Corona-Newsblog: Das waren die Meldungen am Donnerstag, 7. Mai

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Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

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Aktuelle Zahlen des RKI¹

  • Aktuell Infizierte Baden-Württemberg: ca. 4.551 (32.868 Gesamt - ca. 26.800 Genesene - 1.517 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 1.517
  • Aktuell Infizierte Deutschland: ca. 19.072 (166.091 Gesamt - ca. 139.900 Genesene - 7.119 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 7.119

Das Wichtigste des Tages:

  • Land zahlt Eltern Kosten für Schüler-Monatstickets (18.11 Uhr)
  • Immer mehr Parteien fordern die Öffnung der Grenzen nach Österreich und in die Schweiz (10.30)
  • Gute Nachrichten für Freizeit-Sportler - Erlaubnis unter Auflagen (17.00 Uhr)
  • Sozialminister Manne Lucha äußert Angst vor zweiter Corona-Welle (13.10 Uhr)
  • Land Baden-Württemberg zahlt Eltern Kosten für Schüler-Monatstickets (18.11 Uhr)
  • Österreich lässt Grenzen bis 31. Mai geschlossen (8.30 Uhr) 
Diese Grafik zeigt die 7-Tage-Inzidenz, aktuell der wichtigste Messwert für politische Entscheidungen in der Corona-Krise. Landkreise, die die Zahl von 50 Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner in 7 Tagen überschreiten, müssen in Zukunft mit zusätzlichen Beschränkungen zur Eindämmung der Erkrankung rechnen.

 

22.20 Uhr - Das war's für heute. Morgen geht's weiter. Bleiben Sie gesund.

21.52 Uhr - Merkel spricht mit Papst Franziskus über Corona-Pandemie

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in einem Telefonat mit Papst Franziskus über die Corona-Krise beraten. „Beide sprachen sich dafür aus, insbesondere ärmere Länder in der Corona-Pandemie zu unterstützen“, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert nach dem Gespräch am Donnerstag mit. Die Kanzlerin und der Papst hätten die Bedeutung von „Zusammenhalt und Solidarität in Europa und der Welt“ in der Corona-Krise hervorgehoben.

Merkel habe den Pontifex außerdem zu einem Besuch nach Deutschland eingeladen, sobald dies wieder möglich sei. Die Kanzlerin und der Papst sind sich bereits mehrfach persönlich begegnet, zuletzt war Merkel im Juni 2017 zu Gast im Vatikan. Auf einen Gegenbesuch des Papstes warteten die Katholiken in Deutschland aber bislang vergeblich, obwohl die Kanzlerin Franziskus schon bei seiner Amtseinführung im März 2013 nach Deutschland eingeladen hatte.

21.09 Uhr - Umfrage: Mehrheit gegen Bundesliga-Fortsetzung 

Die Mehrheit der Deutschen ist gegen eine Fortsetzung der Fußball-Bundesliga während der Corona-Krise. 50 Prozent sprachen sich in einer Umfrage von infratest dimap für den „ARD-DeutschlandTrend“ gegen einen Re-Start der 1. und 2. Liga ohne Zuschauer aus. 36 Prozent sprachen sich laut ARD-Mitteilung für eine Fortsetzung aus.

In einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv sprechen sich sogar 57 Prozent gegen einen Re-Start aus. 32 Prozent befürworten in dieser Untersuchung das Vorgehen der Liga. Nachdem die Politik am Mittwoch den Weg frei gemacht hatte, kündigte die Deutsche Fußball-Liga (DFL) am Donnerstag eine Weiterführung des Spielbetriebs ab 16. Mai an.

20.21 Uhr - Kapfenburg-Festival: Konzert von Tim Bendzko ist auf 2021 verschoben

Lediglich das Konzert von Tim Bendzko, das für das diesjährige Festival Schloss Kapfenburg geplant war, ist auf das kommende Jahr verschoben worden. Alle anderen Konzerte entfallen.Wie die Stiftung Schloss Kapfenburg mitteilt, können Karteninhaber sich den Eintrittspreis rückerstatten lassen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, den Betrag zu spenden oder als Gutschein zu verwenden.Vom Erlass der Landesregierung, dass Großveranstaltungen bis Ende August nicht stattfinden dürfen, sind auch die Konzerte des 21. Festivals Schloss Kapfenburg betroffen.

