Corona-Newsblog: Das waren die Entwicklungen am Montag

Lesedauer: 24 Min
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Deutsche Presse-Agentur
Agence France-Presse

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell Infizierte Baden-Württemberg: ca. 680 (36.819 Gesamt - ca. 34.300 Genesene - 1.841 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg:  1.841
  • Aktuell Infizierte Deutschland: ca. 6.090 (205.609 Gesamt - ca. 190.400 Genesene - 9.118 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 9.118

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Spahn will Corona-Pflichttests für Urlaubs-Rückkehrer anordnen (17.21 Uhr)
  • Corona-Ausbruch in freikirchlicher Gemeinde (16.58 Uhr)
  • Firmen zahlen knapp 30 Millionen Euro Corona-Soforthilfe zurück (16.02 Uhr)
  • Zahl der Corona-Fälle in St. Wolfgang steigt weiter (11.40 Uhr)
  • Ostalbkreis: Neuinfektionen nach Trauerfeier in Moschee (8.40 Uhr)

Das war's für heute. Wir wünschen Ihnen einen guten Abend und sind morgen Früh auf Schwäbische.de wieder mit einem neuen Corona-Newsblog für Sie da.

++ 98 neue Corona-Infektionen im Südwesten 

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten ist seit Beginn der Pandemie in Baden-Württemberg auf mindestens 36.926 gestiegen. Das waren 98 mehr als am vergangenen Freitag, wie das Sozialministerium am Montag in Stuttgart mitteilte (Stand: 16.00 Uhr).

Etwa 34.231 Menschen gelten als genesen. Derzeit seien geschätzt 854 Menschen im Land mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Corona-Toten gab die Behörde weiterhin mit 1841 an.

Die Reproduktionszahl wurde vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 0,79 angegeben. Sie besagt, wie viele Personen im Durchschnitt von einem Infizierten angesteckt werden.

++ Spahn will Corona-Pflichttests für Urlaubs-Rückkehrer anordnen

(17.21 Uhr) Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten sollen sich künftig auf das Virus testen lassen müssen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur, er werde „eine Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten anordnen“.

Am Freitag hatten Spahn (CDU) und die Ressortchefs der Bundesländer zunächst beschlossen, dass sich alle Reisenden aus Risikogebieten kostenlos und freiwillig auf das Virus testen lassen können. Seitdem hatten mehrere Politiker eine Pflicht gefordert, darunter Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und FDP-Chef Christian Lindner. Hier lesen Sie mehr.

++ Corona-Ausbruch in freikirchlicher Gemeinde in Ulm

(16.58 Uhr) - In einer kleinen freikirchlichen Gemeinde in Ulm hat es laut Mitteilung des Gesundheitsamts Ulm/Alb-Donau-Kreis einen Corona-Ausbruch gegeben.

Nach dem Stand von Montag, 27. Juli, seien 14 Personen positiv auf das Virus getestet worden – Mitglieder der Gemeinde sowie deren Familienangehörige. Aus dem weiteren Kontaktumfeld wurden fünf weitere Personen positiv getestet. Macht in Summe: 19 infizierte Menschen.

Nach den Informationen, die dem Fachdienst Gesundheit im Landratsamt des Alb-Donau-Kreises – dem für Ulm und den Alb-Donau-Kreis zuständigen Gesundheitsamt – vorliegen, hat sich die Gemeinde aber an die Corona-Hygienebestimmungen gehalten. Die beiden vergangenen Sonntage fand dort, nach Angaben der Gemeinde, kein Gottesdienst statt, „sodass die Hoffnung besteht“, so das Gesundheitsamt, dass sich das Ausbruchsgeschehen eingrenzen lässt.

++ Firmen zahlen knapp 30 Millionen Euro Corona-Soforthilfe zurück 

(16.02 Uhr) Von den mehr als 2,2 Milliarden Euro Corona-Soforthilfe für kleine Unternehmen und Selbstständige sind knapp 30 Millionen Euro schon wieder zurückgezahlt worden. Rund 3200 Rückzahlungen habe es bisher gegeben, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums am Montag. Zuvor hatten die „Stuttgarter Nachrichten“ darüber berichtet.

