Corona-Newsblog: Biontech-Impfung schützt Schwangere gut vor Corona-Infektion

Crossmedia Volontär
Agence France-Presse
Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹: 

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 17.800 (537.028 Gesamt – ca. 508.700 Genesene - 10.512 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 10.512
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 91,1
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 140.900 (4.017.116 Gesamt – ca. 3.783.800 Genesene - 92.413 Todesfälle)
  • Todesfälle: 92.413
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 83,8

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Corona-Impfungen: Klarheit für Schwangere und Stillende verlangt (17.40 Uhr)
  • Corona-Impfstoffe decken bald weltweiten Bedarf (15.56 Uhr)
  • Biontech-Impfung schützt Schwangere gut vor Corona-Infektion (14.58 Uhr)

Das war's für heute, morgen finden Sie an dieser Stelle wieder News zur Pandemie.

+ Corona-Impfungen: Klarheit für Schwangere und Stillende verlangt

(17.40 Uhr) Baden-Württemberg hat die Ständige Impfkommission (Stiko) aufgefordert, bei Corona-Impfungen von Schwangeren und Stillenden eine klare Empfehlung abzugeben. Der Amtschef des Stuttgarter Sozialministeriums, Uwe Lahl ,schreibt in einem Brief an den Stiko-Vorsitzenden Thomas Mertens, es gebe leider nach wie vor keine eindeutige Empfehlungslage zur Impfung von Schwangeren.

"Dies führt bei der Ärzteschaft, aber auch unter den Schwangeren selbst zu Unsicherheiten. Diese werden dadurch noch verstärkt, dass andere Gremien und Fachgesellschaften im In- und Ausland sich mittlerweile klar für eine Impfung von Schwangeren aussprechen",schreibt Lahl

++ Experten: Corona-Impfstoffe decken bald weltweiten Bedarf

(15.56 Uhr) Die Verfügbarkeit von Corona-Impfstoffen steigt nach Einschätzung von Experten weiter deutlich an. Bis Ende 2021 werden zwölf Milliarden Dosen produziert sein, wie die auf Unternehmens- und Wissenschaftsdaten spezialisierte Firma Airfinity am Dienstag in Genf mitteilte. Rund die Hälfte davon gehe auf das Konto chinesischer Vakzine, die andere Hälfte produzierten westliche Hersteller, hieß es.

Aktuell sei fast jeder dritte Mensch auf der Erde vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Auch jüngste Daten zeigten, dass die Wirksamkeit der Impfstoffe gegen die Infektion und vor allem gegen schwere Verläufe sehr hoch sei. Dies gelte auch für die besonders ansteckende Delta-Variante des Virus.

Die USA, Kanada, die EU und Großbritannien würden Ende September über so viele Impfdosen verfügen, dass sie ohne weiteren Schaden für eigene Impfkampagnen rund 500 Millionen Dosen an andere Staaten weitergeben könnten, so Airfinity-Chef Rasmus Bech Hansen.

++ Biontech-Impfung schützt Schwangere gut vor Corona-Infektion

(14.58 Uhr) Der Biontech-Impfstoff schützt auch Schwangere gut vor einer Corona-Infektion und vor einer Einweisung ins Krankenhaus. Die Wirksamkeit sei in etwa vergleichbar mit der in der Allgemeinbevölkerung, berichten Forschende aus Israel und den USA im Fachmagazin "Nature Medicine". Sie hatten Daten von mehr als 21 000 geimpften und nicht-geimpften Schwangeren aus Israel ausgewertet.

Das Team um Noa Dagan vom Clalit Research Institute in Tel Aviv hatte das Infektionsrisiko bei 10 861 geimpften Schwangeren ab 16 Jahren mit dem von gleich vielen ungeimpften Schwangeren verglichen, die sich in zahlreichen Faktoren ähnelten, etwa Alter, Schwangerschaftsstadium, Herkunft und Wohnort. In der Nachbeobachtungszeit traten 131 Infektionen in der Gruppe der geimpften und 235 in der Gruppe der ungeimpften Schwangeren auf.

Mit Blick auf eine Ansteckung habe die Impfung nach der zweiten Dosis eine Wirksamkeit von 96 Prozent, schreiben die Wissenschaftler. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit der Geimpften, sich mit dem Erreger anzustecken, um 96 Prozent geringer ist als bei den Ungeimpften. Eine symptomatische Infektion verhinderte die Impfung mit einer Wirksamkeit von 97 Prozent, eine Einweisung ins Krankenhaus mit 89 Prozent. Unter den Teilnehmern gab es nur einen schweren Krankheitsverlauf in der ungeimpften Gruppe und keine Todesfälle. Mögliche Impfreaktionen und Nebenwirkungen der Impfung haben die Forscher nicht untersucht.