Alle Informationen dazu lesen Sie hier.

19.55 Uhr - 32.868 nachgewiesene Corona-Fälle im Südwesten — 1517 Tote 

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten ist in Baden-Württemberg auf mindestens 32 868 gestiegen. Das waren 138 mehr als am Vortag, wie das Landesgesundheitsamt am Donnerstag mitteilte (Stand: 16.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus stieg um 20 auf 1517. Rund 26.800 Menschen sind nach ihrer Infektion mit Sars-CoV-2 wieder genesen.

18.11 Uhr - Land zahlt Eltern Kosten für Schüler-Monatstickets

Das Land erlässt Eltern zwei Raten für Schüler-Monatsfahrkarten, die wegen der Corona-Krise kaum genutzt werden konnten. Dafür werden rund 37 Millionen Euro aufgewendet.

Dies soll auch eine Dankesgeste an die Eltern sein, die „in großer Zahl dem öffentlichen Nahverkehr die Treue gehalten und die Abos für die Schülertickets nicht gekündigt hatten“, wie Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) am Donnerstag mitteilte.

Eine Kündigungswelle hätte vor allem die mittelständischen Busunternehmen in wirtschaftliche Bedrängnis gebracht. Die Regierung wolle zudem verhindern, dass in den kommenden Monaten mit wenig Schultagen die Schüler-Abos teilweise gekündigt werden.

17.36 Uhr - Leser von Schwäbische.de sprechen zu Bundesliga-Neustart Klartext

Es geht wieder los: Nach der Freigabe von Bund und Ländern setzt der Profi-Fußball die Bundesliga-Saison am 16. und 17. Mai mit dem 26. Spieltag und Geisterspielen fort. Ende Juni soll der Deutsche Meister feststehen.

Bevor es losgeht, sollen die Mannschaften laut DFL-Hygienekonzept sieben Tage lang in "eine Quarantänemaßnahme". Von diesem Wochenende an werden sich die Clubs also zum größten Teil in ihre normalen Teamquartiere zurückziehen und diese nur zu den Trainingseinheiten verlassen. So sollen neue Corona-Fälle verhindert werden.

Die Vereine müssen auch bei einer Vielzahl von Corona-Fällen im Kader antreten - sofern sie grundsätzlich noch genug gesunde Spieler zur Verfügung haben. DFL-Boss Seifert verwies auf die gültigen Regularien des Spielbetriebs, in denen festgelegt sei, wie viele Spieler ein Club zur Verfügung haben müsse.

Wir haben die User von Schwäbische.de befragt: Was ist Ihre Meinung zu diesem Thema? Und unsere Leser nehmen kein Blatt vor den Mund. Hier lesen Sie die Meinungen.

17.00 Uhr: Gute Nachrichten für Freizeit-Sportler - Erlaubnis unter Auflagen

Auch Freizeit-Fußballer dürfen in Baden-Württemberg im Zuge der Lockerungen für den Breitensport mit strengen Auflagen wieder auf den Rasen zurückkehren. In Kleingruppen werde etwa ein Zirkeltraining oder Torschusstraining erlaubt, kündigte das Kultusministerium am Donnerstag an. Spielsituationen mit Körperkontakt sind aufgrund der Coronavirus-Krise weiter untersagt.

Die Lockerungen unter strengen Hygiene- und Abstandsauflagen für den Breitensport im Freien sollen voraussichtlich am Montag in Kraft treten. Darunter fallen unter anderem auch Leichtathletik, Golf, Tennis, Reiten, Segeln, Klettern, Kanusport und Sportschießen.

Zu den Vorgaben zählen neben anderen ein Abstand von 1,5 Metern, geschlossene Umkleidekabinen und Coronavirus-Beauftragte. Zudem müssen Teilnehmer dokumentiert werden, um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können. Trainingsgruppen dürfen maximal fünf Teilnehmer haben.

Auch Ausnahmen für den Hallensport und Schwimmbäder wird es geben. Für Athletinnen und Athleten mit Landeskaderstatus werde es unter Einhaltung von Regeln wieder möglich sein, in Schwimmbädern und Hallen zu trainieren, teilte das Ministerium mit. „Sport und Bewegung sind essenziell für ein ausgeglichenes und gesundes Leben“, sagte Sportministerin Susanne Eisenmann. „Unser oberstes Ziel bleibt, eine neue Infektionswelle zu verhindern.

