Corona-Newsblog: Das waren die wichtigsten Meldungen am Sonntag

Digital-Redakteur
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Agence France-Presse
Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 1.800 (502.539 Gesamt - ca. 490.400 Genesene - 10.338 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 10.338
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 8,8
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 14.000 (3.744.681 Gesamt - ca. 3.639.300 Genesene - 91.362 Todesfälle)
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 10,0

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Corona-Inzidenzwert im Südwesten knapp unter Zehner-Marke (17.33 Uhr)
  • Experten erwarten Start der vierten Welle (16.20 Uhr) 
  • Erste Bundesländer knacken Marke von 50 Prozent vollständig Geimpfter (13.00 Uhr)
  • Erster Corona-Fall im Olympischen Dorf in Tokio (09.15 Uhr) 
  • RKI meldet gestiegene Indzidenz. Jetzt bei 9,4. 1608 Neuinfektionen binnen 24 Stunden (09.00 Uhr)

Das war's für heute, morgen versorgen wir sie an dieser Stelle wieder mit News zur Pandemie.

++ Ende fast aller Corona-Beschränkungen in England

(20.32 Uhr) Trotz steigender Corona-Infektionszahlen fallen in England am Montag fast alle Corona-Beschränkungen weg, darunter auch die Maskenpflicht und Abstandsregeln.

Diskotheken dürfen wieder öffnen, Theater und Sportstadien sämtliche Plätze besetzen. Ausnahmen gelten in London, wo die Maskenpflicht im Nahverkehr bestehen bleibt.

Die Lockerungen sind in Großbritannien hochumstritten. Die Opposition wirft der Regierung Rücksichtslosigkeit vor, Wissenschaftler befürchten eine erneute große Corona-Welle.

Die Regierung von Premierminister Boris Johnson begründet den Öffnungsschritt mit der hohen Impfquote und der Eigenverantwortung der Menschen. Johnson mahnte die Bürger am Sonntag zur Vorsicht.

Bereits jetzt breitet sich die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus in Großbritannien stark aus. Bestehen bleiben die bisherigen Restriktionen zunächst in den in der Gesundheitspolitik eigenständigen Provinzen Wales und Schottland.

++ Corona-Inzidenzwert im Südwesten knapp unter Zehner-Marke

(17.33 Uhr) Die Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten ist am Sonntag bis knapp unter die Zehner-Marke gestiegen.

Sie legte nach Angaben des Landesgesundheitsamts innerhalb eines Tages von 9,7 auf 9,9 Infektionen je 100.000 Einwohner zu. Der Wert war in den vergangenen Tagen stetig gestiegen.

Unter den 44 Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg ist die Inzidenz mit 26,4 im Landkreis Heidenheim am höchsten, im Kreis Sigmaringen ist sie mit 0,8 am niedrigsten.

17,5 Prozent der betreibbaren 2314 Intensivbetten sind der Mitteilung nach im Moment frei. Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können.

++ EU übertrifft USA bei Erstimpfungen gegen Corona

(15.57 Uhr) In der Europäischen Union sind jetzt prozentual mehr Menschen mindestens einfach gegen das Coronavirus geimpft, als in den USA.

EU-Industriekommissar Thierry Breton und Frankreichs Europastaatssekretär Clément Beaune teilten am Samstag entsprechende Statistiken des Daten-Portals „Our World in Data“ im Online-Dienst Twitter.

Demnach haben 55,5 Prozent der EU-Bürger mittlerweile mindestens eine erste Dosis Corona-Impfstoff erhalten, in den USA sind es 55,4 Prozent.

Wir machen weiter, wir werden noch schneller“, schrieb Beaune dazu.

In den USA hatte die Geschwindigkeit der Impfkampagne zuletzt trotz breiter Verfügbarkeit von Impfstoffen nachgelassen. Dies ist auch auf weit verbreitete Impfskepsis zurückzuführen. 

++ Minister offen für kostenpflichtige Corona-Tests für Ungimpfte

Die bayerische Staatsregierung macht weiter Druck auf Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen. Nachdem sich bereits Ministerpräsident Markus Söder (CSU) offen für kostenpflichtige Corona-Tests zeigte, äußerte sich nun auch sein Parteikollege und Gesundheitsminister Klaus Holetschek wohlwollend zu der Idee.