++ 16- bis 19-Jährige in Bayern am häufigsten mit Corona infiziert

(14.34 Uhr) Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren stecken sich in Bayern derzeit am häufigsten mit dem Coronavirus an. In der Altersklasse liege die Inzidenz derzeit bei 193, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Bei den 20- bis 34-Jährigen liege die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner bei 132 und bei den 12- bis 15-Jährigen bei 131.

Die landesweite Sieben-Tages-Inzidenz im Freistaat steige weiter an und liege derzeit bei 77,5. "Wir haben nach wie vor einen kontinuierlichen Anstieg bei den Neuinfektionen. Allerdings jetzt verhaltener als dies noch vor zwei oder drei Wochen der Fall war", sagte Herrmann.

Bei den Kommunen sind laut Robert Koch-Institut - Stand Dienstag - die Stadt und der Landkreis Rosenheim mit Inzidenzen von 191,9 bzw. 159,3 Spitzenreiter bei den Neuansteckungen. Die wenigsten pro 100 000 Einwohner gibt es im Landkreis Bayreuth (3,9) und im Landkreis Tirschenreuth (7,0).

Für politische Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie sind die Inzidenzwerte inzwischen jedoch weniger relevant. "Wir nehmen natürlich seit unserer neuen Verordnung jetzt stärker die Hospitalisierungszahlen in den Blick", so Herrmann. Diese seien mit einer Belegung von 183 Betten allerdings noch im grünen Bereich.

Auf Gelb würde die Ampel springen, wenn innerhalb von sieben Tagen mehr als 1200 Corona-Patienten neu in bayerische Kliniken aufgenommen werden müssten. Auf Rot würde die Ampel schalten, wenn mehr als 600 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Bayern liegen würden.

++ Gericht: Bei Urlaub in Quarantäne kein Anspruch auf Ersatz

(13.09 Uhr) Jedem Arbeitnehmer steht per Gesetz Erholungsurlaub zu. Wer während des Urlaubs allerdings krank wird, kann sich nicht erholen. Nur fair, dass Krankheitstage nicht auf den Jahresurlaub angerechnet werden. Anders verhält es sich für den Quarantäne-Fall.

So können Arbeitnehmer nicht darauf hoffen, sich den Urlaubsanspruch im Falle einer Quarantäne zurückholen zu können, wie es bei einer Erkrankung der Fall ist. Das zeigt ein Urteil, auf das der DGB Rechtsschutz in Düsseldorf hinweist.

Das Arbeitsgericht Neumünster hat kürzlich die Klage eines Arbeitnehmers zurückgewiesen (AZ: 3 Ca 362 b/21), der genau dieses Recht bei seinem Arbeitgeber einklagen wollte.

Denn nachdem der Urlaub des Arbeitnehmers bereits genehmigt worden war, ordnete das Gesundheitsamt für diesen eine Absonderung an, die sich über den gesamten Urlaubszeitraum erstreckte. Der Mann durfte die eigene Wohnung nicht verlassen. Als Kontaktperson hatte sich der Kläger jedoch nicht selbst infiziert.

Weil der Mann nicht arbeitsunfähig war, konnte deshalb die Gesetzesvorschrift, die den Krankheitsfall während des Urlaubs regelt, nach Ansicht des Gerichts keine Anwendung finden. Weil es für den Quarantäne-Fall keine gesonderte Regelung gibt, bekam der Arbeitgeber des Klägers recht.

Dass andere Arbeitsgerichte in einem solchen Fall zu einem abweichenden Urteil kommen, hält Till Bender vom DGB Rechtsschutz für sehr unwahrscheinlich. Insofern könnte das Urteil aus Neumünster als Präzedenzfall wegweisend sein.

++ Merkel ruft zur Impfung auf: Niemand ist Versuchskaninchen

(11.13 Uhr) Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bevölkerung noch einmal eindringlich dazu aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

„Sie leisten damit für sich und unsere gesamte Gesellschaft einen ganz wichtigen Beitrag, den Weg aus dieser Pandemie zu finden“, sagte sie am Dienstag bei einer Generaldebatte im Bundestag.