 16.05 Uhr: Dieser Infektions-Indikator ist nun relevant

Nach der Verdopplungszahl, die während des Ausbruchs der Corona-Pandemie relevant war, kam die Reproduktionszahl. Diese gab Aufschluss darüber, wie viele weitere Personen ein mit Sars-Cov2-Infizierter anstecken würde.

Mittlerweile ist ein anderer Indikator wichtig: die sogenannte 7-Tage-Inzidenz. Sie liefert einen Richtwert für die politischen Überlegungen, ob die aktuellen Lockerungen während der Corona-Krise beibehalten und eventuell erweitert werden können, oder ob umgehend wieder Einschränkungen des öffentlichen Lebens auferlegt werden müssen. 

Aus diesem Grund werden wir eine Grafik mit der jeweiligen 7-Tage-Inzidenz in den Landkreisen ab sofort bei uns prominent im Newsblog oben einbinden.

Worum es bei der 7-Tage-Inzidenz grundsätzlich geht, haben wir für Sie hier auf einen Blick erklärt:

13.58 Uhr - Fußball-Bundesliga startet am 16. Mai

Die Fußball-Bundesliga nimmt die Saison am 16. Mai wieder auf. Die 36 Profivereine entschieden sich am Donnerstag auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga dafür, den Spielbetrieb wie von Bund und Ländern vorgegeben erst in der zweiten Mai-Hälfte fortzusetzen und nicht schon am 15. Mai, wie zuvor vom Präsidium beschlossen. Zuerst hatte der „Sportbuzzer“ darüber berichtet.

Die Fußball-Bundesligisten in Baden-Württemberg warten nach der Freigabe  noch auf die Erlaubnis für das Mannschaftstraining. Die notwendige Verordnung sei noch in der Abstimmung, es werde daran „mit Hochdruck“ gearbeitet, hieß es am Donnerstagmittag aus dem Sozialministerium.

Bisher dürfen der SC Freiburg, die TSG 1899 Hoffenheim, der VfB Stuttgart, der Karlsruher SC, der SV Sandhausen und der 1. FC Heidenheim aufgrund der Coronavirus-Krise nur in Kleingruppen trainieren. Clubs in anderen Bundesländern waren teils schon in das Training in kompletter Mannschaftsstärke eingestiegen.

13.33 Uhr - Das sind die Regeln für Orchester während der Corona-Krise

Orchester brauchen zukünftig sehr viel Platz: Wissenschaftler der Berliner Charité haben Bedingungen für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes von Orchestern während der Corona-Krise definiert. Die vier Forscher analysierten die Auswirkungen der verschiedenen Instrumente und geben unterschiedliche Abstände vor:

  • Bei den Streichern sollen die Stühle 1,5 Meter voneinander entfernt stehen,
  • für die Bläser werden zwei Meter empfohlen
  • Blechbläser sollen zudem mit einem Plexiglasschutz abgeschirmt werden.

13.24 Uhr - Schulbeginn: So sind die Pläne für den Südwesten

Baden-Württemberg öffnet schrittweise wieder alle Schulen und Kitas.   Nach der siebenwöchigen Corona-Schließung gehen bereits seit diesem Montag, 4. Mai,  die Schüler, die vor Abschlussprüfungen stehen, wieder in die Klassenzimmer.

Wie die weiteren Pläne für Schulen und Kitas genau aussehen, lesen Sie hier.

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13.10 Uhr - Lucha äußert Angst vor zweiter Corona-Welle

Baden-Württembergs Sozialminister Manne Lucha (Grüne) hat vor einer zweiten Corona-Infektionswelle im Herbst gewarnt. „Ich habe Angst vor der Erkältungszeit. Wir müssen uns darauf einstellen, dass auch wieder schnell hochgefahren wird und dass es wieder schwierige Lagen geben wird“, sagte Lucha am Donnerstag im Landtag in Stuttgart.

Die Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens dürften nicht zu schnell gelockert werden. „Wir reiten auf der Rasierklinge.“ Weitere Öffnungen gingen nur, wenn Abstand und Hygiene eingehalten werden.

