Corona-Newsblog: Merkel findet Corona-Fallzahlen "extrem erfreulich"

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Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 496.996(496.996 Gesamt - ca. 478.800 Genesene - 10.046 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 10.046
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 25,9
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 55.700 (89.585 Gesamt - ca. 3.563.800 Genesene - 89.585 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 89.585
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 19,3

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Corona-Inzidenz unter 20 - RKI-Chef: Virus keine Chance geben (12.55 Uhr)
  • Wegen Corona: Computerladen in Aalener Straße schließt (12.37 Uhr)
  • Weitere Lockerungen im Bodenseekreis (12.24 Uhr)

 

Das war's für heute, morgen versorgen wir sie an dieser Stelle wieder mit News zur Pandemie.

++ Merkel: Corona-Fallzahlen derzeit "extrem erfreulich"

(17.57 Uhr) Kanzlerin Angela Merkel hat sich erfreut über die aktuelle Corona-Lage gezeigt. "Die Entwicklung ist extrem erfreulich zurzeit, was die Fallzahlen anbelangt", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin. Die Anstrengungen der vergangenen Monate hätten sich gelohnt. Zugleich warnte die Kanzlerin: "Corona ist damit nicht verschwunden."

Insbesondere die sogenannte Delta-Variante, die zuerst in Indien aufgetreten ist, mache Sorgen. "Wir sind im Grunde in einem Wettlauf mit dem Impfen. Jeder Tag, den wir eine geringe Nachweisbarkeit dieser Variante haben, ist ein guter Tag." Derzeit sei man bei 2,5 Prozent.

"Wir haben einen Sommer, der uns viele Möglichkeiten gibt, die wir lange Monate nicht hatten, aber wir sollten nicht sorglos sein, sondern die Lage immer wieder sehr, sehr genau beobachten", betonte die Kanzlerin.

Merkel sagte, bei den zu erwartenden Impfstofflieferungen gebe es für Juli "noch kein ganz klares Bild". Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern sollten zudem darüber beraten, inwiefern die regionalen Impfzentren der Länder in gewissem Umfang weiter erhalten bleiben sollen - auch mit Blick auf mögliche Auffrischungsimpfungen im Herbst.

++ Stiko: keine Genelle Impfempfehlung für Kinder ab 12

(16.40 Uhr) Die Stiko empfiehlt den Impfstoff nicht uneingeschränkt für alle Kinder ab 12 Jahren. Impfungen sollen nur Kinder mit bestimmten Vorerkrankeungen bekommen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

++ Dekra prüft künftig Corona-Teststellen in Baden-Württemberg

(15.25 Uhr) Die Prüfgesellschaft Dekra soll künftig nach schwarzen Schafen unter den Anbietern von Corona-Schnelltests in Baden-Württemberg suchen. Der Dienstleister sei beauftragt worden, um die Arbeit der Gesundheitsämter zu unterstützen, teilte das Landessozialministerium am Donnerstag mit. Die Kontrollen fänden stichprobenartig und unangekündigt statt und erstreckten sich "flächendeckend auf alle Stadt- und Landkreise", hieß es.

Wegen Unregelmäßigkeiten bei Schnelltests hatten Gesundheitsämter in den vergangenen Tagen und Wochen vereinzelt Teststellen geschlossen. Teils ermittelt auch die Polizei. "Die Tests sind ein wichtiger Baustein, um die Öffnungen abzusichern", erklärte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne). "Es ist deshalb entscheidend, dass diese qualitativ korrekt durchgeführt werden."

Bei den Kontrollen gehe es vor allem um die Einhaltung der Hygieneregeln und die korrekte Durchführung der Tests. Weil mittlerweile genügend Teststellen vorhanden seien, würden künftig keine neuen Anbieter mehr zugelassen, teilte das Ministerium mit.