Grundsätzlich handelte es sich bei der Corona-Soforthilfe um einen Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Bei manchen Unternehmen habe sich der Umsatzrückgang aber als weniger gravierend als befürchtet erwiesen, hieß es. Bei anderen seien die Kosten am Ende geringer gewesen als erwartet, oder Firmen hätten durch die Kombination verschiedener Hilfsprogramme mehr Geld als gedacht erhalten.

In all diesen Fällen seien die Antragsteller verpflichtet, dies mitzuteilen und zu viel gezahltes Geld zurückzuzahlen.

Die Corona-Soforthilfe hatte sich an sogenannte Soloselbstständige gerichtet sowie — in verschiedenen Stufen — an Unternehmen mit maximal 50 Beschäftigten.

++ 2.000 SchülerInnen holen Corona-Defizite nach

Für rund 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche beginnt am Mittwochnachmittag die wohl schönste Zeit des Jahres: Vor ihnen liegen sechseinhalb Wochen Sommerferien. Aber nicht alle haben schulfrei: Wer versäumten Stoff nachholen will oder muss, kann an 54 Standorten im Land freiwillig pauken. In den sogenannten Sommerschulen werden rund 2000 schwächere Schüler die Schulbank drücken und Lesen, Schreiben und Rechnen üben.

Im vergangenen Jahr waren es noch 1400. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU):

Der deutliche Anstieg der Schülerzahlen bei den Sommerschulen zeigt, dass das Interesse auch aufgrund der Schulschließung gestiegen ist.

An manchen Standorten seien noch Plätze frei, die meisten seien aber ausgebucht, sagte ein Sprecher.

Seit 2018 gibt es das Sommerschulen-Angebot auch an Grundschulen - diesen Sommer nehmen 14 Grundschulen teil. Das Angebot findet in der Regel in den letzten beiden Ferienwochen statt; in diesem Sommer parallel zu den sogenannten Lernbrücken, einem Nachhilfeprogramm für schwächere Schüler, um Wissenslücken aus der Corona-Zeit zu schließen.

++ Keine Maske im Flugzeug: Frauen zahlen je 1000 Euro Bußgeld

(13.56 Uhr) Zwei Frauen haben sich geweigert, im Flugzeug eine Maske zu tragen - und deshalb je 1000 Euro Bußgeld gezahlt. Während des Fluges von Budapest nach München habe das Bordpersonal die 37-jährigen Zwillingsschwestern mehrfach aufgefordert, eine Mund-Nase-Bedeckung aufzusetzen, teilte die Polizei am Montag mit.

Laut Aussagen der Flugbegleiter zeigten sie stattdessen dem Kabinenchef den Mittelfinger. Nach der Landung in München am Freitag nahm die Polizei die Schwestern am Flughafen in Empfang. Nachdem die Frauen das Bußgeld bezahlt hatten, durften sie gehen. Allerdings wartet auf sie ein Strafverfahren wegen Beleidigung.

++ Zahl der Corona-Fälle in St. Wolfgang steigt weiter

(11.40 Uhr) Die Zahl der Corona-Infektionen in mehreren Tourismusbetrieben in St. Wolfgang in Oberösterreich ist um neun auf mindestens 53 gestiegen.

Wie ein Sprecher der oberösterreichischen Landesregierung auf Twitter schrieb, seien nun alle 628 Tests vom Samstag ausgewertet. Es fehlten noch die Ergebnisse von 419 weiteren Tests.

Corona in Oberösterreich
St. Wolfgang hat als Tourismusort einen Corona-Ausbruch zu verkraften. (Foto: Barbara Gindl / DPA)

Bei den Betroffenen handelt es sich nach Angaben der Gesundheitsministerin des Landes Oberösterreich, Christine Haberlander, um 52 Mitarbeiter und einen Gast. In den vergangenen Tagen seien bei der eigens eingerichteten Coronatest-Station im Ort 1600 Mitarbeiter und Gäste getestet worden, sagte sie im ORF-Radio am Montag.