12.07 Uhr - Morddrohungen gegen Tübingens OB Palmer und Familie

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat nach seinen umstrittenen Äußerungen zum Umgang mit Corona-Patienten nach eigenen Angaben Morddrohungen bekommen. Palmer sagte der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag, dass sich die Drohungen auch gegen seine Familie richteten. Er reiche die Briefe und Mails an Polizei und Staatsanwaltschaft weiter.

Ein Sprecher der Tübinger Staatsanwaltschaft bestätigte, dass ein Teil bereits eingegangen sei — weitere habe Palmer angekündigt. Den Urhebern der Mails und Briefe drohen nach dem Strafgesetzbuch Geldstrafen oder Haftstrafen von bis zu einem Jahr. Zuerst hatte darüber das „Schwäbische Tagblatt“ (Donnerstag) berichtet.

Palmer hatte zum Umgang mit hochbetagten Corona-Kranken gesagt: „Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären.“ Viele Grünen-Mitglieder machten sich daraufhin für einen Parteiausschluss stark.

Am Montag entzog ihm die Grünen-Parteispitze jegliche Unterstützung. Palmer rechtfertigte seine Aussage mit der Sorge um Kinder vor allem in Entwicklungsländern, deren Leben durch die wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns bedroht seien. An diesem Freitag berät der Grünen-Landesvorstand über mögliche Ordnungsmaßnahmen gegen Palmer. Ein Parteiausschlussverfahren gilt aber als unwahrscheinlich.

12.02 Uhr - Tausende Mieter haben Geldsorgen wegen Corona

Tausende Mieter in Deutschland haben sich in der Corona-Krise wegen Geldsorgen an ihre Vermieter gerichtet. Da viele Menschen in der Pandemie mit weniger Einnahmen zurechtkommen müssen, häufen sich die Anfragen.

Die Mietausfälle zumindest bei großen Wohnungsunternehmen halten sich aber in Grenzen, zeigt eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter Immobilienkonzernen sowie Verbänden.

Bei einer Umfrage für den Eigentümerverband Haus & Grund haben mehr als drei Viertel der befragten Mieter angegeben, sie hätten aktuell genug Einkommen und Rücklagen oder erhielten staatliche Hilfe, um ihre Miete zahlen zu können. Etwas mehr als sechs Prozent berichteten, bei ihnen führten Einkommenseinbußen wegen der Pandemie dazu, dass sie die Miete nicht zahlen könnten, so Haus & Grund. Mehr lesen Sie hier.

11.46 Uhr - Mahnung: Besonnenheit bei Heimbesuchen

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat die geplante bundesweite Lockerung von Besuchsbeschränkungen in Pflegeheimen begrüßt. Mit Blick auf den Muttertag an diesem Sonntag mahnte er zugleich zu Besonnenheit. Die Bewohner benötigten weiter besonderen Schutz, sagte der Staatssekretär im Gesundheitsministerium am Donnerstag in Berlin. „Besuche können in dieser Situation nicht so flexibel stattfinden, wie dies vor der Pandemie der Fall war.“ Westerfellhaus empfahl Angehörigen, sich vorab zu erkundigen, wann Besuche möglich sind und welche Maßgaben gelten.

Künftig soll jeder Bewohner im Pflegeheim Besuch durch eine bestimmte Person bekommen dürfen. Voraussetzung ist, dass es in dem Heim kein „Infektionsgeschehen“ gibt.   Damit werde Bewohnerinnen und Bewohnern ein großes Stück Lebensqualität und Zuversicht zurückgegeben, sagte er. 

Hintergrund besonderer Schutzvorkehrungen ist, dass die meist älteren und chronisch kranken Bewohner etwa in Pflegeheimen zur Risikogruppe für schwere Verläufe der Covid-19-Erkrankung gehören.

Coronavirus - Senioren in der Corona-Krise
09.04.2020, Baden-Württemberg, Leutkirch im Allgäu: Annabelle Emmermann, stellvertretende Pflegedienstleiterin, und Bewohner Siegfried Jehmlich unterhalten sich im Seniorenzentrum Carl-Joseph auf dem Balkon des Seniors. (Foto: Felix Kästle)

10.30 Uhr - Jetzt fordert auch die FDP von Seehofer die Öffnung der Grenze

Die baden-württembergischen FDP-Bundestagsabgeordneten fordern ein Ende der wegen der Corona-Pandemie angeordneten Kontrollen an deutschen Grenzen. Geschlossene Grenzen dürften im vereinten Europa niemals zur Regel werden, heißt es in einem Positionspapier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus sei in den meisten Staaten weitgehend vergleichbar geworden. Die negativen Folgen geschlossener Grenzen überwögen nun bei weitem die anfänglich positiven Effekten zur Eindämmung des Virus.