Das Video zum Selbsttest an Grundschulen

++ Jeder zweite Erwachsene in der EU einmal gegen Corona geimpft

(15.08 Uhr) Jeder zweite Erwachsene in der Europäischen Union ist mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft. Die Zahl nannte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Donnerstag. Nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC sind das 183,1 Millionen Menschen. Knapp 26 Prozent der Erwachsenen - rund 94,8 Millionen - haben demnach den vollen Impfschutz, für den in der Regel zwei Spritzen nötig sind.

Von der Leyen schrieb auf Twitter, die EU sei auf gutem Weg zu dem Ziel, bis Ende Juli genügend Impfstoff zu haben, um 70 Prozent der Erwachsenen zu impfen. Ein Sprecher der EU-Kommission stellte klar, dass dieses Ziel gelte, auch wenn sich die Zulassung für den deutschen Hersteller Curevac verzögern sollte. Zuletzt hatte der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) erklärt, eine Zulassung des Curevac-Impfstoffs sei statt im Juni realistisch erst im August zu erwarten.

++ Corona-Inzidenz unter 20 - RKI-Chef: Virus keine Chance geben

(12.55 Uhr) Erstmals seit acht Monaten ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland unter die Marke von 20 gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert am Donnerstagmorgen mit bundesweit 19,3 an — zuletzt war ein so niedriger Wert Anfang Oktober verzeichnet worden.

Das RKI wies trotz des „erfreulichen“ Rückgangs bei den Corona-Zahlen auf weiter bestehende Risiken hin. „Das Virus ergreift jede noch so kleine Chance — die sollten wir ihm nicht geben“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler in Berlin. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sprach mit Blick auf das Infektionsgeschehen von einer ermutigenden Entwicklung

Die in Indien entdeckte Coronavirus-Variante Delta bleibt in Deutschland weiter relativ selten. Ihr Anteil an den untersuchten Proben betrage nun 2,5 Prozent, heißt es in einem RKI-Bericht zu den als besorgniserregend eingestuften Mutanten vom Mittwochabend. 

Mit einem Anteil von 94 Prozent an den untersuchten Proben löst die Variante Alpha (B.1.1.7, entdeckt in Großbritannien) bundesweit weiter den Großteil der Infektionen aus. Die weiteren besorgniserregenden Varianten Beta und Gamma spielen nur eine untergeordnete Rolle.

++ Wegen Corona: Computerladen in Aalener Straße schließt

(12.37 Uhr) Das Geschäft ist geschlossen, das Telefon abgemeldet. Im Schaufenster zur Aalener Straße hängt ein Schild „Zu vermieten“. Der Ellwanger Computerladen, über mehr als 20 Jahre ein Fixpunkt für viele Computer- und Spielefans aus der Region, wird nicht mehr öffnen.

Die Folgen des Corona-Lockdowns, aber auch die Konkurrenz durch den Online-Versandhandel, haben Inhaber Michael Stutzmann keine andere Wahl gelassen.

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++ Weitere Lockerungen im Bodenseekreis

(12.24 Uhr) Im Bodenseekreis gibt es ab Montag, 7. Juni, weitere Lockerungen. Ab dann gilt Öffnungsschritt 3 und der Inzidenz-Status „unter 35“.

Derzeit bedeutet das laut Landesverordnung Baden-Württemberg Regeländerungen bei Gastronomie, Schulen und Kitas

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++ Alb-Donau-Kreis öffnet ab Freitag weiter - doch wie lange?

(11.20 Uhr) Inzwischen überschlagen sich die Meldungen zu Lockerungen für den Alb-Donau-Kreis. Das dürfte die Bürger zwar freuen, vor allem im Bezug auf die neusten Lockerungen.

Denn inzwischen liegt der Landkreis stabil unter der Marke von 35, das bringt weitere Öffnungen ab Freitag mit sich. Doch die neusten Lockerungen könnten schneller zurückgenommen werden, als gewünscht.