Gleichzeitig hob Merkel die Sicherheit der Impfstoffe hervor: „Natürlich war und ist niemand von uns beim Impfen in irgendeiner Form ein Versuchskaninchen“, versicherte die Kanzlerin. Die Impfstoffe in Deutschland hätten alle notwendigen Phasen der klinischen Prüfung und alle Zulassungsverfahren durchlaufen.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hatte vergangene Woche in einem Interview der NRW-Lokalradios gesagt: „50 Millionen sind jetzt zwei Mal geimpft. Wir waren ja alle die Versuchskaninchen für diejenigen, die bisher abgewartet haben. Deshalb sage ich als einer dieser 50 Millionen - es ist gut gegangen! Bitte macht mit.“

Diese umstrittene Aussage verteidigte Scholz in der wohl letzten Plenardebatte vor der Bundestagswahl. Man müsse die Bevölkerung von der Impfung überzeugen - locker, gelassen und auch mit Witzen, über die auf vielen Veranstaltungen gelacht werde. „Wenn einige nicht lachen wollen und darüber sich aufregen, hat es vielleicht etwas damit zu tun, dass sie beim Blick auf ihre Umfragewerte wenig zu lachen haben.“

++ Corona-Experte: Belastungen der Intensivstationen bis 2022

(09.24 Uhr) Der Corona-Experte Clemens Wendtner rechnet damit, dass die Pandemie die Intensivstationen bis weit in das nächste Jahr hinein belasten wird.

„Aus ärztlicher und wissenschaftlicher Sicht muss man ganz klar erkennen, dass wir weit davon entfernt sind, den Sieg über Corona verkünden zu können“, sagte der Infektiologe der „Augsburger Allgemeinen“ (Dienstag). „Die Pandemie mit einer deutlichen Belastung der Krankenhäuser wird sich meiner Einschätzung nach über die erste Hälfte des Jahres 2022 erstrecken.“

Hauptproblem sei die derzeit kaum steigende Impfquote, sagte der Chefarzt der München Klinik Schwabing. „Wenn sich hier nichts signifikant in den nächsten Wochen ändert, müssen wir davon ausgehen, dass die vierte Welle jetzt im Herbst noch massiv ansteigen wird und wir wieder viele Covid-Patientinnen und Covid-Patienten in den Kliniken und nicht zuletzt auf den Intensivstationen versorgen müssen.“

Wendtner sagte weiter: „Die vierte Welle wird leider die Ungeimpften mit voller Wucht und mit allen klinischen Konsequenzen treffen, für diese Personengruppe wird es nach derzeitiger Datenlage keinen Schutz durch eine Herdenimmunität geben.“

Studien zeigten, dass die Viruslast bei der Delta-Variante um den Faktor 300 höher liegen kann als im Vergleich zum ursprünglichen Wuhan-Wildtyp des Virus.

„Für Geimpfte in der Umgebung ist dies kein Problem, aber für Ungeimpfte ist die Gefährdung vor dem Hintergrund von Delta wirklich erheblich, sie tragen ein sehr hohes Risiko zu erkranken.“

++ GEW-Chefin fordert zum Freitesten an Schulen PCR-Tests

(09.02 Uhr) Maike Finnern, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), hat den Beschluss der Länder für ein einheitlicheres Corona-Konzept an Schulen grundsätzlich begrüßt - jedoch auch Kritik daran geübt. „Dass es jetzt endlich einheitliche Leitlinien gibt, das war dringend überfällig“, sagte Finnern RTL/ntv (Dienstag).

Solange es ein funktionierendes Masken- und Lüftungskonzept an Schulen gebe, sei es nachvollziehbar, nur direkte Sitznachbarn im Falle einer Corona-Erkrankung in der Klasse in Quarantäne zu schicken.

„Nur: Für mich ist es ganz wichtig, dass das Freitesten mit einem PCR-Test und nicht mit einem Selbsttest passiert, weil wir doch zu oft wissen, dass das Ergebnis der Schnelltests nicht gut genug ist“, sagte die GEW-Chefin.

Die Gesundheitsminister der Länder hatten sich am Montag mehrheitlich für einfachere Quarantäne-Regeln bei Corona-Fällen in Schulen ausgesprochen. Grundsätzlich solle bei einem Fall nicht mehr für die gesamte Klasse Quarantäne angeordnet werden, heißt in einem Beschluss nach Beratungen mit dem Bund.

Symptomfreie Kinder, die als enge Kontaktpersonen in Quarantäne sind, sollen diese frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Test beenden können. Der Vorsitzende der Länder-Ressortchefs, Klaus Holetschek (CSU) aus Bayern, sagte, dies solle als „Leitplanken“ für die Gesundheitsämter dienen. Der Beschluss wurde bei Enthaltung zweier Länder angenommen.