„Die grundsätzliche Weigerung des Bundesministers des Innern, für Bau und Heimat, diese Realität anzuerkennen, ist mehr als fatal“, betonten die Parlamentarier mit Blick auf Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU).

Die Kontrollen waren erstmals Mitte März angeordnet und dann verlängert worden, um die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland zu verlangsamen. Menschen, die weder Deutsche noch dauerhaft hier ansässig sind, dürfen seither nur noch aus einem „triftigen Reisegrund“ nach Deutschland kommen.

Grenzöffnungen fordern auch Politiker von Union und Grünen im Südwesten. Die Landräte aus den Grenzgebieten haben ebenfalls an Seehofer appelliert:

10.15 Uhr - Robert-Koch-Institut stellt regelmäßige Pressebriefings ein

Das Robert-Koch-Institut stellt die regelmäßigen Briefings ein. Das teilte Vizepräsident Lars Schaade am Vormittag mit. Die Informationsveranstaltungen würden in Zukunft nur noch anlassbezogen stattfinden. 

10.12 Uhr - Bundesliga nimmt Spielbetrieb wieder auf: Ihre Meinung ist gefragt

Der Termin für die Rückkehr der Fußball-Bundesliga steht. Am 15. Mai soll der Ball wieder rollen. Die Entscheidung ruft auch Kritik hervor. Was denken Sie darüber? Sagen Sie es uns. Bitte hier entlang.

10.01 Uhr - Wirtschaftsministerin schließt sich an: Gastronomie am 18. Mai öffnen

Die Ministerien für Tourismus und Wirtschaft im Südwesten haben das gleiche Ziel: Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hat sich auf Twitter ebenfalls für die Öffnung der Gastronomie und Hotellerie in drei Stufen ab Mitte Mai ausgesprochen: 

09.22 Uhr - Industrie erwartet nie dagewesenen Einbruch der Produktion

Deutschlands Industrie erwartet einen nie dagewesenen Einbruch ihrer Produktion. Der auf einer Umfrage unter Unternehmen basierende Index des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo stürzte im April auf den tiefsten Punkt der Wiedervereinigung. Für den Monat März, als der Shutdown begann, meldete das Statistische Bundesamt am Donnerstag einen Rückgang der Industrieproduktion um 9,2 Prozent. Das Bundeswirtschaftsministerium warnte vor einem „nochmals deutlich stärkeren Produktionseinbruch“ für April.

Laut amtlicher Statistik war der Rückgang im März um 9,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat der stärkste seit Beginn der Zeitreihe im Januar 1991. Besonders hart traf es die Autoindustrie: Dort fiel die Produktion um 31,1 Prozent. Auch in der Herstellung von Druckerzeugnissen (minus 12,5 Prozent), bei pharmazeutischen Erzeugnissen (minus 11,8 Prozent) und in der Bekleidungsindustrie (minus 11,5 Prozent) waren die Rückgänge groß. Die Energieerzeugung lag um 6,4 Prozent niedriger als im Februar. Einzig die Bauproduktion stieg, und zwar um 1,8 Prozent.

09.05 Uhr - Tourismus-Minister nennt möglichen Öffnungstermin für Außengastronomie

Hoffnung für Gastronomen im Südwesten: Tourismusminister Guido Wolf hat in einem Interview mit dem SWR einen Zeitplan mit möglichen Eröffnungsterminen genannt. Danach könnten Außenbereiche ab 18. Mai geöffnet werden, Innenräume eine Woche später. Für Hotels und Freizeitparks nannte er Ende Mai als möglichen Termin für die Wiedereröffnung. Die Termine sind aber bisher nur ein Vorschlag - die Landesregierung muss darüber entscheiden. Nach dem Wochenende sollen Gastronomen verbindlich planen können, versprach Wolf in dem Interview. 