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++ Kein größeres Public-Viewing bei Fußball-EM

(10.56 Uhr) Wegen der Corona-Pandemie wird es klassische größere Public-Viewing-Veranstaltungen während der Fußball-Europameisterschaft in Baden-Württemberg nicht geben.

Öffentliche TV-Übertragungen etwa in einem Biergarten werden jedoch analog zu Kulturveranstaltungen behandelt, sind also unter den jeweiligen Auflagen der Corona-Verordnung möglich“, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart.

Je nach Inzidenz gelten die drei „G“: genesen, getestet oder geimpft.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart

So dürften Gastronomen Fußballübertragungen zeigen. Es müssten dabei die für die Gaststätten geltenden Regelungen beachtet werden - also etwa die Begrenzung der Gästezahl oder die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln.

++ Dänemark verabschiedet sich großteils von Mund-Nasen-Schutz

(10.45 Uhr) In Dänemark wird man ab nächster Woche deutlich weniger Menschen mit Mund-Nasen-Schutz sehen. Die Pflicht zum Tragen einer Maske oder eines Visiers wird am Montag für fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens aufgehoben.

Einzige Ausnahme davon bleibt der öffentliche Nahverkehr — dort aber auch nur, wenn man nicht sitzt. Im Nahverkehr soll die Tragepflicht dann endgültig am 1. September fallen.

Darauf und auf weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen hat sich die Regierung in der Nacht zum Donnerstag mit dem Großteil der Parlamentsparteien in Kopenhagen geeinigt.

Dänemark hatte im Frühjahr erste Öffnungsschritte eingeleitet und die Beschränkungen seitdem nach und nach zurückgefahren. Mittlerweile ist im Land im Grunde wieder alles offen bis auf die Diskotheken.

Die Zahl der Neuinfektionen ist in Dänemark im Zuge der Lockerungen leicht gestiegen, allerdings nicht in die Höhe geschossen. Die Inzidenz liegt jedoch mittlerweile deutlich über derjenigen in Deutschland, wo sie zuletzt stark gesunken ist.

++ Das ist der aktuelle Stand bei der Corona-Impfung

(10.11 Uhr) Am 7. Juni 2021 wurde die Impfpriorisierung in den Impfzentren aufgehoben. Dann können alle erwachsenen Personen unabhängig von Alter, Vorerkrankungen und Beruf ohne weitere Voraussetzungen einen Impftermin in einem Impfzentrum vereinbaren.

Hausärztinnen und Hausärzte impfen bereits seit 17. Mai außerhalb der gesetzlichen Priorisierung. Laut Sozialministerium Baden-Württemberg haben bereits 5.043.780 Personen ihre Erstimpfung bekommen. (Stand: 9. Juni 2021)

  • Erstimpfungen in BW: 5.043.780
  • Zweitimpfungen in BW: 2.450.018

Impfquote (vollständig geimpft):

  • Baden-Württemberg: 22,1 %
  • Bundesweit: 22,89 %

Dauerläutende Telefone, genervte Patienten, hoher Aufwand und fehlender Impfstoff – für die Hausarztpraxen wird die Impfkampagne zur Belastungsprobe. Ärzte aus dem Bodenseekreis berichten über die aktuelle Situation.

++ Nach Betrug: Testanbieter bekommen ab Juli weniger Geld für Corona-Tests

(08.45 Uhr) Nach mutmaßlichem Betrug in Corona-Schnellteststellen sollen die Betreiber ab Juli weniger abrechnen können. Zudem sollen sie strenger kontrolliert werden.

Das sieht eine geänderte Testverordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, die zwischen den Bundesministerien derzeit abgestimmt wird und die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. 

Betreiber von Teststellen sollen für die Entnahme des Abstrichs ab 1. Juli nur noch 8 Euro abrechnen können. Bisher waren es 15 bei ärztlichen und 12 Euro bei anderen Anbietern. Weil die Tests günstiger geworden sind, sollen sie nur noch pauschal mit 4,50 statt mit bis zu 6 Euro abgerechnet werden können.