„Irgendwann wird der Punkt erreicht werden, wo man der Mehrheit der Menschen in diesem Land die Frage beantworten muss, warum die Solidargemeinschaft 15 Euro jeden Tag für einen Schnelltest bezahlt und verschenkt, damit Impfverweigerer weiter shoppen oder an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen können“, sagte Holetschek der „Bild am Sonntag“.

Die Kosten sollten allerdings weiter für die übernommen werden, die bisher nicht geimpft werden können — zum Beispiel Kinder, Schwangere und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen. Holetschek ist turnusgemäß Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz.

Irgendwann wird der Punkt erreicht werden, wo man der Mehrheit der Menschen in diesem Land die Frage beantworten muss, warum die Solidargemeinschaft 15 Euro jeden Tag für einen Schnelltest bezahlt und verschenkt, damit Impfverweigerer weiter shoppen oder an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen können. Gesundheitsminister

Klaus Holetschek, Bayern 

Ministerpräsident Markus Söder hatte zuletzt über kostenpflichtige Tests nachgedacht. „Testen kostet enorme Summen“, hatte er vor gut einer Woche gesagt. Daher müsse auch darüber nachgedacht werden, ob die Corona-Tests kostenlos bleiben könnten, wenn alle Menschen ein Impfangebot bekommen hätten.

Holetschek appellierte in einer Mitteilung von Sonntag auch an die Kassen, sich bei ihren Versicherten noch aktiver für das Impfen gegen das Coronavirus einzusetzen. „Hier ist jeder gefordert — und das gilt besonders für alle Beteiligten des Gesundheitswesens“, sagte der Minister. Viele Kassen würden bereits mit verschiedenen Bonus-Programmen Corona-Impfungen belohnen.

Holetschek forderte aber noch einmal nachzulegen, um mehr Menschen für die Impfung zu motivieren. Ziel sei es, dass bis zum Herbst möglichst viele Menschen in Bayern vollständig geimpft sind.

++ Impfbus soll Ende des Monats durch Heilbronn touren

(11.55) Vor dem Supermarkt oder beim Biergarten gegen Corona impfen lassen: Das soll für Menschen in Heilbronn vom 28. Juli an in einem Impfbus der Stadt möglich sein.

Das weiße Fahrzeug sei dazu bis Ende September angemietet und solle verschiedene Stationen im Stadtgebiet ansteuern, teilte die Stadt am Sonntag mit. Eine Terminvereinbarung sei für die Impfung nicht nötig. Mitbringen müssten die Bürger und Bürgerinn nur Personalausweis, Impfpass und Krankenkassenkarte. Das Angebot ist den Angaben zufolge kostenlos.

Erste Station des Impfbusses ist am 28. Juli (10.00 Uhr) der Heilbronner Marktplatz. Der anschließende Fahrplan soll Ende Juli auf der Homepage der Stadt abrufbar sein. Oberbürgermeister Harry Mergel (SPD) appellierte, das Impfangebot zu nutzen: „Die vierte Welle darf nicht noch mal unser Leben lahmlegen.“

++ Ärzte ärgern sich über ausgefallene Impftermine

(7.38 Uhr) Lange Zeit war der Impfstoff rar, jetzt ist das Gegenteil der Fall: Immer mehr Impftermine bleiben frei. Eine schwierige Situation für Mediziner, die zwei Wochen Vorlauf für die Planung brauchen. Lesen Sie hier einen Bericht von Medizinern in der Region.

++ Corona-Inzidenz in Deutschland steigt auf 10,0

(6.50 Uhr) Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gestiegen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, nahm der Wert auf genau 10,0 zu. Am Vortag hatte die Inzidenz noch 9,4 betragen, vor einer Woche 6,2.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb dieses Zeitraums an. Grund für den seit Anfang Juli kontinuierlich steigenden Inzidenzwert ist die hochansteckende Delta-Variante des Virus, die laut RKI inzwischen für mehr als 50 Prozent der Neuansteckungen verantwortlich ist.