08.58 Uhr - Soforthilfe in Bayern lässt auf sich warten

Bei der versprochenen Corona-Soforthilfe der bayerischen Staatsregierung für die mittelständische Wirtschaft und Künstler kommt es zu teilweise wochenlangen Verspätungen. Das Programm stößt auf so großen Widerhall, dass die sieben Bezirksregierungen und die Landeshauptstadt München mit der Bearbeitung der Anträge Mühe haben.

Nach aktuellen Angaben des Wirtschaftsministeriums sind 225.000 Anträge bereits bearbeitet und 1,3 Milliarden Euro ausgezahlt worden. Doch sind insgesamt gut 430.000 Anträge gestellt worden, davon viele mutmaßlich doppelt - das erste Mal in Papierform und ein zweites Mal elektronisch. Das Ministerium schätzt, dass es am Ende nach der Bereinigung netto etwa 300.000 Hilfsanträge sein werden.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hatten im März schnelle und unbürokratische Hilfe versprochen. „Soforthilfe heißt: schnell Geld raus“, hatte Aiwanger gesagt. Der Bund der Selbstständigen (BdS) hat dazu 1800 seiner Mitglieder befragt, von denen die Hälfte derjenigen, die einen Antrag gestellt hatten, bislang nur die Eingangsbestätigung erhalten haben - nicht aber einen Bescheid. Bei Künstlern, die ebenfalls Soforthilfe beantragen können, gibt es ähnliche Probleme. Mehr lesen Sie hier.

08.54 Uhr - Virologe Kekulé besorgt über Tempo von Corona-Lockerungen

Der Virologe Alexander Kekulé hat sich besorgt wegen des Tempos und Ausmaßes der Lockerung von Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie in Deutschland geäußert. Die Nachverfolgbarkeit von Infektionen sei „noch nicht so weit wie gewünscht“, auch Risikogruppen seien weiterhin nicht hinreichend geschützt, sagte Kekulé am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin. Durch die nun vereinbarten Lockerungen werde “das Niveau der Sicherungen reduziert“. 

Dies könnte „zu einem viralen Sturm im Herbst führen“, warnte der Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie des Universitätsklinikums Halle. Wichtig sei „ein nachhaltiges Schutzkonzept“, keine Politik des „rein - raus“. Als grundsätzlich positiv wertete Kekulé den von Bund und Ländern ebenfalls vereinbarten Notfallmechanismus, wonach Schutzmaßnahmen wieder verschärft werden sollen, wenn es in einem Landkreis oder einer Stadt wieder deutlich mehr Infektionen gibt.

Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland stieg nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) den zweiten Tag in Folge spürbar an. Am Donnerstagmorgen überschritt diese Zahl mit 1284 neuen Fällen im Vergleich zum Vortag wieder die Tausender-Marke. Am Mittwoch hatte das RKI 947 Neuinfektionen registriert. Am Dienstag mit 685 neuen Fällen und am Montag mit 679 Neuinfektionen waren die Zahlen noch deutlich niedriger gewesen.

08.30 Uhr - Österreich bestätigt: Grenzen bleiben bis zum 31. Mai geschlossen

Österreich will seine Grenzen bis zum 31. Mai schließen und kontrollieren. Ursprünglich sollten die Grenzkontrollen nur bis zum 7. Mai andauern. Das geht aus einer neuen Verordnung des österreichischen Innenministeriums hervor. Eine Sprecherin des österreichischen Innenministeriums bestätigte diese Information auf Nachfrage von Schwäbische.de am Donnerstagmorgen. Am Vorabend hatte vol.at darüber berichtet. Demzufolge sollen die Grenzen zu Deutschland, Italien, Schweiz, Tschechien und der Slowakei weiter kontrolliert werden. Die Einreiseregeln, die bisher galten, haben weiterhin Bestand.

Wer einreisen will, muss ein ärztliches Zeugnis über den Gesundheitszustand mit sich zu führen, das einen negativen molekularbiologischen Test auf SARS-CoV-2 bestätigt. Das Zeugnis darf bei der Einreise nicht älter als vier Tage sein. Personen, die ein solches Zeugnis nicht vorlegen können, wird die Einreise verwehrt.