Der Verdacht auf Testbetrug in großem Stil war durch eine Veröffentlichung von WDR, NDR und „Süddeutscher Zeitung“ Ende Mai aufgekommen. Die abgerechneten Tests mehrerer von den Reportern beobachteter Stellen überstiegen demnach die Besucher an einzelnen Tagen deutlich.

Die für die Abrechnung zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen sollen die Abrechnungen künftig gründlicher prüfen — mit Hilfe von Wirtschaftsprüfern auch im Detail und vor Ort. Die Kosten für alle Zentren insgesamt taxiert der Entwurf auf 1,4 Milliarden Euro 2021.

++ Sieben-​Tages-Inzidenz in Lindau steigt über 50

(08.20 Uhr) Die Sieben-Tages-Inzidenz im Landkreis Lindau hat die Marke von 50 wieder überschritten. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) liegt sie am Donnerstag, 10. Juni, Stand 3.10 Uhr, bei 57,3. Dreizehn neue Infektionsfälle sind von Mittwoch auf Donnerstag registriert worden, es kamen keine neuen Todesfälle dazu.

In Bayern gilt seit Montag, 7. Juni, eine geänderte Corona-Verordnung. Es gibt für Lockerungen nur noch zwei Kategorien: Gebiete mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100 und Gebiete mit einer Inzidenz unter 50. Lindau hat die 50 nun wieder überschritten.

Was jetzt gilt, lesen Sie hier

++ USA spenden halbe Milliarde Impfdosen an ärmere Länder 

(08.09 Uhr) Die USA wollen eine halbe Milliarde Impfdosen an Dutzende arme Länder der Welt verteilen.

Nach Angaben des Weißen Hauses sollen die Dosen des Impfstoffs von Pfizer/Biontech an 92 Länder mit niedrigem und niedrigem mittleren Einkommen sowie an die Afrikanische Union gespendet werden.

200 Millionen Dosen sollen zwischen August und Ende des Jahres geliefert werden, die übrigen 300 Millionen bis Juni 2022.

US-Präsident Joe Biden werde den „historischen“ Schritt an diesem Donnerstag verkünden und andere Demokratien der Welt aufrufen, die globale Versorgung mit sicheren und wirksamen Impfstoffen zu unterstützen, erklärte das Weißen Haus. 

++ Privatvermögen im Corona-Jahr auf Rekordhoch - meiste Reiche in USA

(07.23 Uhr) Die Menschen rund um den Globus haben einer Studie zufolge im Corona-Krisenjahr 2020 in der Summe so viel Reichtum angehäuft wie nie.

Das private Finanzvermögen stieg gegenüber dem Vorjahr um gut 8 Prozent auf den Rekordwert von 250 Billionen Dollar, also rund 205 Billionen Euro, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Analyse der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) hervorgeht.

Dazu trugen steigende Börsenkurse und wachsende Ersparnisse bei. Erstmals berücksichtigte BCG auch Sachwerte wie Grundbesitz oder Gold. Das Gesamtvermögen abzüglich Schulden belief sich so auf 431 Billionen Dollar. Das Vermögen ist jedoch ungleich verteilt. Vor allem der Club der Reichen und Superreichen wuchs kräftig.

In Deutschland stieg das private Finanzvermögen unter anderem aus Bargeld, Kontoguthaben, Aktien, Pensionen und Lebensversicherungen den Angaben zufolge um rund sechs Prozent auf rund 9 Billionen Dollar. Das Sachvermögen erhöhte sich um fünf Prozent auf 13 Billionen Dollar. Abzüglich der Schulden besaßen die privaten Haushalte in Deutschland insgesamt knapp 20 Billionen Dollar.

++ RKI registriert 3187 Corona-Neuinfektionen — Inzidenz bei 19,3

(06.20 Uhr) — Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3187 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.03 Uhr wiedergeben.

Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 4640 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Donnerstagmorgen mit bundesweit 19,3 an (Vortag: 20,8; Vorwoche: 34,1).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 94 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 166 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.709.129 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.563.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89.585 angegeben.

 Dem ersten Impfling wird im unternehmensinternen Impfzentrum das Vakzin verabreicht.
Dem ersten Impfling wird im unternehmensinternen Impfzentrum das Vakzin verabreicht. (Foto: Südpack Ochsenhausen)

++ Künftige GEW-Chefin: Nicht noch einmal monatelange Schulschließungen

(06.15 Uhr) — Die designierte Chefin der Bildungsgewerkschaft GEW, Maike Finnern, hält lange coronabedingte Schulschließungen im neuen Schuljahr für höchstwahrscheinlich verzichtbar.

Das ist nicht noch einmal vorstellbar. Ich glaube nicht, dass wir noch einmal in eine Situation kommen, in der Schulen mehrere Monate geschlossen werden müssen.

Maike Finnern, GEW-Chefin

Finnern soll an diesem Donnerstag beim digitalen Gewerkschaftstag der GEW zur neuen Vorsitzenden gewählt werden. Die bisherige NRW-Landeschefin löst damit die langjährige Vorsitzende Marlis Tepe ab.

Gleichzeitig beraten die Kultusminister der Länder am Donnerstag in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen an den Schulen nach den Sommerferien.

„Wichtig ist, dass die Bundesländer jetzt die Phase bis zum kommenden Schuljahr nutzen, um in den Schulen zu investieren“, sagte Finnern.

Es gehe nicht nur um Luftfiltergeräte, sondern auch darum, dass Fenster sich öffnen lassen, Heizungen funktionieren und es in jedem Raum ein Waschbecken gibt.

 ++ Südpack startet Mitarbeiterimpfung

(06.12 Uhr) Seit dem 7. Juni können die Betriebsärzte loslegen und die Mitarbeiter der Unternehmen gegen Corona impfen. Sie bilden neben den Impfzentren und Hausärzten die dritte Säule der Impfkampagne in Deutschland. Auch bei Südpack in Ochsenhausen werden seit Mittwoch die ersten Mitarbeiter geimpft.

Bereits vor Wochen waren bei Südpack die Vorbereitungen für die eigene Impfkampagne abgeschlossen. Was jedoch noch fehlte, waren das Startsignal seitens der Politik sowie der nötige Impfstoff.

Nun ist sowohl das Signal gegeben als auch die ersten Impfdosen geliefert. Seit Mittwoch werden die ersten Corona-Impfungen im unternehmensinternen Impfzentrum bei Südpack am Hauptsitz in Ochsenhausen durch den Betriebsarzt durchgeführt.

Mehr dazu lesen Sie hier

Das waren die Meldungen am Mittwoch:

++ Corona-Inzidenz im Südwesten weiter rückläufig 

(19.30 Uhr) Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist weiter leicht rückläufig. Im Laufe der vergangenen sieben Tage haben die Behörden mit Stand vom Mittwoch 26,0 Ansteckungen pro 100 000 Einwohner registriert, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Am Dienstag hatte der Wert noch bei 27,0 gelegen. Am Dienstag vergangener Woche lag er deutlich höher, bei 45,1.

33 von 44 Stadt- und Landkreisen weisen eine Inzidenz unterhalb der 35er-Marke auf. Der Wert ist für Lockerungen etwa bei Freibadbesuchen, in der Außengastronomie und bei Kulturveranstaltungen wichtig. Den höchsten Wert verzeichnete der Landkreis Tuttlingen (59,7), den niedrigsten der Kreis Emmendingen (7,2).

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Pandemie-Beginn stieg um 624 auf 497 217. Zehn weitere Menschen starben an oder mit Corona. Die Zahl der Toten stieg damit auf 10 046. Als genesen gelten 477 289 Menschen (plus 1050). Die (errechnete) Zahl der aktiven Covid-Fälle im Land, sank zum ersten Mal seit Oktober vergangenes Jahr auf unter 10.000.