Nach den Angaben des RKI vom Sonntagmorgen wurden binnen 24 Stunden 1292 Corona-Neuinfektionen sowie drei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Ansteckungen in Deutschland seit Beginn der Pandemie wuchs damit auf 3.744.681, insgesamt wurden 91.362 Corona-Tote gezählt. Die Zahl der von einer Corona-Infektion Genesenen gab das RKI mit rund 3.639.300 an.

Trotz des Anstiegs der Corona-Inzidenz schließt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) einen erneuten Corona-Lockdown in Deutschland aus. „Wir müssen und werden einen neuen Lockdown verhindern“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Ein neuer Lockdown wäre nach seinen Worten „für viele Geschäfte und Restaurants, die bereits monatelang geschlossen waren, verheerend“.

Der Wirtschaftsminister sieht aktuell auch keinen Bedarf für weitere Maßnahmen gegen das Coronavirus: „Solange keine Überlastung des Gesundheitssystems droht, gibt es keinen Grund für neue Maßnahmen oder gar einen Lockdown.“ Geimpfte oder Jüngere hätten bei einer Infektion meist gar keine Symptome. Auch sei die Intensivbetten-Kapazität in Deutschland weit von ihrer Auslastungsgrenze entfernt.

Allerdings hält Altmaier den Verlauf der Impfkampagne für zu langsam. „Wir müssen die Impfkampagne noch einmal stark beschleunigen“, forderte er. „Überall dort, wo Menschen öffentlich zusammenkommen, ob im Biergarten oder in der Fußgängerzone, sollten Impfungen angeboten werden.“ Der CDU-Politiker plädierte auch dafür, dass „mobile Impfteams Menschen in Cafés und Gaststätten ansprechen und direkt vor Ort impfen“.

Vollständig geimpft gegen das Virus waren bis zum Freitag in Deutschland nach Angaben des RKI 45,9 Prozent der Bevölkerung. Mindestens eine Impfdosis erhielten demnach 59,7 Prozent.

++ Experten erwarten Start der vierten Welle

(16.20 Uhr) Steigende Infektionszahlen und teils stagnierende Impfzahlen befeuern in Deutschland die Sorge vor einer vierten Corona-Welle im Herbst. Wissenschaftler der Technischen Universität Berlin (TU) erwarten auf Basis von Modellierungen eine vierte Welle im Herbst, die auch an Krankenhäusern nicht vorbeigehen wird.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) twitterte am Samstag:

Künftig sollen bei der Beurteilung der Lage neben der Inzidenz auch Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden. Dafür plädierte auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Bund und Länder sollten sich auf einen „neuen Warnwert“ verständigen. Bei steigenden Impfquoten habe die Sieben-Tage-Inzidenz heute viel weniger Aussagekraft als noch vor einem halben Jahr, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag).

Der Deutsche Hausärzteverband forderte zudem, neben den Fallzahlen die Lage in den Arztpraxen zu berücksichtigen. „Für unser tägliches Arbeiten sind die reinen Inzidenzzahlen nicht so entscheidend wie die Zahl der Patientinnen und Patienten, die mit mittleren und schweren Symptomen unsere Praxen aufsuchen“, sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). Deutlich zu spüren sei aber die nachlassende Impfbereitschaft.

Dreyer sprach sich dafür aus, bei der Ministerpräsidentenkonferenz im August über die Aufhebung sämtlicher Corona-Beschränkungen zu beraten. Es stelle sich die Frage: „Wie viel Grundrechtseinschränkung geht überhaupt noch, wenn Ende August alle Erwachsenen ein Impfangebot bekommen haben?“ Einschränkungen für Nicht-Geimpfte bis hin zu Reiseverboten lehnte sie ab. „Das würde vor allem Familien treffen. Selbst wenn die Eltern geimpft sind, könnten Sie nicht reisen, wenn die Kinder nicht geimpft sind“, sagte Dreyer.