++ Intensivmediziner fordert bundeseinheitliche Kontaktbeschränkungen, wenn Impfquote nicht deutlich steigt

(07.02 Uhr) Christian Karagiannidis, wissenschaftlicher Leiter des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), fordert einheitliche Kontaktbeschränkungen in Deutschland, falls die Impfquote nicht steigt und sich die Corona-Lage auf den Intensivstationen entsprechend nicht beruhigt.

„Und da wäre die erste Maßnahme 2G“, sagte Karagiannidis dem „Tagesspiegel“.

++ Widmann-Mauz: Integrationskurse für Impfangebote nutzen

(06.36 Uhr) Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, will Integrationskurse nutzen, um die Corona-Impfquote zu steigern.

„Integrationskurse müssen genutzt werden, um über die Corona-Schutzimpfung aufzuklären und ein niedrigschwelliges Impfangebot zu machen“, sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). „Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie das gelingen kann, vom Hinweis auf den Impfbus vor der Tür, über die Kooperation mit kommunalen Impfangeboten, bis hin zur Impfärztin, die direkt den Kurs besucht.“

Man müsse jetzt alle Kräfte mobilisieren, um die Impfbereitschaft in der Bevölkerung zu erhöhen. Denn je mehr sich jetzt impfen ließen, desto sicherer komme man durch Herbst und Winter, sagte Widmann-Mauz.

Die Menschen müssten dort erreicht werden, wo sie sich tatsächlich aufhalten: „Ob beim Einkaufen, beim Arzt, in der Apotheke oder eben im Integrationskurs“.

Nur gut 61 Prozent der Menschen in Deutschland sind aktuell vollständig gegen das Coronavirus geimpft - aus Expertensicht deutlich zu wenig, um die Pandemie unter Kontrolle zu bekommen.

++ RKI registriert 6726 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 83,8

(06.21 Uhr) Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist leicht gefallen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen lag sie bei 83,8 - am Vortag hatte der Wert bei 84,3 gelegen, vor einer Woche bei 74,8.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 6726 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 5750 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 59 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 60 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.017.116 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.783.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.413.

Das waren die letzten Meldungen vom Montag:

++ Über sieben Prozent der Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt

(20.15 Uhr) Fast 7,5 Prozent der in Baden-Württemberg verfügbaren Intensivbetten sind derzeit mit Covid-19-Patienten belegt. Die Zahl der Covid-Fälle auf den Intensivstationen stieg binnen eines Tages um 12 auf 172, wie das Landesgesundheitsamt am Montag mitteilte. Die Auslastung der Krankenhäuser ist ein wichtiges Kriterium bei der weiteren Bewertung der Pandemielage und für einschränkende Maßnahmen, die bei steigenden Zahlen nach den Plänen der Regierung vor allem Ungeimpfte betreffen.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten ging nach dem Wochenende leicht auf 91,1 zurück nach 93,3 am Sonntag. Deutlich ist der Unterschied dieses Wertes bei Geimpften und Ungeimpften. Betrachtet man nur jene, deren Impfserie abgeschlossen ist, so wurden innerhalb einer Woche bei 18,1 je 100 000 Einwohnern Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Bei den Menschen ohne jegliche oder mit unvollständiger Impfung sowie Fällen ohne Angaben zum Impfstatus betrug der Wert hingegen 201,8.

++ EMA untersucht Nutzen von Auffrischimpfungen gegen Corona

(18.28 Uhr) Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) untersucht den Nutzen einer Auffrischimpfung mit dem Corona-Impfstoff von Pfizer/Biontech für vollständig geimpfte Menschen ab 16 Jahren. Ergebnisse der Untersuchung, für die Daten des Impfstoffherstellers und laufende klinische Studien ausgewertet werden, sollen in wenigen Wochen vorliegen, teilte die EMA am Montag in Amsterdam mit. In einer zweiten Untersuchung will die EMA zudem prüfen, inwiefern Menschen mit schweren Immunproblemen eine dritte Impfdosis von Pfizer/Biontech oder Moderna hilft. Diese Menschen erzielen durch die ersten beiden Impfdosen möglicherweise keinen ausreichenden Impfschutz.

Wie die EMA bereits in der vergangenen Woche mitgeteilt hatte, sieht sie im Moment keinen drängenden Grund für eine Auffrischimpfung für die gesamte Bevölkerung. Die nun laufenden Untersuchungen sollten eine weiterführende Einschätzung untermauern, hieß es. Wie die EMA betonte, könnten nationale Gesundheitsbehörden sich bereits vorher für eine Auffrischimpfung entscheiden.

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog vom Montag +++

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