++ Cannstatter Volksfest findet erneut nicht statt

(17.17 Uhr) Nach der Absage des Münchner Oktoberfests wegen des Coronavirus findet auch das Cannstatter Volksfest in Stuttgart erneut nicht statt. Das teilte die Stadt am Mittwoch mit. Das zweitgrößte Volksfest in Deutschland war vom 24. September bis zum 10. Oktober 2021 geplant. Die „Bild“ hatte zuerst berichtet.

++ Regierung löscht Impf-Video mit Arzt wegen Äußerungen zu Israel

(14.55 Uhr) Die Bundesregierung hat ein in ihrem Auftrag erstelltes Informationsvideo zur Impfkampagne in arabischer Sprache wegen früherer Äußerungen des darin auftretenden Arztes zum Nahost-Konflikt aus dem Verkehr gezogen. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Mittwoch in Berlin:

Als wir das Video ins Netz stellten, waren uns diese Dinge nicht bekannt.

Steffen Seibert

Man sei erst durch eine Medienanfrage auf die entsprechenden Äußerungen des Berliner Hausarztes zum Staat Israel aufmerksam geworden. Die Bundesregierung wolle mit diesen Äußerungen „auf keinen Fall in Zusammenhang stehen“.

Das Video aus der Reihe Impfwissen sei daraufhin entfernt worden. „Ich bedauere sehr, dass wir das nicht rechtzeitig ausreichend geprüft hatten“, sagte Seibert. Die internen Abläufe würden nun überprüft, um sicherzustellen, dass sich so etwas nicht wiederhole,

Die Bundesregierung werde auch weiterhin wichtige Informationen auf Arabisch und in anderen Sprachen veröffentlichen. Ziel sei es, auch Menschen zu erreichen, die der deutschen Sprache noch nicht ausreichend mächtig seien.

++ Digitaler Corona-Impfpass wird ab Donnerstag in Deutschland eingeführt

(14.35 Uhr) Vollständig geimpfte Menschen sollen in Kürze ihre Immunisierung mit einem digitalen Impfzertifikat über das Handy nachweisen können: Die Einführung dieses Digital-Passes in Deutschland starte bereits am Donnerstag, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. „Der digitale Impfpass wird jetzt Schritt für Schritt ausgerollt und in den Apps verfügbar sein“, fügte er hinzu. Minister Jens Spahn (CDU) werde die Details am Donnerstag in einer Pressekonferenz erläutern.

Der digitale Impfpass soll es vollständig geimpften Menschen erlauben, ihre Immunität per Handy nachzuweisen, ohne immer ihr gelbes Impfbuch mit sich führen zu müssen. Dies kann etwa bei Restaurantbesuchen oder bei Kulturveranstaltungen nützlich sein, falls dort ein Impfnachweis verlangt wird.

Für den Digitalpass kann die bereits bestehende Corona-Warn-App genutzt werden, zusätzlich soll eine gesonderte App angeboten werden. Ab Juli soll der Digital-Pass auch für das grenzüberschreitende Reisen in der EU genutzt werden können.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Mittwoch waren knapp 19 Millionen Menschen in Deutschland vollständig geimpft. Damit hätten sie Anspruch auf den digitalen Impfnachweis. Laut Ministeriumssprecher gibt es für sie drei Möglichkeiten, an einen QR-Code zu kommen, mit dem sie den Nachweis dann aufs Handy laden können.

Sie können den Code entweder in dem Impfzentrum oder der Arztpraxis bekommen, wo sie die Zweitimpfung erhalten haben. Außerdem können sie sich den Code auch per Post zuschicken lassen.

Die dritte Möglichkeit besteht darin, den Code in einer Apotheke zu erhalten. Bereits am Dienstag hatte der Apothekenverband mitgeteilt, dass die ersten Apotheken am kommenden Montag damit beginnen, den digitalen Impfnachweis auszustellen.

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog von Mittwoch +++

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