Zwei Bars wurden bereits am Freitag geschlossen. Zudem ordneten die Behörden am Samstagabend für die örtliche Gastronomie eine Sperrstunde ab 23 Uhr an.

++ Söder appelliert in Corona-Krise an Jüngere

(10.48 Uhr) Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor allem junge Menschen in der Corona-Krise in die Pflicht genommen, ein Ausbreiten des Virus zu verhindern. Zu glauben, junge Menschen seien sicher, sei medizinisch naiv, sagte Söder am Montag in München. Zudem könnten sie Langzeitschäden haben oder Ältere anstecken.

Ein Problem sieht Söder im privaten Bereich, dort werde etwa bei Feiern jede Vorsicht vergessen. In Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr hingegen würden die Vorgaben etwa zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes eingehalten. Derzeit gebe es auch im privaten Umfeld zwar keinen Anlass für weitere Maßnahmen, so Söder. Man werde die Lage aber genau beobachten und im Zweifel konsequent reagieren.

++ Elf weitere Jugendherbergen öffnen

(10.18 Uhr) Pünktlich zum Beginn der Sommerferien öffnen elf weitere Jugendherbergen im Südwesten ihre Pforten. Nach den Schließungen wegen der Corona-Pandemie sind dann wieder 30 Jugendherbergen geöffnet, wie der Landesverband des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) am Montag mitteilte. Am 30. Juli nehmen etwa die Einrichtungen in Kehl, Baden-Baden, Karlsruhe, Biberach und auf Schloss Ortenberg in der Ortenau wieder den Betrieb auf.

Jugendherberge
Weitere Jugendherbergen öffnen. (Foto: Friso Gentsch / DPA)

In der Herberge auf Burg Wildenstein im Donautal können Reisende bereits seit Montag wieder ein Zimmer buchen. Die Öffnung der Unterkünfte in Mannheim und Ludwigsburg ist für den 3. September geplant.

Im Land gibt es insgesamt 47 Jugendherbergen. Um den Gästen mehr Planungssicherheit zu geben, können Familien und Einzelreisende den Angaben zufolge bis 24 Stunden vor Anreise stornieren. Für Gruppen gelte eine reduzierte Stornofrist von 14 Tagen vor Anreise.

++ Ostalbkreis: Neuinfektionen nach Trauerfeier in Moschee

(8.40 Uhr) Bei einer Trauerfeier in Schwäbisch Gmünd haben sich wohl zahlreiche der Neuinfizierten im Ostalbkreis angesteckt. Am Freitag, 24. Juli, waren insgesamt 34 Menschen im Kreis infiziert. In zwei Tagen wurden 26 Neuinfektionen verzeichnet. 

Die türkisch-islamische Ditib-Gemeinde hat auf Facebook von der Trauerfeier am 14. Juli berichtet. Sie fordert alle Teilnehmer der Veranstaltung auf, zu Hause zu bleiben und sich bei Symptomen testen zu lassen.

Das Freitagsgebet der Moschee in Schwäbisch Gmünd ist vorübergehend ausgesetztHier lesen Sie mehr.

++ WHO: Risiko neuer Infektionen steigt, wenn es kühler wird 

(8.01 Uhr) Das Risiko neuer Corona-Infektionen steigt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO), wenn die Urlaubszeit zu Ende geht und es kühler wird. Das liege daran, dass sich dann wieder mehr Menschen in geschlossenen Räumen statt draußen aufhalten, sagte eine WHO-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Ob und wann es aber in welchen Ländern zu einem neuen Anstieg von Infektionen oder einer zweiten Welle komme, sei nicht vorherzusagen.

„Wir wissen, dass das Virus sich draußen weniger effektiv verbreitet als in geschlossenen Räumen, dass gut gelüftete Räume weniger Risiko bergen als schlecht gelüftete und dass das Abstand Halten ebenfalls eine Rolle spielt“, sagte die Sprecherin. „Umweltbedingungen wie Luftfeuchtigkeit, Temperaturen und UV-Strahlung dürften auch eine begrenzte Rolle spielen.“

Es könne nötig sein, bereits aufgehobene Maßnahmen vorübergehend erneut zu verhängen.