08.21 Uhr - Lieferengpässe bei Corona-Schnelltests

Die von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) für Anfang Mai angekündigten Corona-Schnelltests verzögern sich noch um einige Wochen. „Aufgrund von internationalen Lieferengpässen bei bestimmten Reagenzien und Vorprodukten müssen aktuell noch alternative Lieferanten qualifiziert werden. Dies stellt für derartig regulierte diagnostische Produkte einen sehr aufwendigen Prozess dar, so dass voraussichtlich in einigen Wochen mit der Fertigstellung gerechnet werden kann“, sagte ein Sprecher des Hauses.

Der „Ultraschnelltest“, der auf einer in Martinsried bei München von der Firma GNA Biosolutions entwickelten Technologie basiere, befinde sich aber derzeit schon im Endstadium der Entwicklung. Die Produktion der Geräte und der Probenträger solle, wie in den Planungen vorgesehen, noch im Mai anlaufen.

Ende März hatte Aiwanger neue Schnelltests für das Coronavirus angekündigt. Er habe entsprechende Rückmeldungen erhalten, dass bis Anfang Mai Schnelltests in „großer Zahl“ und „in wenigen Minuten“ verfügbar seien. Bisher dauern die Tests mehrere Stunden.

06.29 Uhr - Corona-Krise verschärft Spannungen zwischen USA und China

Die Corona-Krise verschärft die Spannungen zwischen den USA und China. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, sagte: „Im Moment ist es eine Beziehung der Enttäuschung und Frustration.

US-Präsident Donald Trump warf China erneut vor, das Coronavirus nicht an seinem Ursprung in Wuhan eingedämmt zu haben. „Es hätte in China gestoppt werden sollen. Es hätte direkt an der Quelle gestoppt werden sollen, und das wurde es nicht“, kritisierte Trump im Weißen Haus.

Der Botschafter Chinas in den USA, Cui Tiankai, schrieb in einem Gastbeitrag in der „Washington Post“, es sei an der Zeit, die gegenseitigen Vorwürfe zu stoppen. „China zu beschuldigen, wird die Pandemie nicht stoppen.“ Der Diplomat dementierte energisch, dass China Erkenntnisse über das Virus zurückgehalten habe. „China hat alles getan, um Informationen über das Virus zu teilen.“

Das waren die letzten Meldungen vom Mittwoch:

20.15 Uhr - Lehrstellen im Südwesten in Gefahr: Corona-Krise verschärft Lage auf Azubimarkt

„Die berufliche Bildung wird an verschiedenen Stellen durch die Pandemie herausgefordert“, sagte die Bundesbildungsbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) am Mittwoch im Rahmen der Vorstellung des jährlichen Berufsbildungsberichts in Berlin. „Viele Betriebe sehen sich momentan in ihrer Existenz gefährdet und sind deswegen zurückhaltend in der Ausbildungsplanung“, sagte Karliczek. Derzeit werde ein Minus bei den angebotenen Lehrstellen von knapp acht Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnet.

Auszubildende zur Hotelfachfrau, arbeitet in einem Hotel: Viele Betrieb seien zurückhaltend bei der Ausbildungsplanung, sagt Bun
Auszubildende zur Hotelfachfrau, arbeitet in einem Hotel: Viele Betrieb seien zurückhaltend bei der Ausbildungsplanung, sagt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU). (Foto: Jochen Tack/ imago stock&people)

Auch schon vor Corona gab es auf dem Ausbildungsmarkt Probleme, wie der am Mittwoch vorgestellte Berufsbildungsbericht zeigt. Demnach boten die Betriebe bundesweit 2019 rund 11.000 Ausbildungsplätze weniger an als im Jahr zuvor. Das Angebot lag bei knapp 578.000. Auf der anderen Seite sei aber auch die Zahl der Bewerber gesunken: von 556.000 auf knapp 550.000. Die Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge ging um 6300 auf 525.100 zurück.

Das ist unter dem Strich immer noch ein Überangebot an Ausbildungsstellen, aber sinkende Zahlen von Auszubildenden bedeuten sinkenden Fachkräftenachwuchs. Als Gründe für die Entwicklung nennt das Bildungsministerium unter anderem den demografischen Wandel und eine geringere Zahl an Absolventen von allgemeinbildenden Schulen. Den vollständigen Artikel lesen Sie hier.

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Unsere Daten und Zahlen beziehen wir aus folgenden Quellen:

Dashboard RKI¹, Johns-Hopkins-University², Worldometer³, Ministerium für Soziales und Integration Baden Württemberg⁴, WHO⁵

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