Wissenschaftler an der TU Berlin werten den Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenzen als „beunruhigend“. „Laut unseren Simulationen wird im Oktober ein exponentieller Anstieg bei den Krankenhauszahlen starten. Falls die derzeitige Entwicklung anhält, wird dies sogar früher beginnen, und sich im Oktober dann nochmal verstärken“, heißt es im neuen Bericht der Gruppe um den Mobilitätsforscher Kai Nagel an das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Nur wenn die Impfstoffe gegen die Deltavariante deutlich besser wirkten als derzeit bekannt oder wenn eine Impfquote von 95 Prozent erreicht werde, bleibe eine vierte Welle in den Simulationen aus. Das Modell ergebe „unter allen derzeit realistisch erscheinenden Bedingungen eine vierte Welle bei den Erwachsenen, welche mit der Verlagerung von Aktivitäten in Innenräume im Herbst verstärkt werden wird.“ Das Team um Professor Nagel nutzt Berliner Mobilfunkdaten, um das Infektionsgeschehen zu modellieren. Die Ergebnisse sind ihm zufolge mindestens auf andere Großstädte übertragbar.

++ Erste Bundesländer knacken Marke von 50 Prozent vollständig Geimpfter

(13.00 Uhr) In Bremen und dem Saarland ist jeweils mehr als die Hälfte der Einwohner nun vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Die beiden Bundesländer überschritten als erste die Marke von 50 Prozent, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag (Stand: 10.05 Uhr) hervorgeht.

Laut RKI wurden am Freitag in Deutschland 601 220 Impfdosen verabreicht. Bundesweit sind damit nun rund 38,2 Millionen Menschen oder 45,9 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Covid-19 geimpft, wofür bei den meisten eingesetzten Impfstoffen zwei Dosen nötig sind. Insgesamt haben 59,7 Prozent oder rund 49,6 Millionen Einwohner mindestens die erste Spritze erhalten.

Während Bremen mit 50,6 Prozent und das Saarland mit 50,1 Prozent vollständig Geimpfter beim Impftempo an der Spitze liegen, bilden Sachsen und Brandenburg mit je 42,6 Prozent das Schlusslicht. Das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen liegt mit 48,8 Prozent derzeit auf Platz drei.

Bei der Zahl der Erstgeimpften ist zunehmend ein Gefälle zu sehen: Schlusslicht ist Sachsen mit 50,7 Prozent, gefolgt von Thüringen (54,2), Brandenburg (54,7), Sachsen-Anhalt (55,6) und Bayern (57,6 Prozent). In Bremen sind dagegen mittlerweile mehr als zwei Drittel (68,8 Prozent) aller Einwohner mindestens einmal immunisiert, auch das Saarland (65,0 Prozent) steht an dieser Marke.

++ Erster Corona-Fall im Olympischen Dorf in Tokio 

(09.15 Uhr) Eine Woche vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Tokio gibt es den ersten Corona-Fall im Athletendorf. Das bestätigte das Organisationskomitee am Samstag. Angaben zur Person wie der Nationalität wollte OK-Geschäftsführer Toshiro Muto nicht machen. Auch könne er nicht sagen, ob die Person geimpft sei. Es würden alle erforderlichen Maßnahmen zum Schutz vor einer Ausbreitung getroffen, damit sich jeder im Athletendorf sicher fühlen könne, hieß es.

Daneben gibt es bislang fünf Athleten, die bei der Einreise nach Japan positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Die Athleten und ihre Begleitpersonen sind im Athletendorf von der Bevölkerung isoliert und müssen strenge Verhaltens- und Hygieneregeln befolgen. Die Organisatoren und das Internationale Olympische Komitee (IOC) haben immer wieder versichert, es würden für alle „sichere“ Spiele.

++ Inzidenz steigt auf 9,4 — 1608 Neuinfektionen 

(09.00 Uhr) Zum zehnten Tag infolge ist die Sieben-Tage-Inzidenz angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Samstagmorgen lag sie bei 9,4 — am Vortag betrug der Wert 8,6, beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 1608 Corona- Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.05 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 952 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurde nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 22 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 35 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 743 389 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 638 800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91 359.