++ Rufe nach Test-Pflicht für heimkehrende Urlauber mehren sich

(7.23 Uhr) Die Rufe nach einem verpflichtenden Coronavirus-Test für aus dem Urlaub nach Deutschland heimkehrende Reisende nehmen zu. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat sich für eine Testpflicht ausgesprochen.

„Gerade wenn man aus Risikogebieten kommt, dann sollte es einen verpflichtenden Test geben“, sagte Dobrindt (CSU) in einem Bild-Talk. Und: „Wenn es rechtlich nicht geht, dann muss man das entsprechende Recht schaffen, dass es geht.“

Rückkehrer aus dem Auslandsurlaub können sich seit dem Wochenende auf mehreren Flughäfen in Deutschland auf das Coronavirus testen lassen. Wer keinen negativen Befund hat, muss wie bisher für zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Auch Reisende aus Nicht-Risikoländern können sich freiwillig innerhalb von 72 Stunden testen lassen - dann nicht am Flughafen, sondern etwa in Arztpraxen oder Gesundheitsämtern.

FDP-Vorsitzender Christian Lindner forderte dagegen, die Kosten für die Tests sollten die Reisenden selbst tragen. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach wiederum sprach sich für kostenlose Corona-Tests aus.

++ Testzelt in Mamming wird aufgebaut

(06.31 Uhr) Nach der Corona-Masseninfektion von 174 Erntehelfern auf einem Gemüsehof in Mamming will die Staatsregierung heute eine Covid-Teststation in der niederbayerischen Gemeinde aufbauen.

Der örtlichen Bevölkerung werde die freiwillige Testung in einem mobilen Testzelt angeboten, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). „Gerade in einer Situation wie dieser ist dies ein sehr wichtiges Angebot an die Bevölkerung.“

Am Wochenende hatte das Landratsamt Dingolfing-Landau bekannt gegeben, dass sich auf einem mittlerweile abgeriegelten großen Gemüsebauernhof in der 3300-Einwohner-Gemeinde mehr als ein Drittel der dort arbeitenden Erntehelfer mit dem Corona-Erreger infiziert hatte. Ein Saisonarbeiter wird im Krankenhaus behandelt, einige weitere Infizierte weisen nach Ministeriumsangaben Symptome auf. Die Helfer aus Ungarn, Rumänien, Bulgarien und der Ukraine waren bei der Gurkenernte eingesetzt.

Das waren die letzten Meldungen vom Wochenende:

++ Bundesregierung und Entwickler werben nach Fehlerbeseitigung für Corona-Warnapp

(21.40 Uhr) Nach der Behebung der Probleme bei der Corona-Warnapp haben die Bundesregierung und die Entwickler gemeinsam für eine noch stärkere Nutzung geworben. „Wir wollen noch mehr Menschen von der App überzeugen“, hieß es am Sonntagabend in einer gemeinsamen Erklärung. Die App sei ein wichtiges Hilfsmittel im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

Jeder, der sie nutzt, macht einen Unterschied.

Die Corona-Warnapp sei innerhalb von sechs Wochen von mehr als 16 Millionen Bürgerinnen und Bürgern heruntergeladen worden, hieß es in der Erklärung von Kanzleramtschef Helge Braun, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) sowie den Unternehmen Telekom und SAP. „Wir bedanken uns für das große Vertrauen.“ Die Handy-Anwendung funktioniere gut: „Sie hilft, die Nutzer über Risikobegegnungen zu informieren und dadurch Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen.“

Corona-Warn-App
Technische Probleme mit der Corona-Warn-App treten auch bei iPhones auf. (Foto: Arne Dedert / DPA)

Zugleich gestanden Regierung und Entwickler ein, dass es auch Probleme gab. „Nicht auf allen Mobiltelefonen lief die Anwendung der App ohne Einschränkungen.“ Die bekannt gewordenen Schwachstellen bei der Aktualisierung der Daten seien jetzt aber beseitigt, hieß es in der Erklärung. Das Entwicklerteam werde auch zukünftig über mögliche Einschränkungen und unvorhergesehene technische Probleme informieren.

