positiv getestet worden. Bei 2000 Proben entspricht das einer Zahl von rund 240.

Der Anteil positiver Patienten unterscheide sich bei den nachträglich gemessenen Proben nicht auffällig von an anderen Tagen in der Kalenderwoche durchgeführten Tests. Das zeige, dass die Empfindlichkeit der Messung nicht auffällig nachgelassen habe. Da ein Abbau der Viren in den Proben aber nicht ausgeschlossen werden könne, sollten Patienten bei einem negativen Ergebnis eine neue Probe einsenden, wenn sie noch krank sind.

Die wichtigsten Meldungen vom Dienstag im Überblick:

  • Die Olympischen Spiele werden "spätestens auf den Sommer 2021" verschoben

  • 2000 Proben in Ravensburg sollen noch heute Abend analysiert werden

  • DFL-Präsidium empfielt Bundesliga-Pause bis 30. April

Da war der Newsblog von Dienstag, 24. März

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