Das waren die letzten Meldungen am Freitag

++ Inzidenzwert in Baden-Württemberg steigt deutlicher als zuletzt

(18.27 Uhr) Die Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten hat am Freitag einen vergleichsweise deutlichen Sprung gemacht. Sie legte nach Angaben des Landesgesundheitsamts innerhalb eines Tages von 8,2 auf 8,9 Infektionen je 100 000 Einwohner zu. Der Wert war bereits in den vergangenen Tagen stetig gestiegen. Unter den 44 Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg ist die Inzidenz mit 25,2 in Ulm am höchsten und mit 1,4 im Neckar-Odenwald-Kreis am niedrigsten.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Südwesten seit Beginn der Pandemie stieg um 193 auf 502.662, wie die Behörde mitteilte.

10.338 Menschen sind inzwischen an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit gestorben. Das waren fünf mehr als am Vortag. Als genesen gelten geschätzt 490.365 Infizierte (plus 104).

14,7 Prozent der betreibbaren 2350 Intensivbetten sind der Mitteilung nach im Moment frei. Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Die Lage in den Krankenhäusern soll zusätzlich zur Inzidenz auch verstärkt eine Rolle bei der Beurteilung von notwendigen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie spielen.

Solche Intensivbetten werden aber nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern ebenso für Menschen mit anderen gravierenden Erkrankungen.

6 435 349 Menschen in Baden-Württemberg sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts mittlerweile einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Das sind den Daten zufolge 58 Prozent der Bevölkerung. Der Bundesschnitt liegt bei 59,5 Prozent. Als vollständig geimpft gelten den Daten zufolge im Südwesten 4 997 370 Menschen oder 45 Prozent (bundesweit: 45,3). Beim Impfstoff von Johnson & Johnson reicht eine Dosis. Bei allen anderen Vakzinen sind zwei Spritzen nötig.

++ Diese Auswirkungen hat Corona auf das Geburtenverhalten

(17.10 Uhr) Im vergangenen Jahr sind in Deutschland weniger Kinder geboren worden. 2020 zählte das Bundesamt 773.144 Neugeborene, rund 5000 Babys weniger als 2019, wie die Statistiker in Wiesbaden berichteten.

Die Zahl der Babys pro Mutter sank jedoch kaum: Der Statistik zufolge bekamen Frauen 2020 im Schnitt 1,53 Kinder. Laut Statistischem Bundesamt liegt der aktuelle Rückgang vor allem daran, dass die Zahl der Frauen in den besonders geburtenstarken Jahren erstmalig seit 2011 leicht zurückging.

Spannend bleibt die Frage, welchen Einfluss die Corona-Pandemie hat. Im März 2021 gab es mit fast 66.000 Neugeborenen so viele Geburten wie seit 20 Jahren nicht mehr in diesem Monat. Destatis sieht einen zeitlichen Zusammenhang mit dem Abflauen der ersten Corona-Welle und Lockerungen ab Anfang Mai vergangenen Jahres. Schon im Februar 2021 hatte sich nach vorläufigen Zahlen ein Anstieg um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat abgezeichnet. Im März stieg die Zahl dann um zehn Prozent.

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Piks ohne Termin - In Friedrichshafen gibt’s Impfstoff to go

(15.25 Uhr) Anlässlich der Initiative des Landes Baden-Württemberg „#dranbleibenBW“ wird im Bodenseekreis eine offene Impfwoche angeboten. Vom 19. bis 25. Juli wird jeweils von 8 bis 13 Uhr ohne Termin im Kreisimpfzentrum (KIZ) geimpft - ganz egal, ob es das erste oder das zweite Mal ist.

Mitzubringen sind nach Angaben des Gesundheitsamtes im Landratsamt der Personalausweis, der Impfausweis beziehungsweise eine Bescheinigung über die Erstimpfung, sofern diese bereits verabreicht wurde.

Ab Montag, 19. Juli, stehen dafür Impfstoffe der Hersteller Astrazeneca, Johnson & Johnson (ab 18 Jahre) sowie Biontech (ab zwölf Jahre) zur Verfügung. Ab Mittwoch, 21. Juli, wird es zusätzlich Impfungen mit dem Impfstoff des Herstellers Moderna geben.

Bereits vereinbarte Termine bleiben bestehen und werden im KIZ wie geplant durchgeführt.Zweitimpfungen können nur dann erfolgen, wenn der zeitliche Mindestabstand zur Erstimpfung eingehalten wurde. 

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog von Freitag +++

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