++ 174 Erntehelfer im niederbayerischen Mamming mit Coronavirus infiziert

(17.35 Uhr) In einem landwirtschaftlichen Betrieb im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau haben sich mindestens 174 Erntehelfer mit dem Coronavirus infiziert. Der gesamte Betrieb in der Gemeinde Mamming steht nun unter Quarantäne, wie das Landratsamt am Sonntag mitteilte. Damit dürften auch die negativ getesteten Kontaktpersonen das Betriebsgelände nicht verlassen. Betroffen sind insgesamt 480 Beschäftigte sowie die Betriebsleitung.

Um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden, müssen wir zum Schutz der Bevölkerung leider diesen Schritt gehen,

erklärte Landrat Werner Bumeder (CSU). Seinen Angaben zufolge überwacht nun ein Sicherheitsdienst die strikte Einhaltung der Quarantäne. Bumeder zufolge stammen die Erntehelfer aus Ungarn, Rumänien, Bulgarien und der Ukraine.

Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) nannte es am Sonntag vor Journalisten in Dingolfing „unwahrscheinlich wichtig“, dass in dem Mamminger Fall umgehend Quaratäne-Maßnahmen umgesetzt worden seien. Huml kündigte zugleich weitere Reihentestungen von Saisonarbeitskräften in anderen landwirtschaftlichen Betrieben an, zunächst in Niederbayern.

Die Behörden hatten in dem landwirtschaftlichen Betrieb eine Reihentestung veranlasst, nachdem am Freitag zunächst sieben Coronafälle unter den Beschäftigten bekannt geworden waren. Bei dieser Reihentestung wurden dann weitere 167 Erntehelfer positiv getestet.

Nach Angaben des Dingolfinger Landrats sollen in dem Erntebetrieb Hygienevorschriften offenbar nicht konsequent umgesetzt worden sein. In der Folge habe es „Vermischungen“ zwischen positiv und negativ getesteten Beschäftigten gegeben. Daher hätten die Behörden die Quarantäne auch auf den gesamten Betrieb ausdehnen müssen.

Corona-Masseninfektion in Niederbayern - Erntehelfer angesteckt
Mamming: Ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma (l) geht neben Absperrzäunen, die vor Unterkünften auf dem Gelände eines Bauernhofs stehen. (Foto: Armin Weigel)

++ Nach Corona-Fall beim FC 08 Villingen: 19 Spieler in Quarantäne

(15.35 Uhr) Nach dem Corona-Fall beim Fußball-Oberligisten FC 08 Villingen hat das örtliche Gesundheitsamt laut Vereinsangaben 19 Spieler bis zum 1. August in Quarantäne geschickt. „Das ist für uns natürlich eine Katastrophe“, sagte Sportvorstand Arash Yahyaijan laut Vereinsmitteilung. Der Club kann die Entscheidung der Behörde nur schwer nachvollziehen, weil 24 engere Kontaktpersonen aus dem Teamumfeld des infizierten Torhüters alle negativ getestet worden seien.

Das ist für uns natürlich eine Katastrophe.

Sportvorstand Arash Yahyaijan

Trotzdem trat ein zweiter Corona-Fall in der Mannschaft auf. Unabhängig von dem Sammeltest wurde noch ein Spieler positiv getestet. Dieser habe sich jedoch bereits vorab in Quarantäne befunden, weil er engen Kontakt zum Torhüter hatte. „Wir haben seit einer Woche den Trainings- und Testspielbetrieb stillgelegt — und das Ganze läuft jetzt bis einschließlich 1. August. Das wirft uns ganz enorm in der Vorbereitung zurück“, sagte Yahyaijan.

Der FC 08 soll am 8. August sein erstes Pokalspiel der neuen Saison bestreiten. Eine Testpartie auf dem Weg dorthin sei vom Gegner bereits abgesagt worden. Ob das zweite bereits vereinbarte Vorbereitungsspiel stattfindet, ist aktuell unklar.

Hier geht es zum Newsblog von Samstag & Sonntag.

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